Apple MacBook Air (Retina, 2018) im Test

Lang ersehnter Minimalismus. Das aktuelle Apple MacBook Air 2018 ist ein konsequent auf Mobilität getrimmtes Subnotebook. Qualität, Funktionalität und Ausstattung zeigen sich auch bei diesem Flachmann auf einem gewohnt hohen Niveau.

Apples MacBook Air "verkörpert wie kaum ein anderes Notebook die Beschränkung auf das Wesentliche. Auch wenn sich seit der Erstveröffentlichung im Jahr 2008 so manches verändert hat, ist Apple bei der Weiterentwicklung diesem zentralen Grundkonzept über die Jahre hinweg dennoch konsequent treu geblieben. Dass Apple nun auch ein hervorragendes Display, die multifunktionale Thunderbolt-3-Schnittstelle und eine aktuelle CPU-Ausstattung abliefert, dürfte viele Interessenten freuen.

Apple MacBook Air: Preise & mögliche Konkurrenten

Weniger Beifall erfährt die Preisgestaltung. Mit einem offiziellen Einstiegspreis von 1.349 Euro bei nicht mehr zeitgemäßer Speicherausstattung, dürfte Apple bei so manchem Interessenten die Schmerzgrenze deutlich überschritten haben.

Etwas günstiger fällt immerhin die Preisgestaltung bei den einschlägigen Händlern aus. Hier startet der Einstieg derzeit bei 1.229 Euro für das Modell Apple MacBook Air 13″ MRE82D/A in Space Grau mit Intel Core i5-8210Y, 8 GB RAM, 128 GB SSD und Retina-Display.

Beim Testgerät handelt es sich dagegen um ein goldfarbenes Modell (MREF2D/A), das bei sonst gleicher Ausstattung mit einem 256 GB großen Massenspeicher bedacht wurde und zum Testzeitpunkt für 1.449 Euro zu haben ist.

Nach oben hin ist bei der Preisgestaltung wie gewohnt viel Spielraum. Mit 16 GB RAM und 1,5-TB-SSD kann der leistungsbewusste Anwender den reinen Hardware-Preis im Apple Store auf 3.089 Euro erhöhen. Mögliches Zubehör und Apple Care+ sind dabei noch nicht mit einberechnet.

Apple MacBook Air 2018

Das Vorgängermodell, das, bis auf ein kleines Prozessorupgrade im Jahr 2017, seit 2015 nahezu unverändert gebaut wird, ist für 1.099 Euro immer noch erhältlich. Mit Intel CPUs der 5. Core-Generation, veralteten Schnittstellen und unzeitgemäßem TN-Display zeigt es sich von der technischen Seite her veraltet, mittlerweile hoffnungslos überteuert und insgesamt nicht mehr empfehlenswert. Daran ändern auch die bei knapp 900 Euro startenden Händlerpreise nicht viel.

Mögliche Konkurrenten des Apple MacBook Air aus der Windows-Welt könnten zum Beispiel das Asus Zenbook 13, das Acer Swift 3, das HP Envy 13, das MSI PS42, das Dell XPS 13, das Schenker Slim 13 oder Lenovos ThinkPad X280 sein. Ansonsten dürften alternativ das Apple 13″ MacBook Pro oder das Apple 12″ MacBook ganz oben auf der Liste stehen, wenn es sich zwingend um ein macOS-Notebook handeln soll.

Apple MacBook Air 2018

Apple MacBook Air: Auszug der technischen Daten
Model Apple MacBook Air (MREF2D/A)
Preis 1.599 Euro Apple Store, Straßenpreis ab ca. 1.449 Euro
Farbe Silber, Space Grau, Gold (Testgerät)
Prozessor Intel Core i5-8210Y, 2 Kerne (4 Threads), 1,6 GHz – 3,6 GHz, 4 MB Cache, 7 Watt TDP
Grafik Intel UHD Graphics 617
Arbeitsspeicher 8 GB LPDDR3-RAM (2.133 MHz), Dual-Channel, nicht aufrüstbar
Massenspeicher Apple PCIe-SSD, 256 GB brutto
Display 13,3-Zoll-Retina-Display, Auflösung: 2.560 x 1.600 Bildpunkte, glänzend mit Entspiegelungsschicht, 16:10, 227 ppi
Betriebssystem & Software macOS Mojave
Anschlüsse & Erweiterung 2 x Thunderbolt 3 (USB-Typ-C-Buchse), 1 x 3,5-mm-Klinke Audio in/out
Kommunikation Intel Dual Band Wireless-AC, Bluetooth 4.2, Dual-Array-Mikrofon, HD-720p-Facetime-Webcam
Audio High Definition Audio Controller, 2 Stereo-Lautsprecher
Eingabegeräte Chiclet-Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung (16-stufig), Force Touch Trackpad
Sicherheit Passwort, Verschlüsselung, Fingerabdruck-Lesegerät (Apple Touch ID)
Sensoren
Umgebungslichtsensor
Batterie & Stromversorgung 50,3-Wh-Lithium-Polymer-Akku (intern), 30-Watt-Netzteil
Zubehör
Abmessungen & Gewicht 304 (B) x 212 (T) x 15,6 (H) mm, Testgewicht 1,22 kg & Netzteil 170 g
Herstellergarantie 1 Jahr Herstellergarantie
Leihsteller Notebooksbilliger, Produktseite (Werbung)
Informationen zum Testgerät Herstellerseite

Leihstellung notebooksbilliger.deDas Testgerät Apple MacBook Air (MREF2D/A) wurde mir für diesen Test freundlicherweise leihweise von notebooksbilliger.de (Werbung) zur Verfügung gestellt.

Apple MacBook Air: Garantie

Eine Herstellergarantie gewährt Apple wie gewohnt lediglich ein mageres Jahr lang. Wer mehr möchte, erhält für 249 Euro über Apple Care+ eine Verlängerung auf 3 Jahre. Der integrierte zusätzliche Apple Hardwareschutz kann dabei nochmal Folgekosten in Form von Servicepauschalen verursachen. Hier sollte man sich vor einem Abschluss noch mal ganz genau über die geltenden Bedingungen informieren.

Apple MacBook Air 2018

Apple MacBook Air 2018: Gehäuse

Wie von Apple gewohnt, bekommt der Anwender auch beim aktuellen MacBook Air ein hervorragendes Aluminium-Unibody-Gehäuse geboten. Stabilität, Verarbeitung, Spaltmaße und Optik geben keinen Anlass zur Kritik. Das Apple MacBook Air ist in den Farben Silber, Gold und Space Grau erhältlich. Die goldene Farbe des Testgeräts zeigt sich je nach Lichteinfall auch schon mal kupferfarben oder in einem Roséton.

Das Testgerät wiegt niedrige 1,22 kg, was einen sehr guten, wenn auch keinen rekordverdächtigen Wert darstellt. Noch leichter fallen zum Beispiel die 13-Zöller Asus Zenbook 13 (0,99 kg) oder das Toshiba Portégé X30 (1,06 kg) aus.

Die beim MacBook Air mit besonders flache Bauweise fordert an anderer Stelle natürlich ihren Tribut. Separate Wartungsöffnungen findet man hier genauso wenig, wie vom Kunden aufrüstbare Komponenten. Arbeitsspeicher und Massenspeicher sind verlötet.

Apple MacBook Air 2018: Ausstattung

Die Schnittstellenausstattung fällt zwar sehr überschaubar aus, bietet dank Thunderbolt 3 aber eine moderne Anschlussmöglichkeit, die eine Vielzahl möglicher Einsatzgebiete eröffnet. Dockingstationen können hierüber genauso betrieben werden wie schnelle Thunderbolt-3-Massenspeicher, Netzwerkadapter, externe Grafiklösungen oder hochauflösende Displays. Beide Thunderbolt-3-Ports befinden sich auf der linken Gehäuseseite weit hinten.

Apple MacBook Air 2018

Auf der Rechten Seite hat Apple noch einen konventionellen 3,5-mm-Klinke-Port für Headsets & Co. integriert. Ansonsten stehen für kabellose Anbindungen Dual-Band-AC-WLAN und Bluetooth 4.2 zur Verfügung. Eine 720p-Facetime-Webcam befindet sich wie üblich im oberen Bildschirmrahmen.

Im Sicherheitsbereich bietet Apple neben den üblichen Passwortoptionen und verschiedenen Benutzerkonten die Laufwerksverschlüsselung FileVault (durch den Anwender deaktivierbar) und ein im Ein-/Ausschalter integriertes Fingerabdruck-Lesegerät (Touch ID). Weitere Sicherheitskomponenten wie zum Beispiel Gesichtserkennung oder ein Smartcard-Lesegerät sind nicht verfügbar.

Schnittstellenperformance
Apple MacBook Air 2018
Transferraten in MB/s
Speicherkarten-Lesegerät, Lexar Professional UHS-II 1000x (MicroSD 32 GB) nicht vorhanden
USB 3.1 Gen. 1 Typ C, Samsung Portable SSD T3 (250 GB) 418 Lesen/ 372 Schreiben
USB 3.1 Gen. 2 Typ C, Sandisk Extreme 900 (480 GB) 835 Lesen/ 741 Schreiben
Ansteuerung Viewsonic VP 2780-4k 3.840 x 2.160 @ 60 Hz ja mit DisplayPort-Kabel/-Adapter
Maximale Lautstärke Audio (Pink Noise Datei) 76,9 dB(A)
Subjektive Audioqualität Ausgewogen, gute Mitten & Bässe, etwas scheppernde Höhen
Maximale unterbrechungsfreie Bluetooth-Reichweite mit JBL Flip 4 20 m

Apple MacBook Air 2018

Zubehör

Die meisten Anwender werden beim Apple MacBook Air nicht ohne Zubehör auskommen. Externe Massenspeicher, Schnittstellenadapter, Dockingstationen oder hochauflösende Displays dürften hier oft anzutreffen sein. Apple hat dafür natürlich auch ein eigenes Programm im Angebot:

  • USB-C-auf-SD-Karten-Lesegerät 45 Euro
  • USB-C-auf-USB-Typ-A-Adapter 25 Euro
  • USB-C-Digital-AV-Multiport-Adapter  79 Euro
  • Thunderbolt-3-auf-Thunderbolt-2-Adapter 55 Euro
  • 87-Watt-USB-C-Netzteil 85 Euro
  • Thunderbolt-3-auf-Gigabit-Ethernet-Adapter 35 Euro
  • Thunderbolt-3-auf-Firewire-Adapter 35 Euro

Spannende Ergänzungen von Drittanbietern kommen natürlich auch in Frage:

Apple MacBook Air 2018: Betriebssystem & Software

Ein besonderes Merkmal von Apple-Computern ist das eigene Betriebssystem macOS. Es unterscheidet sich teils erheblich von der Windows-Alternative und erfordert von Umsteigern schon etwas Eingewöhnungszeit. Für die Vielzahl an Funktionen und Möglichkeiten die macOS bietet, sollte man sich daher alleine für das Erlernen schon etwas Zeit nehmen.

Belohnt wird man dann mit so mancher Eigenschaft, die man später kaum noch missen möchte: Gestapelte Dateien auf dem Desktop, das Dock am Bildschirmrand, Dateien zwischen Apple-Geräten per Airdrop versenden, farblich markierte Ordnerkategorien und Vieles mehr. In der Regel gelingt das Antrainieren recht schnell, da viele Funktionen intuitiv zu finden und dann auch einfach anzuwenden sind.

Mit im Gesamtpaket eines Macs enthalten sind schon lange eine Vielzahl nützlicher Programme wie Pages, Numbers, Keynote, Garage Band oder Fotos. Diese Ausstattung sollte man durchaus im Hinterkopf behalten, wenn es um mögliche Preisvergleiche mit Windows-Alternativen geht. Hier bekommt man eine gute Basisausstattung geboten, die einen nicht unerheblichen Teil zum überaus gelungenen Gesamteindruck von macOS beisteuert.

Auch wenn mittlerweile von vielen bekannten Apple MacBook Air 2018Windows-Programmen entsprechende Mac-Versionen erhältlich sind, so muss man bei einem Umstieg auf macOS immer noch damit rechnen, dass ausgerechnet das Lieblingsprogramm nicht portiert wurde und durch eine Alternative ersetzt werden muss. Wer hier individuell wichtige Software nutzt, sollte sich also auch darüber im Vorfeld Gedanken machen und sich entsprechend informieren.

Zudem ist einzuplanen, dass selbst bereits vorhandene/ gekaufte Windows-Programme in der Regel als Mac-Version neu angeschafft werden müssen und auch hier aufgrund möglicherweise unterschiedlicher Menüstrukturen (programmabhängig) ein wenig Einarbeitung erforderlich ist.

Apple MacBook Air 2018

Apple MacBook Air 2018: Eingabegeräte

Im Apple MacBook Air 2018 kommt Apples berühmt-berüchtigte Butterfly-Tastatur zum Einsatz. In der dritten Generation weist sie zwar immer noch einen sehr kurzen Hub auf, verfügt nun aber durch eingesetzte Silikonpolster über einen angenehm gedämpften Anschlag mit reduzierter Geräuschentwicklung. Das Schreibgefühl ist insgesamt sehr gut und kann trotz minimal kürzerem Hub mit Apples Magic Keyboards verglichen werden. Mit knackigem Druckpunkt und geringem Widerstand sollte man nach etwas Eingewöhnung gut damit zurecht kommen.

Die Tastenbelegung entspricht dem üblichen Apple-Layout und beinhaltet nützliche Direktwahltasten zum Schreibtisch/ Mission Control (Anzeige aller geöffneten Fenster) oder zum Launchpad (Programme) genauso wie Helligkeits- oder Lautstärkeregler. Ungünstig zeigen sich nach wie vor die in eine Zeile gequetschten vertikalen Pfeiltasten. Die standardmäßig integrierte Tastaturbeleuchtung lässt sich in 16 Stufen sehr fein dosieren.

Wie gehabt ohne Fehl und Tadel präsentiert sich das 120 x 81 mm große Force Touch Trackpad. Hervorragende Gleiteigenschaften und Reaktionsfähigkeiten heben es aus der Masse der sonst bekannten Modelle hervor. Die sehr umfangreichen Bedienmöglichkeiten erfordern für Neulinge etwas Einarbeitungszeit, sorgen dann aber für eine willkommene Optimierung vielfältiger Arbeitsabläufe.

Apple MacBook Air 2018: Display

Das Apple MacBook Air 2018 ist im Vergleich zum Vorgänger endlich mit einem standesgemäßen Display bedacht worden. Auflösung, Blickwinkelstabilität und Farbdarstellung entsprechen nun dem gewohnt hohen Apple-Standard und stellen ein zentrales Argument für das neue MacBook Air dar.

Die Auflösung des Retina-Displays beträgt wie beim Apple 13“ MacBook Pro 2.560 x 1.600 Bildpunkte und liefert eine Punktdichte von 227 ppi. Einzelne Bildpunkte sind mit bloßem Auge nur bei genauem Hinsehen auszumachen, was für eine angenehm scharfe Darstellung sorgt.

Das mit einer spiegelnden Oberfläche versehene Panel ist dank gut funktionierender Entspiegelungsschicht in der Lage störende Spiegeleffekte merklich zu reduzieren. Das sorgt nicht nur im Außenbetrieb, sondern auch in hell erleuchteten Innenräumen für eine verbesserte Erkennbarkeit von Bildinhalten.

Helligkeit & Kontrast

Für den Einsatz unter freiem Himmel ist das Apple MacBook Air 2018 trotz der Entspiegelungsschicht nur eingeschränkt geeignet. Die maximal gemessene Helligkeit von 318 cd/m² ist nicht immer in der Lage auftretende Spiegeleffekte ausreichend zu überstrahlen. Hier muss man daher deutlich mehr auf eine entsprechende Displayausrichtung achten, als bei Bildschirmmodellen mit matter Oberfläche.

Die Helligkeitsregelung erfolgt über insgesamt 17 Stufen vom ausgeschalteten Zustand bis hin zur maximalen Helligkeit von 318 cd/m² in der Bildschirmmitte. Die Ausleuchtung zeigt sich mit 86 % vergleichsweise gleichmäßig und bleibt insbesondere von sichtbaren Wolkenbildungen und Lichthöfen verschont.

Apple MacBook Air 2018

Die Schwarzdarstellung fällt mit einem Schwarzwert von 0,361 cd/m² im Auslieferungszustand nicht mehr als durchschnittlich aus. In Kombination mit der maximalen Helligkeit führt das zu einem relativ mageren Kontrast von 880:1. Mit einer Profilierung kann man den Schwarzwert und den Kontrast deutlich verbessern. Der dann erzielte Schwarzwert von 0,299 sorgt zusammen mit der nahezu gleichbleibenden maximalen Helligkeit für einen Kontrast von 1.066:1 und dürfte für viele Aufgabenbereiche inklusive der Bildbearbeitung gut ausreichen.

Farbraum & Farbgenauigkeit

Die Gesamtheit der darstellbaren Farben entspricht knapp 93 % des sRGB-Farbraums. Feine Farbnuancen werden hier gut wiedergegeben und sorgen dadurch für eine insgesamt authentische Darstellung von Bildinhalten.

Hierzu trägt auch die im Auslieferungszustand bereits überdurchschnittlich hohe Farbtreue einen wichtigen Anteil zu bei. Mit einem maximalen DeltaE 2000 von 3,6 bekommt man bereits, ohne mit einem Colorimeter Hand anlegen zu müssen, eine sehr genaue Farbdarstellung geboten. Weiter verbessern kann man dieses Ergebnis wie gehabt mit einer Profilierung. Das maximale DeltaE 2000 kann beim Testgerät über diesen Weg nochmals optimiert werden und erreicht dann einen Wert von 3,0.

Insgesamt dürfte das beim Apple MacBook Air eingesetzte Display auch für professionelle Aufgaben in den bildverarbeitenden Bereichen gut geeignet sein. Ein löblicher Aspekt ist hierbei die generell bei MacBooks im Auslieferungszustand überaus brauchbare Farbgenauigkeit.

Displaymessungen im Überblick
Display – Apple MacBook Air 2018
13,3-Zoll-Retina-Display, glänzend, 16:10
Entspiegelung Bläuliche Entspiegelungsschicht
Eingabemöglichkeiten keine
Auflösung 2.560 x 1.600 Bildpunkte, 277 ppi
minimale Helligkeit 4 cd/m²
ca. 150 cd/m²  Helligkeitsstufe 12 146 cd/m²
ca. 200 cd/m²  Helligkeitsstufe 14 218 cd/m²
maximale Helligkeit 318 cd/m²
maximale Helligkeit Displaymitte/ Akku/ profiliert 318 cd/m²// 318 cd/m²// 319 cd/m²
Helligkeitsstufen Displaymitte Aus-4-7-12-17-24-33-43-56-73-93-117-146-179-218-265-318 (in cd/m²)
Schwarzwert Displaymitte (profiliert) 0,361 cd/m² (0,299 cd/m²)
Ausleuchtung 86 %
sRGB-Farbraumabdeckung 92,78 %
AdobeRGB-Farbraum 60 %
P3-Farbraum 58,9 %
Kontrast Displaymitte (profiliert) 880:1 (1.066:1)
mittleres DeltaE 2000 (profiliert) 2,0 (1,4)
maximales DeltaE 2000 (profiliert) 3,6 (3,0)
Helligkeitsregulierung durch Pulsweitenmodulation (PWM) Keine PWM zur Helligkeitsregulierung feststellbar
Displaybesonderheiten Subjektiv homogenes Schwarzbild mit vergleichsweise schwachem Schwarzwert
Das Display wurde mit Portrait Displays Spectracal Calman Software vermessen und ausgewertet. Ausführlicher Artikel zu Calmans Farbanalyse-Software.  Messgerät: Spektralfotometer x-rite i1 Basic Pro 2.
Apple MacBook Air 2018: Leistung

Die unterschiedlichen Ausbaustufen des Apple MacBook Apple MacBook Air 2018Air 2018 definieren sich im Wesentlichen über die integrierte Speicherausstattung. Ansonsten findet man hier als Prozessor immer den Intel Core i5-8210Y mit der integrierten Grafikeinheit Intel UHD Graphics 617. Alternativen sind nicht verfügbar.

Prozessor – Intel Core i5-8210Y

Der Zweikerner Intel Core i5-8210Y gehört zur aktuellen Intel Amber-Lake-Familie und zeichnet sich in erster Linie durch eine sehr moderate Thermal Design Power (maximale Verlustleistung, TDP) von 7 Watt aus. Je nach Auslastung erreicht diese CPU-Lösung eine Taktfrequenz zwischen 1,6 GHz und 3,6 GHz und ist zudem in der Lage bis zu vier Threads gleichzeitig abarbeiten zu können. Der maximale Speicherausbau ist hier laut Intel auf 16 GB LPDDR3-2133-Speicher beschränkt und trägt somit der energiesparenden Grundausrichtung Rechnung.

Der auf einen geringen Stromverbrauch getrimmte Prozessor ordnet sich in den durchgeführten Tests mit jeweils gebührendem Abstand zwischen dem Intel Pentium Silver N5000 (z.B. im Acer Swift 1) und dem Intel Core i5-7360U aus dem Apple 13“ MacBook Pro ohne Touch Bar ein. In einer ganz anderen Liga spielen dagegen AMDs Ryzen 5 und Ryzen 7 oder die Vierkernprozessoren der Intel Kaby-Lake-R-Generation.

Beim Cinebench R15 reicht es unter macOS zum Beispiel für 119 Punkte beim Single-Thread-Test und 243 Punkte beim Multi-Thread-Test.

Ebenfalls mit weitem Abstand zu möglichen Konkurrenzmodellen präsentiert sich die Rechenleistung bei Dauerlast. Auch hier schafft es der Intel Core i5-8210Y sich einerseits deutlich vom Intel Pentium Silver N5000 abzusetzen, muss sich andererseits aber auch mit weitem Abstand hinter dem AMD Ryzen 5 2500U aus dem Lenovo ThinkPad E585 und noch weiter hinter dem Intel Core i5-7360U des 13“ MacBook Pro ohne Touch Bar einordnen. Kaum überraschend, dass auch hier der Intel Core i5-8250U deutlich davon rennt.

Apple MacBook Air 2018

Grafik – Intel UHD Graphics 617

Die im Intel Core i5-8210Y integrierte Intel UHD Graphics 617 bringt viele wichtige Funktionen mit: 4k-UHD-Bildschirme können mit einer Auflösung von bis zu 3.840 x 2.160 Bildpunkten bei 60 Hz betrieben werden, zudem verkraftet sie bis zu drei Bildschirme, versteht sich mit Intels Quick-Sync-Video-Technologie und spielt 4k-Videos ruckelfrei ab.

Im Bereich der 3D-Leistung darf man hier dagegen nur Basiseigenschaften erwarten. Zwar ist der im MacBook Air verlötete LPDDR3-Arbeitsspeicher im Dual-Channel-Modus verbaut, die 24 Ausführungseinheiten, eine maximale Taktfrequenz von 1.050 MHz und die TDP-Limitierung sind jedoch keine Garanten für eine ansprechend hohe Leistungsfähigkeit.

Beim Unigine Heaven Basic schafft das Testgerät unter macOS mit der OpenGL-Schnittstelle gerade mal 17 fps und auch die beim OpenGL-Shading des Cinebench R15 erreichten 34 fps ordnen sich im Vergleich mit der Konkurrenz auf einem ähnlich niedrigen Niveau ein. Das reicht für das eine oder andere Casual-Spiel zwischendurch, aktuelle 3D-Kracher sind damit jedoch nicht zu bewältigen.

Massenspeicher – Apple PCIe-SSD 256 GB

Mit das größte Ärgernis stellt bei den aktualisierten MacBook Apple MacBook Air 2018Air die gebotene Speicherausstattung dar. Trotz eines Einstiegspreises von offiziell 1.349 Euro muss sich der Kunde mit 8 GB RAM und einem 128 GB Solid State Drive zufrieden geben. Wer mehr möchte hat keine andere Wahl als nochmals tief in die Tasche zu greifen. Eine Aufrüstung in Eigenregie ist dank verlöteter Komponenten nicht möglich.

Für eine Verdoppelung des Arbeitsspeichers auf 16 GB verlangt Apple 240 Euro und für eine Erweiterung des Massenspeichers auf 256 GB sind zusätzliche 250 Euro fällig. Ein Apple MacBook Air 2018 mit halbwegs praxisgerechter Ausstattung überschreitet also ganz schnell die 1.800-Euro-Grenze und bewegt sich damit im tiefroten Luxusbereich.

Alternativ könnte man zumindest die Massenspeicherproblematik noch durch eine intensive Cloud-Nutzung oder im stationären Betrieb durch externe Speichermedien entschärfen. Ob diese Lösungsansätze letztlich den persönlichen Bedürfnissen entsprechen, dürfte individuell recht unterschiedlich bewertet werden. Vor allem sind auch diese Möglichkeiten nicht für null ouvert zu haben und verursachen ebenfalls Folgekosten.

Beim Leistungstest gefällt der Apple-PCIe-Massenspeicher immerhin mit guten Datenraten. Er bietet um die 2.000 MB/s beim sequentiellen Lesen und 1.000 MB/s beim sequentiellen Schreiben. Das sorgt für kurze Übertragungszeiten beim Verschieben von Daten, gute Voraussetzungen beim Zusammenspiel mit schnellen externen Massenspeichern und trägt darüber hinaus zusammen mit den kurzen Zugriffszeiten zu einem durchaus praxisgerechten Geschwindigkeitseindruck bei.

Benchmarkergebnisse im Überblick
Apple MacBook Air 2018
8 GB RAM & PCIe-SSD
Prozessor  Single-Core  Multi-Core
Cinebench R15 64 bit 119 cb 243 cb
Geekbench 3 64 bit 3.477 Punkte 6.941 Punkte
Geekbench 4 64 bit 4.172 Punkte 7.741 Punkte
Massenspeicher Lesen Schreiben
AJA 2.020 MB/s 1.021 MB/s
Blackmagic 2.050 MB/s 946 MB/s
Grafik HD Basic HD+ Extreme
Unigine Heaven 4.0 OpenGL 17,6 fps 5,2 fps
Cinebench R15 OpenGL 34 fps
Vergleichswerte CPU CPU-Benchmarkliste
Vergleichswerte GPU GPU-Benchmarkliste
Apple MacBook Air 2018: Emissionen
Betriebsgeräusch

Das Apple MacBook Air hat sich im Test als ein überdurchschnittlich leises Notebook präsentiert. Bei vielen üblichen Heimanwenderaufgaben wie Textverarbeitung, Internetsurfen, Videostreaming oder Bildbearbeitung bleibt das Notebook lautlos. Hier sind auch keine Elektronikgeräusche wahrnehmbar.

Fordert man das MacBook Air 2018 dagegen mit rechenintensiven Aufgaben, so bleibt relativ lange eine erkennbare Reaktion aus. Erst nach etwa 2 Minuten CPU-Konvertierung beginnt der Lüfter seine Tätigkeit aufzunehmen und erzeugt dann einen Schalldruckpegel von 29,1 dB(A). Dieser steigert sich im weiteren Verlauf ganz gemächlich. Nach 5 Minuten beträgt der gemessene Schalldruckpegel 35 dB(A) und nach 7 Minuten 39,2 dB(A).

Der Maximalwert von 44,2 dB(A) ist vor allem unter Volllast von CPU und GPU feststellbar. Dank sonorer Geräuschcharakteristik ohne hochfrequente Anteile ist dieser Zustand auch über einen längeren Zeitraum gut ertragbar. Besonders empfindliche Anwender sollten sich wie gehabt jedoch vorab einen persönlichen Eindruck verschaffen.

Emissionen – Apple MacBook Air 2018
Schalldruckpegel
Leerlauf (Energiesparmodus, minimale Displayhelligkeit) Lautlos
Video ( 218 cd/m², Helligkeitsstufe 14) Lautlos
WLAN-Streaming (218 cd/m², Helligkeitsstufe 14) Lautlos
Unigine Heaven 42,9 dB(A)
Geekbench Stresstest 27,2 – 40,3 dB(A)
Stresstest (maximale Displayhelligkeit) 44,2 dB(A)
Hitzeentwicklung

Die Oberflächenerwärmung erreicht nach gut einer Stunde Volllast maximal 48 °C zwischen Tastatur und Displayrahmen und 43,5 °C am Unterboden. Beide Werte sollten in der Praxis so gut wie keine Einschränkungen hervorrufen. Selbst ein Einsatz auf dem Schoß ist in diesem Volllastszenario denkbar.

Apple MacBook Air 2018: Stromverbrauch
Leistungsaufnahme

Das Apple MacBook Air 2018 zeigt sich als angenehm sparsames Notebook. Mit ausgeschaltetem Display benötigt es im Leerlauf 1,9 Watt und bei niedrigster Helligkeitsstufe (4 cd/m²) kommt es mit 2,1 Watt aus. Bei den weiteren Messungen im Leerlauf erweist sich das Display schließlich als größter Verbraucher und ist mit einem Anteil von 3,5 Watt an der Gesamtleistungsaufnahme von 5,4 Watt bei maximaler Helligkeit stark beteiligt.

Beim WLAN-TV-Streaming benötigt das Testgerät (Displayhelligkeit 218 cd/m², Helligkeitsstufe 14) zwischen 6,5 und 8,6 Watt und bei der Filmwiedergabe (FullHD) fallen 6,8 bis 8,1 Watt an.

Deutlich höher fällt der Stromverbrauch aus, wenn rechenintensive CPU-Aufgaben wie Konvertierungen bewältigt werden müssen.Hier beträgt die Leistungsaufnahme anfänglich um die 25 Watt und reduziert sich bei längerer Belastung analog zu der sinkenden Leistungsfähigkeit (siehe Kapitel Leistung) auf knapp 20 Watt.

Die maximale Leistungsaufnahme beträgt beim Testgerät kurzzeitig zu Beginn einer Volllastphase 29,9 Watt, sinkt dann aber nach wenigen Sekunden auf 25,6 Watt und im späteren Verlauf auf 22,9 Watt. Das 30-Watt-Netzteil ist somit etwas knapp bemessen und könnte mit angeschlossenen Peripheriegeräten ohne eigene Stromversorgung, wie zum Beispiel CalDigits Thunderbolt 3 miniDock oder Samsungs portable SSD X5, schnell auch über längere Zeiträume am Limit arbeiten.

Leistungsaufnahme
Energieverbrauch – Apple MacBook Air 2018
Leistungsaufnahme Akkulaufzeit
Leerlauf (Display aus) 1,9 Watt
Leerlauf (minimale Displayhelligkeit) 2,1 Watt
Leerlauf (218 cd/m², Helligkeitsstufe 14) 4,3 Watt
Leerlauf (Energiesparmodus, maximale Displayhelligkeit) 5,4 Watt
Video (218 cd/m²) 6,8 – 8,1 Watt 8:42 h
Video (146 cd/m²) 5,0 – 5,4 Watt 12:26 h
WLAN-Streaming (218 cd/m²) 6,5 – 6,8 Watt 8:18 h
Geekbench Stresstest 25,3 – 19,6 Watt
Stresstest: Unigine Heaven & Geekbench Stress 29,9 – 22,9 Watt
Leerlauf Akku-Ladezeit (218 cd/m²) 2:28 h
50-Wh-Lithium-Polymer-Akku, 30-Watt-Netzteil
Akkulaufzeiten

Wie schon die Verbrauchsmessungen gezeigt haben, sind die tatsächlich erzielbaren Akkulaufzeiten nicht unwesentlich von der gewählten Helligkeitseinstellung abhängig. Bei einer Displayhelligkeit von 218 cd/m² (Helligkeitsstufe 14) kann das Apple MacBook Air 2018 8:42 Stunden lang FullHD-Videos abspielen oder 8:18 Stunden lang TV-Sendungen per WLAN streamen. Kommt man dagegen auch mit Helligkeitsstufe 12 aus (146 cd/m²), so verlängert sich die Zeit für eine Videovorführung auf 12:26 Stunden.

Apple MacBook Air 2018

Die im Vergleich zum Apple 13“ MacBook Pro ohne Touch Bar deutlich niedrigere Rechenleistung bekommt man im Bereich der Mobilität durch sehr gute Akkulaufzeiten ordentlich ausgeglichen.
Für das Aufladen des Akkus benötigt das Testgerät im Leerlauf bei Displayhelligkeitsstufe 15 2:28 Stunden. Im ausgeschalteten Zustand und/ oder mit einem stärkeren Netzteil dürfte sich dieser Zeitraum verkürzen lassen.

Apple MacBook Air 2018: Fazit

Das Apple MacBook Air zeigt sich im Test als ein insgesamt Apple MacBook Air 2018sehr gutes Subnotebook. Die Kombination aus referenzwürdigem Notebookgehäuse mit flacher Bauweise, sehr gutem Display, tollen Eingabegeräten und praxisgerechten Akkulaufzeiten ist am Notebookmarkt nach über 10 Jahren MacBook Air sicherlich kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Dennoch fällt auch heute noch die Auswahl an vergleichbaren Konkurrenten recht überschaubar aus.

Wirklich alternativlos zeigt sich der Griff zu einem Mac, wenn man zwingend ein Notebook mit macOS als Betriebssystem haben möchte. Ob das dann ein 12“ MacBook, ein 13“ MacBook Air oder ein 13“ MacBook Pro werden soll, wird wohl neben der Preisgestaltung vor allem von der gewünschten Leistungsfähigkeit abhängen.

Diese positioniert sich beim Apple MacBook Air 2018 trotz aktuellem Intel-Amber-Lake-Prozessor deutlich unterhalb des leistungsschwächsten derzeit erhältlichen Apple 13“ MacBook Pro und erst recht weit hinter aktuellen Windows-Notebooks. Dass die Leistungsfähigkeit dennoch für viele Aufgaben gut ausreicht, lässt diesen Nachteil leicht verschmerzen, wenn man denn nicht gerade auf eine üppige 3D-Leistung angewiesen ist oder workstationähnliche Szenarien bedienen muss. Belohnt wird man im Gegenzug durch sehr gute Akkulaufzeiten.

Apple MacBook Air 2018Trotz der vielen guten und sehr guten Qualitäten macht es Apple dem interessierten Kunden nicht gerade einfach, sich tatsächlich für ein Apple MacBook Air 2018 zu entscheiden. Bereits das mager ausgestattete Einstiegsmodell bewegt sich preislich weit im Premiumbereich. Wer hier mit einer praxisgerecht zeitgemäßen, aber lange noch nicht üppigen Ausstattung liebäugelt, überschreitet bei der Zusammenstellung mit 256-GB-SSD und 16 GB RAM im Apple Store schnell die 1.800-Euro-Marke.

Verständlich, dass hier so manchem Interessenten erst einmal die Luft weg bleibt. Immerhin fallen die Straßenpreise bei den einschlägigen Online-Händlern deutlich niedriger aus, was dann das Preis-Leistungs-Verhältnis noch mal ein Stück weit relativiert. Mit der knauserigen Herstellergarantie von einem Jahr muss man sich aber auch hier erst mal arrangieren.

Leihstellung notebooksbilliger.deDas Testgerät wurde mir für diesen Test freundlicherweise von notebooksbilliger.de (Werbung) leihweise zur Verfügung gestellt.

Tobias Winkler

Neben zahlreichen Artikeln, die ich seit 2009 für Notebookjournal, PRAD und Notebookcheck verfasst habe, setze ich nun beim Projekt Notebooks & Mobiles meine eigenen Vorstellungen von einer Testplattform um. Ich habe Spaß am Schreiben, an mobiler Technik und allem was dazugehört.

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