Acer Swift 3 Intel (i5-8250, MX150) im Test

Schlank und schick. Das Acer Swift 3 ist ein stylisches 15-Zoll-Notebook, das mit einem tollen Metallgehäuse, langen Akkulaufzeiten und guter Leistungsfähigkeit überzeugt.

Mittelklasse-Notebooks "im beliebten 15-Zoll-Format stellen immer noch einen besonders guten Kompromiss aus Preis, Leistung, Ausstattung und Funktionsreichtum dar. Wenn ein solches Gerät auch noch besonders schlank und optisch ansprechend ausfällt, dann hat man gute Chancen ein Erfolgsmodell zusammengestellt zu haben.

Acers Swift 3 fällt in diese Kategorie und glänzt auf dem Datenblatt mit aktuellen Komponenten zum fairen Preis. Im Testgerät findet man einen Intel Core i5-8250U, eine Nvidia Geforce MX150, ein 128-GB-Solid-State-Drive, eine 1-TB-Festplatte, 8 GB RAM, Windows 10 und ein spiegelndes FullHD-IPS-Display. Die Straßenpreise für das Testmodell starten derzeit bei etwa 850 Euro und unterbieten damit die 1.000-Euro-Marke deutlich.

Der generelle Einstieg in die Serie gelingt derzeit mit knapp 800 Euro etwas günstiger. Das aktuelle Topmodell Acer Swift 3 SF315-51G-85W8 bietet vor allem mehr Speicher und den schnelleren Intel Core i7-8550U. Dann sind allerdings auch schon fast 1.300 Euro fällig.

Alternativ ist das Acer Swift 3 inzwischen auch mit AMD Ryzen 5 2500U erhältlich. Modelle mit AMD Ryzen 7 2700U sind ebenfalls angekündigt.

Acer Swift 3

Acer Swift 3 Intel: Auszug der technischen Daten
Model Acer Swift 3 SF315-51G-57E5
Preis ca. 850 Euro Testkonfiguration (Online)
Prozessor Intel Core i5-8250U, 4 Kerne (8 Threads), 1,6 GHz – 3,4 GHz, 15 Watt TDP
Grafik Nvidia Geforce MX150 (2 GB GDDR5) & Intel UHD Graphics 620 (shared memory), Umschaltgrafik Nvidia Optimus
Arbeitsspeicher 8 GB DDR4-RAM, Dual-Channel
Massenspeicher SK Hynix SC308 M.2-SATA-SSD 128 GB (HFS128G39TND-N210A) & 1-TB-Festplatte (Western Digital WD10SPZX-21Z10T0, 7 mm, 5400 U/min, 128 MB Cache)
Display 15,6-Zoll-IPS-Display, Auflösung: 1.920 x 1.080 Bildpunkte, spiegelnd, 16:9, 141 ppi, BOE 0700, NV156FHM-N48
Betriebssystem & Software Windows 10 Home 64 bit
BIOS-Version v1.03
Anschlüsse & Erweiterung 2 x USB Typ A 3.0 (1 x Powershare), 1x USB Typ A 2.0, 1 x USB 3.1 Gen.1 Typ C,  HDMI, 1 x 3,5-mm-Klinke Audio in/out, Speicherkarten-Lesegerät
Kommunikation Intel Dual Band Wireless-AC 7265, Bluetooth 4.1, Dual-Array-Mikrofon, 1.3-MP-Webcam
Audio Intel Sunrise Point – High Definition Audio Controller, 2 Stereo-Lautsprecher
Eingabegeräte Chiclet-Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung, Touchpad
Sicherheit Bios- und Systempasswörter, TPM 2.0, Fingerabdruck-Lesegerät, Kensington-Kabelschlossvorbereitung
Batterie & Stromversorgung 48-Wh-Lithium-Ionen-Akku (intern verbaut), 65-Watt-Netzteil
Zubehör
Abmessungen & Gewicht 371 (B) x 255 (T) x 19 (H) mm, Testgewicht 2,14 kg & Netzteil 310 g
Herstellergarantie 2 Jahre Pickup & Return
Leihsteller Acer Deutschland
Informationen zum Testgerät Produktseite
 Acer Swift 3: Garantie

Acer gewährt wie üblich standardmäßig 2 Jahre Herstellergarantie mit Einsende-und-Rücksende-Service. Eine Erweiterung der Garantie fällt bei Acer vergleichsweise günstig aus. Eine Verlängerung auf 4 Jahre Einsende-und-Rücksende-Service mit 4 Jahre International Travellers Warranty kostet zum Beispiel gerade mal 100 Euro. Eine Aktivierung muss allerdings in den ersten 365 Tagen nach dem Kauf erfolgen.

Acer Swift 3: Gehäuse

Das Metallgehäuse des Acer Swift 3 sieht nicht nur gut aus, es fühlt sich auch gut an und verfügt über eine ordentliche Stabilität. Die Handballenablage ist fest, die Tastaturmatte wippt beim Schreiben nicht nach und das große Displayscharnier hält den Bildschirm gut in Position. Der Displaydeckel lässt sich mit etwas Kraft zwar verwinden, Auswirkungen auf die Bilddarstellung hat das beim Testgerät aber nicht.

Staub und Fingerabdrücke treten auf der Oberfläche so gut wie gar nicht in Erscheinung. Sollten doch mal Schmutzansammlungen entfernt werden müssen, so gelingt das recht unproblematisch mit einem angefeuchteten Microfasertuch.

Separate Wartungsöffnungen findet man am Unterboden nicht. Um an die inneren Komponenten zu gelangen, muss man die gesamte Bodenplatte entfernen. Diese ist mit Torx-5-Schrauben gesichert und lässt sich aufgrund zahlreicher Kunststoffnasen nur mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl lösen.

Nach diesem Schritt zeigt sich schnell, dass sich die Aufrüstmöglichkeiten in engen Grenzen bewegen. Einzig die Massenspeicherlaufwerke und evtl. das Funkmodul können scheinbar ausgetauscht werden. Ob hier möglicherweise eine Komponenten-Whitelist zum Einsatz kommt ist nicht bekannt. Konventionelle RAM-Slots sind nicht vorhanden. Der Akku ist verschraubt und könnte daher im Servicefall recht einfach ausgetauscht werden.

Bevor man hier in Eigenregie Hand anlegt, sollte man sich wie üblich über die geltenden Garantiebedingungen informieren.

Acer Swift 3: Ausstattung
Schnittstellen

Art und Anzahl der vorhandenen Anschlüsse spiegelt eine zeitgemäße Grundausstattung wider. Sie beinhaltet neben zwei USB-3.0-Ports im Typ-A-Format auch einen moderneren USB 3.1 Gen.1 Typ C. Auf die Ausgabe eines DisplayPort-Signals versteht sich diese Schnittstelle jedoch nicht und auch die Transfergeschwindigkeit ist auf das übliche USB-3.0-Niveau mit theoretisch max. 5 Gbit/s beschränkt.

An der rechten Gehäuseseite findet man noch einen USB-2.0-Anschluss, der sich vornehmlich für den Betrieb mit weniger geschwindigkeitsabhängigen Peripheriegeräten empfiehlt. Ein Speicherkarten-Lesegerät und ein HDMI komplettieren die Schnittstellenliste. Einen Ethernet-Anschluss oder ein optisches Laufwerk hat das Acer Swift 3 nicht zu bieten.

Schnittstellenperformance

Die Schnittstellenperformance reicht für Standardaufgaben sicherlich aus, stößt aber schnell an Grenzen, wenn besondere Geräte oder Speichermedien zum Einsatz kommen sollen. Über den HDMI-Ausgang können hochauflösende externe 4k-Monitore lediglich mit 30 Hz Bildwiederholrate betrieben werden. Über einen DisplayPort-Ausgang verfügt die Serie nicht. Enttäuschend zeigt sich auch die Arbeitsgeschwindigkeit des Speicherkarten-Lesegeräts. Mit etwa 24 MB/s beim Lesen und Schreiben werden nicht nur besonders schnelle UHS-II-Medien, sondern auch die bis zu 90 MB/s leistenden UHS-I-Karten erheblich ausgebremst.

Die USB-3-Anschlüsse agieren mit der üblichen Geschwindigkeit und erreichen je nach Kombination um die 400 MB/s beim Lesen und Schreiben. Auch hier bleiben besonders schnelle Laufwerke wie zum Beispiel Sandisks Extreme 900 Portable SSD hinter ihren Möglichkeiten zurück, da weder USB-3.1-Gen.2 noch Thunderbolt 3 unterstützt werden.

Acer Swift 3 SF315-51G-57E5 Transferraten in MB/s
Speicherkarten-Lesegerät, Lexar Professional UHS-II 2000x (128 GB, SD) 23,7 Lesen/ 24 Schreiben
USB 3.0 Typ A, Samsung Portable SSD T3 (250 GB) 392 Lesen/ 366 Schreiben
USB 3.1 Gen.1 Typ C, Sandisk Extreme 900 (480 GB) 408 Lesen/ 415 Schreiben
Ansteuerung Viewsonic VP 2780-4k 3.840 x 2.160 mit 60 Hz nein, HDMI max. 30 Hz @3.840 x 2.160 Bildpunkte
Latenzen (LatencyMon), nach 61 Minuten Laufzeit  1.584 µs / 635 µs (nach Optimierung)
Maximale Lautstärke integrierte Lautsprecher (Pink Noise)  81,2 dB(A)
Bluetooth-Reichweite mit UE Boom 2 15 m
Erreichbarkeit BIOS/ UEFI F2
Erreichbarkeit Bootoptionen F12 (im BIOS deaktiviert)
Kommunikation

Für kabellose Verbindungen stehen ein Intel-Dual-Band-AC-WLAN-Modul und Bluetooth 4.1 zur Verfügung. Die 1,3-MP-Webcam löst zwar etwas höher, als viele andere Modelle auf, ist von den Grundeigenschaften allerdings ähnlich mager aufgestellt. Die Qualität reicht für private Videochats bei guter Beleuchtung. Sobald sich die Lichtverhältnisse verschlechtern nimmt auch die Bildqualität sichtbar ab. Farben verblassen, Bewegungsunschärfe nimmt zu und ein Grieseleffekt setzt ein.

Neben den üblichen Passwort-Sicherheits-Optionen auf BIOS- und System-Ebene und einem Trusted Platform Modul, verfügt das Acer Swift 3 auch noch über einen Fingerabdruck-Leser. Dieser ergänzt die Sicherungsmöglichkeiten und sorgt für ein vereinfachtes Entsperren des Rechners.

Sound & Audio

Die Soundqualität der integrierten Stereoboxen erinnert eher an Modelle aus dem Business- als aus dem Multimediabereich. Höhenbetont und mit abgeschwächten Mitten und Bässen reicht die Ausgabe lediglich für Standardaufgaben. Externe Boxenlösungen oder Kopfhörer lassen sich zum Beispiel per Bluetooth, USB oder 3,5-mm-Klinke anbinden. Der Klinke-Anschluss kombiniert als Kombi-Port den Kopfhörer-Ausgang mit dem Mikrofoneingang.

Für den Einsatz im Rahmen von Echtzeitaudioaufgaben eignet sich das Acer Swift 3 aus dem Stand heraus nicht. Die gemessenen Latenzen betragen im Maximum 1.548 µs, womit die Grenze von 1.000 µs deutlich überschritten wird. Sind die Latenzen zu hoch können Aussetzer, Synchronisationsfehler, Knackser oder sonstige Qualitätsbeeinträchtigungen auftreten. Treiber von Webcams, Funk-/Netzwerkmodulen und die Akkuelektronik sind mögliche Gründe für eine zu hohe Latenz. Nach dem Deaktivieren der üblichen Verdächtigen lassen sich die Ergebnisse beim Testsample auf niedrige 635 µs (1 Std. LatencyMon-Laufzeit) drücken.

Acer Swift 3: Eingabegeräte

Acer verbaut im Acer Swift 3 eine solide Chiclet-Tastatur mit separatem Nummernblock und integrierter Hintergrundbeleuchtung. Leider lässt sich wie schon beim Acer TravelMate X3 X349 G2 die Beleuchtung nicht dauerhaft einschalten. Nach einigen Sekunden Nichtbenutzung schaltet sie sich automatisch ab. Geändert werden kann diese Vorgabe nicht. Beim Acer TravelMate X3 X349 G2 hat Acer auf Nachfrage Stromspargründe für dieses Verhalten genannt.

Über die guten Grundeigenschaften der Eingabe kann dieses kleine Manko dennoch nicht hinwegtäuschen. Mit mittelkurzem Hub, angenehmem Anschlag und zurückhaltender Geräuschentwicklung dürfte man hier kaum Anlass zur Kritik finden. Lediglich die vertikalen Pfeiltasten und die Tab-Taste hätten durchaus größer ausfallen können. Ansonsten ist das Haupteingabefeld weitestgehend im 19-mm-Raster ausgeführt, was eine schnelle Eingewöhnung beim Tippen begünstigt.

Das 106 x 88 mm große Touchpad verfügt über sehr gute Gleiteigenschaften und ordentlich Platz für Mehrfingergesten. Welche man davon nutzen möchte, kann in den Windows-Einstellungen konfiguriert werden. Ein eigenes Software-Tool bringt das Synaptics-Touchpad nicht mit. Vom sonst üblichen Funktionsumfang her sind hier keine auffälligen Unterschiede erkennbar. Die im Clickpad integrierten Maustasten reagieren zuverlässig und leichtgängig.

Acer Swift 3: Display
Auflösung & Blickwinkelstabilität

Das im Acer Swift 3 eingesetzte FullHD-IPS-Display stammt vom chinesischen Hersteller BOE Technologies. Mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten bietet der Bildschirm eine Punktdichte von 141 ppi. Die glatte Displayoberfläche spiegelt und zeigt sich vor allem in hellen Umgebungslichtsituationen und im Ausseneinsatz von Nachteil. Eine wirksame Entspiegelungsschicht, wie man sie zum Beispiel bei Apples MacBooks vorfindet, hat das Acer Swift 3 nicht zu bieten.

Dank IPS-Technologie fällt die Blickwinkelstabilität sehr gut aus und weist bei Betrachtungen aus ungünstigen Winkeln kaum Farb- und Kontrastveränderungen auf.

Helligkeit & Kontrast

Die maximale Helligkeit beträgt beim Testgerät 262 cd/m² in der linken oberen Ecke. Bis zur unteren Rechten Ecke nimmt diese Luminanz deutlich ab und erreicht dann nur noch 196 cd/m². Die Ausleuchtung beträgt damit mäßige 74 Prozent. Dieser Helligkeitsunterschied zeigt sich in der Praxis lediglich bei einfarbigen Bildinhalten. Im abgedunkelten Raum sind beim Schwarzbild allerdings auffällige Lichthöfe an den Displayrändern erkennbar. Gerade bei dunklen Szenen in Filmen oder Spielen dürfte das unangenehm aufstoßen.

Die Helligkeit lässt sich über 11 Stufen recht linear den individuellen Bedürfnissen nach einstellen. In Helligkeitsstufe 8 liefert der Bildschirm 209 cd/m² und in Helligkeitsstufe 6 148 cd/m². Zur Helligkeitsregulierung setzt Acer ab Stufe 8 abwärts PWM (Pulsweitenmodulation) mit einer sehr hohen Frequenz von 21.000 Hz ein. Die meisten Anwender sollten dadurch nicht beeinträchtigt werden. Als störend werden in der Regel Frequenzen bis 400 Hz empfunden.

Dank niedrigem Schwarzwert von 0,081 cd/m² verfügt das Display über ein recht sattes Schwarz, das bei Filmen, Fotos und Spielen einen guten Eindruck hinterlässt. Zusammen mit der maximalen Helligkeit sorgt er für einen sehr guten Kontrast von 3.111:1.

Farbraum & Farbtreue

Die darstellbaren Farben fallen dagegen sehr gering aus und sind lediglich in der Lage 57 % des sRGB-Farbraums wiederzugeben. Feine Farbabstufungen gehen dadurch verloren. Aufgrund der geringen Farbraumabdeckung ist das Panel in der Folge auch nicht in der Lage eine ausreichend hohe Farbgenauigkeit zu erreichen. mit einem durchschnittlichen DeltaE 2000 von 5,7 und einem maximalen DeltaE 2000 von 23,8 werden die Zielkorridore der Referenzwerte selbst nach einer Profilierung zu oft und zu weit verfehlt.

Displaymessungen im Überblick
Display – Acer Swift 3 15,6-Zoll-IPS-Display, spiegelnd, 16:9, BOE 0700, NV156FHM-N48
Auflösung 1.920 x 1.080 Bildpunkte, 141 ppi
minimale Helligkeit 19 cd/m²
ca. 150 cd/m²  Helligkeitsstufe 6 ( 148 cd/m²)
ca. 200 cd/m²  Helligkeitsstufe 8 ( 209 cd/m²)
maximale Helligkeit Displaymitte 252 cd/m²
maximale Helligkeit Displaymitte Akku 252 cd/m²
Schwarzwert Displaymitte 0,081 cd/m²
Ausleuchtung 74 %
sRGB-Farbraumabdeckung 57 %
Kontrast Displaymitte 3.111:1
mittleres DeltaE 2000 (profiliert) 7,3 (5,8)
maximales DeltaE 2000 (profiliert) 23,2 (23,8)
Helligkeitssteuerung durch Pulsweitenmodulation ja mit 21.000 Hz, Helligkeitsstufe 0 bis 9
Das Display wurde mit Portrait Displays Spectracal Calman Software vermessen und ausgewertet. Ausführlicher Artikel zu Calmans Farbanalyse-Software
Acer Swift 3: Leistung

Die im Acer Swift 3 der aktuellen Modellgeneration eingesetzte Leistungs-Hardware bewegt sich auf der Höhe der Zeit und profitiert vom Intel Core i5-8250U, einer Nvidia Geforce MX150 und einer soliden Speicherkonfiguration. Alternativ zum Testgerät bekommt man auch Varianten mit Intel Core i7-8550U und weiter ausgebauten Speicherausstattungen.

Prozessor – Intel Core i5-8250U

Die neuen Prozessoren der Kaby-Lake-Refresh-Generation liefern im Vergleich zu den Vorgängermodellen ein enormes Leistungsplus ab. Das gilt auch für den Intel Core i5-8250U im Acer Swift 3. Dank vier echter Rechenkerne in Kombination mit Intels Hyperthreading-Technologie können gleich bis zu 8 Threads parallel abgearbeitet werden. Das sorgt für mehr Reserven bei gleichzeitig laufenden Programmen und reizt Multi-Thread-Software möglichst gut aus. Die bis auf 3,4 GHz angehobene Maximaltaktrate sorgt zudem für eine deutlich gesteigerte Rechenleistung bei Single-Thread-Aufgaben. Damit wird auch die Gruppe von Programmen nicht vergessen, die lediglich einen Rechenkern nutzen.

Beim Cinebench R15 Single-Thread-Test erzielt das Testgerät 147 Punkte und beim Multi-Thread-Test 542 Punkte. Im Vergleich zum Intel Core i5-8250U aus dem Acer Aspire 5 A515 fallen die Ergebnisse sogar noch etwas besser aus.

Das gilt insgesamt auch für den CPU-Stresstest. In den ersten Durchläufen fallen die Ausschläge zunächst relativ hoch aus, um sich später etwas oberhalb der Ergebnisse des Intel Core i5-8250U aus dem Acer Aspire 5 A515 einordnen zu können. In diesem Bereich wird selbst die Intel Core i7-8550U aus dem Dell Inspiron 17 7000 2-in-1 (7773) knapp geschlagen.

Grafik – Nvidia Geforce MX150 (2 GB GDDR5) & Intel UHD Graphics 620

Das Acer Swift 3 verfügt über eine im Prozessor integrierte Intel UHD Graphics 620 und eine zusätzliche Nvidia-Geforce-MX150-Grafikeinheit die zusammen im Nvidia-Optimus-Verbund arbeiten. Je nach Aufgabe und Belastung kommt entweder die sparsamere Intel-Lösung oder die leistungsstärkere Nvidia-Grafik zum Einsatz. Welche Einheit wann genutzt wird, kann man entweder der sehr gut funktionierenden Optimus-Automatik überlassen oder individuell vorgeben.

Die Intel UHD Graphics 620 eignet sich bereits sehr gut für viele Aufgabengebiete im Heimanwenderbereich. Theoretisch können bis zu 3 Displays angesteuert, UHD-Monitore mit 60 Hz betrieben und Konvertierungen per Intel Quick Sync umgesetzt werden. Leider sind die Möglichkeiten der Displaynutzung beim Testgerät aufgrund eines fehlenden DisplayPort oder HDMI 2.0 tatsächlich jedoch stark eingeschränkt.

Die dedizierte Nvidia Geforce MX150 wird vor allem dann benötigt, wenn leistungsfordernde 3D-Aufgaben anliegen. Beim Swift 3 werden das in der Regel aktuellere Spiele sein. Hierfür reicht die Leistungsfähigkeit jedoch lediglich für weniger ambitionierte Ansprüche aus. Leistungsfresser wie Total War: Warhammer 2, Middle Earth: Shadow of War oder Deus Ex: Mankind Divided sind bei einer Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten lediglich mit niedrigen Qualitätseinstellungen ruckelfrei spielbar. Weniger fordernde Titel wie Dirt Rally oder Tomb Raider machen auch bei nativer Displayauflösung (1.920 x 1.080 Bildpunkte) und hohen Qualitätseinstellungen noch eine gute Figur.

 

Massenspeicher: SK Hynix SC308 M.2-SSD & Western Digital 1-TB-HDD

Acer bietet beim Testgerät eine Massenspeicherlösung, welche die Vorzüge eines schnellen Solid State Drives mit der günstigen Speicherkapazität einer Festplatte kombinieren soll. Auf dem 128-GB-Festspeicherlaufwerk von SK Hynix befinden sich das Betriebssystem und die vorinstallierte Software. Das sorgt für einen flinken Systemstart und ein gutes Ansprechverhalten beim Öffnen der Programme. Zum Speichern von Daten und speicherintensiven Programmen (Spiele) ist dagegen in erster Linie die konventionelle 1-TB-Festplatte gedacht.

Die Leistungsfähigkeit des M.2-Laufwerks zeigt sich im Vergleich jedoch recht bescheiden und befriedigt lediglich Basisansprüche. Während die maximale Lesegeschwindigkeit von 555 MB/s und die maximale Zugriffszeit von 0,3 ms noch praxisgerecht ausfallen, enttäuscht die Schreibgeschwindigkeit mit maximal 131 MB/s schon sehr.

Eine kleine Besonderheit stellt die im Testgerät integrierte Acer Swift 3Western Digital WD10SPZX dar. Sie verfügt über einen mit 128 MB besonders großen Cache und kann damit Zugriffszeit und Übertragungsgeschwindigkeit gegenüber den konventionellen Festplattenmodellen erheblich verbessern.

Zumindest bei Aufgaben mit kurzen Beanspruchungen. Mit Transferraten von über 250 MB/s und einem Ansprechverhalten von unter 1 ms (beides HD Tune) bekommt man hier einen ordentlichen Mehrwert geboten. Bei Dauertransferaufgaben sinkt die Übertragungsgeschwindigkeit dagegen wieder schnell auf um die 130 MB/s, was aber immer noch einen sehr gutes Ergebnis im Vergleich zur Masse der 2,5-Zoll-Festplatten-Konkurrenz darstellt.

Systemleistung

Dank der ausgewogenen Hardwarezusammenstellung aktueller Komponenten und einer Dual-Channel-Konfiguration des Arbeitsspeichers, verfügt das Acer Swift 3 über eine gute Systemleistung. Einen kleinen Schub könnte noch ein schnelleres Solid State Drive bewirken. Der Arbeitsspeicher ist aufgelötet und nicht aufrüstbar. Beim PCMark 8 Home erreicht das Testsystem 3.888 Punkte und beim PCMark 10 3.909 Punkte.

Acer Swift 3

Testergebnisse im Überblick
Acer Swift 3 8 GB RAM & SATA-SSD
Prozessor  Single-Core  Multi-Core
Cinebench R15 64 bit (Akku) 147 cb (141 cb) 542 cb (508 cb)
Geekbench 3.3.0 64 bit 3.596 Punkte 13.813 Punkte
System Single-Core Multi-Core
PCMark 8 Home (Akku) 3.888 Punkte (3.873 Punkte)
PCMark 10 3.909 Punkte
Massenspeicher Lesen Schreiben
Crystal Disk Mark 555 MB/s 131 MB/s
Grafik HD Basic HD+ Extreme
Unigine Heaven 4.0 56 fps 19 fps
Cinebench R15 OpenGL (Akku) 90 fps (70 fps)
3DMark Cloud Gate 13.691 Punkte
3DMark Firestrike 3.292 Punkte
3DMark Time Spy 1.209 Punkte
Acer Swift 3: Emissionen

Die Hitze- wie auch die Geräuschentwicklung hat Acer beim Testgerät sehr gut im Griff. Viele Office-Aufgaben wie Textverarbeitung, Internetrecherchen oder WLAN-Streaming werden hauptsächlich mit einem lautlosen Betriebsgeräusch bewältigt. Selbst die Festplatte ist bei der Arbeit nur bei genauem Hinhören oder in besonders leisen Arbeitsumgebungen überhaupt wahrnehmbar.

Emissionen – Acer Swift 3 Schalldruckpegel
Leerlauf (Energiesparmodus, minimale Displayhelligkeit, HDD aus) Lautlos
HDD (Schreibvorgang) 27,8 dB(A)
Büro (PCMark 8 Battery Test, 209 cd/m², ausbalanciert) Lautlos – 33,5 dB(A)
WLAN-Streaming (209 cd/m², ausbalanciert) Lautlos – 28,3 dB(A)
Spiele (209 cd/m²) 35,3 dB(A)
Stresstest (maximale Displayhelligkeit) 33,5 dB(A)

Wenn der Lüfter mal in Erscheinung tritt, dann meist sehr zurückhaltend. Der gemessene Schalldruckpegel beträgt hier 28,3 dB(A) und dürfte von vielen Anwendern als sehr leise eingestuft werden. Für den Zeitraum anhaltender Prozessorlast erhöht sich das Betriebsgeräusch moderat und erreicht einen Schalldruckpegel von 33,5 dB(A). Der Spitzenwert von 35,3 dB(A) tritt vor allem beim Spielen auf, wenn die dedizierte Grafikeinheit ausgelastet wird.

Nach über einer Stunde Stresstest mit Geekbench und Unigine Heaven haben sich die Gehäuseoberflächen auf maximal 47,7 °C an den Hotspots aufgeheizt. Einschränkungen aufgrund der Hitzeentwicklung sind im praktischen Betrieb nicht zu erwarten.

Acer Swift 3: Stromverbrauch
Leistungsaufnahme

Der Stromverbrauch des Acer Swift 3 zeigt sich im Test sehr zurückhaltend. Mit 1,2 Watt im Minimum bis 63,3 Watt in der Spitze bewegt sich die Spanne in einem recht eng abgesteckten Rahmen. In vielen Anwendungszenarien ( Displayhelligkeitsstufe 8 (209 cd/m² ), ausbalancierter Energiemodus) kann man mit einer Leistungsaufnahme von um die 10 Watt gut zurecht kommen. Bei Konvertierungen, Spielen oder sonstigen rechenintensiven Aufträgen erhöht sich der Verbrauch jedoch schnell auf 46 bis über 60 Watt.

Der im Testgerät verbaute Akku verfügt über eine Kapazität von 47 Wh und das mitgelieferte Netzteil ist mit einer Nennleistung von 65 Watt spezifiziert. Angesichts der kurzzeitig gemessenen Lastspitze von bis zu 63,3 Watt sind die Reserven zwar knapp, das Limit des Netzteils wird aber noch nicht überschritten. Netzteilthrottling ist nicht aufgetreten.

Energieverbrauch – Acer Swift 3 Leistungsaufnahme Akkulaufzeit
Leerlauf (Energiesparmodus, Display aus) 1,2 Watt
Leerlauf (Energiesparmodus, minimale Displayhelligkeit) 3,5 Watt
Leerlauf (Energiesparmodus, maximale Displayhelligkeit) 5,5 Watt
Büro (PCMark 8 Battery Test, 209 cd/m², Höchstleistung) 3:44 h
Büro (PCMark 8 Battery Test, 209 cd/m², ausbalanciert) 6,8 – 53,6 Watt 4:01 h
WLAN-Streaming (209 cd/m²) 7,5 – 9,2 Watt 8:01 h
Spiele (209 cd/m²) 46,3 – 60,5 Watt
Stresstest Geekbench & Unigine Heaven 63,3 – 46,0 Watt 1:05 h
47-Wh-Lithium-Ionen-Akku (innen), 65-Watt-Netzteil
Akkulaufzeiten

Im Akkubetrieb zeigt sich, dass Acer recht zurückhaltend in die Leistungsfähigkeit der Komponenten eingreift. Beim Cinebench R15 OpenGL Shading werden zum Beispiel 70 fps anstatt 90 fps, beim Cinebench R15 Multi-Thread-CPU-Test 508 Punkte anstatt 542 Punkte und beim PCMark 8 3.873 Punkte anstatt 3.888 Punkte erzielt.

Die Akkulaufzeiten des Acer Swift 3 sind daher vor allem von den gewählten Einstellungen und dem eingesetzen Aufgabenfeld abhängig. Beim WLAN-TV-Streaming hält das Testgerät ganze 8 Stunden lang durch (ausbalanciertes Energieprofil, 209 cd/m², Intel UHD Graphics 620). Für den PCMark 8 Home Battery Test reicht der Akku zwar nur halb so lange, positioniert sich im Vergleich mit der Konkurrenz dennoch in einem respektablen Bereich. Zumal die Leistungs-Ergebnisse wie bereits beschrieben kaum abnehmen.

Unter Volllast reicht es dann doch noch für etwas mehr als eine Stunde Laufzeit, da hier die im Leistungskapitel beschriebenen thermisch bedingten Taktreduzierungen nebenbei auch zu einer Verringerung des Stromverbrauchs führen.

Acer Swift 3: Fazit

Acer hat mit dem Acer Swift 3 eigentlich ein Acer Swift 3richtig tolles Notebook im Programm. Das Gehäuse macht einen sehr guten Eindruck, die Eingabegeräte gefallen und die im Test erzielten Akkulaufzeiten begünstigen ausdauernde mobile Einsätze. Als besonders gewichtigen Pluspunkt führt Acer dabei Intels 8. Prozessorgeneration ins Feld, die zusammen mit der Nvidia Geforce MX150 für eine ansprechende Leistungsfähigkeit sorgt. Sehr angenehm: Die Emissionen fallen überaus zurückhaltend aus und zeigen sich im Test nie störend.

Folglich könnte sich das Acer Swift 3 also mit Leichtigkeit einen Namen als ein sehr gutes Notebook machen. Vereitelt wird diese zum Greifen nahe Möglichkeit vor allem durch das Display und die mageren Fähigkeiten der Schnittstellen. Der Bildschirm spiegelt stark, ist deshalb für einen problemlosen Betrieb in hellen Umgebungslichtsituationen zu dunkel, stellt nur eine vergleichsweise geringe Anzahl an Farben dar und leidet unter gut sichtbaren Lichthöfen bei dunklen Bildinhalten.

Acer Swift 3Bei den Schnittstellen dürfte man sich schnell über das unzeitgemäß langsame Speicherkarten-Lesegerät und spätestens mittelfristig über das Fehlen eines Displayports und die auf 5 Gbit/s limitierte USB-Performance ärgern.

Unter dem Strich reicht es beim Acer Swift 3 auch dank der fairen Preisgestaltung und den kundenfreundlichen Garantieoptionen trotz der Displayschwächen noch für eine gute Gesamtnote.

Das Acer Swift 3 ist zum Beispiel in verschiedenen Konfigurationen bei Notebooksbilliger erhältlich: Acer Swift 3 (Werbung).

Tobias Winkler

Neben zahlreichen Artikeln, die ich seit 2009 für Notebookjournal, PRAD und Notebookcheck verfasst habe, setze ich nun beim Projekt Notebooks & Mobiles meine eigenen Vorstellungen von einer Testplattform um. Ich habe Spaß am Schreiben, an mobiler Technik und allem was dazugehört.

4 Gedanken zu „Acer Swift 3 Intel (i5-8250, MX150) im Test

  • 29. März 2018 um 09:19
    Permalink

    Hallo, da es momentan auf das Swift 3 in 14 und 15 Zoll Rabatt gibt bin ich darauf und auf deinen Test aufmerksam geworden. Da ich das Thinkpad E480 mit RX550 bereits da hatte und leider aufgrund dem Lüfter und leider Clouding im unterem Bereich damit nicht glücklich geworden bin sehe ich gerade das Acer Swift 3 in 14 Zoll als alternative an, zumindest von den inneren Werten her ist das preislich mehr als attraktiv für mich. Kannst du vieilleicht was dazu sagen, wie du das Acer im Vergleich zum Thinkpad als alternative siehst? Die Akulaufzeiten scheinen ja gut zu sein, einzig das Display hält mich noch davon ab, Das ist leider gespiegelt und dann noch die Helligkeit. Für im Büro oder zuhause solte das dennoch reichen oder? Kann mir leider hier niergends einen Eindruck davon machen. Dein Testmodell hatte zwar Clouding, aber das ist ja teils glückssache und vielleicht ist das im 14 Zoll Modell besser.

    Antwort
    • 29. März 2018 um 12:19
      Permalink

      Da kann ich leider nichts zu sagen. Das wäre von meiner Seite aus auch reine Spekulation, da ich das 14er Swift 3 noch nicht getestet habe. Selbst bei zwei baugleichen Notebooks kann es im Bereich des Displays zu nicht unwesentlichen Unterschieden kommen. Hier könnte sogar je nach Charge das eingesetzte Display von unterschiedlichen Herstellern stammen.
      Ob generell ein spiegelndes Display für den vorgesehenen Einsatzzweck tauglich ist, hängt neben der Displayhelligkeit, dem Kontrast und dem Spiegelungsgrad (Entspiegelungssicht vorhanden oder nicht) vor allem auch von der Umgebungssituation/ Beleuchtungsstärke ab. Selbst die Kleidung des Nutzers, die sich störend im Bildschirm spiegelt (weißes Hemd) kann erheblichen Einfluß auf das subjektive Empfinden haben.

      Antwort
  • 6. Juli 2018 um 17:36
    Permalink

    Hallo Tobias, Du schreibst, dass sich die Latenz durch Deaktivieren der „üblichen Verdächtigen“ auch 635 mikrosek. verringern ließ. Welche Treiber hast du denn deaktiviert? Hast du sie nur in der Systemsteuerung deaktiviert oder gleich deinstalliert? Kriege das gerade nicht reproduziert…

    Antwort
    • 7. Juli 2018 um 20:10
      Permalink

      Hallo Michael, ich habe im Geräte-Manager die entsprechende Hardware deaktiviert. Akku, WLAN, Bluetooth. Durch Treiber-Optimierungen, kann es sein, dass mittlerweile die eine oder andere Komponente nicht mehr deaktiviert werden muss, um ausreichend niedrige Latenzen zu erhalten. Gemessen mit Latency Mon.

      Antwort

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