Dell XPS 13 9380 (i7-8565U, FullHD) im Test

Arbeit und Unterhaltung. Das Dell XPS 13 9380 ist ein mobiles und schickes Subnotebook. Mit umfangreicher Ausstattung, ordentlich Leistung und langen Akkulaufzeiten empfiehlt es sich vor allem für den Einsatz unterwegs.

Dells XPS-Serie ist mit einem Startpreis von über 1.000 Euro klar im Premium-Bereich angesiedelt "und konkurriert zum Beispiel mit Modellen wie dem Apple 13“ MacBook Pro, Microsofts Surface Laptop 2 oder dem Asus ZenBook UX433FN.

Dell XPS 13 9380

Die Einstiegskonfiguration des Dell XPS 13 9380 ist in Dells Online-Shop derzeit mit 1.099 Euro ausgewiesen. Dafür erhält der Kunde einen Intel Core i3-8145U mit integrierter Intel UHD Graphics 620, 4 GB LPDDR3-RAM ein 128-GB-Solid-State-Drive und ein FullHD-Infinity-Edge-Display. Das Gehäuse kommt in Platin-Silber mit schwarzer Carbonfaser.

Das Testgerät gehört zu den neueren Modellen mit weißem Glasfasergewebe in Kombination mit Aluminiumdeckseiten in Rosé-Gold. Für diese Alternativ-Optik muss man derzeit einen Aufpreis von etwa 50 Euro einplanen. Ansonsten ist das Testgerät mit einem Intel Core i7-8565U, 8 GB LPDDR3-RAM, einem 256-GB-Solid-State-Drive und dem FullHD-Infinity-Edge-Display bestückt. Genau diese Kombination ist in Dells Online-Shop derzeit nicht verfügbar, dürfte preislich aber bei etwa 1.550 Euro liegen.

Dell XPS 13 9380: Auszug der technischen Daten
Model Dell XPS 13 9380
EAN/Herstellernummer EAN
Preis ca. 1.550 Euro Dell Online Shop
Farbe Weiß-Roségold
Prozessor Intel Core i7-8565U, 4 Kerne (8 Threads), 1,8 GHz – 4,6 GHz, 8 MB Cache, 15 Watt TDP
Grafik Intel UHD Graphics 620
Arbeitsspeicher 8 GB LPDDR3-2133-RAM, Dual-Channel, aufgelötet
Massenspeicher SK Hynix PC401 PCIe-NVMe-SSD mit 256 GB, gesteckt
Display 13,3-Zoll-IPS-Display, Auflösung: 1.920 x 1.080 Bildpunkte, mattiert, 16:9, 165 ppi, AUO 5B2D, 06VG6_B133_HAN
Betriebssystem & Software Windows 10 Home 64 bit
BIOS-Version 1.3.2
Anschlüsse & Erweiterung 2 x Thunderbolt 3 (Typ C, DisplayPort, Stromversorgung, 40 Gbit/s), 1 x USB 3.1 Gen.2 Typ C (DisplayPort, Stromversorgung, 5 Gbit/s),  1 x 3,5-mm-Klinke Audio in/out, MicroSDXC-Speicherkarten-Lesegerät
Kommunikation Killer Dual Band Wireless-AC 1435 2 x 2 Mu-MIMO (Qualcomm Atheros QCA6174), Bluetooth 4.2, Four-Array-Mikrofon, HD-720p-Webcam
Sensoren
Audio Intel Cannon Point-LP PCH – High Definition Audio Controller, 2 x 1 Watt Stereo-Lautsprecher
Eingabegeräte Chiclet-Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung (2-stufig), Touchpad
Sicherheit Bios- und Systempasswörter, TPM 2.0, Noble-Kabel-Schloss-Vorbereitung, Fingerabdruck-Lesegerät (im Startbutton)
Batterie & Stromversorgung 52-Wh-Lithium-Ionen-Akku (intern), 45-Watt-Netzteil
Zubehör USB-C-auf-USB-A-Adapter
Abmessungen & Gewicht 302 (B) x 199 (T) x 12 (H) mm, Testgewicht 1,13 kg & Netzteil 240 g
Herstellergarantie 1 Jahr Herstellergarantie mit Premium-Support (Vor-Ort-Service)
Leihsteller Dell Deutschland
Informationen zum Testgerät Produktseite, Service-Handbuch, Setup & technische Daten
Dell XPS 13 9380: Garantie

Dell gewährt für das XPS 13 9380 standardmäßig ein Jahr Herstellergarantie mit Premium-Support und Onsite-Service (Vor-Ort-Service). Als Ergänzung bietet Dell verschiedene optionale Erweiterungen an. Eine Verlängerung des Premium-Supports auf 4 Jahre kostet zum Beispiel 209 Euro.

Dell XPS 13 9380

Dell XPS 13 9380: Gehäuse

Das Testgerät kommt im Unterschied zum sonst üblichen schwarz-silbernen Gehäuse in der Farbe Rosé-Gold. Hier setzt Dell anstatt der schwarzen Carbonfaser ein weißes Glasfasergewebe ein. Displaydeckel und Unterboden aus Aluminium sind in Rosé-Gold eingefärbt. Alternativ bietet Dell auch noch Konfigurationen in Frost White an, die das Glasfasergewebe mit den Deckseiten in Platin Silber kombinieren.

Das Gehäuse bringt ein Testgewicht von 1,13 kg auf die Waage und unterbietet damit sogar die Herstellerangabe von 1,23 kg um ziemlich genau 100 g. Trotz besonders schmalem Displayrand hat Dell es nun geschafft die Webcam wieder am oberen Displayrahmen zu positionieren. Das sorgt für gewohnte Blickwinkel und räumt damit einen nicht unerheblichen Kritikpunkt der Vorgängerserien aus dem Weg.

Wie gewohnt ist das Dell XPS 13 sauber verarbeitet und lässt sich keine relevanten Schwächen entlocken. Die Handballenablage liegt fest auf, die Tastatur wippt nicht nach, das Displayscharnier packt fest zu und der Displaydeckel ist nur mit Kraft ein wenig verformbar.

Das weiße Glasfasergewebe im Arbeitsbereich ist nicht nur optisch, sondern auch haptisch strukturiert. Willkommener Nebeneffekt: Dank der hellen Oberfläche muss man sich anders als bei der schwarzen Carbonfaser nicht ständig mit auftretenden Fingerabdrücken und Fettflecken herumplagen.

Am Unterboden findet man keine Wartungsöffnungen. Wer in das Innere vordringen möchte, muss die gesamte Bodenplatte entfernen. Hinweise dazu findet man im Service-Handbuch. Tatsächlich austauschbar ist hier jedoch lediglich das Solid State Drive und im Service-Fall der verschraubte Akku. Funkmodul und Arbeitsspeicher sind verlötet. Wie gehabt sollte man sich vor Arbeiten in Eigenregie über die Garantiebedingungen informieren.

Dell XPS 13 9380

Dell XPS 13 9380: Ausstattung

Das Dell XPS 13 9380 kommt mit einer überaus breit gefächerten Schnittstellenausstattung daher. 2 x Thunderbolt 3, ein einfacherer USB 3.1 Gen.2 Typ C, ein 3,5-mm-Klinke-Audio-Port und ein MicroSD-Speicherkarten-Lesegerät dürften kaum Wünsche offen lassen. Der im Datenblatt ausgewiesene USB 3.1 Gen.1 im Typ-C-Format entpuppt sich im Test  als ein Modell der zweiten Generation. Sandisks Extreme 900 Portable SSD überträgt hier Daten mit bis zu 819 MB/s.

Dank Thunderbolt 3 können Dockingstations, Schnittstellenadapter und schnelle Massenspeicher angebunden werden. Externe Bildschirme laufen hier und am USB 3.1 bei 4k-UHD-Auflösung mit einer Bildwiederholrate von 60 Hz.

720p-Webcam, AC-WLAN und Bluetooth 4.2 komplettieren das Schnittstellenangebot. Ein mobiles Breitbandmodul ist für das Dell XPS 13 aber nicht erhältlich. Für die Anbindung von USB-Typ-A-Geräten liegt dem Testgerät ein Schnittstellenadapter bei.

Dell XPS 13 9380

Schnittstellenperformance
Dell XPS 13 9380 Transferraten in MB/s
Speicherkarten-Lesegerät, Lexar Professional UHS-II 1000x (MicroSD 32 GB) 84 Lesen/ 56 Schreiben
USB 3.1 Gen. 1 Typ C, Samsung Portable SSD T3 (250 GB)@ USB 3.1 Gen.2 446 Lesen/ 428 Schreiben
USB 3.1 Gen. 2 Typ C, Sandisk Extreme 900 (480 GB) @ USB 3.1 Gen.2 471 Lesen/ 819 Schreiben
USB 3.1 Gen. 2 Typ C, Sandisk Extreme 900 (480 GB) @ Thunderbolt 3 459 Lesen/ 792 Schreiben
Ansteuerung Viewsonic VP 2780-4k 3.840 x 2.160 @ 60 Hz ja mit DisplayPort-Kabel/-Adapter
Latenzen: Testlaufzeit 1 Minute 1.205 µs
Maximale Lautstärke Audio (Pink Noise Datei) 75,5 dB(A)
Subjektive Audioqualität Betonte Höhen, gute Mitten & Bässe
Maximale unterbrechungsfreie Bluetooth-Reichweite mit JBL Flip 4 16 m
Erreichbarkeit BIOS F2
Erreichbarkeit Bootmenü F12
Sicherheit

Das Dell XPS 13 9380 ist neben den üblichen Passwortsicherungen auf BIOS- und Systemebene mit einem Trusted Platform Modul 2.0 und einem im Startknopf integrierten Fingerabdruck-Lesegerät ausgestattet. Letzteres gehört nicht zum Standard-Lieferumfang, sondern könnte je nach Konfiguration fehlen. Für die physische Sicherung gegen Diebstahl kommt wie bei Dell gewohnt eine Noble-Kabel-Schloss-Vorbereitung zum Einsatz.

Weitere Komponenten, wie ein Smartcard-Lesegerät, NFC oder eine Infrarotkamera zur Gesichtserkennung finden sich in der Ausstattungsliste nicht wieder.

Dell XPS 13 9380

Audio

Die seitlich angebrachten 1-Watt-Lautsprecher liefern einen insgesamt angenehm ausgewogenen Sound ab. Die Höhen sind zwar recht betont, werden aber durch gut dimensionierte Mitten und Bässe praxisgerecht unterfüttert. Externe Lösungen können zum Beispiel per 3,5-mm-Klinke oder Bluetooth angebunden werden.

Beim Abarbeiten von Echtzeitaudio-Aufgaben muss man beim Testgerät mit zu hohen Latenzen rechnen. Bereits nach einer Minute Laufzeit des Tools LatencyMon werden Latenzen von 1.205 µs angezeigt. Das kann zum Beispiel zu Aussetzern, Knackgeräuschen oder Synchronisationsfehlern führen. Interessenten aus diesem Bereich müssten hier auf eine eingehendere Fehlersuche gehen und auf Treiber- oder BIOS-Updates hoffen.

Dell XPS 13 9380

Dell XPS 13 9380: Eingabegeräte
Tastatur & Touchpad

Die Tastatur verfügt über normal große Tasten im 19-mm-Raster. Lediglich die Pfeiltasten hat Dell eng beieinander liegend in eine Zeile gequetscht. Das erschwert die Bedienung und kann zu Fehleingaben führen. Das auf den Bildern zu sehende QUERTY-Layout ist eine Eigenart des Testgeräts. Modelle die für Kunden aus Deutschland bestimmt sind, werden standardmäßig mit dem hier üblichen QWERTZ-Layout konfiguriert. Auf Wunsch kann man natürlich auch andere Layouts ordern.

Die Tastaturbeschriftung fällt aufgrund der weißen Tasten relativ kontrastschwach aus. Ein Einschalten der Tastaturbeleuchtung bei Tageslicht verschlechtert die Situation.

Dell XPS 13 9380

Die Tastatur verfügt über eine feste Auflage und wippt beim Schreiben nicht nach. Der mittelkurze Hub wird durch einen gut definierten Druckpunkt und ein zurückhaltendes Anschlagsgeräusch unterstützt. Vielschreiber dürften hiermit sehr gut zurechtkommen.

Dell XPS 13 9380

Die im Testgerät verbaute Tastaturbeleuchtung ist laut Online-Konfigurator standardmäßig mit im Paket und erlaubt eine zweistufige Regelung. Im Auslieferungszustand deaktiviert sich die Tastaturbeleuchtung nach einigen Sekunden Nichtbenutzung automatisch. Im UEFI-BIOS kann die Tastaturbeleuchtung aber getrennt für Netz- und Akkubetrieb dauerhaft eingeschaltet oder die Dauer bis zum automatischen Ausschalten den individuellen Bedürfnissen nach angepasst werden.

Das als Clickpad ausgeführte Touchpad kommt mit einer 105 x 60 mm großen Eingabefläche daher. Die Gleiteigenschaften fallen sehr gut aus und die Reaktionsfreudigkeit zeigt sich im Test tadellos. Funktionen wie Mehrfingergesten lassen sich über die Windows-Touchpad-Einstellungen den eigenen Bedürfnissen nach anpassen.

Dell XPS 13 9380

Dell XPS 13 9380: Display

Das Dell XPS 13 ist in der Testkonfiguration mit einem FullHD-IPS-Display ausgestattet. Mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten bekommt der Anwender hier eine recht feine Punktdichte von 166 ppi geboten. Die mattierte Oberfläche minimiert Spiegelungen wirksam und die Blickwinkelstabilität zeigt sich im Test sehr gut. Alternativ hat Dell noch ein 4k-UHD-Touch-Display mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Bildpunkten im Programm.

Helligkeit & Kontrast

Der im Testgerät eingesetzte Bildschirm von AU Optronics erreicht seine maximale Helligkeit von 441 cd/m² in der Bildschirmmitte, fällt in der rechten unteren Ecke aber auf bis zu 392 cd/m² ab. Die Ausleuchtung beträgt damit gute 88 % und zeigt sich beim Schwarzbild recht homogen verteilt. Auffällig ist beim Testmodell lediglich ein Lichthof am linken Displayrand.

Die Displayhelligkeit kann wie gewohnt in 11 vordefinierten Stufen oder prozentgenau über die Windows-Display-Einstellungen reguliert werden. Helligkeitsstufe 3 liefert zum Beispiel 130 cd/m² und Helligkeitsstufe 5 219 cd/m² ab.

Dell XPS 13 9380

Der gemessene Schwarzwert fällt mit 0,205 angenehm niedrig aus und sorgt für eine ordentliche Schwarzsättigung. Nach der obligatorischen Profilierung sinkt dieser im Test sogar noch auf sehr gute 0,12 cd/m². Der Kontrast beträgt damit im Auslieferungszustand schon sehr gute 2.151:1 und nach der Profilierung noch bessere 3.383:1.

Farbraum & Farbgenauigkeit

Ungewöhnlich gut zeigt sich auch die Farbdarstellung im Auslieferungszustand. Abgesehen von einem minimalen Grünstich bekommt man hier Bildinhalte schon recht natürlich wiedergegeben. Der sRGB-Farbraum wird zu über 99 % abgedeckt und sorgt für feine Farbabstufungen. Mit einem durchschnittlichen DeltaE 2000 (Abweichung zum Ideal, je weniger desto besser, Grenze bei 3) von 3,0 und einem maximalen DeltaE 2000 (Abweichung zum Ideal, je weniger desto besser, Grenze bei 5) von 7,6 genügt die Farbgenauigkeit zwar noch nicht professionellen Ansprüchen, zeigt sich aber aus dem Karton heraus bereits auf einem überdurchschnittlich guten Niveau.

Nach einer Profilierung (Spektralfotometer, Colorimeter) liefert das Panel fast schon referenzwürdige Ergebnisse ab. Das maximale DeltaE 2000 sinkt auf 2,8 und das durchschnittliche DeltaE 2000 liegt bei sehr niedrigen 0,8. Zusammen mit den sonstigen Eigenschaften bekommt der Kunde damit ein überaus gelungenes Display geboten, das sich sehr gut für einen Einsatz im Bereich Grafikdesign, Foto- oder Videobearbeitung eignet.

Displaymessungen im Überblick
Display – Dell XPS 13 9380 13,3-Zoll-IPS-Display, mattiert, 16:9, AUO 5B2D, 06VG6_B133_HAN
Entspiegelung mattierte Oberfläche mit guter Wirkung
Eingabemöglichkeiten
Auflösung 1.920 x 1.080 Bildpunkte, 166 ppi
minimale Helligkeit 18 cd/m²
ca. 150 cd/m²  Helligkeitsstufe 3 130 cd/m²
ca. 200 cd/m²  Helligkeitsstufe 5 219 cd/m²
maximale Helligkeit 441 cd/m²
maximale Helligkeit Displaymitte/ Akku/ profiliert 441 cd/m²// 441 cd/m²// 406 cd/m²
Helligkeitsstufen Displaymitte 18-41-87-130-176-219-264-307-351-388-441 (in cd/m²)
Schwarzwert Displaymitte (profiliert) 0,205 cd/m² (0,120 cd/m²)
Ausleuchtung 88 %
sRGB-Farbraumabdeckung 99,18 %
AdobeRGB-Farbraum
P3-Farbraum
Kontrast Displaymitte (profiliert) 2.151:1 (3.383:1)
mittleres DeltaE 2000 (profiliert) 3,0 (0,8)
maximales DeltaE 2000 (profiliert) 7,6 (2,8)
Helligkeitsregulierung durch Pulsweitenmodulation (PWM) Keine PWM zur Helligkeitsregulierung feststellbar
Displaybesonderheiten Homogenes Schwarzbild mit einem gut erkennbaren Lichthof am linken Displayrand
Das Display wurde mit Portrait Displays Spectracal Calman Software vermessen und ausgewertet. Ausführlicher Artikel zu Calmans Farbanalyse-Software.  Messgerät: Spektralfotometer x-rite i1 Basic Pro 2.
Dell XPS 13 9380: Leistung

Dells XPS 13 9380 ist derzeit mit einem Intel Core i3-8145U, einem Intel Core i5-8265U oder einem Intel Core i7-8565U erhältlich. Als Grafikeinheit kommt immer die in den Prozessoren integrierte Intel UHD Graphics 620 zum Einsatz. Ansonsten zeigen sich wichtige Unterscheidungsmerkmale der Leistungsabteilung im Bereich der Arbeitsspeicher- und Massenspeicher-Ausstattung.

Prozessor – Intel Core i7-8565U

Der im Testgerät eingesetzte Intel Core i7-8565U verfügt über 4 Rechenkerne, kann bis zu 8 Threads gleichzeitig abarbeiten und läuft mit einer Taktrate von bis zu 4,6 GHz.

Die reguläre Verlustleistung ist für diesen Prozessor mit 15 Watt ausgewiesen, kann aber von den Herstellern auf bis zu 25 Watt angehoben oder auf bis zu 10 Watt abgesenkt werden. Dell scheint hier die Grenzen über das Maximum hinaus auszureizen. Im ersten Durchlauf des Geekbench-Stresstest zeigt das Tool HWinfo für das CPU-Package einen Verbrauch von bis zu 40 Watt an. Entsprechend gut fallen die Ergebnisse im Vergleich zu den sonstigen bisher getesteten 15-Watt-CPUs aus.

Dell XPS 13 9380

Beim Cinebench R15 Single-Thread-Test erreicht das Testgerät 186 Punkte und beim Multi-Thread-Test 685 Punkte. Damit wird nahezu die komplette bisher getestete Konkurrenz klar geschlagen. Lediglich das Asus ZenBook UX433FN kann sich mit 2 Punkten beim Single-Thread-Test noch knapp vor dem Dell XPS 13 positionieren.

Ebenfalls überaus leistungsstark zeigt sich das Dell XPS 13 beim Geekbench-Stresstest. Hier bewegen sich die Ergebnisse 10 Durchgänge lang bei um die 13.000 Punkte bevor Einbrüche auf bis zu 12.000 Punkte stattfinden. Aber selbst dieses Ergebnis kann sich im Vergleich mehr als sehen lassen und liegt deutlich über der Konkurrenz.

Dell XPS 13 9380

Grafik – Intel UHD Graphics 620

Die im Prozessor integrierte Intel UHD Graphics 620 eignet sich zwar nicht für aktuelle 3D-Spiele, deckt aber dennoch ein breites Spektrum möglicher Einsatzgebiete ab. So ist sie in der Lage 4k-UHD-Videos flüssig wiederzugeben, bis zu 3 Bildschirme gleichzeitig anzusteuern, ein 4k-UHD-Display mit 60 Hz Bildwiederholrate zu betreiben und Videokonvertierungen per Intel-Quick-Sync-Technologie zu beschleunigen.

Bei den 3DMark-Tests gelingt es dem Testgerät sich knapp vor der Intel-UHD-Graphics-620-Konkurrenz zu platzieren. Für Casual-Games und genügsame ältere Klassiker dürfte das bei reduzierter Qualität und Auflösung noch ausreichen. Die Nvidia Geforce MX150 aus dem Huawei MateBook X Pro ist dagegen je nach Testsequenz etwa doppelt so schnell unterwegs.

 

Massenspeicher – SK Hynix PC401 256 GB PCIe-SSD

Als Massenspeicherlösung kommt beim Dell XPS 13 9380 ein 256-GB-M.2-PCIe-Laufwerk von SK Hynix zum Einsatz. Das Modell PC401 liefert im Test mit bis zu 2.609 MB/s (QD32) beim Lesen sehr hohe Übertragungsraten ab. Beim Schreiben geht das Testsample mit 823 MB/s zwar etwas gemächlicher ans Werk, übertrifft SATA-SSDs aber immer noch deutlich und bietet auch sonst insgesamt eine praxisgerechte Performance. Je nach Konfiguration hat Dell Varianten mit einer Kapazität von bis zu 2 TB im Angebot.

Benchmarkergebnisse im Überblick
Dell XPS 13 9380 8 GB RAM & PCIe-SSD
Prozessor  Single-Core  Multi-Core
Cinebench R15 64 bit 186 cb 685 cb
Geekbench 3.3.0 64 bit 4.410 Punkte 15.277 Punkte
System Single-Core Multi-Core
PCMark 8 Home (Akku) 3.751 Punkte (2.803 Punkte)
PCMark 10 4.322 Punkte
Massenspeicher Lesen Schreiben
Crystal Disk Mark QD32 2.609 MB/s 823 MB/s
Crystal Disk Mark sequ. 1.733 MB/s 607 MB/s
Grafik HD Basic HD+ Extreme
Unigine Heaven 4.0 28 fps 7 fps
Cinebench R15 OpenGL 58 fps
Cloud Gate – 3DMark 10.285 Punkte
Firestrike – 3DMark 1.242 Punkte
Time Spy – 3DMark 473 Punkte
Vergleichswerte CPU CPU-Benchmarkliste
Vergleichswerte GPU GPU-Benchmarkliste
Dell XPS 13 9380: Emissionen
Betriebsgeräusch

Das Dell XPS 13 9380 ist von seiner Grundausrichtung Dell XPS 13 9380her ein sehr leises Notebook. Bei wenig Last könnte das Testgerät als lautlos eingestuft werden, wenn bei SSD-Zugriffen nicht deutlich wahrnehmbare Elektronikgeräusche auftreten würden. Diese ähneln teils einem leisen Festplattenrattern in Verbindung mit einem überlagernden Zirpen. Geräuschempfindliche Anwender könnten sich daran stören.

Der Lüfter lässt in der Regel erst dann von sich hören, wenn längere Rechenlast anliegt. In diesem Szenario wird meist ein Schalldruckpegel von knapp 33 dB(A) erzeugt. Dieses Betriebsgeräusch erhöht sich nach etwa einer halben Stunde Stresstest (Unigine Heaven & Geekbench) auf 39,8 dB(A) und erreicht damit das Maximum. Dieser Pegel ist nicht dauerhaft präsent, sondern fällt auch immer mal wieder zeitweise auf 32,9 dB(A) ab.

Im Dell Power-Manager lässt sich die Temperaturverwaltung beeinflussen. Das Profil „Optimiert“ ist die Voreinstellung des Testgeräts und ist auch für die Leistungs- und Emissionstests zum Einsatz gekommen. Alternativ stehen noch die Profile „Kühlen“, „Ruhig“ und „Ultra-Leistung“ zur Verfügung. Die Zielrichtung ist durch die Namensgebung klar erkennbar und ermöglicht dem Nutzer unter Inkaufnahme einer Performance-Veränderung individuell auf das Lüfterverhalten Einfluß nehmen zu können.

Emissionen – Dell XPS 13 9380 Schalldruckpegel
Leerlauf (Energiesparmodus, minimale Displayhelligkeit) Lautlos
Büro (PCMark 8 Battery Test, 219 cd/m², ausbalanciert) Lautlos – 32,6 dB(A)
WLAN-Streaming (219 cd/m², ausbalanciert) Lautlos
Video lautlos
Cinebench 32,9 dB(A)
Geekbench Stresstest 32,9 dB(A)
Battery Eater Classic 32,6 dB(A)
Stresstest (maximale Displayhelligkeit) 39,8 dB(A)
Hitzeentwicklung

Die auftretenden Gehäusetemperaturen erreichen nach einer Stunde Stresstest im Arbeitsbereich maximal 46,4 °C. Direkt am Luftauslass liegen bis zu 48,1 °C an und das Netzteil wird bis zu 49,8 °C warm. Einschränkungen sind im Praxisbetrieb hierdurch nicht zu befürchten. Die am Unterboden gemessenen 46,4 °C stehen einem Einsatz auf dem Schoß kaum im Wege.

Dell XPS 13 9380: Stromverbrauch
Leistungsaufnahme

Der gemessene Stromverbrauch des Dell XPS 13 9380 fällt Dell XPS 13 9380angenehm genügsam aus. Der Ergebnisbereich bewegt sich zwischen 1,5 Watt im Minimum (Display aus, Leerlauf, ausbalanciertes Profil) und 47,9 Watt (Stresstest, maximale Displayhelligkeit) im Maximum. Der gemessene Maximalwert liegt nicht nur kurzzeitig an, sondern wird etwas schwankend ungefähr einen Stresstest-Durchgang lang gehalten, bis eine Taktreduzierung eintritt.

Das mit einer Nennleistung von 45 Watt ausgewiesene Netzteil ist hier arg knapp ausgelegt, vor allem dann, wenn das Notebook auch noch angebundene Peripherie-Geräte versorgen muss.

Im normaleren Arbeitsbetrieb gefällt das Dell XPS 13 9380 mit einem sehr zurückhaltenden Stromverbrauch. Beim WLAN-TV-Streaming (Displayhelligkeit 219 cd/m², ausbalanciert) verbraucht das Notebook zum Beispiel 5,5 Watt bis 11,1 Watt. Bei 3D-Last (Unigine Heaven) erhöht sich der Bedarf auf bis zu 36,1 Watt und bei CPU-Last genehmigt sich das Testgerät bis zu 47,7 Watt.

Energieverbrauch – Dell XPS 13 9380 Leistungsaufnahme Akkulaufzeit
Leerlauf (ausbalanciert, Display aus) 1,5 Watt
Leerlauf (ausbalanciert, minimale Displayhelligkeit) 2,5 Watt
Leerlauf (ausbalanciert, 219 cd/m² Displayhelligkeit) 3,5 Watt
Leerlauf (ausbalanciert, maximale Displayhelligkeit) 4,6Watt
Büro (PCMark 8 Battery Test, 219 cd/m², ausbalanciert) 12,4 – 57,8 Watt 5:55 h
WLAN-Streaming (219 cd/m²) 5,5 Watt 11:21 h
Video (219 cd/m²) 11,1 Watt 12:25 h
Geekbench Stresstest 47,7- 38,9 Watt
Unigine Heaven 36,1 – 28,0 Watt
Stresstest (Unigine Heaven & Geekbench) 47,9 Watt – 30 Watt
Battery Eater Classic 2:00 h
Leerlauf Akku-Ladezeit (219 cd/m²) 2:06 h
52-Wh-Lithium-Ionen-Akku, 45-Watt-Netzteil
Akkulaufzeiten

Der im Dell XPS 13 9380 eingesetzte 52-Wh-Akku bietet eine ordentliche Kapazität und bewegt sich damit auf einem vergleichbaren Niveau zur Konkurrenz. Interne Alternativen bietet Dell nicht an. Als externe Lösung käme zum Beispiel Dells Notebook Power Bank Plus – USB C mit einer Kapazität von 65Wh in Frage (PW7018LC, ca. 138 Euro).

Zusammen mit dem zurückhaltenden Stromverbrauch erreicht das Testgerät beim WLAN-TV-Streaming (219 cd/m² Displayhelligkeit, ausbalanciert) zum Beispiel sehr gute 11:21 Stunden Netzunabhängigkeit. Beim Abspielen von Videos hält es sogar 12:25 Stunden lang durch. Der Systemtest PCMark 8 läuft auf dem XPS 13 ebenfalls respektable 5:55 Stunden lang durch. Hier muss man aber eine Leistungsreduzierung einplanen, da das im Netzbetrieb erzielte Ergebnis von 3.751 Punkten im Akkubetrieb auf 2.803 Punkte abfällt.

Für das Laden des 52-Wh-Akkus benötigt das 45-Watt-Netzteil 2:06 Stunden und bewegt sich damit im üblichen Rahmen.

Dell XPS 13 9380: Fazit

Dell hat mit dem XPS 13 9380 wieder ein sehr gutes Dell XPS 13 9380Subnotebook auf die Beine gestellt. Grundeigenschaften wie das tolle Gehäuse, die sehr guten Eingabegeräte, die zeitgemäße Schnittstellenausstattung oder die kompakten Maße gefallen auf Anhieb.

Vervollständigt wird das Gesamtpaket durch eine überdurchschnittlich hohe Leistungsfähigkeit des eingesetzten Intel Core i7-8565U, ein referenzwürdiges FullHD-Display und besonders ausdauernde Akkulaufzeiten. Alleine diese drei Punkte heben das Dell XPS 13 9380 teils deutlich aus der Riege der Konkurrenten hervor.

Etwas getrübt wird das Bild lediglich durch wahrnehmbare Elektronikgeräusche und einige nicht erhältliche Komponenten. Wie stark diese beiden Punkte von Interessenten gewichtet werden, dürfte individuell sehr unterschiedlich ausfallen.

Dell XPS 13 9380Unter dem Strich bekommt der Anwender mit dem Dell XPS 13 9380 ein sehr gutes Notebook präsentiert, das im Vergleich zur ähnlich ausgerichteten Konkurrenz auch preislich überaus fair positioniert ist.

Das Dell XPS 13 9380 ist zum Beispiel bei Notebooksbilliger erhältlich: Dell XPS 13 9380 (Werbung).

Tobias Winkler

Neben zahlreichen Artikeln, die ich seit 2009 für Notebookjournal, PRAD und Notebookcheck verfasst habe, setze ich nun beim Projekt Notebooks & Mobiles meine eigenen Vorstellungen von einer Testplattform um. Ich habe Spaß am Schreiben, an mobiler Technik und allem was dazugehört.

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