Toshiba Portégé X30-E-11U Laptop im Test

1-Kilo-Klasse. Der Toshiba Portégé X30-E-11U ist ein besonders leichtes und damit mobiles 13-Zoll-Notebook. Als Zielgruppe sieht Toshiba vor allem den Businessbereich in dem sich das Arbeitsgerät besonders wohl fühlen dürfte.

Leistungsfähig, robust und zuverlässig sollen mobile Arbeitsgeräte für den Unternehmensbereich sein. Wenn man darüber hinaus auch noch eine mobile Breitbandanbindung, üppige Massenspeicherkapazitäten und ein Fliegengewicht geboten bekommt, dann bleiben kaum noch Wünsche offen.

Der "Toshiba Portégé X30-E wird derzeit in verschiedenen Varianten angeboten, die sich teils deutlich voneinander unterscheiden. Die Verfügbarkeit der auf der Toshiba-Homepage gelisteten Konfigurationen variiert etwas.

Toshiba Portégé X30-E-11U

Der Einstieg gelingt beim Toshiba Portégé X30-E-10U mit einem Preis ab etwa 1.100 Euro (Straßenpreis stark schwankend). Dafür bekommt der Kunde einen Intel Core i5-8250U, 8 GB DDR4-RAM, eine 256-GB-PCIe-SSD und ein mattes FullHD-Touch-Display geboten. Erstaunlicherweise ist diese günstige Variante mit einem im Touchpad integrierten Fingerabdruck-Lesegerät ausgestattet, was bei so manch teurerer Konfiguration fehlt. Modellversionen mit integriertem LTE-Modem sind ab etwa 1.800 Euro zu haben (Toshiba Portégé X30-E-11T).

Das Fingerabdruck-Lesegerät fehlt zum Beispiel beim etwa 2.600 Euro teuren Testgerät Toshiba Portégé X30-E-11U, der laut Datenblatt auch mit einer kürzeren Akkulaufzeit zurecht kommen muss. Dafür findet man hier einen Intel Core i7-8550U, 32 GB DDR4-RAM und eine besonders kapazitätsstarke 1-TB-PCIe-SSD vor.

Toshiba Portégé X30-E-11U: Auszug der technischen Daten
Model Toshiba Portégé X30-E-11U
EAN/Herstellernummer EAN 4051528367904
Preis ca. 2.600 Euro Toshiba Online Shop
Farbe Schwarz
Prozessor Intel Core i7-8550U, 4 Kerne (8 Threads), 1,8 GHz – 4,0 GHz, 8 MB Cache, 15 Watt TDP
Grafik Intel UHD Graphics 620
Arbeitsspeicher 32 GB DDR4-2400-RAM (Samsung), Dual-Channel, 2 Steckplätze belegt
Massenspeicher Samsung PM961, M.2-PCIe-SSD mit 1 TB, gesteckt
Display 13,3-Zoll-IPS-Multitouch-Display, In-Cell-Technologie, Auflösung: 1.920 x 1.080 Bildpunkte, entspiegelt, 16:9, 166 ppi, TOS508F
Betriebssystem & Software Windows 10 Pro 64 bit
BIOS-Version 1.5
Anschlüsse & Erweiterung 2 x Thunderbolt 3 (Typ C, DisplayPort, Stromversorgung, 40 Gbit/s), 1 x USB 3.0 Typ A (Sleep & Charge),  1 x 3,5-mm-Klinke Audio in/out, MicroSDXC-Speicherkarten-Lesegerät, HDMI
Kommunikation Intel Dual Band Wireless-AC 8265 , Bluetooth 4.2, Dual-Array-Mikrofon, Infrarot-Kamera, 1,3 MP Webcam, Sierra Wireless LTE 4G EM7455 mit SIM-Schublade
Audio Intel Kaby Lake U/Y PCH – High Definition Audio Controller, 2 Harman Kardon Stereo-Lautsprecher
Eingabegeräte Chiclet-Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung (1-stufig), Touchpad, AccuPoint (Pointstick), Touchdisplay
Sicherheit Bios- und Systempasswörter, TPM 2.0, Kabel-Schloss-Vorbereitung, Infrarotkamera zur Gesichtserkennung
Batterie & Stromversorgung 48-Wh-Lithium-Ionen-Akku (intern), 45-Watt-Netzteil
Abmessungen & Gewicht 316 (B) x 227 (T) x 17 (H) mm, 1,06 kg Testgewicht + Netzteil 350 g
Herstellergarantie 12 Monate Herstellergarantie (Bring in) + 12 Monate Reliability-Garantie (Reparatur + Kaufpreiserstattung bei Defekt)
Leihstellert Toshiba Deutschland
Informationen zum Testgerät Produktseite, Handbuch
Toshiba Portégé X30-E-11U: Garantie

Obwohl Toshiba den Portégé X30-E eindeutig im hochpreisigen Businessbereich positioniert, fällt die Herstellergarantie mit 12 Monaten recht mager aus. Bei so manchem ThinkPad, EliteBook oder Latitude bekommt man von Haus aus dagegen üppige 36 Monate geboten.

Dafür wirbt Toshiba mit der Reliability Guarantee bei den Kunden um Vertrauen und stellt damit Qualität und Zuverlässigkeit in den Vordergrund. Sollte im ersten Jahr ein Garantiefall eintreten, so bekommt der Kunde das Gerät nicht nur kostenlos repariert, sondern zusätzlich noch den Kaufpreis erstattet.

Ansonsten kann man die Garantiedauer wie gehabt durch optionale Erweiterungen aufbohren. Eine Verlängerung auf 3 Jahre kostet zum Beispiel gerade mal 69 Euro, mit Gold-Service 109 Euro. Sehr Kundenfreundlich: Die Garantie- oder Supporterweiterungen können innerhalb des ersten Jahres nach Kaufdatum nachgebucht werden.

Toshiba Portégé X30-E-11U: Gehäuse

Ein entscheidendes Merkmal des Toshiba Portégé X30 ist das niedrige Gehäusegewicht von gerade mal 1,04 kg. Das sorgt für eine gute Mobilität beim Außeneinsatz und ermöglicht die Verwendung von eng anliegenden Laptop-Hüllen. Die dunkelblaue (Onyx-Blau) Farbgebung im sogenannten Hairline-Design, weicht zwar etwas vom üblichen Business-Grau ab, zeigt sich aber ansonsten optisch sehr zurückhaltend und wenig pflegeintensiv.

Ganz ohne Auswirkungen auf die Gehäusestabilität bleibt das geringe Gewicht in Kombination mit der schlanken Bauhöhe von 17 mm allerdings nicht. Während die Basiseinheit eine hohe Verwindungssteifigkeit und Druckresistenz aufweist, kann man den Displaydeckel schon mit wenig Kraft sichtbar verformen. Eine Beeinträchtigung der Bilddarstellung oder Nachteile für die Schutzfunktion insgesamt, konnte im Testzeitraum aber nicht festgestellt werden.

Laut Toshiba erfüllt der Portégé X30-E die Anforderungen des MIL-STG-810G-Standards, der 10 verschiedene Belastungstests abdeckt.

Die stabil ausgeführten Displayscharniere begrenzen den maximalen Öffnungswinkel auf etwa 140 Grad. Das schränkt die Aufstell- und Nutzungsmöglichkeiten etwas ein. Die Scharniere an sich sind aber von hoher Qualität und halten den Bildschirm fest in Position. Selbst bei Bewegung findet nur ein minimales Nachwippen statt.

Um an die Inneren Komponenten zu gelangen, muss man die verschraubte Bodenplatte am Unterboden entfernen. Separate Wartungsklappen sind nicht vorhanden. Im Handbuch findet sich zudem keine Dokumentation bezüglich dem Austausch oder dem Aufrüsten von Komponenten. Bevor man hier in Eigenregie Hand anlegt, sollte man sich daher zunächst über die geltenden Garantiebedingungen informieren.

Toshiba Portégé X30-E-11U: Ausstattung

Trotz der schlanken Bauform hat Toshiba dem Portégé X30 eine umfangreiche Schnittstellenausstattung spendiert. Neben einem USB-3.0-Typ-A-Anschluss für Standardaufgaben sorgen vor allem die beiden Thunderbolt-3-Ports für eine breite Funktionsvielfalt. Hierüber lassen sich nicht nur schnelle Massenspeicher, sondern auch die Stromversorgung, Displays, Gigabit-LAN oder Dockingstationen anbinden. Ergänzt wird die Ausstattung durch ein Speicherkarten-Lesegerät, den obligatorischen Audio-Anschluss und ein LTE-4G-Modul.

Ansonsten verfügt die Kommunikationsausstattung über Intels Dual Band Wireless-AC 8265 mit Bluetooth 4.2 und eine Infrarotkamera zur Gesichtserkennung. Wer eine kabelgebundene Netzwerkanbindung bevorzugt, findet keinen regulären LAN-Anschluss am Gehäuse. In diesen Fällen müsste man sich wie bereits angedeutet über einen USB-Typ-A-Adapter, einen USB-Typ-C-Adapter oder eine Dockingstation einen entsprechenden Zugang verschaffen.

Im Test hat zum Beispiel CalDigits TS3 Plus Universal-Dockingstation einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Wer es kompakter mag sollte sich mal i-tecs USB-C Travel Docking Station ansehen. Natürlich hat auch Toshiba passende Geräte wie die Toshiba Thunderbolt 3 Dockingstation (PA5281E-1PRP) oder den USB-C-Reiseadapter (PA5272U-2PRP) im Programm.

Die Positionierung der Schnittstellen hat im Test keine Einschränkungen erkennen lassen. Die Abstände fallen ausreichend groß aus und die Konzentration auf den hinteren Bereich der Laptop-Seiten minimiert eine Störung durch angeschlossene Kabel und Peripheriegeräte. Die SIM-Karte für das LTE-Modem kann komfortabel über eine an der linken Seite eingebaute SIM-Schublade eingelegt werden.

Schnittstellenperformance
Toshiba Portégé X30-E-11U Transferraten in MB/s
Speicherkarten-Lesegerät, Lexar Professional UHS-II 1000x (MicroSD 32 GB) 83 Lesen/ 52 Schreiben
USB 3.1 Gen. 1 Typ C, Samsung Portable SSD T3 (250 GB) @ USB 3.0 443 Lesen/ 408 Schreiben
USB 3.1 Gen. 2 Typ C, Sandisk Extreme 900 (480 GB) @ Thunderbolt 3 705 Lesen/ 806 Schreiben
Ansteuerung Viewsonic VP 2780-4k 3.840 x 2.160 @ 60 Hz ja mit DisplayPort-Kabel/-Adapter
Latenzen: Testlaufzeit 21 Minuten (Latency Mon) 640 µs
Maximale Lautstärke Audio (Pink Noise Datei) 73,7 dB(A)
Subjektive Audioqualität Höhenlastig, etwas Mitten & Bässe
Maximale unterbrechungsfreie Bluetooth-Reichweite mit JBL Flip 4 20 m
Erreichbarkeit BIOS F2
Erreichbarkeit Bootmenü F12
Toshiba Portégé X30-E-11U: Audio

Die Soundqualität der integrierten Stereo-Lautsprecher mit Harman-Kardon-Logo zeigt sich höhenbetont mit etwas Mitten und Bässen. Die Maximallautstärke erreicht unverzerrte 73,7 dB(A). Die Regulierung ist wie üblich sehr fein abgestuft. Externe Boxenlösungen lassen sich per 3,5-mm-Klinke, USB oder Bluetooth ergänzen. JBLs Flip 4 oder Logitechs UE Boom 2 sorgen hier zum Beispiel für eine deutliche Verbesserung.

Die mit dem Tool Latency Mon gemessenen Latenzen fallen sehr niedrig aus. Nach 21 Minuten Laufzeit sind im Maximum gerade mal 620 µs angefallen. Damit sollten beim Verwenden externer Audiogeräte keine relevanten Aussetzer, Synchronisationsfehler oder sonstige Beeinträchtigungen wie Soundknacken auftreten.

Toshiba Portégé X30-E-11U

Toshiba Portégé X30-E-11U: Sicherheit

Obwohl eigentlich beim Portégé X30 als Option im Handbuch gelistet, findet man, wie schon beim Toshiba Portégé X30-D-121, auch in dieser Revision derzeit keine Modelle mit Smartcard-Lesegerät. Auch ein Fingerabdruck-Lesegerät fehlt dem Testgerät, was aber immerhin bei alternativen Konfigurationen, wie zum Beispiel dem Schwestermodell Toshiba Portégé X30-E-10U, verbaut ist.

Neben den üblichen Passwortoptionen auf BIOS- und Systemebene sorgen ein selbstentwickeltes BIOS, ein Trusted Platform Modul 2.0 (TPM) und eine Infrarot-Kamera mit Gesichtserkennung für ein ausreichendes Maß an Sicherheit. Die Infrarot-Kamera unterstützt Windows Hello und Intels Authenticate. Für die physische Diebstahlsicherung steht eine Kabelschloss-Vorbereitung an der linken Gehäuseseite zur Verfügung.

Toshiba Portégé X30-E-11U: Eingabegeräte
Tastatur

Die Tastatur verfügt über hauptsächlich normal große Tasten im 19-mm-Raster. Das Layout weist keine ungewöhnlichen Besonderheiten auf, könnte aber je nach Vorgängernotebook für etwas Eingewöhnungszeit sorgen. Mit mittelkurzem Hub, gut definiertem Druckpunkt und angenehmem Anschlagsgeräusch dürften die Grundeigenschaften auch Vielschreibern zusagen. Stören könnte man sich hier lediglich an den vertikalen Pfeiltasten, die Toshiba wohl aus Platzgründen in eine Zeile gequetscht hat.

Die Hauptbeschriftung hat Toshiba recht kontraststark ausgeführt. Das sorgt für eine gute Erkennbarkeit. Das gilt so allerdings nicht für das schwache Grau der alternativen FN-Belegung. Hier ist bei schlechter Beleuchtung kaum noch etwas zu entziffern. Wie schon beim Vorgänger hat Toshiba diese Zweit-Belegungen nicht in die 1-stufige Tastaturbeleuchtung mit einbezogen. Schade!

Touchpad, AccuPoint & Touchscreen

Das 99 x 56 mm große Touchpad verfügt über eine Glasoberfläche und gefällt mit guten Gleiteigenschaften und zuverlässigem Reaktionsverhalten. Die dem Touchpad zugewiesenen Maustasten sind in den vorderen Bereichen als Teil des Clickpads integriert und lassen sich leichtgängig herunterdrücken. Das bei anderen Konfigurationen im Touchpad eingelassene Fingerabdruck-Lesegerät fehlt dem Testgerät. Eine Bedienungseinschränkung des Touchpads liegt somit nicht vor.

Wie es sich für ein anspruchsvolles Business-Notebook gehört, verfügt auch der Toshiba Portégé X30 über einen Pointstick (AccuPoint). Dieser erfordert für Ungeübte zwar etwas Eingewöhnung, arbeitet dafür aber sehr präzise und macht sich vor allem in Arbeitsbereichen mit wenig Platz positiv bemerkbar. Die dazugehörigen Maustasten befinden sich oberhalb des TouchPads und arbeiten ebenfalls leichtgängig und zuverlässig.

Der Toshiba Portégé X30-E-11U ist mit einem Touch-Display ausgestattet. Die hier verwendete In-Cell-Technologie sorgt für eine sehr flache Bauweise, die sich augenscheinlich nicht von konventionellen Bauweisen ohne Fingerbedienung unterscheidet. Im Test zeigt sich diese Alternative mit einer hohen Genauigkeit und einem gewohnt zuverlässigen Reaktionsverhalten. Selbst in den Ecken und den Randbereichen des Displays sind keine Einschränkungen festzustellen.

Toshiba Portégé X30-E-11U: Display

Die bislang in Deutschland gelisteten Varianten der Toshiba Portégé X30-E sind allesamt mit einem entspiegelten FullHD-IPS-In-Cell-Touch-Display (1.920 x 1.080 Bildpunkte) ausgestattet. Die beim Vorjahresmodell noch gelisteten Alternativ-Modelle ohne Touch-Funktion oder mit konventioneller Touch-Technologie sind offenbar nicht mehr erhältlich. Ein 4k-Display gibt es für den Toshiba Portégé X30 weiterhin nicht.

Fast schon ein Alleinstellungsmerkmal ist die matte Displayoberfläche in Kombination mit der integrierten Touch-Funktion. In der Regel setzen die Hersteller stattdessen glatte und somit stark spiegelnde Panels ein.

Die im Testgerät verbaute In-Cell-Technologie ermöglicht zudem den Einsatz der Touch-Sensoren ohne separate Trägerschicht direkt im Panel. Dadurch fällt die Bautiefe sehr flach aus und unterscheidet sich äußerlich nicht von konventionellen Bildschirmen ohne Touchfunktion. Als Nebeneffekt soll sich auch der Stromverbrauch reduzieren, was wiederum den Akkulaufzeiten zu Gute kommt.

Helligkeit & Kontrast

Im Vergleich zum FullHD-Display des Toshiba Portégé X30-D-121 ohne Touch-Funktion fallen die gemessenen Displaywerte weitestgehend vergleichbar aus. Die maximale Helligkeit beträgt gute 381 cd/m², der Kontrast erreicht 2.048:1 und die Ausleuchtung zeigt sich mit über 88 % angenehm gleichmäßig. Die Helligkeitsregulierung kommt ohne Pulsweitenmodulation aus und ist praxisgerecht abgestuft. 205 cd/m² liefert das Testsample zum Beispiel mit Helligkeitsstufe 5.

Toshiba Portégé X30-E-11U

Sehr gut geeignet ist der Toshiba Portégé X30-E-11U für den Einsatz unter freiem Himmel. Neben der matten Bildschirmoberfläche sorgen auch die hohe Leuchtkraft und der starke Kontrast für eine sehr gute Erkennbarkeit der Bildinhalte. Von störenden Spiegelungen bleibt man hier verschont. Die maximale Helligkeit steht im Akkubetrieb ebenfalls zur Verfügung.

Farbraum & Farbgenauigkeit

Während die Gesamtheit der darstellbaren Farben in der Lage ist knapp 95 % des sRGB-Farbraums widerzuspiegeln, mangelt es der Farbgenauigkeit in letzter Konsequenz an der nötigen Präzision. Das betrifft zwar im Auslieferungszustand, wie auch profiliert, nur je drei Messwerte, für ein professionelles Arbeiten könnte das aber unter dem Strich zu viel sein. Ansonsten gefällt die Farbdarstellung mit einer subjektiv natürlichen Wiedergabe. Lediglich im profiliertem Zustand zeigte das Weiß des Testgeräts einen leichten Gelbstich.

Displaymessungen im Überblick
Display – Toshiba Portégé X30-E-11U 13,3-Zoll-IPS-Touch-Display, matt, 16:9, TOS508F
Entspiegelung matte Oberfläche
Eingabemöglichkeiten Finger, In-Cell-Technologie ohne separate Trägerschicht
Auflösung 1.920 x 1.080 Bildpunkte, 166 ppi
minimale Helligkeit 21 cd/m²
ca. 150 cd/m²  Helligkeitsstufe 3 133 cd/m²
ca. 200 cd/m²  Helligkeitsstufe 5 205 cd/m²
maximale Helligkeit 381 cd/m²
maximale Helligkeit Displaymitte/ Akku/ profiliert 381 cd/m²// 381 cd/m²// 371 cd/m²
Helligkeitsstufen Displaymitte 21-58-96-133-169-205-240-275-310-344-381 (in cd/m²)
Schwarzwert Displaymitte (profiliert) 0,186 cd/m² (0,125 cd/m²)
Ausleuchtung 88,4 %
sRGB-Farbraumabdeckung 94,57 %
AdobeRGB-Farbraum 64 %
P3-Farbraum
Kontrast Displaymitte (profiliert) 2.048:1 (2.968:1)
mittleres DeltaE 2000 (profiliert) 2,5 (3,1)
maximales DeltaE 2000 (profiliert) 7,9 (6,8)
Helligkeitsregulierung durch Pulsweitenmodulation (PWM) Kein Einsatz von PWM
Displaybesonderheiten
Das Display wurde mit Portrait Displays Spectracal Calman Software vermessen und ausgewertet. Ausführlicher Artikel zu Calmans Farbanalyse-Software.  Messgerät: Spektralfotometer x-rite i1 Basic Pro 2.
Toshiba Portégé X30-E-11U: Leistung

Der Toshiba Portégé X30-E ist derzeit mit dem Intel Core i5-8250U oder wie beim Testgerät mit einem Intel Core i7-8550U ausgestattet. Für die Grafikausgabe zeichnet immer Intels UHD Graphics 620 verantwortlich. Mit 32 GB DDR4-RAM und einem 1-TB-PCIe-SSD hat Toshiba den Portégé X30-E-11U üppig bestückt. Günstigere Varianten müssen mit weniger Arbeitsspeicher und kleinerem Massenspeicher zurechtkommen.

Prozessor – Intel Core i7-8550U

Der Intel Core i7-8550U ist mit vier Rechenkernen, die bis zu 8 Threads gleichzeitig abarbeiten können, und Taktraten von 1,8 bis 4,0 GHz bedacht worden. Damit liegen gute Voraussetzungen vor, um viele denkbare Szenarien flott abarbeiten zu können: Single-Thread-Aufgaben benötigen möglichst hohe Taktfrequenzen und Multi-Thread-Software verteilt die anstehenden Aufträge gerne auf möglichst viele Recheneinheiten.

Welche tatsächliche Performance aus Intels 15-Watt-ULV-Prozessoren abrufbar ist, hängt von den konkreten Kühlmöglichkeiten und der herstellerseitigen Konfiguration ab. Intel gesteht den Konstrukteuren weitgehende Eingriffsmöglichkeiten zu, um die Prozessoren dem jeweiligen Notebookkonzept möglichst gut anpassen zu können. Die Thermal Design Power (TDP, maximale Verlustleistung) von 15 Watt kann daher entweder auf bis zu 10 Watt abgesenkt oder auf bis zu 25 Watt angehoben werden.

Toshiba macht im Portégé X30-E-11U hiervon offenbar so gut wie keinen Gebrauch. Der Intel Core i7-8550U ist nur wenige Sekunden in der Lage bis zu 30 Watt aufzunehmen. In diesem kurzen Zeitraum klettert laut HWinfo die CPU-Kern-Temperatur allerdings auf bis zu 100 °C weil der Lüfter nur sehr zurückhaltend zu arbeiten beginnt. In der Folge sinkt die Leistungsaufnahme des CPU-Packages auf um die 15 Watt. Diese Einschränkung ist sicherlich dem schlanken Notebook-Konzept des Toshiba Portégé X30 geschuldet, beschränkt den eigentlichen Mehrwert des Intel Core i7-8550U aber erheblich.

Im Ergebnis erreicht das Testgerät beim Cinebench R15 159 Punkte (Single-Thread-Test) und 503 Punkte (Multi-Thread-Test). Beim Geekbench 3.3.0 reicht es für 4.032 Punkte (Single-Thread-Test) und 13.242 Punkte (Multi-Thread-Test). Je nach Sequenz wird der Intel Core i7-8550U selbst bei diesen relativ kurzen Benchmarktests vom Intel Core i5-8250U in anderen Laptops geschlagen.

CPU-Stresstest

Noch eindrucksvoller zeigt sich das Leistungsverhalten bei anhaltender Rechenlast. Beim Geekbench-CPU-Stresstest sinken die eh schon mageren Testergebnisse im Verlauf auf bis zu 9.269 Punkte. Das sind über 1.300 Punkte weniger, als das HP ProBook 430 G5 mit Intel Core i5-8250U schafft. Dauerlastszenarien, wie das Konvertieren von Unmengen an Musik oder Videos liegen dem Toshiba Portégé X30-E-11U eher nicht.

Toshiba Portégé X30-E-11U

Unter dem Strich enttäuscht der Intel Core i7-8550U im Toshiba Portégé X30-E-11U, da man hier auf einen wesentlichen Teil der eigentlich möglichen Performance verzichten muss. Im Umkehrschluss dürften Interessenten mit einer i5-8250U-Konfiguration ähnlich schnell unterwegs sein, sich dafür aber problemlos den Aufpreis für den i7 sparen können.

Grafik – Intel UHD Graphics 620

Die im Prozessor integrierte Intel UHD Graphics 620 gefällt mit einem breit aufgestellten Funktionsspektrum. Sie kann grundsätzlich bis zu 3 Displays gleichzeitig ansteuern, Videokonvertierungen per Intel Quick Sync beschleunigen, UHD-Videos flüssig abspielen und 4k-Bildschirme (bis zu 4.096 x 2.304 Bildpunkte) mit einer Bildwiederholfrequenz von 60 Hz ansteuern.

Ob all diese Möglichkeiten auch tatsächlich nutzbar sind, hängt vom jeweiligen Notebook-Konzept ab. Der Toshiba Portégé X30 verfügt neben einem regulären HDMI noch über zwei DisplayPorts, die per USB-C-Adapter an den Thunderbolt-3-Schnittstellen ansteuerbar sind.

Leistungsmäßig ist die integrierte Grafik-Lösung im 3D-Bereich für ältere und genügsame Spieletitel durchaus einsetzbar. Je nach Anwendung muss man allerdings Abstriche bei der Qualität und/ oder der Auflösung in Kauf nehmen.

Ob die volle Leistungsfähigkeit abgerufen werden kann, hängt entscheidend von der RAM-Konfiguration ab. Mangels eigenem Grafikspeicher leiht sich die Intel UHD Graphics 620 im Shared-Memory-Verfahren den benötigten Videospeicher beim Arbeitsspeicher aus. Dieser arbeitet jedoch beim Testgerät bereits im schnellen Dual-Channel-Modus und stellt somit keine Leistungsbremse dar.

Beim Toshiba Portégé X30 reicht es somit immerhin für 8.238 Punkte beim 3DMark Cloud Gate, 50 fps beim OpenGL-Shading und 26 fps beim Unigine Heaven 4.0 Basic. Spiele wie Tomb Raider, Dirt Rally oder Grid: Autosport laufen bei 1.366 x 768 Bildpunkten flüssig.

Massenspeicher – Samsung PM961 PCIe-SSD 1 TB

Samsungs PM961 ist eine sehr leistungsstarke Massenspeicherlösung. Mit sequentiellen Transferraten (QD 32) von bis zu 3.143 MB/s beim Lesen und 1.765 MB/s beim Schreiben werden die Herstellerangaben voll erfüllt. Das subjektive Geschwindigkeitsgefühl fällt beim Toshiba Portégé X30-E-11U sehr gut aus und liefert keine Anzeichen einer möglichen Performance-Bremse.

Ebenfalls gelungen zeigt sich die besonders üppige Speicherkapazität von 1 TB (brutto). Hiermit dürfte man lange Zeit komfortabel auskommen, bevor man sich erste Gedanken über eine mögliche Aufrüstung macht.

Benchmarkergebnisse im Überblick
Toshiba Portégé X30-E-11U 32 GB RAM & PCIe-SSD
Prozessor  Single-Core  Multi-Core
Cinebench R15 64 bit 159 cb 503 cb
Geekbench 3.3.0 64 bit 4.032 Punkte 13.242 Punkte
Geekbench 4.2 64 bit 4.818 Punkte 15.065 Punkte
System Single-Core Multi-Core
PCMark 8 Home (Akku) 3.094 Punkte (2.484 Punkte)
PCMark 10 3.734 Punkte
Massenspeicher Lesen Schreiben
Crystal Disk Mark QD32 3.143 MB/s 1.765 MB/s
Crystal Disk Mark sequ. 1.118 MB/s 1.400 MB/s
Grafik HD Basic HD+ Extreme
Unigine Heaven 4.0 26 fps 7 fps
Cinebench R15 OpenGL 50 fps
Cloud Gate – 3DMark 8.238 Punkte
Firestrike – 3DMark kein Ergebnis
Time Spy – 3DMark 410 Punkte
Vergleichswerte CPU CPU-Benchmarkliste
Vergleichswerte GPU GPU-Benchmarkliste
Toshiba Portégé X30-E-11U: Emissionen
Betriebsgeräusch

Der Toshiba Portégé X30-E-11U ist ein insgesamt leises Laptop. Bei wenig Last arbeitet es oft lautlos. Wenige Sekunden Rechenlast steckt es erst mal ohne Reaktion problemlos weg. Das ist zum Beispiel bei vielen Büro-Aufgaben oder WLAN-TV-Streaming der Fall.

Für ein leises Elektronikzirpen scheint dagegen Samsungs PM961 bei Zugriffen zu sorgen. Dieses fällt zwar recht zurückhaltend aus, könnte empfindliche Anwender aber insbesondere in leisen Arbeitsumgebungen stören.

Dauern die CPU-Berechnungen dagegen länger an, dann erhöht sich die Lüfterdrehzahl teils schnell und vehement. Sie erzeugt dann einen Schalldruckpegel von 42,5 dB(A). Bei reiner Grafiklast bleibt das Gerät dagegen merklich leiser und kommt mit einem Schalldruckpegel von maximal 36,8 dB(A) aus.

Emissionen – Toshiba Portégé X30-E-11U Schalldruckpegel
Leerlauf (Energiesparmodus, minimale Displayhelligkeit) Lautlos
Büro (PCMark 8, 205 cd/m², ausbalanciert) Lautlos – 34,7 dB(A)
WLAN-Streaming (205 cd/m², ausbalanciert) Lautlos – 28,2 dB(A)
Cinebench 42,5 dB(A)
Unigine Heaven 34,7 – 36,8 dB(A)
Stresstest (maximale Displayhelligkeit) 42,5 dB(A)
Hitzeentwicklung

Der unter Last hörbar arbeitende Lüfter und die limitierte Leistungsaufnahme des Prozessors sorgen für stets angenehme Gehäusetemperaturen. Selbst nach über 1 Std. Volllast wird die 50-Grad-Marke nicht geknackt. 48,4 °C stellen am Unterboden und 48,3 °C oberhalb der Tastatur das Maximum dar.

Einschränkungen bei der Handhabung sind hierdurch nicht zu erwarten. Handballenablage und Tastaturbereich bleiben mit maximal 39 °C mehr als angenehm temperiert. Lediglich der Einsatz auf dem Schoß dürfte in diesem Szenario für ordentlich warme Oberschenkel sorgen. Das Netzteil wird bis zu 48,4 °C warm.

Toshiba Portégé X30-E-11U: Stromverbrauch
Leistungsaufnahme

Der Toshiba Portégé X30-E-11U zeigt sich im Test Toshiba Portégé X30-E-11Uangenehm genügsam. Mit ausgeschaltetem Bildschirm benötigt es im Leerlauf gerade mal 1,5 Watt. Im regulären Bürobetrieb dürfte man dagegen meist mit unter 10 Watt (205 cd/m² Displayhelligkeit, ausgeglichenes Profil, WLAN und Bluetooth an) auskommen. Die kurzzeitig gemessene Lastspitze von 53,7 Watt tritt nur zu Beginn einer hohen Rechenlast auf und reduziert sich sofort über 47,9 Watt auf 30,1 bis 26,7 Watt.

Generell wird in den Lastszenarien die 30-Watt-Marke nur selten überschritten, was auf die restriktive Einhaltung der Standard-TDP von 15 Watt zurückzuführen ist. Das Netzteil ist mit einer Nennleistung von 45 Watt spezifiziert, ist aber offensichtlich in der Lage kurzzeitige Spitzen von über 50 Watt wegstecken zu können.

Energieverbrauch – Toshiba Portégé X30-E-11U Leistungsaufnahme Akkulaufzeit
Leerlauf (Energiesparmodus, Display aus) 1,5 Watt
Leerlauf (Energiesparmodus, minimale Displayhelligkeit) 3,8 Watt
Leerlauf (Energiesparmodus, maximale Displayhelligkeit) 6,8 Watt
Büro (PCMark 8 Battery Test, 205 cd/m², ausbalanciert) 6,3 – 27,6 Watt 4:38 h
WLAN-Streaming (205 cd/m²) 7,8 – 9,0 Watt 8:15 h
Geekbench Stresstest 53,7 – 26,7 Watt
Unigine Heaven 42,9 – 27,4 Watt
Leerlauf Akku-Ladezeit (205 cd/m²) 100 % 2:38 h
Leerlauf Akku-Ladezeit (205 cd/m²) 90 % 1:40 h
48-Wh-Lithium-Ionen-Akku, 45-Watt-Netzteil
Akkulaufzeiten

Für den mobilen Einsatz steht dem Toshiba Portégé X30 ein 48-Wh-Akku zur Verfügung. Dieser ist intern verbaut und von aussen nicht austauschbar. Zusammen mit der genügsamen Leistungsaufnahme reicht diese Akkulösung aus, um praxisgerechte Laufzeiten zwischen 4 und 8 Stunden zu ermöglichen (205 cd/m² Displayhelligkeit, ausgeglichenes Profil, WLAN und Bluetooth an). Das unterstreicht das mobile Gesamtkonzept des Business-Laptops und dürfte für die meisten Arbeitstage gut ausreichen.

Toshiba Portégé X30-E-11U

Toshiba Portégé X30-E-11U: Fazit

Der Toshiba Portégé X30-E-11U ist ein sehr gutes Toshiba Portégé X30-E-11UBusiness-Notebook. Schlank, leicht, sehr gut ausgestattet und leistungsstark dürfte es viele Bedürfnisse der Kundschaft mit Leichtigkeit abdecken. Dass hier auch die Geräuschentwicklung nicht ausufert, die Akkulaufzeiten nicht zu knapp ausfallen und es am Display kaum etwas zu mäkeln gibt, unterstreicht das gelungene Gesamtkonzept.

Kleinere Nachteile wie die kurze Herstellergarantie, die schlecht lesbare FN-Beschriftung oder der nicht ganz so stabile Displaydeckel dürften die wenigsten Interessenten vom Kauf abhalten. Zumal der Garantie-Zeitraum und der Garantie-Umfang sehr preiswert erweitert werden können.

Auf etwas weniger Verständnis dürfte dagegen der leistungsmäßig nicht unerheblich eingeschränkte Intel-Core-i7-8550U-Prozessor stoßen. Dieser ist zwar absolut gesehen nicht wirklich langsam, stellt aber einen unnötigen Kostenfaktor dar, der nicht hält, was man von ihm erwartet.

Toshiba Portégé X30-E-11UAls spannende Alternativen könnten daher Konfigurationen mit Intel Core i5-8250U (z.B.Toshiba Portégé X30-E-10U) dem Testgerät den Rang ablaufen. Wer auf etwas Arbeitsspeicher und Massenspeicherkapazität verzichtet, bekommt hier die überaus gelungenen Grundeigenschaften zum teils deutlich günstigeren Preis geboten.

Den Toshiba Portégé X30 findet man zum Beispiel in verschiedenen Varianten günstig bei Notebooksbilliger: Toshiba Portégé X30 (Werbung).

Tobias Winkler

Neben zahlreichen Artikeln, die ich seit 2009 für Notebookjournal, PRAD und Notebookcheck verfasst habe, setze ich nun beim Projekt Notebooks & Mobiles meine eigenen Vorstellungen von einer Testplattform um. Ich habe Spaß am Schreiben, an mobiler Technik und allem was dazugehört.

2 Gedanken zu „Toshiba Portégé X30-E-11U Laptop im Test

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