Lenovo ThinkPad E590 (i3-8145U) im Test

Einsteiger-Referenz. Das Lenovo ThinkPad E590 überführt die durchweg gelungene E-Serie Lenovos in ein neues Modelljahr und gefällt mit einer willkommenen Evolution.

Das Lenovo ThinkPad E580 hat im letzten Jahr einen besonders guten Eindruck hinterlassen. "Hier handelt es sich zwar nicht um ein ausgewiesenes Premium-Gerät mit bester Leistungsfähigkeit, üppigster Ausstattung oder besonders innovativen Funktionen, kann dafür aber mit einem überdurchschnittlich guten Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen, das in vergleichbarer Weise bei der Konkurrenz kaum zu finden ist.

Die Fußstapfen des Lenovo ThinkPad E580 sind also nicht gerade klein und verlangen von einem möglichen Nachfolger einiges ab.

Das Lenovo ThinkPad E590 ist nun seit Anfang Januar verfügbar und gefällt bereits auf dem Datenblatt mit wichtigen Kern-Eigenschaften. Optik, Eingabegeräte, Leistungsausstattung und Schnittstellenangebot entsprechen einerseits dem gewohnten E-Klassen-Niveau, zeigen andererseits aber auch willkommene Details die das Gesamtpaket weiter verbessern.

Dazu gehören ein leistungsfähigeres WLAN-Modul, eine verbesserte dedizierte Grafikeinheit (nur Topmodell) und aktualisierte CPUs der Whiskey-Lake-Familie. Das Gehäuse hat Lenovo dagegen augenscheinlich unverändert gelassen, was dank der gelungenen Vorgänger-Basis auch nicht wirklich nötig gewesen wäre.

Lenovo ThinkPad E590

Lenovo ThinkPad E590: Preise & Konfigurationen

Der Einstieg in die Serie beginnt in Lenovos Online Shop derzeit bei 589 Euro und beinhaltet dann einen Intel Core i3-8145U mit Intel UHD Graphics 620, 8 GB DDR4-RAM, ein 128-GB-Solid-State-Drive und ein HD-TN-Display mit einer Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten. Windows 10 ist bei einer Konfiguration im Shop immer mit dabei.

Das Testgerät entspricht weitestgehend der Einstiegskonfiguration, verfügt aber zusätzlich über das empfehlenswerte FullHD-IPS-Display, eine Tastaturbeleuchtung und ein 256-GB-Solid-State-Drive. Der Kaufpreis steigt durch diese Upgrades gerade mal auf sehr faire 638 Euro.

Am anderen Ende der Skala findet man das Topmodell zu einem Basispreis von 1.129 Euro. Hier ist dann fast schon alles enthalten, was Lenovo für die Serie so anbietet. Intel Core i7-8565U, AMD Radeon RX 550X, 512-GB-SSD, FullHD-IPS-Display, Tastaturbeleuchtung, 16 GB DDR4-RAM und Windows 10 Pro.

Hier könnte man noch den Arbeitsspeicher auf 32 GB erhöhen, eine zusätzliche konventionelle 1-TB-Festplatte einbauen lassen, kostenlos zur silbernen Gehäusefarbe wechseln und den Garantiezeitraum auf 4 Jahre mit Vor-Ort-Service erweitern. Der dadurch erzwungene Gerätepreis von gut 1.603 Euro lässt sich ansonsten nur noch durch zusätzliche Services oder Zubehör steigern.

Lenovo ThinkPad E590: Auszug der technischen Daten
Model Lenovo ThinkPad E590
Herstellernummer 20NB-CTO1WW
Preis ca. 640 Euro Lenovo Online Shop
Farbe Business-Schwarz (Testgerät) oder Silber (nur bestimmte Konfigurationen)
Prozessor Intel Core i3-8145U, 2 Kerne (4 Threads), 2,1 GHz – 3,9 GHz, 4 MB SmartCache, 15 Watt TDP
Grafik Intel UHD Graphics 620
Arbeitsspeicher 8 GB DDR4-2666-RAM, Single-Channel, 1 Slot frei
Massenspeicher Toshiba (KBG30ZMT256G), M.2-PCIe-SSD mit 256 GB (M.2 2242), gesteckt
Display 15,6-Zoll-IPS-Display, Auflösung: 1.920 x 1.080 Bildpunkte, mattiert, 16:9, 141 ppi, LEN40BA, B156HAN02.1
Betriebssystem & Software Windows 10 Home 64 bit
BIOS-Version ROYET26W (1.09)
Anschlüsse & Erweiterung 1 x USB 3.1 Gen.1 (Typ C, DisplayPort, Stromversorgung, 5 Gbit/s), 2 x USB 3.1 Gen.1 Typ A (5 Gbit/s),  1 x USB 2.0 Typ A, 1 x 3,5-mm-Klinke Audio in/out, MicroSDXC-Speicherkarten-Lesegerät (UHS-I)
Kommunikation Intel Wireless-AC 9260 2 x 2, Bluetooth 5.0, Dual-Array-Mikrofon, HD-720p-Webcam, Gigabit-Ethernet RTL8168/8111
Sensoren
Audio Conexant CX11880 – High Definition Audio Controller, 2 x 2-Watt-Stereo-Lautsprecher
Eingabegeräte Chiclet-Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung (2-stufig), Touchpad, Trackpoint
Sicherheit Bios- und Systempasswörter, TPM 2.0, Kabel-Schloss-Vorbereitung, Fingerabdruck-Lesegerät (nicht serienmäßig)
Batterie & Stromversorgung 45-Wh-Lithium-Ionen-Akku (intern), 65-Watt-Netzteil
Zubehör
Abmessungen & Gewicht 369 (B) x 252 (T) x 20 (H) mm, Testgewicht 1,91 kg & Netzteil 340 g
Herstellergarantie 1 Jahr Herstellergarantie mit Abhol- und Rücksendeservice (Bring in)
Leihsteller Privater Leihsteller
Informationen zum Testgerät Produktseite, Handbuch, HMM
Lenovo ThinkPad E590: Garantie

Die Herstellergarantie der E-Serie beträgt wie gehabt 12 Monate. Wer hier die Absicherung verlängern oder erweitern möchte, bekommt eine üppige und preislich attraktive Auswahl angeboten. Eine Verlängerung auf 4 Jahre Basis-Garantie kostet zum Beispiel etwa 158 Euro und 4 Jahre Vor-Ort-Garantie schlagen mit knapp 235 Euro zu Buche. In diesem Bereich hat Lenovo die Preise sogar leicht gesenkt.

Lenovo ThinkPad E590: Gehäuse

Das Lenovo ThinkPad E590 ist ein mit 1,91 kg Testgewicht leichtes und dennoch insgesamt stabiles und verwindungssteifes 15,6-Zoll-Notebook. Mit Kraft lassen sich zwar sowohl der Bildschirmdeckel wie auch die Basiseinheit mutwillig verformen, dennoch zeigt sich das Gesamtpaket im Klassenvergleich überdurchschnittlich robust. Die Handballenablage liegt fest auf, das große Displayscharnier packt ordentlich zu und die Tastatur wippt nur minimal nach. Laut PSREF (Platform Specifications Reference) erfüllt das Lenovo ThinkPad E590 den MIL-STD-810G-Standard.

Nach wie vor beibehalten hat Lenovo die in der Farbe Silber erhältliche Gehäuseoption, die das traditionelle grau-schwarze Business-Design ergänzt. Ob man dies als erfrischend andere Alternative einstuft oder doch lieber zur bekannten ThinkPad-Optik greift, dürfte individuell höchst unterschiedlich bewertet werden. Rein objektiv hat sich das silberfarbene Gehäuse in den bisherigen Tests jedenfalls deutlich weniger anfällig für Fingerabdrücke oder Staubablagerungen gezeigt.

Da Lenovo hier das gleiche Gehäuse wie beim Lenovo ThinkPad E580 verwendet, hat sich auch an den fehlenden Wartungsklappen nichts geändert. Um an die intern verbauten Komponenten zu gelangen, muss man die gesamte Bodenplatte entfernen, die nicht nur mit 9 Schrauben, sondern zusätzlich noch mit zahlreichen Kunststoffnasen am Restgehäuse arretiert ist.

Neben der Möglichkeit beim Öffnen die eine oder andere sichtbare Macke im weichen Kunststoff zu hinterlassen, läuft man darüber hinaus immer auch Gefahr, eine der filigranen Kunststoffnasen abzubrechen. Hinweise zum Vorgehen bei möglichen Wartungs- und Aufrüstarbeiten findet man wie gewohnt im Hardware Maintenance Manual. Vor möglichen Eingriffen sollte man sich über die gültigen Garantiebedingungen informieren.

Lenovo ThinkPad E590: Ausstattung
Schnittstellen

Die im Lenovo ThinkPad E590 verbauten Anschlüsse decken eine praxisgerechte Auswahl wichtiger Standards ab: USB 3.1 Gen.1 Typ-C mit DisplayPort- und Ladefunktion, USB 3.0 Typ A, HDMI 1.4b, Gigabit-Ethernet und ein 3,5-mm-Klinke-Port.

Die Verwendung des kleineren MicroSD-Format beim Speicherkarten-Lesegerät wirkt sich bei der Handhabung einerseits zwar etwas unpraktisch aus, andererseits muss man heutzutage allerdings schon froh darüber sein, wenn überhaupt noch ein Speicherkarten-Lesegerät eingesetzt wird. Eine fummeligere Handhabung, geringere Kapazitäten und Geschwindigkeiten sowie der vermehrte Einsatz von Adaptern muss hier in Kauf genommen werden.

Ebenfalls mit Einschränkungen verbunden ist die Stromversorgung über den USB Typ C. Einen proprietären Lade-Anschluss gab es bereits beim Vorgänger nicht mehr. Ohne Schnittstellenadapter, Energie spendenden Monitor oder Dockingstation kann die DisplayPort-Funktion im Netzbetrieb nicht genutzt werden. Das hätte man möglicherweise auch cleverer lösen können. Ein optisches Laufwerk ist im Lenovo ThinkPad E590 nicht verbaut und müsste bei Bedarf durch ein externes Modell ersetzt werden.

Die Positionierung der Anschlüsse ist gelungen und zeigt bei der Handhabung keine negativen Auswirkungen. Die Abstände fallen praxisgerecht aus und angeschlossenen Kabeln oder Peripheriegeräten kommt man beim Hantieren kaum in die Quere. Auf der linken Seite liegen die beiden USB-Typ-A-Buchsen dicht genug beieinander, um auch Geräte mit Y-Kabel (zum Beispiel externe DVD-Brenner) nutzen zu können.

Schnittstellenperformance

Externe UHD-Displays (bis zu 4.096 x 2.304 Bildpunkte) können mit 60 Hz über den displayportfähigen USB Typ C angesteuert werden. Beim daneben liegenden HDMI 1.4b sind bei gleicher Auflösung dagegen nur 30 Hz möglich, was bei sich schnell bewegenden Bildinhalten leichte Schlieren verursacht.

Am Speicherkarten-Lesegerät hat Lenovo keine offensichtlichen Veränderungen vorgenommen. Es arbeitet nach dem UHS-I-Standard und verschiebt Daten mit bis zu 86 MB/s. Schnelle UHS-II-Medien werden hier spürbar ausgebremst.

Entgegen den Angaben im Product Specifications Reference zum Lenovo ThinkPad E590 ist keine Veränderung bei den Fähigkeiten der USB-C-Buchse festzustellen. Den Testergebnissen nach handelt es sich hier weiterhin um USB-3.1-Gen.1, was die Übertragungsraten bei theoretischen 5 Gbit/s limitiert. Sandisks Extreme 900 Portable SSD (480 GB) erreicht zum Beispiel maximal 406 MB/s. An echten USB-3.1-Gen.2-Anschlüssen sind mit diesem Laufwerk bis zu 800 MB/s möglich.

Lenovo ThinkPad E590

Schnittstellenperformance
Lenovo ThinkPad E590 Transferraten in MB/s
Speicherkarten-Lesegerät, Lexar Professional UHS-II 1000x (MicroSD 32 GB) 86 Lesen/ 54 Schreiben
USB 3.1 Gen. 1 Typ A, Samsung Portable SSD T3 (250 GB) 440 Lesen/ 420 Schreiben
USB 3.1 Gen. 1 Typ C, Sandisk Extreme 900 (480 GB) 341 Lesen/ 406 Schreiben
Ansteuerung Viewsonic VP 2780-4k 3.840 x 2.160 @ 60 Hz ja mit DisplayPort-Kabel/-Adapter
Latenzen: Testlaufzeit 13 Minuten 733 µs
Maximale Lautstärke Audio (Pink Noise Datei) 72,6 dB(A)
Subjektive Audioqualität Blechern, höhenlastig, wenig Mitten & Bässe
Maximale unterbrechungsfreie Bluetooth-Reichweite mit JBL Flip 4 20 m
Erreichbarkeit BIOS F2
Erreichbarkeit Bootmenü F12
Kommunikation

Eine standardmäßig willkommene Verbesserung zeigt sich bei dem eingesetzten WLAN-Modul. Hier kommt nun Intels Wireless-AC 9260 WLAN (2×2) inklusive Bluetooth 5.o zum Einsatz von dem man eine deutlich bessere Performance, als vom Wireless-AC 3165 (1×1) des Vorgängers erwarten darf.

Ergänzt wird die Kommunikationsausstattung durch eine Standard-720p-Webcam. Ein Think-Shutter wie auch ein mobiles Breitbandmodul sind nach wie vor nicht verfügbar. Spätestens hier zeigt sich die Abgrenzung zu den exklusiver positionierten Modellen der L- und T-Serien.

Lenovo ThinkPad E590

Das im Testgerät integrierte WLAN-Modul Intel Wireless-AC 9260 liefert im Testzeitraum eine gute Geschwindigkeit und Reichweite. Alternativ ist im PSREF (Product Specification Reference) noch ein weiteres WLAN-Modul von Realtek (RTL 8822BE 2×2 mit Bluetooth 4.2) aufgeführt. Im Online-Konfigurator ist es derzeit allerdings nicht auswählbar.

Lenovo ThinkPad E590

Audio

Die Soundqualität der beiden 2-Watt-Stereoboxen fällt recht dürftig aus. Blechern, höhenlastig, mit wenig Mitten und Bässen reicht es hier lediglich für Basisansprüche. Die Maximallautstärke ist auf 72,6 dB(A) begrenzt (Pink-Noise-Datei). Externe Lösungen können zum Beispiel per 3,5-mm-Klinke, USB oder Bluetooth angebunden werden. Einen besonders guten Eindruck hat die Outdoorbox JBL Flip 4 in den bisherigen Tests hinterlassen.

Lenovo ThinkPad E590

Im Gegensatz zum Lenovo ThinkPad E580 treten beim Lenovo ThinkPad E590 in der Testkonfiguration deutlich niedrigere Latenzen auf. Das Tool LatencyMon zeigt nach 13 Minuten Testdauer maximal 733 µs an. Damit bleibt das Testgerät weit genug von der kritischen Grenze bei 1.000 µs entfernt.

Beim Arbeiten im Echtzeit-Audiobereich sollten daher keine Aussetzer, Knackgeräusche, Synchronisationsfehler oder sonstige Beeinträchtigungen auftreten. Netzwerkadapter oder Akku mussten für dieses Ergebnis nicht deaktiviert werden, was hier auf eine aktuell ausgereifte Treibersituation schließen lässt.

Sicherheit

Neben den üblichen Passwortsicherungen auf BIOS- Bild Lenovo: Lenovo ThinkPad E590und Systemebene und einem TPM-2.0-Chip ist das Testgerät mit einem Fingerabdruck-Lesegerät ausgestattet. Dieses Ausstattungsmerkmal kann bei anderen Konfigurationen fehlen und gehört nicht zwingend zum Standard-Lieferumfang.

Ein Smartcard-Lesegerät oder NFC sind für die E-Serie der ThinkPads nicht erhältlich. Eine spannende Ergänzung für die Absicherung der eigenen Daten könnten Lenovos externe Secure Hard Drives darstellen. Als Besonderheit bieten diese Festplatten eine AES-256-bit-Verschlüsselung der Daten, deren Freigabe wiederum über einen integrierten Ziffernblock erfolgt.

Lenovo ThinkPad E590

Lenovo ThinkPad E590: Eingabegeräte
Tastatur

Die ThinkPad-Tastatur mit separatem Nummernblock kommt im bekannten Format und überzeugt mit normal großen Tasten im 19-mm-Raster. Druckpunkt, Anschlagverhalten und Geräuschentwicklung fallen insgesamt sehr gut aus. Beim Schreiben wippt die Tastaturmatte des Testgeräts in der Mitte minimal nach. Dieser Effekt wirkt sich aber recht gering aus und dürfte von den meisten Vielschreibern problemlos toleriert werden.

Das typische Lenovo-Tasten-Layout hat einige Besonderheiten wie die vertauschten Strg- und FN-Tasten oder die in der unteren Reihe platzierte Druck-Taste zu bieten. Das ist für Umsteiger gewöhnungsbedürftig und erfordert beim Arbeiten mit „normalen“ Tastaturen immer wieder ein Umdenken. „Strg“ und „FN“ können von den Funktionen her im BIOS getauscht werden. Ansonsten gefallen die großen Pfeiltasten und die praxisgerecht zusammengestellten Sonderfunktionen.

Die optional erhältliche Tastaturbeleuchtung kostet im Online-Konfigurator zum Testzeitpunkt knapp 18 Euro extra. Auch hier hat Lenovo den Preis um ein paar Euro gesenkt (Vormals 22 Euro). Im selbst zusammengestellten Testgerät ist sie verbaut und erhöht nicht nur in dunklen Arbeitsumgebungen den Schreibkomfort.

Bei den Tastaturen ohne Hintergrundbeleuchtung bringt Lenovo wie schon bei den früheren Modellen der E-Serie zum Ausgleich eine leicht fluoreszierende Tastaturbeschriftung auf. Diese kann zwar nicht den gleichen Effekt wie die Tastaturbeleuchtung erzielen, stellt aber einen deutlich besseren Lösungsansatz als bei Tastaturen mit der sonst üblichen Standardbeschriftung dar.

Touchpad & Trackpoint

Das Touchpad verfügt über eine angenehm große Eingabefläche von 100 x 68 mm und ist mit integrierten Touchpad-Tasten als Clickpad ausgeführt. Die Gleiteigenschaften der Touchoberfläche sind sehr gut und nehmen Eingaben zuverlässig an. Auch die an der vorderen Kante integrierten Tastenbereiche funktionieren gut. Einstellungen können über die Windows-Touchpad-Einstellungen vorgenommen werden, der Synaptics-Touchpad-Treiber bietet hierfür keine Optionen.

Die oberhalb des Touchpads positionierten Eingabetasten gehören zum obligatorischen Trackpoint. Dieser zählt bei den ThinkPad-Serien zum guten Ton und stellt eine gelungene Alternative oder Ergänzung zur Touchpad- oder Mauseingabe dar. Die Steuerung erfolgt präzise und schnell, erfordert für Einsteiger aber ein wenig Eingewöhnungszeit. Wer für dieses Gimmick keine Verwendung hat, kann es kurzer Hand in Lenovos Vantage-Tool deaktivieren.

Lenovo ThinkPad E590

 

Lenovo ThinkPad E590: Display

Lenovo bietet das ThinkPad E590 mit zwei verschiedenen Bildschirmoptionen an. Ein 15,6-Zoll-HD-TN-Display mit einer Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten und ein FullHD-IPS-Panel mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten. Eine Variante mit Touchoberfläche oder gar eine 4k-Option findet sich bei den Auswahlmöglichkeiten nicht. Auch hier darf man eine gewollte Abgrenzung zu den exklusiver positionierten Serien unterstellen.

Das im Testgerät verbaute FullHD-IPS-Display von AU Optronics liefert solide Grundeigenschaften, die vielen Ansprüchen gerecht werden können. Dank mattierter Displayoberfläche treten hier so gut wie keine Spiegeleffekte auf, die IPS-Technologie sorgt für stabile Blickwinkel und die maximale Helligkeit von bis zu 273 cd/m² (Bildschirmmitte) reicht für viele Lichtsituationen gut aus.

Helligkeit & Kontrast

Die Helligkeitsverteilung erreicht im Vergleich zum LG-Philips-Display des hier getesteten Lenovo ThinkPad E580 in Silber ein deutlich besseres Ergebnis. Mit 88 % fallen die Unterschiede zwischen dem hellsten und dem dunkelsten Messpunkt (LG 79 %) merklich geringer aus. Dafür sind beim Schwarzbild aber wie gehabt unschöne Lichthöfe an den Displayrändern ersichtlich, die zum Beispiel bei dunklen Filmszenen oder Bildaufnahmen bei Nacht, keinen guten Eindruck hinterlassen.

Die Displayhelligkeit an sich kann über 11 Einstellungsstufen geregelt werden. Helligkeitsstufe 7 liefert beim Testgerät 142 cd/m² und Helligkeitsstufe 9 224 cd/m². Pulsweitenmodulation kommt im Rahmen der Helligkeitsregulierung so gut wie nicht zum Einsatz. Lediglich in der niedrigsten Einstellungsstufe ist eine Frequenz von 50 Hz nachweisbar.

Lenovo ThinkPad E590

Aufgrund des niedrigen Schwarzwerts von 0,232 cd/m² bietet das Panel einen guten Kontrast von 1.176:1. Das gebotene Schwarz zeigt sich auch im subjektiven Bildeindruck ausreichend satt.

Dank der matten Displayoberfläche kann man das Lenovo ThinkPad E590 auch unter freiem Himmel benutzen. Je nach Lichteinfall sollte man aber die Bildschirmausrichtung anpassen, um eine ausreichend hohe Erkennbarkeit der Bildinhalte zu erreichen.

Farbraum & Farbgenauigkeit

Der vom Bildschirm darstellbare Farbraum erreicht 57 % des sRGB-Farbraums und entspricht damit üblicher Standardkost. Im Büro- und Unternehmensalltag dürfte das gut zu verschmerzen sein, Bildbearbeiter und Farbfetischisten werden sich jedoch daran stören.

Das Gleiche gilt in der Folge auch für die Farbgenauigkeit. Mit einem maximalen DeltaE 2000 von 19,1 fallen die Abweichungen zu den jeweiligen Zielkorridoren viel zu hoch aus. Selbst nach einer Profilierung überschreiten 9 von 30 Messwerten die DeltaE-2000-Grenze bei 5. Eine für professionelle Aufgaben farbgenaue Darstellung ist hier nicht möglich. Feine Farbnuancen gehen verloren.

Der subjektive Bildeindruck fällt aber recht ausgewogen und natürlich aus. Der Weißpunkt wird bereits im Auslieferungszustand recht gut getroffen und weist lediglich einen minimalen Blaustich auf.

Displaymessungen im Überblick
Display – Lenovo ThinkPad E590 15,6-Zoll-IPS-Display, mattiert, 16:9, LEN40BA, AUO B156HAN02.1
Entspiegelung mattierte Oberfläche
Eingabemöglichkeiten
Auflösung 1.920 x 1.080 Bildpunkte, 141 ppi
minimale Helligkeit 2,9 cd/m²
ca. 150 cd/m²  Helligkeitsstufe 7 142 cd/m²
ca. 200 cd/m²  Helligkeitsstufe 9 224 cd/m²
maximale Helligkeit 273 cd/m²
maximale Helligkeit Displaymitte/ Akku/ profiliert 273 cd/m²// 273 cd/m²// 272 cd/m²
Helligkeitsstufen Displaymitte 2,9-14-25-36-53-77-109-142-179-224-273 (in cd/m²)
Schwarzwert Displaymitte (profiliert) 0,232 cd/m² (0,19 cd/m²)
Ausleuchtung 88 %
sRGB-Farbraumabdeckung 57 %
AdobeRGB-Farbraum
P3-Farbraum
Kontrast Displaymitte (profiliert) 1.176:1 (1.431:1)
mittleres DeltaE 2000 (profiliert) 5,3 (4,6)
maximales DeltaE 2000 (profiliert) 19,1 (18,6)
Helligkeitsregulierung durch Pulsweitenmodulation (PWM) Einsatz von PWM mit 50 Hz bei Helligkeitsstufe 0
Displaybesonderheiten Schwarzbild mit Wolkenbildung und ausgeprägten Lichthöfen im Randbereich
Das Display wurde mit Portrait Displays Spectracal Calman Software vermessen und ausgewertet. Ausführlicher Artikel zu Calmans Farbanalyse-Software.  Messgerät: Spektralfotometer x-rite i1 Basic Pro 2.
Lenovo ThinkPad E590: Leistung

Laut PSREF ist das Lenovo ThinkPad E590 mit 3 verschiedenen Prozessoren erhältlich. Das spiegelt sich auch im Online-Konfigurator wider, der einen Intel Core i3-8145U, einen Intel Core i5-8265U und einen Intel Core i7-8565U anbietet. Alle kommen mit der integrierten Grafikeinheit Intel UHD Graphics 620, der i5 und der i7 können darüber hinaus noch durch eine dedizierte AMD Radeon RX 550X ergänzt werden.

Ansonsten passen in das 15,6-Zoll-Gehäuse noch ein M.2-Solid-State-Drive und ein 2,5-Zoll-Laufwerk hinein. Der Arbeitsspeicher kann mit zwei 16-GB-Modulen auf bis zu 32 GB ausgebaut werden.

Das Testgerät ist mit einem Intel Core i3-8145U, einem 256-GB-Solid-State-Drive und 8 GB DDR4-2666-RAM (Single-Channel) ausgestattet. Ein RAM-Steckplatz und der 2,5-Zoll-Schacht sind für mögliche Ergänzungen noch frei.

Prozessor – Intel Core i3-8145U

Der im Testgerät eingesetzte Intel Core i3-8145U verfügt über zwei Rechenkerne, kann bis zu 4 Threads gleichzeitig abarbeiten und erreicht eine Taktfrequenz von bis zu 3,9 GHz. Die maximale Verlustleistung (Thermal Design Power) wird mit 15 Watt angegeben und passt damit gut zum vorliegenden Notebookkonzept.

Die vom Intel Core i3-8145U abgelieferte Leistungsfähigkeit fällt für ein Einsteigermodell recht gut aus und kann viele Basisaufgaben angenehm flott erledigen. Beim Surfen, Abspielen von Videos, der Bildbearbeitung oder Textverarbeitung sind keine Leistungsengpässe festzustellen. Für Konvertierungen, Renderaufgaben oder Dauerlastberechnungen sollte man aber deutlich mehr Zeit einplanen, als man das vielleicht von leistungsstärkeren Notebookmodellen her gewohnt ist.

Beim Cinebench-R15-Single-Thread-Test erzielt das Testgerät 159 Punkte und beim Multi-Thread-Test 360 Punkte. Im Vergleich zum Intel Core i5-8265U aus dem Acer Aspire 5 A515 fällt das Testgerät im Multi-Thread-Bereich mit 340 zu 549 Punkten deutlich ab. Mit einem ähnlichen Leistungsunterschied dürfte man auch beim Lenovo ThinkPad E590 mit Intel Core i5-8265U rechnen können.  Der Aufpreis zum Intel Core i5-8265U beträgt im Lenovo-Online-Konfigurator derzeit etwa 115 Euro.

Im Dauerlastszenario arbeitet der Intel Core i3-8145U recht konstant und schwankt lediglich in einem engen Bereich von etwa 200 Ergebnispunkten. Auffällige Leistungseinbrüche sind hier nicht erkennbar. Im Vergleich ordnet sich der Intel Core i3-8145U deutlich vor dem Intel Core i5-8210Y aus dem 2018er Apple MacBook Air und knapp hinter dem AMD Ryzen 5 2500U im Lenovo ThinkPad E585 ein.

Lenovo ThinkPad E590

Grafik – Intel UHD Graphics 620

Das Lenovo ThinkPad E590 verfügt standardmäßig über eine im Prozessor integrierte Grafikeinheit. Die Intel UHD Graphics 620 ist für die breite Masse anstehender Aufgaben bereits gut gerüstet und dürfte gerade im Unternehmensbereich mehrheitlich die erste Wahl darstellen. In den teureren Konfigurationen verbaut Lenovo zusätzlich zur Intel-Lösung noch eine AMD-Radeon-RX-550X-Grafikeinheit.

Das Testgerät muss wie gesagt mit der Intel UHD Graphics 620 auskommen. Die Ergebnisse ordnen sich zwischen den bisher ermittelten Resultaten ein und entsprechen der Leistungsfähigkeit mit Single-Channel-Arbeitsspeicher. Ein zweites RAM-Modul aktiviert den Dual-Channel-Modus und sorgt dann im 3D-Betrieb auch für ein paar fps höhere Frameraten.

Beim Cinebench R15 OpenGL-Shading erzielt die Testkonfiguration 41 fps, beim 3DMark Cloud Gate 6.663 Punkte und beim Unigine Heaven Basic 18 fps.

Massenspeicher – Toshiba 256-GB-PCIe-M.2-SSD

Im Lenovo ThinkPad E590 befindet sich Toshiba-Solid-State-Drive in kurzer M.2-2242-Bauform. Der Slot kann aber auch normal große Module aufnehmen, da Lenovo hier mit einer Adapterlösung arbeitet. Mit PCIe-Schnittstelle und NVMe-Protokoll werden wichtige Voraussetzungen für eine praxisgerechte Performance erfüllt. Die Kapazität von 256 GB brutto fällt zwar nicht überdurchschnittlich üppig aus, dürfte aber für die meisten Anwendungsgebiete erst einmal ausreichen. Für Erweiterungen steht grundsätzlich noch ein 2,5-Zoll-Laufwerksschacht zur Verfügung.

Das Lenovo-Solid-State-Drive erreicht im Test maximale sequentielle Transferraten von bis zu 1.576 MB/s beim Lesen und 776 MB/s beim Schreiben. Im Vergleich zum Lenovo Thinkpad E580 fallen die Lesewerte etwas besser und die Schreibwerte etwas schlechter aus. angesichts der Produktpositionierung und Preisgestaltung geht diese Performance aber voll und ganz in Ordnung.

Systemleistung

Bei der gemessenen Systemleistung kann das Lenovo ThinkPad E590 nicht ganz mit dem Lenovo ThinkPad E580 mithalten. Beim PCMark 8 schafft das Testgerät 3.015 Punkte anstatt 3.190 Punkte. Gründe dafür könnten der im Vergleich zum Intel Core i5-8250U schwächere Prozessor und die etwas schlechtere SSD-Schreibleistung sein. Beide Punkte kann man bei der individuellen Konfiguration oder bei der Modell-Auswahl ausgleichen.

Benchmarkergebnisse im Überblick
Lenovo ThinkPad E590 8 GB RAM & PCIe-SSD
Prozessor  Single-Core  Multi-Core
Cinebench R15 64 bit 159 cb 360 cb
Geekbench 3.3.0 64 bit 3.695 Punkte 7.750 Punkte
System
PCMark 8 Home (Akku) 3.015 Punkte (2.603 Punkte)
Massenspeicher Lesen Schreiben
Crystal Disk Mark QD32 1.576 MB/s 776 MB/s
Crystal Disk Mark sequ. 791 MB/s 552 MB/s
Grafik HD Basic HD+ Extreme
Unigine Heaven 4.0 18 fps 5 fps
Cinebench R15 OpenGL 41 fps
Cloud Gate – 3DMark 6.663 Punkte
Firestrike – 3DMark 907 Punkte
Time Spy – 3DMark 366 Punkte
Vergleichswerte CPU CPU-Benchmarkliste
Vergleichswerte GPU GPU-Benchmarkliste
Lenovo ThinkPad E590: Emissionen

Die Geräusch-, wie auch die Hitzeentwicklung entsprechen beim Testgerät dem traditionellen ThinkPad-Ruf. Mit einem gemessenen Schalldruckpegel von maximal 34,9 dB(A) zeigt sich das Notebook selbst unter Volllast nicht störend. Oftmals läuft der Lüfter überhaupt nicht oder mit einem Schalldruckpegel von 28,6 dB(A) bis 30,2 dB(A) angenehm leise.

Betriebsgeräusch
Emissionen – Lenovo Thinkpad E590 Schalldruckpegel
Leerlauf (Energiesparmodus, minimale Displayhelligkeit) Lautlos
Büro (PCMark 8 Battery Test, 224 cd/m², ausbalanciert) Lautlos – 30,2 dB(A)
WLAN-Streaming (224 cd/m², ausbalanciert) Lautlos
Video (224 cd/m², ausbalanciert) Lautlos
Unigine Heaven 28,6 – 30,2 dB(A)
Geekbench Stresstest 30,2 – 34,9 dB(A)
Stresstest (maximale Displayhelligkeit) 30,2 – 34,9 dB(A)

Die Oberflächentemperaturen erreichen im Officebetrieb gerade so die 30-Grad-Marke. Nach fast zwei Stunden Volllast erwärmt sich das Gehäuse vor allem im Heckbereich. Aber selbst dann erzeugt der Hotspot am Unterboden gerade mal 43,4 °C. Einschränkungen bei der Handhabung sind hierdurch nicht zu erwarten.

Lenovo ThinkPad E590: Stromverbrauch
Leistungsaufnahme

Die Leistungsaufnahme des Lenovo ThinkPad E590 zeigt sich bei der getesteten Konfiguration sehr genügsam. Im Minimum benötigt das Notebook sehr geringe 1,2 Watt (Energiesparprofil, Funk aus, Display aus, Leerlauf) und im Maximum knapp 30 Watt (Stresstest, maximale Displayhelligkeit, Funk an). Eine kurze Lastspitze von 33,6 Watt tritt beim Stresstest zu Beginn nur wenige Sekunden lang auf und reduziert sich dann im Rahmen der Taktregulierung auf um die 30 Watt.

Beim WLAN-TV-Streaming (Helligkeitsstufe 9, 224 cd/m², ausgeglichenes Profil) benötigt das Notebook zwischen 8 Watt und 9 Watt und beim PCMark 8 (Helligkeitsstufe 9, 224 cd/m², ausgeglichenes Profil) je nach Lastsituation zwischen 6,9 Watt und 28,4 Watt. Das Netzteil ist mit einer Nennleistung von 65 Watt spezifiziert und hat damit hohe Reserven in der Hinterhand.

Energieverbrauch – Lenovo ThinkPad E590 Leistungsaufnahme Akkulaufzeit
Leerlauf (Energiesparmodus, Display aus) 1,2 Watt
Leerlauf (Energiesparmodus, minimale Displayhelligkeit) 2,7 Watt
Leerlauf (Energiesparmodus, maximale Displayhelligkeit) 6,6 Watt
Büro (PCMark 8 Battery Test, 224 cd/m², ausbalanciert) 6,9 – 28,4 Watt 3:55 h
WLAN-Streaming (224 cd/m²) 8,1 – 9,2 Watt 9:27 h
Video (224 cd/m²) 7,4 – 6,9 Watt 8:48 h
Geekbench Stresstest 30,1 – 28,4 – 31,7 Watt
Unigine Heaven 22,8 – 26,7 Watt
Stresstest (Unigine Heaven & Geekbench) 33,6 – 31,5 – 29,7 Watt
Leerlauf Akku-Ladezeit (224 cd/m²) 1:53 h
45-Wh-Lithium-Ionen-Akku, 65-Watt-Netzteil
Akkulaufzeiten

Das Lenovo ThinkPad E590 ist wie das Lenovo ThinkPad E580 mit einem 45-Wh-Lithium-Polymer-Akku ausgestattet. Dieser ist im Inneren der Bodengruppe verbaut. Dank der geringen Leistungsaufnahme reicht die Kapazität für überaus praxisgerechte Akkulaufzeiten aus.

Beim PCMark 8 Battery Test werden beispielsweise 3:55 Stunden erzielt. Beim WLAN-TV-Streaming ist die Leistungsaufnahme deutlich geringer. Fernsehserien, Nachrichten, Talkshows usw. laufen hier 9:27 Stunden lang.

Für das vollständige Laden des Akkus benötigt das Testgerät im Leerlauf 1:53 Stunden (Helligkeitsstufe 9, 224 cd/m²).

Lenovo ThinkPad E590

Lenovo ThinkPad E590: Fazit

Das Lenovo ThinkPad E590 überzeugt im Test mit vielen Lenovo ThinkPad E590guten und sehr guten Eigenschaften. Dass es sich hier um ein Einsteigergerät für den Unternehmensbereich handelt, merkt man dieser Serie so gut wie nicht an. Die Gehäusequalität, die Ausstattung, die Eingabegeräte, das Design und die Individualisierungsmöglichkeiten könnten auch von einer exklusiver positionierten Modellreihe stammen.

Gefüttert werden diese Äußerlichkeiten mit ansprechenden Leistungs-Komponenten, die zwar nicht zu Höchstleistungen im Stande sind, aber eine solide Basis für viele Standardaufgaben bilden. Überaus positiv zeigen sich nebenbei auch die erzeugten Emissionen. Oftmals arbeitet das Lenovo ThinkPad E590 in der Testkonfiguration lautlos und die Oberflächen erwärmen sich selbst nach langen Volllastphasen nur wenig.

Das im Testgerät eingesetzte FullHD-IPS-Display bietet stabile Blickwinkel, eine angemessene Helligkeit, einen ordentlichen Kontrast und eine mattierte Oberfläche. Farbraumabdeckung und Farbgenauigkeit reichen für den Hausgebrauch, erfüllen aber nicht die Ansprüche an ein professionelles und farbtreues Arbeiten.

Lenovo ThinkPad E590Weitere Einschränkungen wie der auf 5 Gbit/s limitierte USB-C-Port, der fehlende separate Netzanschluss, die magere Lautsprecherqualität oder die kurze Garantiezeit sind tolerierbare Nachteile, die sicherlich auch der günstigen Preisgestaltung geschuldet sind.

Unter dem Strich bekommt man trotz der kleinen Nachteile mit dem Lenovo ThinkPad E590 ein insgesamt sehr gutes Arbeitsgerät mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis geboten.

Das Lenovo ThinkPad E590 lässt sich besonders gut direkt beim Hersteller den eigenen Bedürfnissen nach zusammenstellen:  Lenovo ThinkPad E590 (Werbung).

Tobias Winkler

Neben zahlreichen Artikeln, die ich seit 2009 für Notebookjournal, PRAD und Notebookcheck verfasst habe, setze ich nun beim Projekt Notebooks & Mobiles meine eigenen Vorstellungen von einer Testplattform um. Ich habe Spaß am Schreiben, an mobiler Technik und allem was dazugehört.

27 Gedanken zu „Lenovo ThinkPad E590 (i3-8145U) im Test

  • 6. Februar 2019 um 10:28
    Permalink

    Hallo!

    Danke für Ihren Testbericht.
    Eine Frage hätte ich:
    Würden Sie für den alltäglichen Gebrauch als Business-Gerät mit Office und etwas Streaming, Videos schauen und älteren Spielen, die nicht nicht viel Leistung brauchen, auch den i3 empfehlen oder den i5 Prozessor nehmen?
    Danke!

    LG Hubert

    Antwort
    • 6. Februar 2019 um 11:32
      Permalink

      Hallo Hubert,

      ich persönlich würde für diesen Aufgabenbereich zum i3 greifen und für den Mehrpreis des i5 eher in ein zweites RAM-Modul und ein kapazitätsstärkeres Solid State Drive investieren.

      Viele Grüße
      Tobias

      Antwort
  • 12. Februar 2019 um 10:28
    Permalink

    Kompliment. Guter Test.
    Und hilfreiche Bilder.

    Zwei Fragen:

    Wo bekommt man das „Hardware Maintenance Manual“?
    (Bin Lenovo Newbie)…

    Ist der Akku selbst zum Tauschen geeignet?

    Vielen Dank.

    Antwort
    • 12. Februar 2019 um 15:03
      Permalink

      Danke für dein Feedback.

      Zu 1:
      Das HMM ist im Testbericht z.B. bei den technischen Daten verlinkt.

      Zu 2:
      Der Akku ist intern verbaut und nicht für den ständigen Wechsel geeignet. Um
      ihn zu erreichen, muss die Bodenplatte entfernt werden. Da er
      aber verschraubt ist, lässt er sich im Servicefall recht einfach austauschen.

      Beste Grüße
      Tobias

      Antwort
  • 14. Februar 2019 um 16:00
    Permalink

    Vielen Dank für diesen ausführlichen Test! Bin an der Variante mit Radeon RX 550X interessiert – beim E580 schien ja die Kühlung nicht wirklich für eine dedizierte Grafikkarte auszureichen, wisst ihr ob sich daran etwas geändert hat?

    Antwort
    • 15. Februar 2019 um 08:18
      Permalink

      Das muss tatsächlich erst ein ausführlicher Test zeigen. Alles andere wäre zum jetzigen Zeitpunkt Spekulation. Ein zweiter Test des E590 mit der AMD Radeon RX 550X ist aber geplant. Bis das Testsample verfügbar ist, kann es jedoch noch dauern.

      Antwort
      • 13. März 2019 um 19:59
        Permalink

        Hallo Tobias,

        ich wäre auch sehr an dem Test E590+RX 550X interessiert. Ich musste leider bei meinem E580 mit RX550 vom Kaufvertrag zurücktreten, da das Gerät unter Last zu heiß wurde und dann die Leistung der GPU so stark reduziert wurde, dass das Notebook nicht mehr zu gebrauchen war.

        Viele Grüße
        Tobias

        Antwort
        • 13. März 2019 um 21:36
          Permalink

          Ja ein Test des E590 mit der Radeon-Grafik ist geplant. Derzeit ist aber noch nicht absehbar, wann ich ein Testsample erhalte.

          Antwort
  • 21. Februar 2019 um 21:31
    Permalink

    Wie steht es um die Frequenz des Lüftergeräuschs? Beim E580 war es dermaßen hochfrequent, dass ein Arbeiten quasi unmöglich war.

    Antwort
    • 23. Februar 2019 um 08:35
      Permalink

      Das getestete Lenovo Thinkpad E590 hat sich sehr leise präsentiert. Hochfrequente Lüfter- oder Elektronikgeräusche sind nicht aufgetreten.

      Antwort
  • 25. Februar 2019 um 16:45
    Permalink

    Do you intend to test also Thinkpad E490 UHD620?

    Antwort
  • 12. März 2019 um 09:19
    Permalink

    Hallo Tobias !
    Vielen Dank für diesen Testbericht.
    Wenn ich mich für einen E590 mit i3 entscheide, gibt es Sinn die angebotene SSD 128 Go mit einer 2. HDD-Festplatte (500 Go) zu ergänzen ? (normaler Büro und Familiengebrauch, ohne games).

    Danke im voraus, Inga

    Antwort
    • 12. März 2019 um 13:52
      Permalink

      Unabhängig von dem gewählten Prozessor macht es durchaus Sinn den mageren Massenspeicher der Basiskonfiguration zu vergrößern. Aufgrund der aktuellen Preisentwicklung im SSD-Bereich ist die konventionelle Festplatte für 52 Euro aber nur dann zu empfehlen, wenn es auf den letzten Euro ankommt. Brauchbare 2,5″-500-GB-SSDs gibt es bereits ab 60 Euro und ein Upgrade im Lenovo Online-Konfigurator auf ein 512-GB-Systemlaufwerk macht gerade mal 75 Euro aus. Ich persönlich würde zur 512-GB-SSD greifen.
      Das FullHD-Display und die Tastaturbeleuchtung sollte man sich ebenfalls gönnen.

      Antwort
      • 12. März 2019 um 14:22
        Permalink

        Danke für die schnelle und ausführliche Antwort.
        D.h. man kann inzwischen den SSD voll „vertrauen“ ?
        (Ich war noch auf dem Stand „doppelt ist besser, und man sollte Dokumente auf einer konventionellen Festplatte speichern und nur Programme, software auf der SSD zu lassen, wegen geringer Lebensdauer SSD).

        Antwort
        • 12. März 2019 um 14:29
          Permalink

          Grundsätzlich kann man keinem Speicherlaufwerk zu 100 % vertrauen. Deshalb sollte man, egal ob eine Festplatte oder ein SSD eingestzt wird, keinesfalls auf regelmäßige Backups verzichten. Solid State Drives sind meiner Erfahrung nach sehr zuverlässig und weniger empfindlich als Festplatten.

          Antwort
          • 12. März 2019 um 16:21
            Permalink

            Danke für Testbericht und Tips !!!!! So uninformiert wie ich bin, hilft mir das alles sehr, jetzt wo ich tatsächlich einen neuen Thinkpad kaufen werde…

  • 17. März 2019 um 09:18
    Permalink

    Thank you for the review. I just bought the i7 model with 16gb ram 512gb ssd and the radeon graphics got it for 980euro on the lenovo with a special offer (should be good for 4 years) . So far i have had no issue with games but only use my machine for business and some minor picture video editing for my company website. Looking forward to your upgraded reviews in the future. Where can i get information on adding a second ssd in the sata slot ? Or would you recomend just using an external drive for large files ?

    Antwort
    • 17. März 2019 um 10:37
      Permalink

      To integrate a second SSD you have to open the body. You can find informations about that at the Hardware Maintenance Manual: https://download.lenovo.com/pccbbs/mobiles_pdf/e590_hmm_en.pdf
      An internal SSD should be a little bit cheaper and faster. One important point: Your files are always ready to use. An external drive is more recommended for backups or files you don`t use everyday.

      Antwort
  • 25. März 2019 um 13:20
    Permalink

    Ich benötige mein Notebook hauptsächlich für MS Office (Word, Excel, Access), aber auch zum Programmieren, vor Allem Eclipse und Netbeans sollte gut laufen.
    Meistens hab ich einige Programme parallel laufen.

    Reicht dafür der i5 oder sollte ich doch besser zum i7 greifen?
    Wichtiger ist vermutlich eine gute RAM-Ausstattung oder?

    Ich möchte zumindest die nächsten 5-7 Jahre gut mit dem Gerät auskommen.

    Danke schonmal!

    Antwort
    • 28. März 2019 um 16:26
      Permalink

      Der große Schritt bei parallel ablaufenden Aufgaben wird vom i3 zum i5 vollzogen (4 Kerne/ 8 Threads). Den Griff zum i7 würde ich mir persönlich verkneifen und eher in RAM und schnellen Massenspeicher investieren. FullHD-Display und Tastaturbeleuchtung sind meiner Meinung nach eh Pflicht.

      Antwort
  • 27. März 2019 um 19:13
    Permalink

    Hallo, ich bin zufällig über Ihren Testbericht gestolpert, finde ihn sehr gut!
    Ich bin im Moment auf der Suche nach einem Gerät in der Preisklasse, das erweist sich als nicht ganz so einfach.
    Aktuell gibt es auf der Lenovo Seite auch ein Angebot eines V330 15,6 Zoll HD mit i5 8250U, 8GB Ram, 256GB SSD,1TB HDD, DVD RW Laufwerk für 620€.
    Jetzt wanke ich natürlich nachdem ich ihren Bericht gelesen habe.
    Was würden Sie empfehlen.

    Antwort
    • 28. März 2019 um 16:08
      Permalink

      Das Lenovo V330 habe ich leider noch nicht testen können. Deshalb ist es schwer hierzu Vergleiche mit dem E590 zu ziehen.
      Das Lenovo ThinkPad E590 hat im Test jedenfalls mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt. Gönnen sollte
      man sich hier die Tastaturbeleuchtung und das FullHD-IPS-Display. Ansonsten kann man die Ausstattung von den
      persönlichen Bedürfnissen und dem Geldbeutel abhängig machen.

      Antwort
  • 7. Juni 2019 um 13:39
    Permalink

    Hallo,

    ich würde mir gerne das Thinkpad E590 kaufen, habe aber beim Test von Notebookcheck gelesen, dass die SSD extrem langsam sein soll. Ist das wahr? Habe jetzt einige Bedenken dehsalb.

    Antwort
    • 7. Juni 2019 um 16:09
      Permalink

      Meiner Meinung nach handelt es sich bei dem in meinem Testgerät verbauten Solid State Drive von SK Hynix um ein mehr als ausreichend schnelles Laufwerk. Mit bis zu 1.600 MB/s beim Lesen und über 800 MB/s beim Schreiben kann man in dieser Preisklasse nicht meckern. Wir sprechen hier ja über ein Notebook, das zum Testzeitpunkt weniger als 800 Euro verlangt hat und aktuell sogar für deutlich unter 700 Euro (mein Testgerät) zu haben ist.

      Im praktischen Betrieb fühlt man beim Massenspeicher in vielen Szenarien kaum einen Unterschied zu schnelleren Modellen. Das System bootet fix, Programme und Dateien werden mit kurzen Reaktionszeiten geöffnet und beim Datentransfer großer Datenmengen wie Videos muss man keine ungewöhnlich langen Wartezeiten hinnehmen.

      Antwort
      • 13. Juni 2019 um 13:26
        Permalink

        Vielen Dank für die Antwort,

        im Test von Notebookcheck war es eine SSD von Toshiba, die scheinbar so extrem langsam sein soll. Wäre natürlich blöd, wenn ich mir das Notebook kaufe und dann diese SSD ergattere.

        Antwort
  • 9. Juni 2019 um 23:37
    Permalink

    Hallo Tobias,

    vielen Dank für Ihren ausführlichen Testbericht! Es hat mir sehr geholfen.

    Antwort

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