CalDigit Thunderbolt 3 miniDock (HDMI, DisplayPort) im Test

Mobiler Verbinder. Die CalDigit Thunderbolt 3 miniDock (-ingstation) ist entweder mit zwei HDMI 2.0 oder zwei Dual-DisplayPorts verfügbar. Ergänzende Schnittstellen komplettieren die kompakte Lösung zum mobilen Standardverbinder.

Thunderbolt 3 etabliert sich im Premium-Notebook-Segment immer mehr zur universellen Standard-Schnittstelle. Das kommt nicht von Ungefähr, sondern resultiert aus den vielfältigen Standards, die dieser eine Anschluß-Typ in sich vereint. Neben einer besonders leistungsfähigen Datenübertragung von bis zu 40 Gbit/s, finden hierüber auch Displays, Netzwerkkabel, USB-Geräte oder Stromversorgungen Anbindung.

CalDigits "Thunderbolt 3 MiniDocks nutzen zwar nur einen Teil der vielfältigen Thunderbolt-3-Möglichkeiten, gefallen dafür aber mit kompakten Ausmaßen und kommen zudem ohne separate Stromversorgung aus. Ideal also für den mobilen Betrieb, um schlanken Notebook-Konzepten wie dem Apple MacBook Pro, Lenovos ThinkPad X1/ P1 oder Dells XPS 15/ Precision 5530 zusätzliche Anschlußmöglichkeiten zukommen zu lassen.

CalDigit Thunderbolt 3 miniDock

 

CalDigit Thunderbolt 3 miniDock: Gehäuse

Wie bereits bei der CalDigit TS3 Plus Dockingstation festgestellt, darf man auch von den MiniDocks eine perfekte Verarbeitung, ein tolles Gehäusedesign und hochwertig stabile Materialien erwarten. Das flache Dock-Gehäuse besteht aus Metall und passt rein optisch perfekt zu den aktuellen Apple-Laptops.

Doch auch neben einem Windows-Modell machen die dezent gestylten Metalloberflächen eine überaus gute Figur. Hier lässt sich nichts verwinden, eindrücken oder sonst wie verformen. Dank großer Gummistreifen am Unterboden bleibt das miniDock auf den meisten Untergründen fest stehen.

Das Gewicht beträgt aufgrund der stabilen Bauweise allerdings stolze 150 bis 152 Gramm – Qualität hat eben seinen Preis. i-tecs USB-C Travel-Dock im Kunststoffgehäuse wiegt dagegen gerade mal 75 Gramm. Dafür hinterlässt diese Lösung einen lange nicht vergleichbar robusten Eindruck und hat eben auch keinen Thunderbolt 3 als Verbinder.

CalDigit Thunderbolt 3 miniDock: Ausstattung

Getestet habe ich die beiden derzeit verfügbaren Varianten des CalDigit miniDocks:

CalDigit Thunderbolt 3 miniDock Dual HDMI 2.0
CalDigit Thunderbolt 3 miniDock Dual DisplayPort

Wie die Namensgebungen schon verraten, verfügen beide Lösungen über je zwei Display-Anschlüsse. Dank Thunderbolt 3 können beide Schnittstellen UHD/ 4k-Panels mit 60 Hz befeuern und so einen besonders großflächigen Desktop-Arbeitsplatz erschaffen. Daneben verfügt jedes Modell noch über einen Gigabit-LAN- und einen USB-3.0-Port (Typ A). Das HDMI-Modell ist zudem mit einer ergänzenden USB-2.0-Schnittstelle (Typ A) bedacht worden.

Auszug der technischen Daten:

  • CalDigit Thunderbolt 3 miniDock Dual DisplayPort
  • 1 x Thunderbolt 3 ( 40Gb/s)
  • 2 x DisplayPort 1.2 ( 2 x 4.096 x 2.160 @ 60 Hz)
  • 1 x USB 3.0 ( 5Gb/s)
  • 1 x Gigabit Ethernet ( RJ45)
  • 124 x 65 x 19 mm, 149,8 g
  • ca. 130 Euro

 

  • CalDigit Thunderbolt 3 miniDock Dual HDMI 2.0
  • 1 x Thunderbolt 3 ( 40Gb/s)
  • 2 x HDMI 2.0 ( 2 x 3.840 x 2.160 @ 60Hz)
  • 1 x USB 3.0 ( 5 Gb/s)
  • 1 x USB 2.0 ( 480 Mb/s)
  • 1 x Gigabit Ethernet ( RJ45)
  • 124 x 65 x 19 mm, 152,6 g
  • ca. 140 Euro

CalDigit Thunderbolt 3 miniDock

Mit an diesem Test beteiligt sind folgende PCs und Peripheriegeräte:

CalDigit Thunderbolt 3 miniDock: DisplayPort & HDMI

Kerneigenschaft der beiden Docks ist sicherlich die Möglichkeit zwei hochauflösende 4k-Displays gleichzeitig ansteuern zu können. Das hat im Test mit einem Viewsonic VP 2780-4k ( 3.840 x 2.160 @ 60Hz) und einem Lenovo ThinkVision X1 (3.840 x 2.160 @ 60Hz) auch problemlos funktioniert.

CalDigits MiniDocks wurden dabei an einem Lenovo ThinkPad P1 mit Nvidia Quadro P2000 im Max-Q-Design betrieben. In dieser Konstellation konnte auch noch das interne 4k-Panel des Laptops mit 3.840 x 2.160 @ 60Hz über die integrierte Intel UHD Graphics 630 genutzt werden.

Welche Auflösungen tatsächlich genutzt werden können, hängt in der Praxis nicht nur von CalDigits Thunderbolt 3 miniDock, sondern vor allem auch von der Leistungsfähigkeit des im Laptop integrierten Grafikchips ab.

Im Prozessor integrierte Lösungen, wie zum Beispiel die Intel UHD Graphics 630 oder AMDs Radeon Vega 10 schaffen die oben dargestellte Kombination von 3 UHD-Bildschirmen nicht. Hierfür sind leistungsfähigere Modelle wie zum Beispiel die hier verwendete Nvidia Quadro P2000 notwendig. Welche Auflösungen das eigene Notebook unterstützt, lässt sich in der Regel den technischen Daten entnehmen.

CalDigit Thunderbolt 3 miniDock: Schnittstellenperformance

Die in den Docks integrierten USB-Anschlüsse vom Typ A arbeiten laut Datenblatt mit bis zu 5 Gbit/s (USB 3.0) oder 480 Mbit/s (USB 2.0). Im Test kommen die verschiedenen Laufwerke zwar nicht über eine Transfergeschwindigkeit von 313 MB/s hinaus, dennoch zeigen sich die Resultate praxisgerecht und ordnen sich so auf dem Niveau vieler Dockingstationen ein.

Getestet am Dell Precision 5530 CalDigit Thunderbolt 3 miniDock Dual DisplayPort
Samsung Portable SSD T3 250 GB @ USB 3.0 296 MB/s Lesen 283 MB/s Schreiben
Sandisk Extreme 900 Portable SSD 480 GB @ USB 3.0
Seagate GoFlex 500 GB HDD @ USB 3.0 64 MB/s Lesen 61 MB/s Schreiben
Lexar S37 JumpDrive @ USB 3.0 143 MB/s Lesen 79 MB/s Schreiben
CalDigit Thunderbolt 3 miniDock Dual HDMI 2.0
Samsung Portable SSD T3 250 GB @ USB 3.0 313 MB/s Lesen 300 MB/s Schreiben
Sandisk Extreme 900 Portable SSD 480 GB @ USB 3.0
Seagate GoFlex 500 GB HDD @ USB 3.0 65 MB/s Lesen 61 MB/s Schreiben
Lexar S37 JumpDrive @ USB 3.0 140 MB/s Lesen 82 MB/s Schreiben
Samsung Portable SSD T3 250 GB @ USB 2.0 44 MB/s Lesen 38 MB/s Schreiben

 

CalDigit Thunderbolt 3 miniDock

 

Etwas eingeschränkt zeigt sich dagegen die Stromversorgung der USB-Ports. CalDigit gibt maximal 4,5 Watt am USB 3.0 an. Weder Sandisks Extreme 900 Portable SSD noch ein externes Samsung DVD-Laufwerk (SE-T084) haben sich daher am USB-3.0-Anschluss betreiben lassen. Für beide Laufwerke reicht hier die zur Verfügung gestellte Stromversorgung nicht aus. Immerhin funktioniert das DVD-Laufwerk per Y-Kabel am CalDigit Thunderbolt 3 miniDock HDMI 2.0 unter Zuhilfenahme des USB-2.0-Ports.

Gar keine Datenübertragung ist dagegen am Intel NUC Mini PC NUC8i7HNK zustande gekommen. Hier hat sich nur die Bildschirmausgabe per Thunderbolt 3 nutzen lassen.

 

CalDigit Thunderbolt 3 miniDock: Fazit

CalDigit hat mit den miniDocks zwei gelungene CalDigit Thunderbolt 3 miniDockSchnittstellenlösungen im Programm. Hier gefallen vor allem das kompakte und sehr stabile Gehäuse, die jeweils doppelten Displayausgänge und die darüber hinaus integrierten USB- und LAN-Schnittstellen. Eine separate Stromversorgung ist nicht notwendig, was einem mobilen Einsatz sehr entgegen kommt. Damit erhalten vor allem besonders schlanke und von Haus aus mit wenigen Anschlüssen bedachte Notebook-Konzepte eine willkommene Aufwertung.

CalDigit Thunderbolt 3 miniDockEtwas einschränkend könnten sich je nach Einsatzgebiet die limitierte Stromversorgung über die USB-Ports und vielleicht noch das mit um die 150 Gramm nicht gerade geringe Gewicht auswirken.

Die CalDigit Thunderbolt 3 miniDocks findet man zum Beispiel günstig bei Amazon: CalDigit Thunderbolt 3 Mini Dock (HDMI 2.0) & CalDigit Thunderbolt 3 Mini Dock (DP 1.2) (Werbung).

Tobias Winkler

Neben zahlreichen Artikeln, die ich seit 2009 für Notebookjournal, PRAD und Notebookcheck verfasst habe, setze ich nun beim Projekt Notebooks & Mobiles meine eigenen Vorstellungen von einer Testplattform um. Ich habe Spaß am Schreiben, an mobiler Technik und allem was dazugehört.

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