Toshiba Tecra A50-E-110 (Dynabook) im Test

Alte Schule. Dynabook hat mit der Toshiba Tecra A50-E-110 ein klassisches Business-Notebook im Programm. Leistungsfähigkeit, Ausstattung und Gehäusekonstruktion orientieren sich an den gehobenen Ansprüchen der Geschäftskunden.

Toshiba wird "Dynabook. Im Oktober 2018 hat die Foxconn-Sharp-Gruppe unter anderem die Notebooksparte von Toshiba übernommen. Das Unternehmen an sich ist inzwischen schon in Dynabook Europe GmbH (EMEA) umbenannt, die Notebooks tragen aber immer noch den Toshiba-Markennamen. Das wird sich allerdings ändern, sobald neue Modelle auf den Markt kommen und die nach und nach auslaufenden Serien ablösen. Über Kurz oder Lang wird somit die traditionsreiche Notebookmarke Toshiba von der Bildfläche verschwinden.

Die Toshiba Tecra A50-E-110 ist ein auf den Unternehmensbereich zugeschnittenes Arbeitsgerät. Als Premium-Serie ausgerichtet, dürfte Toshiba die Tecras vor allem als Alternative zu den Latitudes, ThinkPads oder EliteBooks antreten lassen. Zuverlässigkeit, Stabilität, Schnittstellenausstattung und Garantieumfang unterscheiden sich in dieser Geräteklasse oft von den sonst üblichen Notebookserien die für Heimanwender- oder Multimedia-Einsätze gedacht sind.

Toshiba Tecra A50-E-110

Toshiba Tecra A50-E-110: Preise & Garantie

Das Testgerät verfügt über einen Intel Core i5-8250U mit integrierter Intel UHD Graphics 620, 8 GB RAM, ein 256-GB-Solid-State-Drive und ein FullHD-IPS-Display. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 1.069 Euro, bei den einschlägigen Online-Händlern ist die Testkonfiguration aber schon für deutlich günstigere 730 Euro zu bekommen. Preislich konkurriert die Tecra so zum Beispiel mit Lenovos E- und L-Klasse, HPs ProBook 450 G6 oder Dells Latitude 3500.

Nimmt man die Preispositionierung als Anhalt, so stößt auch die mit 12 Monaten etwas magere Herstellergarantie kaum auf. Erst Lenovos T-Serie oder HPs EliteBooks kommen von Haus aus mit einer 36-monatigen Garantie.

Dafür wirbt Toshiba mit der Reliability Guarantee bei den Kunden um Vertrauen und stellt damit Qualität und Zuverlässigkeit in den Vordergrund. Sollte im ersten Jahr ein Garantiefall eintreten, so bekommt der Kunde das Gerät nicht nur kostenlos repariert, sondern zusätzlich noch den Kaufpreis erstattet.

Auf Wunsch kann man die Garantiedauer günstig durch optionale Erweiterungen aufbohren. Eine Verlängerung auf 3 Jahre internationale Garantie kostet zum Beispiel gerade mal 69 Euro, mit Gold-Service 109 Euro. Sehr Kundenfreundlich: Die Garantie- oder Supporterweiterungen können innerhalb des ersten Jahres nach Kaufdatum auch nachträglich noch nachgebucht werden.

Toshiba Tecra A50-E-110

Toshiba Tecra A50-E-110: Auszug der technischen Daten
Model Toshiba Tecra A50-E-110
EAN/Herstellernummer EAN 4051528394221
Preis ca. 730 Euro Straßenpreis, ca. 1.070 Euro UVP
Farbe Stahlgrau im Hairline-Design
Prozessor Intel Core i5-8250U, 4 Kerne (8 Threads), 1,6 GHz – 3,4 GHz, 6 MB L3 Cache, 15 Watt TDP
Grafik Intel UHD Graphics 620
Arbeitsspeicher 8 GB DDR4-2400-RAM, Single-Channel, 1 Steckplatz frei
Massenspeicher Samsung PM871b, M.2-SATA-SSD mit 256 GB, gesteckt
Display 15,6-Zoll-IPS-Display, Auflösung: 1.920 x 1.080 Bildpunkte, matt, 16:9, 141 ppi, Toshiba TOS508F
Betriebssystem & Software Windows 10 Professional 64 bit
BIOS-Version 2.1
Anschlüsse & Erweiterung 4 x USB 3.0, VGA, HDMI,  1 x 3,5-mm-Klinke Audio in/out, SDXC-Speicherkarten-Lesegerät UHS-I, Docking-Port/ Portreplikator
Kommunikation Intel Dual Band Wireless-AC 8265, Intel I219-V Gigabit-Ethernet, Bluetooth 4.2, Dual-Array-Mikrofon, 2.0-MP-FullHD-Webcam
Sensoren
Audio Realtek ALC255@Intel Sunrise Point-LP PCH – High Definition Audio Controller, 2 Stereo-Lautsprecher (DTS Studio Sound)
Eingabegeräte Chiclet-Tastatur mit separatem Nummernblock, Touchpad
Sicherheit Bios- und Systempasswörter, TPM 2.0, Kabel-Schloss-Vorbereitung
Batterie & Stromversorgung 44-Wh-Lithium-Ionen-Akku (intern), 45-Watt-Netzteil
Zubehör
Abmessungen & Gewicht 379 (B) x 258 (T) x 24 (H) mm, Testgewicht 2,02 kg & Netzteil 220 g
Herstellergarantie 1 Jahr Herstellergarantie mit Vor-Ort-Abholservice, Reliability-Garantie
Leihsteller Dynabook Deutschland
Informationen zum Testgerät Produktseite
Toshiba Tecra A50-E-110: Gehäuse & Ausstattung

Das Gehäuse der Tecra A50-E-110 weist nur beim genauen Hinsehen kleinere Unterschiede zum 2016er Tecra A50-C-1G0 auf. So reicht der Platz an der linken Gehäuseseite nicht mehr aus, um über den USB-Anschüssen ein Smartcard-Lesegerät unterbringen zu können, das optische Laufwerk ist durch ein Leermodul ersetzt worden und ein Fingerabdruck-Lesegerät fehlt der Testkonfiguration ebenfalls.

Auswirkungen auf die Gehäusequalität hat das nicht. Die Basiseinheit ist verwindungssteif, ordentlich verarbeitet und mit einer ansprechenden Oberfläche im sogenannten Hairline-Design versehen. Im Bereich der Handballenablage kommt Kunststoff zum Einsatz, der Displaydeckel besteht aus einer dünnen Metalloberfläche.

Auch wenn sich die Optik insgesamt nicht vor der preislich ähnlich positionierten Konkurrenz verstecken muss, so sieht man doch hier und da, dass die Tecra A50 mittlerweile in die Jahre gekommen ist. Ein vergleichsweise kleines Touchpad, breite und recht dicke Displayrahmen und fast schon antiquierte Schnittstellen prägen das Erscheinungsbild.

Das im Vergleich zum 2016er Modell etwas niedrigere Testgewicht von 2,02 kg anstatt 2,15 kg geht hauptsächlich auf das Konto des fehlenden optischen Laufwerks. Die ursprüngliche Gehäuseöffnung ist zwar noch vorhanden, zu einer Bestückung mit einem DVD- oder Blu-Ray-Laufwerk konnte man sich aber wohl nicht mehr durchringen. Stattdessen kommt eine Blende zum Einsatz.

Ganz und gar nicht mehr zeitgemäß ist das Fehlen moderner Schnittstellen wie USB-C, Thunderbolt 3, DisplayPort oder HDMI 2.0. Externe 4k-UHD-Monitore können bei nativer Auflösung folglich nicht mit einer Bildwiederholfrequenz von 60 Hz, sondern nur mit 30 Hz betrieben werden. Immerhin erhält man hier noch ein Speicherkarten-Lesegerät im SD-Format und einen ausgewachsenen Ethernet-Port.

Ob der VGA-Anschluss selbst im Business-Bereich noch tatsächlich von Nöten ist, dürfte in erster Linie von der persönlichen Peripherie-Ausstattung abhängig sein. Als Ergänzung für den Desktop-Betrieb könnte sich der High-Speed-Portreplikator anbieten: Dockingstation. Abgesehen von 2 x DisplayPort fehlt es aber auch hier an aktuellen Schnittstellenstandards.

Wartung

Am Unterboden finden sich wie gehabt keine separaten Wartungsöffnungen. Toshiba verweist bei Problemen an den Support. Vor Arbeiten in Eigenregie sollte man sich über die aktuellen Garantiebedingungen informieren.

An kabellosen Verbindungsmöglichkeiten findet man im Testgerät Dual-Band-AC-WLAN und Bluetooth 4.2. Varianten mit LTE-Modem sind laut Datenblatt ebenfalls erhältlich.

Schnittstellenperformance
Toshiba Tecra A50-E-110 Transferraten in MB/s
Speicherkarten-Lesegerät, Lexar Professional UHS-II 2000x (SD 128 GB) 27 Lesen/ 21 Schreiben
USB 3.1 Gen. 1 Typ C, Samsung Portable SSD T3 (250 GB) 443 Lesen/ 405 Schreiben
Ansteuerung Viewsonic VP 2780-4k 3.840 x 2.160 @ 60 Hz nein, über HDMI nur mit 30 Hz
Maximale Lautstärke Audio (Pink Noise Datei) 74,5 dB(A)
Subjektive Audioqualität Stark höhenlastig, kaum Mitten und Bässe
Latenzen, Laufzeit: 53 Minuten 558 µs
Erreichbarkeit BIOS F12

Enttäuschend zeigt sich weiterhin die Arbeitsgeschwindigkeit des Speicherkarten-Lesegeräts. Während die USB-3.0-Schnittstelle wie zu erwarten mit bis zu 443 MB/s beim Lesen den Standard sehr gut ausreizt, arbeitet der als UHS-I-Lesegerät bezeichnete Kartenleser lediglich mit maximal 27 MB/s. Das ist weit vom UHS-I-Standard mit etwa 96 MB/s entfernt und zeigt keine Veränderung zur 2016er Tecra. Schnelle UHS-I- und UHS-II-Speichermedien werden somit deutlich ausgebremst.

Toshiba Tecra A50-E-110

Toshiba Tecra A50-E-110: Eingabegeräte

Wie der Großteil des Gehäuses, zeigen sich auch die Eingabegeräte in weiten Teilen auf dem Stand von 2016. Die große Tastatur mit separatem Nummernblock verfügt über einen mittelkurzen Hub, bietet einen leisen Anschlag und ein übliches Layout. Die Beschriftung zeigt sich ausreichend kontraststark und ist in der Funktionszeile mit gut deutbaren Symbolen versehen. Die Pfeiltasten hat Toshiba schon vor Jahren in eine Zeile gequetscht und damit die Bedienbarkeit unnötig erschwert. Das Feedback fällt hier zudem etwas schwammig aus. Unverständlich: Die Tecra muss nach Jahren immer noch auf eine Tastaturbeleuchtung verzichten.

Fast schon mickrig fällt für heutige Verhältnisse mit 91 x 51 mm die Größe des Touchpads aus. Für die vornehmlich verwendeten Zweifingergesten zum Zoomen oder Blättern sollte das aber immer noch reichen. Die Gleiteigenschaften und die Reaktionsfähigkeit der Eingabefläche fallen gut aus und auch die separaten Maustasten überzeugen mit ihrer zuverlässigen Arbeit. An HPs ProBooks der 400er Serie oder Lenovos ThinkPads der E-Serie kommen die Eingabegeräte der Tecra A50-E-110 allerdings nicht mehr heran.

Toshiba Tecra A50-E-110

Toshiba Tecra A50-E-110: Display

Das in der Tecra A50 eingesetzte FullHD-IPS-Display liefert eine maximale Helligkeit von 292 cd/m² in der Bildschirmmitte, erreicht einen Kontrast von 1.054:1 und deckt den sRGB-Farbraum zu 86 % ab. Dank matter Oberfläche und IPS-Technologie bekommt man hier weite Blickwinkel ohne störende Spiegeleffekte geboten.

Die Farbdarstellung zeigt sich im Auslieferungszustand etwas Cyanstichig und reicht von der Farbtreue her nicht für professionelle Aufgaben im Medienbereich aus. Mit einer Profilierung kann man den Farbstich neutralisieren und erhält dann auch eine natürliche Farbwiedergabe. Auch hier fällt die Abweichung zum Ideal mit einem maximalen DeltaE 2000 von 8,7 für professionelle Grafik-, Foto- und Video-Arbeiten allerdings zu hoch aus.

Für viele andere Aufgaben bekommt der Anwender mit der Toshiba-Lösung aber ein überdurchschnittlich gutes Panel geboten, das sich vor allem in der aktuellen Preisregion nur schwer finden lässt.

Displaymessungen im Überblick
Display – Toshiba Tecra A50-E-110 15,6-Zoll-IPS-Display, 16:9, Toshiba TOS508F
Entspiegelung matte Oberfläche
Eingabemöglichkeiten
Auflösung 1.920 x 1.080 Bildpunkte, 141 ppi
ca. 200 cd/m²  Helligkeitsstufe 7 215 cd/m²
maximale Helligkeit Displaymitte/ Akku 292 cd/m²/ 292 cd/m²
Schwarzwert Displaymitte/ Kontrast 0,277 cd/m² (0,309 cd/m²)
Ausleuchtung 84 %
sRGB-Farbraumabdeckung 86 %
mittleres DeltaE 2000 / maximales DeltaE 2000 2,3/ 8,7 (profiliert)
Helligkeitsregulierung durch Pulsweitenmodulation (PWM) Keine PWM feststellbar
Das Display wurde mit Portrait Displays Spectracal Calman Software vermessen und ausgewertet. Ausführlicher Artikel zu Calmans Farbanalyse-Software.  Messgerät: Spektralfotometer x-rite i1 Basic Pro 2.
Toshiba Tecra A50-E-110: Leistung

Toshiba setzt im Testgerät noch auf die letzte Kaby-Lake-Refresh-Generation, 8 GB DDR4-RAM in Single-Channel-Konfiguration und ein SATA-Solid-State-Drive. Gegenüber aktuellen Modellreihen der Konkurrenz sind das keine guten Voraussetzungen, um im Leistungsbereich punkten zu können. Alternativ ist noch eine Konfiguration mit Intel Core i7-8550U, 16 GB RAM und 512-GB-SSD erhältlich: Toshiba Tecra A50-E-13K.

Prozessor – Intel Core i5-8250U

Der Intel Core i5-8250U kann bis zu 8 Threads gleichzeitig abarbeiten und erzielt einen Maximaltakt von bis zu 3,4 GHz. In der Tecra A50-E-110 wird er strikt im Rahmen der Standard-Verlustleistung von 15 Watt betrieben.

Beim Cinebench R15 führt das zu 146 Punkten beim Single-Thread-Test und 489 Punkten beim Multi-Thread-Test. Im Vergleich mit bisher getesteten Intel Core i5-8250U ordnen sich die Ergebnisse am unteren Ende des Leistungsspektrums ein.

Toshiba Tecra A50-E-110

Im Ergebnis reicht das für viele Alltags- und Büro-Aufgaben gut aus, bietet aber nicht ganz die Rechenleistung ähnlich ausgestatteter Konkurrenten.

Die Dauerlaststabilität fällt ebenfalls praxisgerecht aus, ordnet sich aber auch wieder am unteren Ende des Leistungsspektrums ein.

Toshiba Tecra A50-E-110

Grafik – Intel UHD Graphics 620

Die im Intel Core i5-8250U integrierte Intel UHD Graphics 620 kann prinzipiell viele Aufgaben gut lösen. UHD-4k-Videos werden ruckelfrei wiedergegeben, externe 4k-Displays könnten per DisplayPort oder HDMI 2.0 (beides im Testgerät nicht vorhanden) mit nativer Auflösung bei 60 Hz betrieben werden, Videokonvertierungen profitieren von Intels Quick-Sync-Technologie und bei angepasster Auflösung können bis zu 3 Monitore gleichzeitig angesteuert werden.

Für leistungsfordernde 3D-Aufgaben eignet sich die Tecra A50-E-110 dagegen nicht. Beim 3DMark Night Raid werden gerade mal 4.607 Punkte und beim Cinebench OpenGL-Shading lediglich 44 fps erzielt. Die Ergebnisse könnte man durch ein zweites RAM-Modul (aktiviert den Dual-Channel-Modus) etwas verbessern, würde aber nichts an der grundsätzlich leistungsschwachen 3D-Performance ändern.

Durch Auswahl der BIOS-Option „Low Power“ wird die Leistungsfähigkeit des Systems signifikant reduziert. Beim Cinebench R15 kommen dann noch 69 Punkte (Single), 303 Punkte (Multi) und 29 fps zustande.

Massenspeicher – Samsung PM871b 256 GB

Während viele Laptop-Neuerscheinungen der Konkurrenz mittlerweile mit PCIe-SSDs ausgestattet werden, muss die Toshiba Tecra A50-E-110 immer noch mit einem SATA-Modell zurechtkommen. Samsungs PM871b liefert daher maximal 550 MB/s beim Lesen und 533 MB/s beim Schreiben (beides QD32). Konventionelle Festplatten kann man damit zwar gut hinter sich lassen, wirklich zeitgemäß ist dieser Massenspeicher heutzutage jedoch nicht mehr.

Toshiba Tecra A50-E-110

Benchmarkergebnisse im Überblick
Toshiba Tecra A50-E-110 8 GB RAM & SATA-SSD
Prozessor  Single-Core  Multi-Core
Cinebench R15 64 bit 146 cb 489 cb
Geekbench 3.3.0 64 bit 3.341 Punkte 13.117 Punkte
System Single-Core Multi-Core
PCMark 8 Home (Akku) 3.575 Punkte (2.726 Punkte)
Massenspeicher Lesen Schreiben
Crystal Disk Mark QD32 550 MB/s 533 MB/s
Crystal Disk Mark sequ. 480 MB/s 471 MB/s
Grafik HD Basic HD+ Extreme
Unigine Heaven 4.0 19 fps 5 fps
Cinebench R15 OpenGL 44 fps
Night Raid – 3DMark 4.607 Punkte
Vergleichswerte CPU CPU-Benchmarkliste
Vergleichswerte GPU GPU-Benchmarkliste
Toshiba Tecra A50-E-110: Emissionen

Die Toshiba Tecra A50-E-110 ist ein insgesamt leises und kühles Notebook. Allerdings läuft hier selbst im Leerlauf ständig der Lüfter. Der dabei erzeugt Schalldruckpegel fällt zwar mit 27,1 dB(A) sehr niedrig aus, ist aber in leisen Arbeitsumgebungen gut wahrnehmbar. Das könnte manche Anwender die in solchen Situationen ein lautlos arbeitendes Laptop gewohnt sind stören. Bei Auswahl der BIOS-Option „Low-Power“ läuft der Lüfter ebenfalls ohne Unterbrechung.

Bis der Lüfter seine Drehzahl erhöht, muss die CPU etwa 10 Minuten lang gefordert werden. Dann erhöht sich die Betriebslautstärke stufenweise auf 29,4 dB(A) und 33,8 dB(A). Bei Volllast von CPU und GPU wird schließlich das Maximum von 36,8 dB(A) erreicht. Hochfrequente Nebengeräusche oder ein hektisches Lüfterverhalten sind beim Testgerät nicht aufgetreten.

Emissionen – Toshiba Tecra A50-E-110 Schalldruckpegel
Leerlauf (Energiesparmodus, minimale Displayhelligkeit) 27,1 dB(A)
Büro (PCMark 8 Battery Test, 215 cd/m², ausbalanciert) 27,1 – 29,4 dB(A)
WLAN-TV-Streaming (215 cd/m², ausbalanciert) 27,1 dB(A)
Geekbench Stresstest 27,1 – 29,4 dB(A)
Unigine Heaven 33,8 – 36,8 dB(A)
Stresstest (maximale Displayhelligkeit) 29,4 – 36,8 dB(A)
Messgerät: PCE 322A

Nach gut einer Stunde Stresstest erwärmt sich die Gehäuseoberfläche auf gerade mal 42,7 °C. Lediglich direkt am Luftauslass kommen bis zu 48,5 °C zu Tage. Einschränkungen sind hierdurch nicht zu befürchten.

Toshiba Tecra A50-E-110: Stromverbrauch & Akkulaufzeiten
Leistungsaufnahme

Der Stromverbrauch fällt beim Testgerät recht zurückhaltend aus. Im Leerlauf werden mit ausgeschaltetem Bildschirm lediglich 1,2 Watt aus der Steckdose gezogen. Bei minimaler Displayhelligkeit erhöht sich der Wert auf 3,6 Watt und bei maximaler Displayhelligkeit auf 8,2 Watt. In vielen Aufgabenfeldern kann man bei angepassten Einstellungen (ausbalanciertes Profil, Funkmodule eingeschaltet, Helligkeitsstufe 7 mit 215 cd/m²) mit um die 10 Watt gut auskommen.

Bei CPU-Volllast liegt auf der anderen Seite der Skala der Toshiba Tecra A50-E-110Maximalverbrauch mit kurzzeitigen 50,5 Watt an. Diese reduzieren sich zwar nach einigen Sekunden über 49,8 Watt auf 33,9 Watt und später sogar auf bis zu 29,2 Watt, das 45-Watt-Netzteil wird in dieser Anfangsphase jedoch stark beansprucht. Mit einigen angebundenen Peripheriegeräten könnte das bei fordernden Rechenaufgaben im Dauerbetrieb durchaus zu Problemen führen.

Energieverbrauch – Toshiba Tecra A50-E-110 Leistungsaufnahme Akkulaufzeit
Leerlauf (Energiesparmodus, Display aus) 1,2 Watt
Leerlauf (Energiesparmodus, minimale Displayhelligkeit) 3,6 Watt
Leerlauf (Energiesparmodus, maximale Displayhelligkeit) 8,2 Watt
PCMark 8 Battery Test 04:10 h
WLAN-TV-Streaming (215 cd/m², ausbalanciert) 9,1 Watt 06:34 h
Videowiedergabe (215 cd/m², ausbalanciert) 9,7 Watt
Musikwiedergabe (215 cd/m², ausbalanciert) 8,8 Watt
Geekbench CPU-Stresstest 50,5 – 29,2 Watt
Unigine Heaven 35,6 – 31,4 Watt
Stresstest 42,9 – 31,9 Watt
Leerlauf Akku-Ladezeit (215 cd/m²) 5 – 100 % 2:36 h
44-Wh-Lithium-Ionen-Akku, 45-Watt-Netzteil, Messgerät: Gossen Metrahit Energy
Akkulaufzeiten

Für die zu erwartenden Akkulaufzeiten stellen die bei wenig Toshiba Tecra A50-E-110Last zurückhaltenden Verbrauchswerte eine gute Grundlage dar. Zudem wird die Leistungsfähigkeit im Akkubetrieb abgesenkt was zu einem weiteren Positiveffekt führt. Der von Außen erreichbare Akku verfügt über eine Kapazität von 44 Wh und entspricht damit ziemlich genau dem derzeit vorherrschenden Standard.

Alternative Kapazitätsgrößen bietet Toshiba nicht an. Im Test reicht die oben dargestellte Kombination für ein netzunabhängiges Arbeiten von etwa 4:00 Stunden bis 6:30 Stunden. Beim PCMark 8 Battery Test hält die Tecra 4:10 Stunden lang durch und beim WLAN-TV-Streaming reicht es für 06:34 Stunden.

Für das Aufladen des Akkus benötigt das 45-Watt-Netzteil im Leerlauf mit Displayhelligkeitsstufe 7 insgesamt 2:36 Stunden. 95 % sind bereits nach 2 Stunden verfügbar.

Toshiba Tecra A50-E-110

Toshiba Tecra A50-E-110: Fazit

Die Toshiba Tecra A50 ist mittlerweile sichtbar in die JahreToshiba Tecra A50-E-110 gekommen. Die seit mehreren Generationen so gut wie unveränderte Schnittstellenausstattung, die nur halbherzig aktualisierten Leistungskomponenten und die bestenfalls durchschnittlichen Eingabegeräte sorgen für einen nicht unerheblichen Rückstand gegenüber der Konkurrenz.

Die bislang eher zurückhaltende Modellpflege der letzten Jahre schlägt nun voll durch und erschwert es dem Business-Notebook zudem die bis zum Erscheinen der dringend erwarteten Dynabook-Nachfolgeserien benötigte Zeit ohne Gesichtsverlust überbrücken zu können. Die Tecras sind ursprünglich immerhin mal angetreten um den Latitudes, EliteBooks und ThinkPads ordentlich Paroli bieten zu können.

Toshiba Tecra A50-E-110Relativiert wird der in wichtigen Punkten eher mäßige Gesamteindruck immerhin durch das gute Display, die passablen Akkulaufzeiten, die ordentliche Gehäusestabilität und die im Vergleich zur UVP derzeit günstige Preisgestaltung.

Ob das reicht, um der Tecra A50-E-110 unter dem Strich genügend Attraktivität zu verleihen, dürfte individuell recht unterschiedlich beurteilt werden.

 

Tobias Winkler

Neben zahlreichen Artikeln, die ich seit 2009 für Notebookjournal, PRAD und Notebookcheck verfasst habe, setze ich nun beim Projekt Notebooks & Mobiles meine eigenen Vorstellungen von einer Testplattform um. Ich habe Spaß am Schreiben, an mobiler Technik und allem was dazugehört.

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