Schulmaterial – Neue Convertibles von HP und Lenovo

Schulstart. HP und Lenovo erneuern ihre 11-Zoll-Schüler-Laptops im Convertible-Format und machen sie so für das kommende Schuljahr fit.

HPs ProBook X360 11 G5 und Lenovos ThinkPad Yoga 11e G6 sind flexibel ausgelegte Convertibles die im harten Schulalltag bestehen sollen. Robuste Gehäuse, praxisgerechte Schnittstellen und vielfältige Eingabemöglichkeiten stehen hier genauso auf der Agenda wie lange Akkulaufzeiten oder ein lautloser Betrieb.

Obwohl "sich beide Konzepte in vielerlei Hinsicht ähneln, so sind dennoch einige nicht unwichtige Unterschiede feststellbar.

Schüler-Convertibles

CPU-Ausstattung

Während Lenovo bei der CPU-Ausstattung nun auf Intel Core Prozessoren der 8. Generation setzt, macht HP den bereits beim HP ProBook X360 11 G4 vollzogenen Schritt wieder rückgängig und verwendet wieder Intel-Pentium- und Intel-Celeron-CPUs. Ob das an nicht lieferbaren 7-Watt-CPUs der Comet-Lake-Y-Generation liegt, oder hier einfach Kostengründe ausschlaggebend sind, ist nicht bekannt.

Immerhin setzt HP auch Modelle der Gemini-Lake-Refresh-Serie ein, die laut Datenblatt offensichtlich aber nicht ihr volles Taktpotential ausschöpfen dürfen.

HDMI 2.0a, HDMI 1.4b oder DisplayPort

Ansonsten überrascht HP mal wieder mit einem HDMI 2.0a im Datenblatt, obwohl die genannten Grafikeinheiten diesen Standard überhaupt nicht unterstützen. Dieser Fehler ist schon in den Dokumenten zum Vorgänger aufgetreten und könnte fast schon als mutwillige Fehlinformation gedeutet werden. Hochauflösende 4k-UHD-Displays sind also auch weiterhin nicht mit 60 Hz ansteuerbar.

In diesem Punkt hat Lenovo zwar theoretisch die Nase vorn, hätte die Umsetzung allerdings nicht praxisferner abwickeln können. Der eine USB-C-Anschluss den das Lenovo ThinkPad Yoga 11e besitzt, unterstützt nicht nur den DisplayPort-Standard (3.840 x 2.160 Bildpunkte @ 60 Hz), sondern muss auch für die Stromversorgung herhalten. Mit angeschlossenem Netzteil ist diese Schnittstelle somit blockiert und kann ohne zusätzliche Hardware nicht für die Bildübertragung an externe Monitore verwendet werden.

Da dieser Nachteil auch bei den E-Serie-ThinkPads, wie dem Lenovo ThinkPad E14 auftritt, scheint hierüber eine modellpolitische Abgrenzung zu höher positionierten Geräten zu erfolgen.

Wie auch beim HP ProBook X360 11 G5 bleibt, abgesehen vom Akkubetrieb, im Ergebnis lediglich der HDMI 1.4 übrig. Bei einer Auflösung von 3.820 x 2.160 Bildpunkten ist bei dieser Schnittstelle die Bildwiederholrate auf 30 Hz beschränkt. Somit ist auch die theoretische Möglichkeit des ThinkPad Yoga 11e zusätzlich bis zu 2 externe Displays betreiben zu können, lediglich im Mobilbetrieb möglich.

Schüler-Convertibles

Ausstattung

Die weiteren Ausstattungsdetails zeigen sich bei beiden Schüler-Convertibles nahezu identisch. 720p-Front- und 5-MP-Heckkamera, MicroSD-Speicherkarten-Lesegerät, spiegelnde HD-IPS-Multi-Touch-Bildschirme mit Digitizer-Funktion, MIL-STD-810G, spritzwassergeschützte Tastatur und 48-Wh-Akkus die Laufzeiten von bis zu 15 Stunden ermöglichen sollen.

Wie abgesprochen scheinen beide Hersteller auch das Unnötige gleich einzuschätzen: Nutzer finden kein Fingerabdruck-Lesegerät, keine Infrarot-Kamera und keine Tastaturbeleuchtung vor.

Displays

Beide 11,6-Zoll-Convertibles kommen mit HD-Auflösung (1.366 x 768 Bildpunkte) die für eine ausreichend feine Punktdichte von 136 ppi sorgen. Warum HP zusätzlich zum IPS-Panel auch noch eine TN-Alternative anbietet, ist nicht wirklich nachvollziehbar. Gerade bei diesem Gerätekonzept mit wechselnden Modi und wechselnden Einblickwinkeln ist eine eingeschränkte Blickwinkelstabilität mehr als kontraproduktiv.

Laut Datenblatt soll HPs IPS-Display eine maximale Helligkeit von 220 cd/m² abliefern und 50 % des NTSC-Farbraums abdecken. Das Lenovo Modell leuchtet mit 250 cd/m² etwas heller, muss dafür aber mit 45 % Farbraumabdeckung auskommen. In der Praxis dürften das vermutlich keine relevanten Unterschiede sein.

Interessanter ist da schon eher Lenovos Versprechen, dass die Gorilla-Glass-Oberfläche problemlos auch Eingaben von HB-Bleistiften entgegen nehmen kann, ohne dabei zu verkratzen.

Preise & Verfügbarkeit

Die Datenblätter zu beiden Modellen sind bereits verfügbar. Zu den Preisen und Lieferzeiten gibt es dagegen noch keine Informationen. Die einschlägigen Online-Händler führen die Convertibles noch nicht. Rechtzeitig zum nächsten Schuljahr sollten die Geräte aber erhältlich sein.

Auszug der technischen Daten
HP ProBook X360 11 G5 Lenovo ThinkPad Yoga 11e G6
HD-SVA-Multitouch-Display (TN)/ HD-UWVA-Multitouch-Display (IPS) HD-IPS-Multitouch-Display
Intel Pentium Silver N5030/ N5000, Celeron N4120/ N4100/ N4020/ N4000 Intel Core m3-8100Y/ Core i5-8200Y
UHD Graphics 600/ 605 UHD Graphics 615
4 GB – 8 GB DDR4-2400 4 GB – 8 GB LPDDR3-1866
bis zu 256 GB PCIe-SSD M.2-2242-PCIe-SSD
Wi-Fi 5/ Wi-Fi 6, Bluetooth 5.0/ Gb-Ethernet Wi-Fi 5/ Wi-Fi 6, Bluetooth 4.2/ 5.0
USB 3.1 Gen.1 Typ A/ USB 3.1 Gen.1 Typ C (Power Delivery, Datentransfer) USB 3.1 Gen.1 Typ A/ USB 3.1 Gen.1 Typ C (Power Delivery, DisplayPort)
Digitizer, HP Pro Pen Digitizer, ThinkPad Pen Pro
Netzanschluss separat Stromversorgung über USB C
48-Wh-Akku 48-Wh-Akku
ca. 1,45 kg ca. 1,41 kg
Datenblatt PSREF
1 Jahr Herstellergarantie 1 Jahr Herstellergarantie
Preise/ Verfügbarkeit unbek. Preise/ Verfügbarkeit unbek.

Quellen: HP, Lenovo, eigene

 

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Tobias Winkler

Neben zahlreichen Artikeln, die ich seit 2009 für Notebookjournal, PRAD und Notebookcheck verfasst habe, setze ich nun beim Projekt Notebooks & Mobiles meine eigenen Vorstellungen von einer Testplattform um. Ich habe Spaß am Schreiben, an mobiler Technik und allem was dazugehört.

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