Dell Latitude 5490 (i7-8650U) Laptop im Test

Mobiles Arbeitstier. Das Dell Latitude 5490 ist ein recht schlankes und mobiles Arbeitsgerät. Es zielt auf besonders wichtige Bedürfnisse im Unternehmensumfeld ab und kann daher so manche Spezialfertigkeit bieten.

Schlanke "Arbeitsgeräte, die bei Terminen unterwegs nicht zu sehr auftragen und dennoch eine gute Leistungsfähigkeit mitbringen, erfreuen sich im Businessbereich nach wie vor einer hohen Beliebtheit. Dass hier Basiseigenschaften wie Mobilität, Qualität, Garantieumfang, Ausstattung und Wartungsoptionen überdurchschnittlich gut ausfallen sollten, gehört zum guten Ton dieser Notebookgattung.

Dell Latitude 5490

Das Dell Latitude 5490 macht Hoffnung all diese Erwartungen erfüllen zu können. Das Testgerät ist mit einem Intel-Core-i7-8650U-Prozessor, 8 GB DDR4-RAM, einem 256-GB-Solid-State-Drive, einem FullHD-IPS-Display und einer umfangreichen Schnittstellenausstattung bedacht worden. Der Preis für die Testkonfiguration dürfte bei knapp 1.500 Euro (brutto) liegen. Derzeit sind hierzulande Varianten mit dem Intel Core i7-8650U allerdings noch nicht lieferbar. Eine ansonsten vergleichbare Konfiguration mit Intel Core i5-8250U ist zum Testzeitpunkt für etwa 1.140 Euro (brutto) zu haben.

Dell Latitude 5490: Auszug der technischen Daten
Model Dell Latitude 5490
EAN 5397184034316
Preis vermutlich 1.500 Euro (brutto), Testkonfiguration derzeit in Deutschland nicht erhältlich
Farbe Dunkelgrau
Prozessor Intel Core i7-8650U, 4 Kerne (8 Threads), 1,9 GHz – 4,2 GHz, 8 MB L3 Cache, 15 Watt TDP
Grafik Intel UHD Graphics 620 (shared memory)
Arbeitsspeicher 8 GB DDR4-RAM (SK Hynix 2400), Single-Channel, ein Slot frei
Massenspeicher Micron 1100 M.2-SATA-SSD mit 256 GB
Display 14,0-Zoll-IPS-Display, Auflösung: 1.920 x 1.080 Bildpunkte, matt, 16:9, 157 ppi, CMN14C9-N4YGV_140HCA
Betriebssystem & Software Windows 10 Pro 64 bit
BIOS-Version 1.1.9 (13.03.2018)
Anschlüsse & Erweiterung 3 x USB 3.1 Gen.1 Typ A , 1 x USB 3.1 Gen.1 Typ C mit DisplayPort, 1 x 3,5-mm-Klinke Audio in/out, VGA, HDMI, Speicherkarten-Lesegerät
Kommunikation Intel Dual Band Wireless-AC 8265  2 x 2, Bluetooth 4.2, Dual-Array-Mikrofon, HD-Webcam, LTE optional erhältlich
Audio Intel Sunrise Point- High Definition Audio Controller, 2 Stereo-Lautsprecher
Eingabegeräte Chiclet-Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung (2-stufig), Touchpad, Pointstick
Sicherheit Bios- und Systempasswörter, TPM 2.0, Noble-Schloss-Vorbereitung, Smartcard-Lesegerät. Fingerabdruck-Lesegerät und NFC optional erhältlich
Batterie & Stromversorgung 68-Wh-Lithium-Polymer-Akku (intern verschraubt), 65-Watt-Netzteil
Zubehör
Abmessungen & Gewicht 334 (B) x 229 (T) x 21 (H) mm, Testgewicht 1,71 kg & Netzteil 310 g
Herstellergarantie 3 Jahre Basis-Vor-Ort-Service
Leihsteller Dell Deutschland
Informationen zum Testgerät Produktseite
Dell Latitude 5490: Garantie

Das Dell Latitude 5490 ist standardmäßig mit einem 3-jährigen Basis-Vor-Ort-Service ausgestattet und dürfte damit vielen Unternehmenswünschen ein gutes Stück entgegen kommen. Wie gehabt lässt sich dieser Umfang, was Dauer und Leistung angeht, ordentlich aufbohren. Bei den Preisen hält sich Dell dabei sogar noch angenehm zurück. Eine Verlängerung des Basis-Supports auf 5 Jahre kostet gerade mal um die 80 Euro Aufpreis. Selbst 5 Jahre Pro Support mit Vor-Ort-Service am nächsten Arbeitstag erscheint mit etwa 270 Euro recht günstig.

Dell Latitude 5490 im Test

Dell Latitude 5490: Gehäuse

Das Gehäuse des Dell Latitude 5490 kommt im businessgerechten und unauffälligen Grauton. Understatement wird hier groß geschrieben und dürfte vielen Aussendienstmitarbeitern sehr gelegen kommen. Die Displayscharniere halten den Bildschirm gut in Position und ermöglichen trotz heckseitig angebrachter Schnittstellen einen Öffnungswinkel von etwas mehr als 180 Grad.

Nicht optimal zeigt sich dagegen die Stabilität des Laptops. Der Displaydeckel lässt sich leicht eindrücken, die Tastatur wippt etwas nach und die Basiseinheit kann mit einiger Kraft verwunden werden. Das alles ist nicht dramatisch, passt aber auch nicht unbedingt in jedes Bild, das so mancher Anwender von einem zuverlässigen Arbeitstier haben könnte.

Dieser Kompromiss ist vielleicht auch notwendig, um das zurückhaltende Testgewicht von 1,71 kg beim kompakten 14-Zöller verwirklichen zu können. Ebenfalls ein Pluspunkt ist die am Unterboden verbaute Wartungsklappe. Hier muss man zwar einige Schrauben lösen, dafür erhält man nach dem Öffnen einen komfortablen Zugang zu den wichtigsten Komponenten und Steckplätzen.

Beim Testgerät ist noch Platz für ein WWAN-Modul und einen zweiten RAM-Riegel vorhanden. Was man beim Aufrüsten und Austauschen von Komponenten zu beachten hat, steht im ausführlichen Benutzerhandbuch.

Dell Latitude 5490: Ausstattung

Das Testgerät kann zwar nicht alles bieten, was Dells Ausstattungsliste so auflistet, dennoch findet der Anwender bereits in dieser Konfiguration eine ordentliche Auswahl vor: 3 x USB 3.1 Gen.1 Typ A, 1 x USB 3.1 Gen.1 Typ C mit DisplayPort-Unterstützung, VGA, HDMI, Gigabit-LAN und ein UHS-II-Speicherkarten-Lesegerät. Eine HD-Webcam mit Dual-Array-Mikrofon, ein Smartcard-Lesegerät und ein kombinierter 3,5-mm-Klinke-Anschluss für Headsets & Co. komplettieren die Auswahl.

Laut Dells Handbuch zum Dell Latitude 5490 sollen Konfigurationen mit dedizierter Nvidia-Geforce-MX130-Grafik mit einem HDMI 2.0 ausgestattet sein. Derzeit sind solche Varianten aber noch nicht verfügbar.

Ebenfalls beim Testgerät nicht mit an Bord, aber dennoch grundsätzlich erhältlich, sind ein Fingerabdruck-Lesegerät, NFC und ein WWAN-Modul. Für Letzteres befindet sich eine von aussen zugängliche SIM-Schublade am Heck. Die notwendigen Kabelvorbereitungen im Inneren sind ebenfalls schon vorhanden. Die kabellosen Verbindungen werden beim Testgerät per AC-WLAN (Intel Dual Band 2 x 2) oder Bluetooth 4.2 hergestellt.

Die Verteilung der Anschlüsse ist gelungen. An den Seiten und am Heck verteilt, findet man hier eine insgesamt sehr gute Lösung vor. Im stationären Betrieb gefallen die Heck-Anschlüsse wie USB Typ A, HDMI und LAN. Angeschlossene Kabel stören hier nicht und dürften bei kleineren Arbeitsumgebungen sogar eine Dockingstation überflüssig machen. An den Seiten hat Dell andererseits gut erreichbar weitere USB-Ports, den Klinke-Anschluß und das Speicherkarten-Lesegerät verbaut. Das sind genau die Schnittstellen, die in der Praxis oft wechselnde Geräte und Medien aufnehmen.

Schnittstellenperformance

Die Schnittstellenperformance zeigt sich ebenfalls von einer guten Seite. Per DisplayPort können hochauflösende 4k-Displays (3.840 x 2.160 Bildpunkte) mit 60 Hz betrieben werden und der Realtek-PCIe-Kartenleser überträgt Daten mit bis zu 274 MB/s beim Lesen und 241 MB/s beim Schreiben sehr schnell. Die USB-Anschlüsse arbeiten mit Übertragungsraten von bis zu 417 MB/s ebenfalls recht schnell, lassen aber den USB-3.1-Gen.2-Standard oder eine Thunderbolt-3-Unterstützung vermissen. Hier hätte Dell ohne viel Aufwand noch für einen willkommenen Mehrwert sorgen können.

Dell Latitude 5490 Transferraten in MB/s
Speicherkarten-Lesegerät, Lexar Professional UHS-II 2000x (SDXC 128 GB) 274 Lesen/ 241 Schreiben
USB 3.0 Typ A, Samsung Portable SSD T3 (250 GB) 393 Lesen/ 323 Schreiben
USB 3.1 Gen.2 Typ C, Sandisk Extreme 900 (480 GB) 398 Lesen/ 417 Schreiben
Ansteuerung Viewsonic VP 2780-4k 3.840 x 2.160 @ 60 Hz ja über USB C mit DisplayPort-Kabel/ -Adapter
Latenzen (LatencyMon), nach 2 Minuten Laufzeit 3.111 µs
Maximale Lautstärke integrierte Lautsprecher (Pink Noise) 88,0 dB(A)
Bluetooth-Reichweite mit JBL Flip 4 17 m
Erreichbarkeit BIOS/ UEFI F2
Startmenü F12
Sicherheit

Diesen liefert Dell dafür bei der Sicherheitsausstattung. Neben den bereits erwähnten Smartcard- und Fingerabdruck-Lesegeräten, trumpft das Latitude 5490 mit umfangreichen Sicherheitsfeatures auf. Diese sind zwar nicht alle serienmäßig integriert, ermöglichen interessierten Anwendern aber ein entsprechendes Konfigurieren:

  • TPM 2.0 FIPS 140-2-zertifiziert
  • Kontakt-Smartcard (FIPS 201) mit erweiterter Control Vault 2.0 Authentifizierung und FIPS 140-2 Level 3-Zertifizierung
  • Touch-Fingerabdruck-Lesegerät, erweiterte Control Vault 2.0 Authentifizierung mit FIPS 140-2 Level 3-Zertifizierung
  • Kontaktlose Smartcard, NFC, erweiterte Control Vault 2.0 Authentifizierung mit FIPS 140-2 Level 3-Zertifizierung
  • Hardwareverschlüsselte Laufwerke nach OPAL-Standard

Ergänzt wird das Ganze wie gehabt durch die üblichen Passwortsicherungen auf BIOS- und Systemebene. Dass Dell hier die Funktionsvielfalt mit weiteren Softwarelösungen nochmals aufbohrt, unterstreicht das ambitionierte Engagement. Hier findet man zum Beispiel Dells Data-Security- und Management-Software, Dell Encryption (Verschlüsselung) oder Dell Protected Workspace.

Die physische Sicherung des Dell Latitude 5490 wird über eine Noble-Kabelschloß-Vorbereitung verwirklicht. Passende Kabelschlösser bietet Dell direkt beim Kauf als Zubehör an. Das Noble Keilschloss TZ04T kostet zum Beispiel etwa 44 Euro (brutto).

Dell Latitude 5490

Dell Latitude 5490: Audio

Die an der Gehäusefront schräg nach unten abstrahlenden Lautsprecher liefern eine mäßige Soundqualität ab. Höhenlastig, blechern, mit wenig Mitten und Bässen, sollte man hier keine audiophilen Wunder erwarten. Deutlich besser zeigen sich da externe Lösungen, wie zum Beispiel JBLs Bluetooth-Lautsprecher Flip 4. Diese sind auch für Präsentationen im größeren Kreis geeignet. Ansonsten lassen sich externe Boxenlösungen noch per 3,5-mm-Klinke, USB oder HDMI anbinden.

Für den Betrieb mit externen Audiogeräten fallen die gemessenen Latenzen deutlich zu hoch aus. Bereits nach 2 Minuten Laufzeit zeigt das Tool LatencyMon 3.111 µs an. Dadurch können Qualitätseinschränkungen wie Synchronisationsfehler, Soundknacken oder Aussetzer auftreten. Ein Deaktivieren der üblichen Verdächtigen wie Netzwerkmodule oder Akku haben keine Besserung gebracht. Eventuell können hier künftige Treiberupdates helfen.

Dell Latitude 5490

Dell Latitude 5490: Eingabegeräte
Tastatur

Die Eingabe des Dell Latitude 5490 ist weitestgehend mit normal großen Tasten im 19-mm-Raster ausgestattet. Lediglich die Enter-Taste und die schmalen Pfeil-Tasten hätten etwas üppiger ausfallen können. Mit dem Tastaturlayout dürften die meisten Anwender schnell klar kommen. Wichtige Sonderfunktionen, wie das Regulieren der Displayhelligkeit oder das Ein- und Ausschalten der Funkmodule, sind per FN-Kombination erreichbar.

Die Beschriftung ist kontraststark und kann durch die zweistufige Tastaturbeleuchtung verstärkt werden. Im Test hat die Tastaturmatte in der rechten Hälfte beim Tippen etwas nachgegeben. Besonders pingelige Vielschreiber könnte das stören. Ansonsten handelt es sich hier um eine sehr gute Tastatur mit gutem Druckpunkt, mittlerem Hub und angenehm zurückhaltendem Anschlagsgeräusch.

Touchpad & Pointstick

Das 100 x 54 mm große Touchpad verfügt über eine fühlbar angeraute Oberfläche, die aber immer noch gute Gleiteigenschaften aufweist. Nach etwas Eingewöhnung lässt sich hiermit flink und zielgenau über den Desktop navigieren. Mehrfingergesten werden unterstützt und die separat ausgeführten Touchpad-Tasten liefern ein sehr gutes Feedback.

Als alternative Eingabemethode verfügt das Dell Latitude 5490 noch über einen businesstypischen Pointstick. Dieser ist im Gegensatz zu Lenovos oder HPs Interpretationen an der Oberseite nach innen gewölbt und daher von der Bedienung her etwas gewöhnungsbedürftig. Nach einiger Zeit lässt sich dieses Modell aber genauso schnell und zielsicher bedienen wie die Konkurrenzmodelle.

Beim Drücken der dazugehörigen Eingabetasten stört die Kante der Handballenablage. Diese liegt auf einer Ebene mit den Tasten und zeigt sich beim Herunterdrücken als Daumen-Hindernis. Auch daran kann man sich gewöhnen, stellt aber für Kenner einen spürbaren Unterschied zu Lenovos oder HPs Pointstick-Lösungen dar.

Der Pointstick wie auch die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur sind nicht immer zwingend im Dell Latitude 5490 enthalten. Wer hierauf Wert legt, sollte bei vorkonfigurierten Geräten und im Dell Online-Konfigurator darauf achten.

Dell Latitude 5490

Dell Latitude 5490: Display

Dell führt in der Ausstattungsliste zum Dell Latitude 5490 drei verschiedene 14-Zoll-Bildschirmmodelle auf:

  • HD-TN-Display mit 1.366 x 768 Bildpunkten und entspiegelter Oberfläche (matt)
  • FullHD-IPS-Display mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten und entspiegelter Oberfläche (matt)
  • FullHD-IPS-Display mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten, eingebettetem Touchscreen und Truelife-Oberfäche (glänzend)

Alle drei Varianten werden in den technischen Daten des Benutzerhandbuchs mit einer maximalen Helligkeit von 220 cd/m² angegeben.

Helligkeit & Kontrast

Im Testgerät ist das FullHD-IPS-Panel ohne Touchfunktion, dafür aber mit matter Oberfläche verbaut. Die Blickwinkelstabilität ist sehr gut und offenbart lediglich aus ungewöhnlich spitzen Betrachtungswinkeln Kontrast- und Farbveränderungen. Die maximale Helligkeit beträgt beim Testsample 215 cd/m² in der Bildschirmmitte und entspricht damit fast der Herstellerangabe.

Warum die Herstellerangabe mit 220 cd/m²  vergleichsweise niedrig ausfällt, sich Dell hier also von Haus aus schon einschränkt, ist nicht wirklich ersichtlich. Zumal eine vergleichbare Variante des hier verbauten Chi Mei Panels im Acer Travelmate X3 über 280 cd/m² erreicht. Gerade bei einem mobilen Arbeitsgerät dieser Preisklasse sollte man als Anwender einen weitreichenden Regelbereich der Displayhelligkeit erwarten dürfen, um auf die vielfältigen Lichtsituationen unterwegs angemessen reagieren zu können.

Ergänzung vom 08.05.2018: Dell gibt hierzu auf Anfrage von Notebooks & Mobiles an, dass die Displayhelligkeit unter Berücksichtigung von Akkulaufzeit, Bildqualität und Preisgestaltung auf die Bedürfnisse von Office-Umgebungen abgestimmt ist.

Eine praxisgerechte Helligkeits-Einstellung dürfte beim Dell Latitude 5490 vor allem in hell erleuchteten Tagungsräumen oder unter freiem Himmel recht schwierig umzusetzen sein. Trotz matter Oberfläche kann man hier je nach Szenario von den eigentlichen Bildinhalten kaum noch was erkennen. Immerhin wird die Leuchtkraft im Akkubetrieb nicht noch weiter reduziert.

In den meisten Büros, wo man auch selber Einfluß auf die Beleuchtung hat, reicht die Displayhelligkeit dagegen vollkommen aus und kann sogar auf einen recht ergonomischen Wert von um die 150 cd/m² (Helligkeitsstufe 9) reduziert werden. Ansonsten zeigen sich die verschiedenen Helligkeitsstufen im Bereich von 14 cd/m² bis 66 cd/m² sehr dicht gestaffelt. Erst ab Helligkeitsstufe 7 werden die Sprünge etwas größer.

Dell Latitude 5490

Die Ausleuchtung des Bildschirms fällt mit 91 % sehr gut aus. Wolkenbildungen oder dominante Lichthöfe sind auch bei der subjektiven Betrachtung nicht zu erkennen. Lediglich schwache Lichthofansätze am unteren Displayrand werden in besonders dunklen Arbeitsumgebungen mit dunklen Bildinhalten sichtbar.

Der gemessene Schwarzwert beträgt bei maximaler Helligkeit 0,156 cd/m² und sorgt damit für einen ordentlichen Kontrast von 1.378:1. Das recht satte Schwarz macht sich insbesondere bei Filmen und Bildern positiv bemerkbar.

Farbraum & Farbgenauigkeit

Nicht profitieren können solche Inhalte von einem weitreichenden Farbumfang. Das Chi Mei Display stellt den sRGB-Farbraum lediglich zu 60 % dar. auch die Farbgenauigkeit fällt entsprechend schwach aus. Mit einer Profilierung durch ein Colorimeter kann man zwar einzelne Farbwerte und die Graustufenauflösung optimieren, mit einem durchschnittlichen DeltaE 2000 (Abweichung vom Ideal, je niedriger desto besser) von 5,5 ist an ein professionell farbtreues Arbeiten nicht zu denken.

Messwerte im Überblick
Display – Dell Latitude 5490 14,0-Zoll-IPS-Display, matt, 16:9, CMN14C9-N4YGV_140HCA
Auflösung 1.920 x 1.080 Bildpunkte, 157 ppi
minimale Helligkeit 14 cd/m²
ca. 150 cd/m²  Helligkeitsstufe 9 ( 155 cd/m²)
ca. 200 cd/m²  Helligkeitsstufe 10 ( 215 cd/m²)
maximale Helligkeit Displaymitte (profiliert) 215 cd/m² (199 cd/m²)
maximale Helligkeit Displaymitte Akku 215 cd/m²
Helligkeitsstufen Displaymitte 14-15-19-26-37-48-66-90-119-155-215 (in cd/m²)
Schwarzwert Displaymitte (profiliert) 0,156 cd/m² (0,188 cd/m²)
Ausleuchtung 91 %
sRGB-Farbraumabdeckung 60 %
Kontrast Displaymitte (profiliert) 1.378:1 (1.058:1)
mittleres DeltaE 2000 (profiliert) 5,5 (4,7)
maximales DeltaE 2000 (profiliert) 23,9 (23,9)
Helligkeitsregulierung durch Pulsweitenmodulation (PWM) mit 50.000 Hz bei Helligkeitsstufe 0 bis 6
Das Display wurde mit Portrait Displays Spectracal Calman Software vermessen und ausgewertet. Ausführlicher Artikel zu Calmans Farbanalyse-Software
Dell Latitude 5490: Leistung

Das Dell Latitude 5490 ist im Handbuch mit zahlreichen Ausstattungsmöglichkeiten aufgelistet. Neben dem im Testgerät verbauten Intel Core i7-8650U sind hierzulande weder Modelle mit der dedizierten Nvidia Geforce MX130 noch mit PCIe-Solid-State-Drives erhältlich.

Doch auch die aktuelle Auswahl kann schon überzeugen und ein ausreichend breites Spektrum an Konfigurationsmöglichkeiten bieten. Im Prozessorbereich hat man die Wahl zwischen einem Intel Core i5-7300U, einem Intel Core i5-8250U und einem Intel Core i5-8350U. Die Arbeitsspeicherausstattung variiert zwischen 8 und 16 GB DDR4 und als Massenspeicher kommen ausnahmslos SATA-Festplatten oder SATA-Solid-State-Drives zum Einsatz. Für die Grafikausgabe ist je nach Prozessor die Intel HD Graphics 620 oder die UHD Graphics 620 verantwortlich.

Prozessor – Intel Core i7-8650U

Der im Testgerät verbaute Intel Core i7-8650U ist hierzulande für das Dell Latitude 5490 noch nicht im Angebot. Dabei würde diese Variante dem mobilen 14-Zöller gut zu Gesicht stehen. Mit einem Maximaltakt von bis zu 4,2 GHz und der Fähigkeit 8 Threads gleichzeitig abarbeiten zu können, hat dieser Kaby-Lake-Refresh-Prozessor viel Dampf unter der Haube. Vor allem so wie Dell ihn im Latitude 5490 einsetzt. Die reguläre Thermal Design Power von 15 Watt ist hier auf 25 Watt angehoben und sorgt so auch in Dauerlastszenarien für eine angemessene Leistungsausbeute.

Beim Cinebench R15 erreicht der Intel Core i7-8650U 178 Punkte beim Single-Thread-Test und 722 Punkte beim Multi-Thread-Test. Damit ordnet sich die CPU bei kurzen Leistungsanforderungen auf dem Niveau des 45-Watt-Vierkerners Intel Core i7-7700HQ ein. Sehr gut!

Dieses hohe Niveau kann im Dauerlastbetrieb zwar nicht ganz gehalten werden, der Unterschied zum Intel Core i7-7700HQ hält sich mit knapp 1.000 Punkten aber in Grenzen. Zumal hier ein 25-Watt-Prozessor gegen einen 45-Watt-Prozessor antritt.

Dell Latitude 5490

Grafik – Intel UHD Graphics 620

Die im Prozessor integrierte Intel UHD Graphics 620 liefert zwar je nach Testsequenz ein paar fps mehr als die bisher getesteten UHD-Grafikeinheiten, einen tatsächlich spürbaren Mehrwert wird man daraus in der Praxis allerdings kaum generieren können.

Wichtig wäre beim Testgerät in jedem Fall den Arbeitsspeicher aufzurüsten, um den im Single-Channel-Modus laufenden 8-GB-RAM-Riegel durch ein zweites Modul den Betrieb im Dual-Channel Modus zu ermöglichen. Da die integrierte Grafikeinheit mangels eigenem Grafikspeicher auf die Performance des Arbeitsspeichers im Shared-Memory-Verfahren angewiesen ist, kann man durch diesen Schritt die Grafikleistung um 20 bis 30 Prozent steigern.

Ansonsten eignet sich die Intel UHD Graphics 620 für eine Vielzahl an Aufgaben. Sie kann bis zu 3 Displays gleichzeitig ansteuern, ist in der Lage 4k-UHD-Videomaterial ruckelfrei auszugeben und hat mit der Intel-Quick-Sync-Video-Technologie eine potente Konvertierungs-Engine an Bord. Nur mit Einschränkungen ist diese Lösung dagegen beim Spielen aktueller 3D-Titel oder im Bereich von 3D-Konstruktionsaufgaben zu gebrauchen.

Beim Cinebench R15 reicht es für 47 fps, beim Unigine Heaven Basic für 19 fps und den 3DMark-Cloud-Gate-Test beendet das Testsample mit 8.414 Punkten. Mit zweitem RAM-Riegel steigern sich die Ergebnisse auf 59 fps, 27 fps und 9.901 Punkte.

Massenspeicher – Micron 1100 M.2-SATA-SSD

Das Solid State Drive von Micron ist im M.2-Format ausgeführt und per SATA-Schnittstelle angebunden. Die Übertragungsraten erreichen im Test bis zu 466 MB/s beim sequentiellen Lesen und bis zu 437 MB/s beim sequentiellen Schreiben. Das subjektive Geschwindigkeitsgefühl ist gut und lässt bei vielen Alltagsaufgaben zunächst einmal kein schnelleres Laufwerk vermissen. Gegenüber den in den Basismodellen immer noch zu findenden konventionellen Festplaten sicherlich die bessere Alternative.

M.2-PCIe-Laufwerke können im Dell Latitude 5490 natürlich ebenfalls verwendet werden, nutzen laut Benutzerhandbuch aber nur 2 PCIe-Lanes. Das limitiert die maximale Übertragungsrate bei etwa 2.000 MB/s und bremst aktuelle Spitzenmodelle aus.

Dell Latitude 5490

Systemleistung

Die Systemleistung des Dell Latitude 5490 fällt sehr gut aus, bietet aber auch noch einige Optimierungsmöglichkeiten. Wie bereits im Kapitel Grafik angesprochen, sorgt ein zweiter RAM-Riegel für die Aktivierung des Dual-Channel-Modus. Durch diese Ergänzung wird dann nicht nur die Speicherleistung, sondern auch die Grafikleistung optimiert. Weiteres Potential steckt im Massenspeicherbereich wo PCIe-SSDs nochmals messbare Vorteile bringen können. So wie das Testgerät geliefert wurde, erreicht es beim PCMark 8 Home bereits gute 3772 Punkte.

Dell Latitude 5490Benchmarkergebnisse im Überblick
Dell Latitude 5490 8 GB RAM & SATA-SSD
Prozessor  Single-Core  Multi-Core
Cinebench R15 64 bit 178 cb 722 cb
Geekbench 3.3.0 64 bit 4.007 Punkte 15.127 Punkte
Geekbench 4.0 64 bit 4.749 Punkte 14.306 Punkte
System Single-Core Multi-Core
PCMark 8 Home (Akku) 3.772 Punkte (3.486 Punkte)
PCMark 10
Massenspeicher Lesen Schreiben
Crystal Disk Mark 466 MB/s 437 MB/s
Grafik HD Basic HD+ Extreme
Unigine Heaven 4.0 19 fps 5 fps
Cinebench R15 OpenGL 47 fps
3DMark Cloud Gate 8.414 Punkte
3DMark Firestrike 982 Punkte
3DMark Time Spy 401 Punkte
Dell Latitude 5490: Emissionen
Betriebsgeräusch

Das Kühlsystem des Dell Latitude 5490 ist sehr gut auf die Anforderungen des Notebooks abgestimmt. Der Lüfter agiert nur, wenn er auch wirklich benötigt wird. Bei wenig Last läuft das Testgerät quasi lautlos. Hin und wieder hört man mal ein leises Lüfterrauschen, das etwas warme Luft aus dem Gehäuse heraus befördert. Mit einem Schalldruckpegel von maximal 30,4 dB(A) ist das jedoch nur in leisen Arbeitsumgebungen wahrnehmbar.

Emissionen – Dell Latitude 5490 Schalldruckpegel
Leerlauf (Energiesparmodus, minimale Displayhelligkeit) Lautlos
Büro (PCMark 8 Battery Test, 215 cd/m², ausbalanciert) Lautlos – 39,6 dB(A)
WLAN-Streaming (215 cd/m², ausbalanciert) Lautlos – 30,4 dB(A)
Unigine Heaven 42,9 dB(A)
Geekbench Stresstest 43,4 dB(A)
Stresstest (maximale Displayhelligkeit) 43,4 dB(A)

Kurze Lastphasen kann das Dell Latitude 5490 ohne eine

Veränderung der Lüfterdrehzahl wegstecken. Nehmen diese zu oder dauern länger an, so intensiviert das Kühlsystem seine Tätigkeit und erzeugt je nach Umfang einen Schalldruckpegel von 32,7 bis 39,6 dB(A). Unter Dauerlast von CPU und GPU erhöht sich dieser Wert auf maximal 43,4 dB(A). Das kann auf Dauer schon störend wirken, sorgt aber für eine ausreichende Kühlung des Prozessors.

Einfluß auf das Lüfterverhalten kann man über Dells Power Manager ausüben. Hier hat man neben der optimierten Grundeinstellung noch die Optionen Kühlen, Ruhig oder Ultra-Leistung zur Verfügung. Je nach Auswahl und Aufgabe muss man bei Nutzung jedoch mit einer abweichenden Leistungsfähigkeit rechnen.

Das Testgerät hat im Test keine hörbaren Elektronikgeräusche, hochfrequente Töne oder sonstige Einschränkungen beim Betriebsgeräusch gezeigt.

Dell Latitude 5490

Oberflächentemperaturen

Dank der konsequenten Kühltätigkeit bleibt das Dell Latitude 5490 auch mit dem leistungsstarken Intel Core i7-8650U an der Gehäuseoberfläche immer ausreichend kühl. Der nach über 1 Stunde Stresstest gemessene Maximalwert von 46,0 °C am zentralen Unterboden ist weit vom kritischen Bereich entfernt. Einschränkungen sind hier nicht zu erwarten.

Dell Latitude 5490: Stromverbrauch
Leistungsaufnahme

Die gemessene Leistungsaufnahme bewegt sich im Bereich zwischen 1,1 Watt (Display aus, Energiesparmodus, Leerlauf, Funkmodule aus) und 49,2 Watt bei kurzen Lastspitzen (maximale Leistungsfähigkeit, maximale Displayhelligkeit, Funk an, Stresstest). Bei vielen Aufgaben ist das Testsample in der Lage mit deutlich unter 10 Watt auszukommen.

Im Leerlauf benötigt die Testkonfiguration mit maximaler Displayhelligkeit und eingeschalteten Funkmodulen gerade mal 5,2 Watt. Beim WLAN-TV-Streaming muss man mit um die 9 Watt rechnen. Unter realen Lastbedingungen sind auch schon mal 30 bis 45 Watt drin. Das Netzteil ist mit einer Nennleistung von 65 Watt spezifiziert und damit mehr als ausreichend dimensioniert.

Energieverbrauch – Dell Latitude 5490 Leistungsaufnahme Akkulaufzeit
Leerlauf (Energiesparmodus, Display aus) 1,1 Watt
Leerlauf (Energiesparmodus, minimale Displayhelligkeit) 2,8 Watt
Leerlauf (Energiesparmodus, maximale Displayhelligkeit) 5,3 Watt
Büro (PCMark 8 Battery Test, 215 cd/m², ausbalanciert) 5,8 – 30,0 Watt 5:29 h
WLAN-Streaming (215 cd/m²) 8,3 – 9,3 Watt 10:23 h
Stresstest Geekbench & Unigine Heaven 49,2 – 43 Watt
Laden 2:13 h
68-Wh-Lithium-Polymer-Akku (intern), 65-Watt-Netzteil
Akkulaufzeiten

Der im Testgerät integrierte 68-Wh-Akku bietet eine für diese Geräteklasse gute Kapazität und trägt neben der niedrigen Leistungsaufnahme einen wichtigen Teil zu den erzielbaren Akkulaufzeiten bei. Diese fallen mit 10:23 Stunden beim WLAN-TV-Streaming und 5:29 Stunden beim PCMark-Battery-Test sehr gut aus. Mit diesem Arbeitsgerät einen ganzen Arbeitstag abzudecken ist somit gut möglich. Im Akkubetrieb muss man je nach Aufgabe bei Last allerdings mit einer Leistungsreduzierung von etwa 10 Prozent und mehr rechnen.

Erweitern kann man die Akkukapazität bei Bedarf durch Dells externen Power Companion (18.000 mAh) – PW7015L. Sicherlich für so manchen Nutzer ein willkommenes Zubehörteil. Mit einem aktuellen Preis von etwa 150 Euro brutto ist das allerdings kein günstiger Spaß. Zudem dürfte das zusätzliche Gewicht von 417 Gramm nicht in jedes Mobilitätskonzept passen.

Dell Latitude 5490: Fazit

Das Dell Latitude 5490 stellt ein insgesamt gutes Dell Latitude 5490Business-Laptop mit durchdachtem Aufbau und zahlreichen Funktionen dar. Besonders gut gefallen hier die üppige Schnittstellenvielfalt, die vielschreibertaugliche Tastatur, die komfortablen Wartungsoptionen, der lange Garantiezeitraum, die potente Systemleistung, die hohe Dauerlaststabilität und die ausdauernden Akkulaufzeiten.

Dass Dells Latitude 5490 stets einen kühlen Kopf behält und sein Betriebsgeräusch erst dann steigert, wenn die Kühlleistung auch benötigt wird, spricht für das solide Leistungs- und Kühlkonzept. Ebenfalls nicht vergessen hat Dell besonders sicherheitsbedürftige Kunden. Diese werden mit zahlreichen Sicherheitskomponenten und wichtigen Zertifizierungen bedacht.

Weniger gelungen fällt dagegen das Display aus. Dieses liefert zwar gute Grundeigenschaften, erreicht aber bei der maximalen Helligkeit und bei der Farbdarstellung nicht unbedingt das erwartete Niveau. Gerade in hellen Arbeitsumgebungen oder beim Einsatz unter freiem Himmel sind Bildinhalte meist nur noch schwer zu erkennen. Ob es sich hierbei um ein Ausschlußkriterium handelt oder doch noch toleriert werden kann, dürfte je nach Anforderungskatalog individuell unterschiedlich bewertet werden.

Dell Latitude 5490Ansonsten gibt es am Dell Latitude 5490 nicht wirklich viel zu bemängeln. Lediglich die auf maximal 5 Mbit/s limitierten USB-Schnittstellen, die mäßige Soundqualität der Lautsprecher oder das nicht in allen Bereichen ganz so stabile Gehäuse fallen noch auf.

Unter dem Strich überzeugt das Gesamtpaket dank seiner zahlreichen Positiveigenschaften in Kombination mit der fairen Preisgestaltung, was nicht nur im Businessbereich für entsprechenden Anklang sorgen sollte.

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Tobias Winkler

Neben zahlreichen Artikeln, die ich seit 2009 für Notebookjournal, PRAD und Notebookcheck verfasst habe, setze ich nun beim Projekt Notebooks & Mobiles meine eigenen Vorstellungen von einer Testplattform um. Ich habe Spaß am Schreiben, an mobiler Technik und allem was dazugehört.

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