Apple 15 Zoll MacBook Pro (Late 2016) im Test

Exklusiver Profi. Das Apple 15 Zoll MacBook Pro ist ein mobiles Arbeitsgerät der Premium-Klasse mit teils innovativen Eigenschaften und sehr guter Leistungsfähigkeit.

Das "Apple 15 Zoll MacBook Pro hat sich mit der letzten Überarbeitung Ende 2016 sprungartig zum Luxusobjekt finanzkräftiger Kunden entwickelt. Selbst hartgesottene Apple-Fans sehen hier nicht selten eine finanzielle Schmerzgrenze überschritten und winken bei Einstiegspreisen ab 2.700 Euro dankend ab.

Dabei hört sich die Kombination aus Touch Bar, farbstarkem Display, Thunderbolt-3-Schnittstelle, AMD-Radeon-Pro-Grafik und verbesserter Mobilität durchaus spannend an. Zudem wird die nackte Hardware durch eine oft vorbildlich abgestimmte Software, optimierte Workflows und eine klassenübergreifende Verzahnung von PC, Smartphone und Tablet zusätzlich flankiert.

Apple 15 Zoll MacBook Pro 2016

Apple 15 Zoll MacBook Pro: Gehäuse

Das Gehäuse ist im Vergleich zum eh schon flachen Vorgängermodell nochmals deutlich dünner geworden. Im Grunde hat Apple wesentliche Designelemente beibehalten, gleichzeitig aber überflüssige „Pfunde“ weggeschliffen. Das sorgt für ein geringeres Gewicht, eine insgesamt weiter optimierte Mobilität und einen optisch wirkungsvollen Aha-Effekt.

Die Qualitätseigenschaften leiden unter dieser Schrumpfkur nicht. Das Unibody-Aluminium-Gehäuse gewährleistet eine hervorragende Verwindungssteifigkeit und lässt sich mit angemessener Krafteinwirkung nicht verbiegen, eindrücken oder sonst wie deformieren. Die Verarbeitungsqualität überzeugt mit feinen, gleichmäßigen Spaltmaßen und sauberen Kanten.

Das Display wird durch ein großes durchgängiges Scharnier stabil in Position gehalten. Der maximale Öffnungswinkel fällt mit 140 Grad weiterhin knapp aus und schränkt zum Beispiel beim Einsatz auf dem Schoß etwas ein.

Mit einem Testgewicht von 1,80 kg erhält man hier ein extrem leichtes und mit knapp 16 mm Bauhöhe auch noch ein extrem flaches 15-Zoll-Notebook, das keinerlei Abstriche bei Stabilität und Verarbeitungsqualität offenbart.

Ganz ohne Zugeständnisse erreicht aber selbst Apple diese Premium-Qualität nicht. Die schlanke Bauform kann nur erreicht werden, weil nahezu alle inneren Bestandteile verlötet, verklebt oder sonst wie fest im Gehäuse verbaut wurden. Ein Aufrüsten, Austauschen oder Warten von Komponenten ist für den Endkunden nicht vorgesehen. Dementsprechend weitsichtig sollte man sich sein MacBook konfigurieren, um zukünftigen Anforderungen möglichst langfristig genügen zu können.

Apple 15 Zoll MacBook Pro: Ausstattung & Preise

Dass dies nicht immer einfach ist, macht bereits ein kurzer Blick auf Apples Aufpreisliste im Online-Store deutlich. Der eh schon üppige Einstiegspreis von knapp 2.700 Euro wird wohl in vielen Fällen durch ein Upgrade des Massenspeichers auf 512 GB (240 Euro) oder 1 TB (720 Euro) weiter in die Höhe schnellen. Auch die mit 4 GB GDDR5-Grafikspeicher bestückte AMD Radeon Pro 460 könnte für manche Einsatzbereiche eine lohnende Investition darstellen. Mit 240 Euro Aufpreis fällt jedoch auch dieser Zusatzwunsch beim Einstiegsmodell nicht gerade günstig aus.

Noch nicht einmal für viel Geld bekommt man dagegen mehr Arbeitsspeicher geboten. Mit 16 GB stellt die Grundausstattung gleichzeitig auch den Maximalausbau dar. Ebenfalls nicht vorhanden ist ein Speicherkarten-Lesegerät. Das dürfte recht schmerzlich sein, da man hier nun zwingend auf externe Lösungen angewiesen ist.

Apple 15 Zoll MacBook Pro 2016

Testkonfiguration

Mein Testgerät in der Farbe Space Grau entspricht der teureren Ausstattungsvariante für 3.199 Euro (Apple Store) und ist mit einer Intel-Core-i7-6820HQ-CPU, einer AMD-Radeon-Pro-455-Grafik, einem 512-GB-Solid-State-Drive und 16 GB RAM bestückt. Je nach Einsatzgebiet und Arbeitsumgebung dürfte sich zu der reinen Notebookanschaffung noch das eine oder andere Zubehör dazugesellen, was den Preis weiter in die Höhe treibt.

Der Zeitraum der Herstellergarantie umfasst magere 12 Monate. Konkurrenzmodelle dieser Preisklasse sind oft von Haus aus mit einer Herstellergarantie von 36 Monaten versehen.

Auszug der technischen Daten
Model Apple 15 Zoll MacBook Pro (Ende 2016), MLH42D/A
Preis ca. 2.900 Euro (Testkonfiguration, Straße), Einstieg ab ca. 2.700 Euro
Prozessor Intel Core i7-6820HQ, 2,9 – 3,8 GHz, 4 Kerne/ 8 Threads
Grafik Intel HD Graphics 530 (shared memory) + AMD Radeon Pro 455 2 GB GDDR5
Arbeitsspeicher 16 GB LPDDR3-RAM (2.133 MHz), Dual-Channel verlötet, nicht aufrüstbar
Massenspeicher Apple SSD SM0512L, 512 GB PCIe SSD, proprietär
Display 15,4-Zoll-Display, IPS, Auflösung: 2.880 x 1.800 Bildpunkte, 16:10, 220 ppi, spiegelnd aber mit Entspiegelungsschicht, 100 % sRGB, 87 % P3
Betriebssystem & Software macOS Sierra, umfangreiches Softwarepaket u.a. mit Keynote, Pages, Numbers, iMovie, Fotos, Garageband
Anschlüsse & Erweiterung 4 x Thunderbolt 3 mit bis zu 40 Gbit/s, bis zu 2 Displays mit 5120 x 2880 bei 60 Hz oder bis zu vier Displays mit 4096 x 2304 bei 60 Hz.
Kommunikation 802.11-AC-WLAN Broadcom BCM43xx, Broadcom Bluetooth 4.2, Facetime HD Kamera (720p), drei Mikrofone
Audio Stereolautsprecher, 3,5 mm-Klinke kombinierter Kopfhörerausgang und Mikrofoneingang
Eingabegeräte Chiclet-Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung, Touch Bar, Trackpad
Sicherheit Touch ID
Batterie & Stromversorgung 76-Wh-Lithium-Polymer-Akku, 87-Watt-Netzteil (360 g)
Abmessungen & Gewicht 350 (B) x 241 (T) x 15,5 (H) mm, Testgewicht 1,80 kg
Herstellergarantie 12 Monate Herstellergarantie
Informationen zum Testgerät http://www.apple.com/de/macbook-pro/
Leihsteller Apple Deutschland

Der Hauptgrund für die fast schon zwingende Anschaffung weiterer Zubehör-Hardware ist Apples konsequente Umstellung auf Thunderbolt 3 bei der Schnittstellenausstattung. Mit insgesamt 4 Ports ist das 15-Zoll-MacBook-Pro sehr gut aufgestellt. Das derzeitige Manko dieser leistungsfähigen Verbindungsart ist die noch junge Steckverbindung in Form des verdrehsicheren USB-Typ-C.

Dabei dürfte man sich kaum an den vielfältigen Funktionen und Standards, sondern vielmehr an dem Anschlusstyp selbst stören. Er ist zwar klein, besonders einfach zu handhaben und extrem leistungsfähig, dafür aber noch wenig verbreitet. Daher wird so mancher Nutzer bis zur flächendeckenden Verbreitung wohl noch einige Zeit mit Adaptern, Portreplikatoren und Dockingstations arbeiten müssen.

Am Funktionsumfang dieser Schnittstelle gibt es dagegen keinen Anlass für Kritik. Hier werden nicht nur die bisherigen von Macs unterstützen Standards geboten, sondern deren Leistungsfähigkeit und Verwendungsbreite auch noch deutlich aufgebohrt. Mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von maximal 40 Gbit/s wird die Thunderbolt-2-Performance verdoppelt. USB 3.1 Gen. 2 (10 Gbit/s) ist ebenfalls integriert.

Mit der Unterstützung der Protokolle PCI Express und DisplayPort kann diese Schnittstelle nicht nur für den Datentransfer, sondern auch für die Bildübertragung genutzt werden. DVI-, HDMI- und VGA-Displays lassen sich per Adapter oder mit speziellen Kabeln ansteuern. Weitere nette Features wie 10-Gbit/s-Ethernet, die Kettenschaltung von bis zu 6 Thunderbolt-3-Geräten oder eine Stromversorgung von bis zu 100 Watt nimmt man darüber hinaus gerne mit.

Dass man zukünftig für all diese Einsatzszenarien nur noch einen einzigen Steckertyp benötigt, dürfte langfristig gesehen sicherlich sehr reizvoll sein. Bis es soweit ist, sehen sich viele MacBook-Nutzer noch dem vorherrschenden Generationskonflikt beim Gerätepark ausgesetzt. USB-Typ-A, DisplayPort, HDMI, Thunderbolt 2, Ethernet und so weiter, können ohne Weiteres nicht am Testgerät angebunden werden. Hierfür muss man noch mal für das eine oder andere Zubehörprodukt in die Tasche greifen, um seinen liebgewonnenen Gerätepark weiter nutzen zu können.

Schnittstellenperformance
Apple 15 Zoll MacBook Pro (Ende 2016) Transferraten in MB/s
PCIe-Kartenleser, Toshiba Exceria Pro UHS-II (16 GB) kein Kartenleser vorhanden
USB 3.0, Samsung Portable SSD T3 250 GB 423 Lesen/ 411 Schreiben
USB 3.1 Gen. 2, Sandisk Extreme 900 Portable SSD 480 GB 853 Lesen/ 786 Schreiben
USB 3.0, Toshiba Canvio HDD 2 TB 98 Lesen/ 97 Schreiben
Ansteuerung Viewsonic VP 2780-4k 3.840 x 2.160 mit 60 Hz ja, per DisplayPort-Adapter
Apple 15 Zoll MacBook Pro 2016
Mögliche Lösungen für das Steckerproblem

Wer noch keine Geräte mit USB-Typ-C-Steckern hat, kann vorhandene Peripherie in der Regel durch Adapter oder neue Kabel für die Nutzung am MacBook Pro Late 2016 fit machen. Externe mobile Festplatten oder SSDs benötigen in der Regel ein USB-3.1-Gen.-2-Typ-Micro-B-auf-Typ-C-Kabel. Um Inkompatibilitäten oder Leistungseinbußen zu vermeiden, sollte man hier nicht an der Qualität sparen.

Für Smartphones dürfte dagegen meist ein einfacheres USB-2.0-Typ-C-auf-Typ-C-Kabel ausreichen. Wer damit auch schnelle Datenspeicher ansprechen möchte (zum Beispiel Samsung Portable SSD T3 oder Sandisk Extreme 900), sollte besser gleich zur teureren USB-3.1-Gen.-2-Variante (10 Gbit/s) greifen. Ansonsten dümpeln die Übertragungsraten mit um die 40 MB/s über das Kabel.

Für Nutzer externer Bildschirme kommt noch ein DisplayPort-Adapter und für kabelgebundene Netzwerke ein Ethernet-Adapter in Frage. Alternativ gibt es auch so manchen mobilen Portreplikator, der die wichtigsten Anschlüsse wie HDMI, Ethernet, USB-Typ-A in einem Gerät zusammenfasst. Getestet habe ich zum Beispiel schon die recht günstige i-Tec USB-C Travel Docking Station.

Apple selbst hat natürlich auch passende Kabellösungen im Programm. Dem Testgerät hat der Hersteller zum Beispiel einen USB-Adapter, einen Thunderbolt-2-Adapter und ein Lightning-Kabel beigelegt. Alleine diese drei Ergänzungen schlagen mit weiteren 69 Euro zu Buche. Ein USB-C-Digital-AV-Multiport-Adapter (59 Euro) hat am Testgerät ebenfalls problemlos funktioniert. Hierüber kann das MacBook mit maximal 60 Watt geladen, Displays per HDMI mit maximal 3.840 x 2.160 Bildpunkten @ 30 Hz angesteuert und USB-2.0-Geräte angeschlossen werden.

Wer gleich einen ganzen Gerätepark am Arbeitsplatz anbinden muss, sollte sich über die Anschaffung einer Dockingstation Gedanken machen. Die Auswahl ist seit der Vorstellung des Apple MacBook Pro 2016 recht ordentlich gewachsen. Anbieter solcher Lösungen sind zum Beispiel Elgato, Belkin, OWC und CalDigit. Deren Produkte sind zwar zum Testzeitpunkt noch nicht lieferbar, mit Masse aber für den Februar angekündigt. Mit Preisen von 300 bis 400 Euro sind diese Zubehörprodukte preislich ebenfalls recht ambitioniert positioniert.

Erfolgreich getestetes Zubehör von Drittanbietern:

Audio

Apple hat die seitlich der Tastatur integrierten Lautsprecher auch bei der aktuellen Revision beibehalten. Die beiden Stereolautsprecher sind von sehr guter Qualität und liefern ein ausgewogenes Repertoire an Höhen, Mitten und Bässen. Die Maximallautstärke erreicht im Test unverzerrte 84 dB(A). Externe Boxen-Lösungen können zum Beispiel per Bluetooth oder 3,5-mm-Klinke angebunden werden. Logitechs UE Boom 2 wird auf Anhieb erkannt und überträgt die Audioausgabe per Bluetooth bis zu einer Entfernung von 17 Metern (bei Sichtverbindung) unterbrechungsfrei.

Apple 15 Zoll MacBook Pro 2016

Apple 15 Zoll MacBook Pro: Eingabegeräte
Tastatur

In Anlehnung an Apples 12 Zoll MacBook verfügt nun auch das 15 Zoll MacBook Pro über die kurzhubige Tastatur mit Butterfly-Mechanik. Das erste Tippen dürfte sich daher für viele Umsteiger zunächst als etwas gewöhnungsbedürftig erweisen. Der extrem kurze Hub liefert aber einen exakten Druckpunkt, eine flinke Reaktion und damit insgesamt kürzere Arbeitswege zum Erzielen einer Eingabereaktion.

Das Anschlagsgeräusch wiederum fällt im direkten Vergleich mit einem Apple 15 Zoll MacBook Pro Late 2013 etwas härter und damit akustisch aufdringlicher aus. Der butterweiche Anschlag der Vorgänger-Generation könnte manchem Anwender, respektive Vielschreiber, daher auf Dauer fehlen. Ansonsten verfügt die Tastatur über normal große Tasten im 19-mm-Raster und lässt sich blind gut bedienen. Lediglich die vertikalen Pfeiltasten könnten je nach Geschmack und Gewohnheit zu eng beieinander liegen und zudem etwas zu klein ausfallen.

Wie gehabt müssen sich Windows-Umsteiger an gewisse Besonderheiten wie zum Beispiel die Position des @-Zeichens, cmd-Kombinationen oder die fehlende Windows-Taste gewöhnen. Auch hochgestellte Zahlen erfordern eine besondere Tastatur-Konfiguration.

Mit dabei ist natürlich weiterhin eine Tastaturbeleuchtung. Sie lässt sich sehr fein regulieren und liefert dazu üppige 15 unterschiedliche Beleuchtungsstufen. Gesteuert wird diese aber nicht mehr über konventionelle Funktionstasten, sondern über Apples innovative Touch Bar.

Touch Bar

Diese Eingabeergänzung ist sicherlich eine der aufregendsten Neuerungen des 2016er 15 Zoll Macbook Pro. Diesem auf Fingerbedienung ausgelegten sensitiven Eingabestreifen ist rein örtlich gesehen zunächst einmal die F-Tasten-Leiste zum Opfer gefallen. Von den Funktionen und Möglichkeiten her, kann dieses Werkzeug natürlich deutlich mehr, als bloß die ehemaligen F-Tasten-Funktionen aufgehübscht zu ersetzen. In der Verlängerung zur Touch Bar befindet sich der nun quadratische Ein-/ Ausschaltknopf mit dem endlich auch beim MacBook ein Fingerabdruck-Leser (Touch ID) Einzug erhält.

Apple 15 Zoll MacBook Pro 2016

Die Funktionsvielfalt der Touch Bar geht wie gesagt weit über das Spektrum der ehemaligen mechanischen Tasten hinaus. Passend zum jeweils genutzten Programm werden hier zusätzliche Buttons, Scrollbars oder Kurzwahltasten angezeigt. Mit diesen ergänzenden Steuerungs-, Bearbeitungs- oder Auswahlebenen werden viele Programme mit einem vereinfachten und damit schnellerem Workflow bedacht. Zudem besteht je nach App die Möglichkeit die gewünschten Eigenschaften den eigenen Bedürfnissen nach anzupassen und damit auf die individuelle Arbeitsweise hin abzustimmen.

Von der Größe her, fällt die Touch Bar vielleicht insgesamt etwas schmal aus. Zwar hat man sich bei der Positionierung an den Ausmaßen der F-Tastenreihe orientiert, dem etwas größeren Platzbedarf für die Fingerbedienung aber nur teilweise Rechnung getragen. Auch muss man Blick, Finger und Aufmerksamkeit immer mal wieder vom eigentlichen Geschehen auf dem Bildschirm abwenden, um seine Eingaben vornehmen zu können. Ein blindes Bedienen dürfte hier selbst mit sehr viel Übung langfristig nur schwer Einzug halten.

Einige Software-Beispiele (aktuelle Versionen) für die Nutzung der Touch Bar sind:

  • Logic Pro X: Anzeige und Navigation durch die Timeline, individualisierbare Tastaturbefehle oder präzise Einstellmöglichkeit verschiedener Sounds und Instrumente.
  • Zattoo TV-Streaming: Scrollbalken, Stopp, Vorspulen
  • Final Cut Pro: Timeline-Navigation
  • Adobe Photoshop CC: Zu den Unterstützten Funktionen gehören zum Beispiel die Ebenen-Verwaltung, Pinselfunktionen oder der Füllmodus.
  • Keynote: Auswahl von Präsentations-Layouts, Größe anpassen, Farben, Schrifteinstellungen oder zur Erleichterung der Navigation. Je nach aktiver Auswahl Darstellung passender Funktionen
  • Office für Mac inklusive Skype: Darstellung vieler Auswahlfelder der Schrift- und Layout-Funktionen in der Touch Bar. Skype lässt sich komplett per Touch Bar steuern.
  • OmniGraffle 7: Über die Touch Bar lassen sich zum Beispiel Skalierungen durchführen, neue Objekte erstellen oder Farben auswählen.
  • iTunes: Scrollen, Pause, Play für Musiktitel, Filme usw.
Trackpad

Apples Trackpad ist seit jeher ein Kernelement der Apple-Notebooks. Im aktuellen MacBook Pro hat es größentechnisch noch mal deutlich zugelegt und misst nun 159 mm x 99 mm. Damit bietet es eine extrem große Eingabefläche, um die vielfältigen Mehrfingergesten adäquat aufnehmen und umsetzen zu können. Gleitfähigkeit, Reaktionsfreudigkeit und Haptik sind sehr gut. Mit dabei ist weiterhin die drucksensitive Force-Touch-Technologie, welche die Eingabemöglichkeiten zusätzlich erweitert. In den Systemeinstellungen unter dem Menüpunkt Trackpad lassen sich einzelne Gesten an- oder abwählen.

Apple 15 Zoll MacBook Pro 2016

Apple 15 Zoll MacBook Pro: Display

Anders als bei vielen Konkurrenzherstellern, bietet Apple schon seit mehreren Produktgenerationen keine unterschiedlichen Displayvarianten mehr an. Für eingefleischte Gegner spiegelnder Displays wird daher auch das aktuelle Apple 15 Zoll MacBook Pro wohl nicht infrage kommen.

Dabei sind die sonstigen Eigenschaften wie gewohnt als weit überdurchschnittlich einzustufen und sollten selbst hohen professionellen Ansprüchen genügen. Die Stärke des Spiegeleffekts fällt zudem deutlich geringer aus, als man das von vielen Konkurrenzmodellen her kennt. Apple setzt hier eine bläulich-violett schimmernde Entspiegelungsschicht ein, die Umgebungseinflüsse sichtbar minimiert, zugegebenermaßen aber nicht ganz verhindern kann.

Apple 15 Zoll MacBook Pro 2016

Wer mit dieser Zwischenlösung gut zurecht kommt, erhält dafür ein gestochen scharfes Bild ohne den bei matten Displays mal mehr oder weniger stark zu beobachtenden Grieseleffekt. Zur Schärfe trägt auch die hohe Punktdichte von 220 ppi (2.880 x 1.800 Bildpunkte) ihren Anteil bei. Unter dem Strich profitiert der Anwender von einer sehr feinen Darstellung, die sich nicht nur bei der Begutachtung von Fotos, Grafiken und Videos positiv bemerkbar macht.

Ein weiteres entscheidendes Qualitätsmerkmal des Retina-Displays ist die hohe Blickwinkelstabilität. Dank IPS-Technologie treten selbst aus spitzen Einblickwinkeln nur minimale Helligkeits- und Farbveränderungen auf. Lediglich die Spiegelungen verstärken sich bei extremen seitlichen Sitzpositionen und können die Bildinhalte stärker als gewohnt überlagern.

Helligkeit & Ausleuchtung

Die gemessene Displayhelligkeit beträgt beim Testgerät maximal 527 cd/m². Die Einstellung lässt sich in 16 Stufen zwar auf den ersten Blick fein regulieren, arbeitet aber nicht linear. In den letzten Helligkeitsstufen sind besonders große Sprünge zu verzeichnen. In Stufe 12 habe ich 151 cd/m² und in Stufe 13 206 cd/m² gemessen. Danach folgen 279 cd/m², 381 cd/m² und schließlich 527 cd/m².

Mit der niedrigsten Stufe hat man die Möglichkeit das Display ganz auszuschalten. Die Resultate der Helligkeitsmessung ergeben eine Ausleuchtung von 86 %. Lichthöfe, eine auffällige Wolkenbildung, Pixelfehler oder sonstige Beeinträchtigungen der Displayqualität können beim Testgerät nicht festgestellt werden.

Im Ausseneinsatz wird man zwar in der Regel die maximale Leuchtkraft abrufen. Zusammen mit der Entspiegelungsschicht bleiben Bildinhalte aber insgesamt gut erkennbar. Lediglich eine direkte Sonneneinstrahlung sollte man vermeiden.

Kontrast & Farbraumabdeckung

Der gemessene Schwarzwert beträgt 0,34 cd/m² und sorgt für einen Kontrast von 1.550:1. Das gefällt vor allem bei der Bild- und Videobearbeitung, aber auch beim Spielen oder beim Filmabend.

In den Produktdaten bewirbt Apple das 15 Zoll MacBook Pro mit einer besonders hohen Farbraumabdeckung. Der P3-Farbraum fällt umfangreicher aus als der sRGB-Farbraum und bietet vor allem in den Bereichen Rot, Grün und Gelb ein größeres Spektrum. Die Testergebnisse zeigen, dass der sRGB-Farbraum zu 100 % und der P3-Farbraum zu 87 % abgedeckt werden. Der besonders große AdobeRGB-Farbraum kann immerhin noch zu 77 % dargestellt werden.

Farbgenauigkeit ab Werk & profiliert

Neben der Gesamtheit der darstellbaren Farben überzeugt auch die Farbgenauigkeit. Ohne Profilierung kann das Testgerät bereits im Auslieferungszustand die Grenzwerte für ein professionelles Arbeiten einhalten. Das maximale DeltaE 2000 (Abweichung vom Ideal, je weniger desto besser) beträgt 4,6 und das durchschnittliche DeltaE 2000 2,0. Perfektionisten können hier durch eine Profilierung das Ergebnis noch weiter verbessern. Vor allem der Weißpunkt und die Graustufenauflösung profitieren von diesem Schritt. Im Ergebnis erhält man ein rekordverdächtiges DeltaE 2000 von 1 (maximal) und 0,3 (im Mittel).

Display 15,4-Zoll-Display, Retina, spiegelnd
Panel Apple APPA030
Auflösung 2.880 x 1.800 Bildpunkte, 220 ppi
ca. 150 cd/m²  Helligkeitsstufe 12 (151 cd/m²)
ca. 200 cd/m²  Helligkeitsstufe 13 (206 cd/m²)
  Helligkeitsstufe 14 (279 cd/m²)
maximale Helligkeit  527,7 cd/m²
maximale Helligkeit Displaymitte Akku 527,7 cd/m²
maximale Helligkeit Displaymitte (profiliert) 527,7 cd/m² (508,3 cd/m²)
Schwarzwert Displaymitte 0,341 cd/m² (0,343 cd/m²)
Ausleuchtung 86 %
sRGB-Farbraumabdeckung 99,98 %
P3-Farbraumabdeckung 87,25 %
AdobeRGB-Farbraumabdeckung 77,34 %
Kontrast (profiliert) 1.550:1 (1.485:1)
mittleres DeltaE 2000 (profiliert) 2 (0,3)
maximales DeltaE 2000 (profiliert) 4,6 (1)
Helligkeitssteuerung durch Pulsweitenmodulation (PWM) nein
Das Display wurde mit Spectracals Calman Software vermessen und ausgewertet.
Apple 15 Zoll MacBook Pro: Prozessorleistung

Das Testgerät ist mit einem Intel-Core-i7-6820HQ-Prozessor der Skylake-Generation ausgestattet. Dieser leistungsstarke Vierkerner kann seinen Basistakt von 2,7 GHz auf maximal 3,6 GHz (Single-Thread) anheben und bis zu 8 Threads gleichzeitig bearbeiten. Im Basismodell kommt abweichend ein Intel Core i7-6700HQ zum Einsatz. Beide Ausstattungsvarianten kann man optional und gegen Aufpreis (380 Euro/ 240 Euro) alternativ mit einem Intel Core i7-6920HQ bestellen.

Die Rechenleistung des Vierkerners fällt wie erwartet sehr gut aus. Beim Cinebench R15 erzielt der Prozessor 157 Punkte (Single-Core) und 699 Punkte (Multi-Core). Ähnlich gute Ergebnisse werden bei den Geekbench-3-Tests mit 3.942 Punkten (Single-Core) und 14.262 Punkten (Multi-Core) erreicht. Die Audio-Konvertierung von MP3-Files ins AAC-Format gelingt mit bis zu 74,7-facher Geschwindigkeit. Unter dem Strich spielt das Testgerät bei der Prozessorleistung in einer Liga mit mobilen Workstations wie dem HP ZBook Studio G3, dem Dell Precision 7510 oder Gamern wie dem Asus ROG 752VS.

Apple 15 Zoll MacBook Pro 2016

Trotz schlankem Gehäuse kann das Apple 15 Zoll MacBook Pro auch hinsichtlich der Laststabilität einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Im Stresstest mit Heaven 4.0 und Geekbench 3 liegen das beste und das letzte Geekbenchergebnis nach einer Laufzeit von 1:23 Stunden gerade mal 517 Punkte oder knapp 4 Prozent auseinander.

Im Akkubetrieb liefern die CPU-Tests nahezu identische Werte im Rahmen der üblichen Schwankungen ab. Eine zwangsweise Leistungsdrosselung ist hier nicht festzustellen.

Apple 15 Zoll MacBook Pro: Grafikleistung

In Apples 15 Zoll MacBooks kommen, bislang noch exklusiv, AMD-Grafikchips der Radeon-Pro-Serie zum Einsatz. Die etwa 2.700 Euro teure Basiskonfiguration ist serienmäßig mit AMDs Radeon Pro 450 ausgestattet, während das Testgerät mit der etwas leistungsstärkeren AMD Radeon Pro 455 aufwarten kann. Beide Varianten lassen sich mit der AMD Radeon Pro 460 aufwerten. Diese verfügt über 16 anstatt 10 oder 12 Stream-Prozessoren und kann zudem mit 4 anstatt 2 GB GDDR5-Grafikspeicher glänzen.

Die im Testgerät verbaute AMD Radeon Pro 455 kann wie gesagt auf 12 Stream-Prozessoren (Compute Units) zurückgreifen und arbeitet mit einem Kerntakt von bis zu 855 MHz. Der 2 GB große GDDR5-Grafikspeicher ist über einen 128 bit breiten Speicherbus angebunden und erreicht eine Taktrate von 1.270 MHz.

Die Testergebnisse der AMD Radeon Pro 455 fallen unter macOS recht ordentlich aus. Die Performance reicht für viele Anwendungsaufgaben komfortabel aus. Beim Cinebench R15 OpenGL Shading werden beispielsweise 82 fps erzielt und beim Unigine Heaven 4.0 Basic reicht es für 56 fps. Beim Cinebench-Ergebnis kann die AMD Radeon Pro 455 mit Nvidias Geforce GTX 950M (4 GB GDDR5) mithalten. Das Unigine-Heaven-Ergebnis fällt dagegen etwa 15 % ab.

Im Akkubetrieb wird die Grafikleistung nicht gedrosselt. Hier werden nahezu identische Testresultate erzielt.

Apple 15 Zoll MacBook Pro 2016

Spiele

Besonders viel 3D-Leistung benötigt man beim Spielen. Während man weniger anspruchsvolle Titel wie Diablo 3, GRID: Autosport oder Tomb Raider durchaus auch mit nativer Auflösung genießen kann, werden Leistungsfresser wie Company of Heroes 2 schon bei 1.440 x 900 Bildpunkten nicht mehr dauerhaft flüssig wiedergegeben.

Apple 15 Zoll MacBook Pro 2016

Eine gewisse Sonderrolle nimmt im Spielebereich unter macOS das Online-Rollenspiel World of Warcraft ein. Hier kann man bereits seit geraumer Zeit auch Apples Metal anstatt OpenGL als Grafikschnittstelle auswählen. Während das Mehr an Bildern pro Sekunde noch recht überschaubar ausfällt, scheinbar auch bei max. 120 fps limitiert, profitiert vor allem das subjektive Spielgefühl von einem gleichmäßigen und selbst bei Ultra-Einstellungen nahezu ruckelfreien Bildaufbau. Per OpenGL sind dagegen schon bei um die 50 fps sporadisch immer mal wieder kurze Ruckler zu verzeichnen. Welches Potential noch in Metal steckt, zeigt der OpenGL-/Metal-Benchmark GFX Bench. Hier kann Metal mit 128 fps zu 90 fps der Alternative OpenGL merklich davonziehen.

Apple 15 Zoll MacBook Pro 2016

macOS im Vergleich zu Windows

Etwas enttäuschend zeigt sich dagegen die macOS-Grafikleistung im Vergleich zu einer Windows-10-Installation (Boot Camp). Mit Leistungsunterschieden von etwa 15 bis 20 Prozent zugunsten der Windows-Installation bewegt man sich weit ausserhalb der üblichen Ergebnisschwankungen. Das eigentliche Leistungsvermögen der AMD Radeon Pro 455 wird unter macOS folglich noch nicht ausgeschöpft und bietet noch einiges an Verbesserungspotential.

Wie sich das Apple 15 Zoll MacBook Pro sonst noch so unter Windows verhält und welche Leistungsfähigkeit man erwarten kann, wird in einem gesonderten Artikel ausführlich beleuchtet.

Weitere Artikel zum Apple 15 Zoll MacBook Pro (Ende 2016):

Apple 15 Zoll MacBook Pro: Massenspeicher

Ein wesentlicher Garant für die beim 2016er 15 Zoll MacBook Pro gefühlt hohe Arbeits- und Reaktionsgeschwindigkeit ist das proprietär angebundene PCIe-Solid-State-Drive. Mit sequentiellen Lesegeschwindigkeiten von über 2.400 MB/s hat man es hier mit einem der schnellsten derzeit verfügbaren Massenspeicherlaufwerken zu tun. Die Kapazität beim Testgerät mit 512 GB (brutto) schon recht üppig aus, könnte sich aber bei einer langfristig ausgerichteten Anschaffung für manche Anwendergruppen schon bald als zu knapp herausstellen. Alternativ bietet Apple noch ein 1-TB- oder ein 2-TB-Laufwerk an. Mit Aufpreisen von 480 Euro respektive 1.440 Euro zerren beide Optionen allerdings noch mal recht heftig am Geldbeutel.

Apple 15 Zoll MacBook Pro (Ende 2016): Testergebnisse im Überblick
Prozessor Single-Core Multi-Core
Cinebench R15 64 bit (Akku)  147 cb (146 cb)  699 cb (695 cb)
Geekbench 3 64 bit 3.942 14.262
Geekbench 4 4.193 12.854
iTunes Audio-Konvertierung 74,7-fache Geschwindigkeit
Massenspeicher Lesen Schreiben
AJA System Disk Test 2.432 MB/s 1.987 MB/s
Grafik HD Basic  HD+ Extreme 
Unigine Heaven 4.0 56,1 fps 16,1 fps
Cinebench R15 OpenGL (Akku) 81,6 fps (80,1 fps)
GFX Bench Metal 128 fps
GFX Bench GL 90 fps
Geekbench 4 OpenCL (Intel) 18.314
Geekbench 4 OpenCL (AMD) 48.661
Spiele  1.440 x 900 (niedrig) 2.880 x 1.800 (niedrig) 
Tomb Raider 109 fps 34 fps
Company of heroes 2 29 fps 17 fps
Diablo 3 102 fps 45 fps
GRID: Autosport 88 fps 45 fps
Tyranny 61 fps
Middle Earth: Shadow of Mordor 47 fps 23 fps
World of Warcraft 350 fps 96 fps
alle hier aufgeführten Testergebnisse wurden unter macOS Sierra ermittelt
Apple 15 Zoll MacBook Pro: Emissionen

Die Geräuschentwicklung des Testgeräts fällt bei wenig und mittlerer Last sehr zurückhaltend aus. Im Office-, Bildbearbeitungs- oder Videomodus kann man in der Regel von einem lautlosen Betrieb profitieren. Bei hoher Auslastung beginnt der Lüfter zunächst mit 32,4 dB(A) die Kühlung aufzunehmen. Dieser Schalldruckpegel steigert sich dann mit anhaltender Auslastung über 41,7 dB(A) auf bis zu 45,2 dB(A). Im Bereich über 40 dB(A) bewegt sich das Testgerät im Praxisbetrieb meist dann, wenn umfangreiche Konvertierungen, Renderings oder langatmige 3D-Spiele abgefordert werden.

Die nach 1:23 Stunden Stresstest gemessenen Oberflächentemperaturen bleiben weit unter der kritischen 50-°C-Marke. Mit maximal gemessenen 42,1 °C am Unterboden ist selbst ein Einsatz auf dem Schoß noch denkbar. Apples Kühlkonzept geht somit vollends auf.

Apple 15 Zoll MacBook Pro: Stromverbrauch & Akkulaufzeiten

Der gemessene Stromverbrauch bewegt sich beim Testgerät zwischen 2,6 Watt (Display aus, Leerlauf) und 90,8 Watt in einer kurzzeitigen Spitze beim Stresstest. Mit angepasster Helligkeit bei Stufe 12 (151 cd/m²) benötigt das System für das Abspielen eines Kauf-Videos per iTunes 8,8 Watt und für TV-Streaming per WLAN 10,5 Watt. Mit der nächsten Helligkeitsstufe (13, 201 cd/m²) des Displays erhöht sich der Stromverbrauch um etwa 0,8 Watt. Das Netzteil verfügt über eine Nennleistung von 87 Watt und ist im Vergleich zum gemessenen Maximalverbrauch von über 90 Watt etwas knapp bemessen. Im Testzeitraum haben sich hierdurch aber keine erkennbaren Probleme ergeben.

Apple 15 Zoll MacBook Pro 2016

 

Der fest verbaute Lithium-Polymer-Akku hat eine recht ordentliche Kapazität von 76 Wh. Diese reicht bei meinen Tests aus, um dem 15 Zoll MacBook Pro praxistaugliche Akkulaufzeiten von bis zu 11:10 Stunden zu bescheren (iTunes, HD-Video, Helligkeitsstufe 12 (151 cd/m², Funk an). Beim WLAN-TV-Streaming verkürzt sich dieser Zeitraum einmal wegen einer höheren Displayhelligkeit von 201 cd/m² (Stufe 13) und des dauerhaften WLAN-Transfers. Die hier erreichten 08:02 Stunden sind aber immer noch sehr gut. Unter Volllast leert sich der Akku dagegen recht rapide. Apple drosselt hier im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern die Leistungsfähigkeit nicht. Nach 53 Minuten Stresstest hat der Akku des Testgeräts die 1-Prozentmarke erreicht.

Apple 15 Zoll MacBook Pro (Ende 2016): Energieverbrauch Leistungsaufnahme Akkulaufzeit
Leerlauf  (Display aus) 2,6 Watt
Leerlauf  (Display aus, Touch Bar an) 2,65 Watt
Leerlauf  (Display minimale Helligkeit, 5,2 cd/m²) 2,8 Watt
iTunes-Video ( Stufe 12, 151 cd/m²) 8,8 Watt 11:10 h
WLAN-Streaming (Stufe 13, 206 cd/m²) 11,3 Watt 8:02 h
GRID: Autosport 1:26 h
Tyranny (abweichend 16 % Restkapazität) 1:23 h
GFX Bench Metal (maximale Displayhelligkeit) 1:42 h1
GFX Bench GL (maximale Displayhelligkeit) 2:22 h1
Unigine Heaven 4.0 & Geekbench 3 Stresstest (maximale Displayhelligkeit) 86,0 – 90,8 Watt 0:53 h
Laden (Leerlauf) 2:48 h
Nennleistung Netzteil 87 Watt
Akkukapazität 76-Wh-Lithium-Polymer-Akku
 x1  Test rechnet erzielbare Akkulaufzeit hoch
Alle Tests wurden unter macOS Sierra durchgeführt.
Apple 15 Zoll MacBook Pro: Fazit

Wer sich gerade auf der Suche nach einem neuen Arbeitsgerät Apple 15 Zoll MacBook Pro 2016befindet und sich weniger an finanziellen Limits orientieren muss, findet im Apple 15 Zoll MacBook Pro einen ausgesprochen gelungenen Wegbegleiter. Gehäuse, Display, Leistungsfähigkeit, Mobilität und Emissionsverhalten bewegen sich auf einem sehr guten Niveau und dürften viele professionelle Bedürfnisse befriedigen können. Natürlich gibt es in Einzelpunkten immer mal wieder Konkurrenten, die das Eine oder das Andere besser können. Doch die einzigartige Kombination an Positiveigenschaften die das aktuelle 15 Zoll MacBook Pro zu bieten hat, ist derzeit sonst wo nicht zu finden.

Nicht ausser Acht lassen sollte man bei der Beurteilung des Gesamtpakets das macOS-Betriebssystem, das umfangreiche Softwarepaket und innovative Besonderheiten wie die gelungene Touch Bar. Je nach eingesetzter Software hat man hier eine zusätzliche Eingabeebene zur Verfügung, die das Zeug hat so manchen Arbeitsweg zu beschleunigen oder zu vereinfachen.

Das, was man beim Apple 15 Zoll MacBook Pro auf hohem Niveau vielleicht noch am ehesten bemängeln könnte, sind die unter macOS etwas abfallende Grafikleistung, die fehlenden Wartungsmöglichkeiten, der wegrationalisierte Kartenleser und die radikale Umstellung auf Thunderbolt 3.

Doch gerade der letzte Punkt ist abgesehen von dem noch wenig verbreiteten USB-Typ-C-Stecker ein überaus konsequenter und langfristig zukunftssicherer Schritt. Thunderbolt 3 ist äußerst kompakt, beinhaltet viele verschiedene Standards und Protokolle und eröffnet die Möglichkeit bisher unterschiedlichste Anschlussarten endlich in einer Steckverbindung zu vereinheitlichen. 

Apple 15 Zoll MacBook Pro 2016Unter dem Strich hat Apple hier ein hervorragendes Notebook geschaffen. Günstig ist es allerdings nicht. Mit knapp 2.900 Euro für die Testkonfiguration (Straßenpreis) bewegt sich Apple im absoluten Premiumbereich. Wer darüber hinaus noch die einjährige Herstellergarantie erweitern möchte oder den einen oder anderen Adapter benötigt, wird sogar noch etwas tiefer in die Tasche greifen müssen.

Das Apple 15 Zoll MacBook Pro ist zum Beispiel bei Notebooksbilliger erhältlich: Apple 15 Zoll MacBook Pro (2016) (Werbung)

Tobias Winkler

Neben zahlreichen Artikeln, die ich seit 2009 für Notebookjournal, PRAD und Notebookcheck verfasst habe, setze ich nun beim Projekt Notebooks & Mobiles meine eigenen Vorstellungen von einer Testplattform um. Ich habe Spaß am Schreiben, an mobiler Technik und allem was dazugehört.

4 Gedanken zu „Apple 15 Zoll MacBook Pro (Late 2016) im Test

  • 1. Februar 2017 um 11:15
    Permalink

    Wie immer ein sehr schöner und ausführlicher Testbericht, vielen Dank dafür. Ich habe mich nach einigen Überlegungen vor einigen Wochen doch noch einmal für das Microsoft Surface Book entschieden und bereue es bisher nicht. Allerdings würde ich mir wünschen, dass auch da USB Typ-C langsam Einzug hält, da ich ohnehin keinen der Anschlüsse nutze und mir das resultierende Adapter-Chaos (man kann es nicht anders nennen) relativ egal sein kann. Aber der Tablet-Modus mit Stylus-Unterstützung bietet zumindest an der Uni einfach mehr Möglichkeiten als die doch nur sehr eingeschränkt sinnvolle Touchbar des neuen Macbook Pro.

    Antwort
    • 2. Februar 2017 um 10:00
      Permalink

      Danke für dein Feedback. Ich denke die USB-C-Steckverbindung wird mittelfristig in jedem Notebook Einzug halten. Hier findet man rein technisch eigentlich nur Vorteile. Diese Bauform hat zudem das Zeug endlich die ganzen Anschlussarten unter einen Hut zu bekommen. Wie sich Apples Touch Bar weiterentwickelt hängt natürlich vor allem davon ab, wie die Softwarehersteller diese nutzen werden. Größe und Funktionsumfang kann dagegen nicht mit einem vollwertigen Touch-/ Digitizer-Bildschirm mithalten.

      Antwort
      • 2. Februar 2017 um 20:59
        Permalink

        Dass mit USB Typ C endlich der universelle Anschluss für alles nahe rückt ist tatsächlich sehr erfreulich – vor allem weil man dann sein Notebook im Notfall mit dem Netzteil vom Smartphone aufladen könnte.
        Schade ist nur, dass Apple sich mit dem Lightning-Port selbst im Weg steht. Gerade für kommende iPad Pro Modelle wäre Typ C eine sinnvolle Entscheidung, schließlich ergänzen sich diese mit dem MacBook Pro gerade im Creative-Bereich sehr gut und zielen letztlich auf ähnliche Kunden ab (und ergeben nur zusammen einen Surface-Konkurrenten). Aber da wird man auf das lukrative Geschäft mit den Lizenzgebühren für Zubehör nicht verzichten wollen, denke ich.

        Antwort
        • 3. Februar 2017 um 10:22
          Permalink

          Ja das stimmt, aber vielleicht kommt USB Typ C ja auch noch bei den Mobiles…Die Desktops stehen ja auch schon länger für eine Revision an und dürften sicherlich auch mit Thunderbolt 3 bedacht werden.

          Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *