DDR4-Speicher für Notebooks – Preisentwicklung

Auf und ab, Update 05/2018. Preise für Arbeitsspeicher unterliegen in der Regel recht hohen Schwankungen. Seit ein paar Wochen zeigt die Tendenz bei DDR4-SO-DIMMs allerdings wieder nach oben.

Nachdem man in letzter Zeit immer öfter Notebook-Konfigurationen mit DDR4- anstatt DDR3-RAM in den Regalen der Händler vorfindet, scheint das nun auch Auswirkungen auf die Preise der Einzelmodule zu haben. Der Ende Mai 2016 erreichte Tiefpunkt bei den Speicherpreisen hat sich schon lange erholt und weitet sich zu einem nachhaltigen Gegentrend aus. Zum richtigen Zeitpunkt investiert, hätte man hier eine schöne Rendite erwirtschaften können.

DDR4 RAM für Notebooks

Grund dafür könnte nicht nur der bei den Herstellern, sondern auch der bei den bereits verkauften Geräten, durch Aufrüstungen konstant steigende Mehrbedarf sein. Durch das gleichzeitig knapper werdende Angebot ziehen die Preise seit letztem Jahr an.  Das verteuert nicht nur Aufrüstungen, sondern auch die Notebookpreise an sich.

Notebook-Beispiele aus meinen Tests die bereits mit DDR4-Arbeitsspeicher ausgestattet sind:

Notebook-Beispiele, die noch mit DDR3-RAM arbeiten:

DDR4 RAM: Preisentwicklung

Der Preis für ein Anfang Juni gekauftes Crucial 16 GB Single DDR4 2133 MT/s (PC4-17000) SO-DIMM Modul ist im Juli von 51 Euro auf 61 Euro gestiegen. Das ist im Vergleich zum vorherigen Preisverfall, der mal bei über 140 Euro begonnen hat zwar noch relativ überschaubar, zeigt aber, dass die Preisentwicklung durchaus auch eine andere Richtung einschlagen kann.

Edit 29.10.2016: Bis Oktober 2016 sind die Preise weiter angestiegen. Für das oben genannte 16-GB-Modul muss nun bei Händlern, die auch liefern können, über 80 Euro bezahlt werden.

Edit 08.01.2017: Auch Anfang 2017 hält der Preisanstieg für DDR4-SO-DIMMs weiter an. Der Preis für das Beispiel-Modul ist inzwischen auf 95 Euro geklettert. Das etwas schnellere 16 GB Single DDR4 2400 MT/s (PC4-19200) fällt mit 89 Euro derzeit noch etwas günstiger aus.

Edit 07.05.2017: Die Preisspirale scheint kein Ende zu finden. Anfang Mai 2017 klettert das Test-Modul Crucial 16 GB Single DDR4 2133 MT/s (PC4-17000) auf 115 Euro. Der ehemalige Preisvorteil des etwas schnelleren PC4-19200 hat sich inzwischen in einen Aufpreis von etwa 5 Euro gewandelt (gesamt 120 Euro).

Edit 08.10.2017: Auch seit der letzten Beobachtung im Mai haben sich die Preise für Arbeitsspeicher weiter nach oben geschraubt. Für das ausgewählte Modell von Crucial sind nun knapp 130 Euro fällig.

Edit 18.02.2018: Eine Entspannung bei den RAM-Preisen ist derzeit nicht absehbar. Das beobachtete Modul von Crucial hat inzwischen den Einstiegspreis zu Beginn der Betrachtung 2015 eingeholt und bewegt sich nun auf die 160-Euro-Marke zu. Im Vergleich zum Kaufzeitpunkt Juni 2016 hat sich der Preis nun mehr als verdreifacht.

Edit 04.05.2018: Entspannung am Speichermarkt? Das beobachtete RAM-Modul dreht nun scheinbar seine Bewegungsrichtung. Mit 142 Euro hat der Preis im Vergleich zum Februar deutlich nachgegeben. Kaum teurer fallen dabei die DDR4-2400er Module mit 145 Euro aus.

Speicherpreise seit 2016Die gleiche Entwicklung lässt sich auch bei anderen Modulgrößen und Herstellern beobachten, wobei es in der Betrachtung teils überraschende Unterschiede gibt. So kann es vorkommen, dass Einzelmodule günstiger zu haben sind als im Kit (zwei gleiche Module) oder dass die langsameren PC4-17000er Module teurer ausfallen als die schnelleren PC4-19200er. Auch hier bestimmen Angebot und Nachfrage die Preise.

Wie sich die Preissituation zukünftig weiterentwickeln wird, ist schwer vorherzusagen. Die Nachfrage steigt weiter an und die Verfügbarkeit ist begrenzt. Letztlich dürften die RAM-Hersteller wenig Interesse an sinkenden Preisen haben und daher, wenn überhaupt, die Fertigungs-Kapazitäten nur in homöopathischen Dosen ausbauen.

Das beobachtete RAM-Modul und andere Größen kann man zum Beispiel bei Amazon finden (Werbung)Crucial CT16G4SFD8213 Arbeitsspeicher (16GB Single DDR4, 2133 MT/s (PC4-17000) SODIMM 260-Pin)

Tobias Winkler

Neben zahlreichen Artikeln, die ich seit 2009 für Notebookjournal, PRAD und Notebookcheck verfasst habe, setze ich nun beim Projekt Notebooks & Mobiles meine eigenen Vorstellungen von einer Testplattform um. Ich habe Spaß am Schreiben, an mobiler Technik und allem was dazugehört.

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