Lenovo ThinkPad E570 im Upgrade-Test

Aufrüstbar. Das Lenovo ThinkPad E570 im Upgrade-Test zeigt, dass es entgegen dem aktuellen Trend immer noch Notebooks gibt, die sich durch den Anwender recht einfach nach- und aufrüsten lassen.

Im Rahmen der Miniaturisierung findet man immer öfter Notebooks, die mit fest verbauten Komponenten daherkommen. Besonders flache Gehäuse und eine möglichst optimale Raumausnutzung sind hier meist die Hauptbeweggründe der Hersteller. Wartungsklappen, gesteckte Module oder gar gesockelte Prozessoren haben in diesen Konzepten keinen Platz mehr.

Umso erfreulicher: Das Lenovo ThinkPad E570 verfügt noch über eine klassische Wartungsklappe, die lediglich mit zwei Schrauben befestigt ist. Sorgen über möglicherweise abbrechende Kunststoffnasen, wie beim Vorgänger, braucht man sich hier nicht zu machen. Lenovo hat hier das Öffnen sichtlich vereinfacht.

Wie gewohnt stuft Lenovo RAM und Solid State Drives weiterhin als CRU (Customer Replaceable Unit) ein. Das erlaubt dem Endverbraucher in diesen Fällen in Eigenregie Hand anzulegen, ohne den Garantieanspruch zu riskieren. Natürlich muss man das Ganze fachgerecht durchführen und darf zudem bei seinen Aufrüst- oder Austauscharbeiten keine Beschädigungen am Restsystem verursachen. Ein ausführliches Hardware Maintenance Manual  zum Lenovo ThinkPad E570 steht dem Anwender wie gehabt hilfreich zur Seite. Das Handbuch kann auf Lenovos Supportseite heruntergeladen werden: https://download.lenovo.com/pccbbs/mobiles_pdf/e570_e570c_e575_hmm_en_v2.pdf

Lenovo ThinkPad E570 im Upgrade-Test: Massenspeicher

Das kürzlich getestete Lenovo ThinkPad E570 ist als Sondermodell für den Bildungsbereich von Haus aus schon sehr gut ausgestattet. Das schnelle PCIe-Solid-State-Drive erreicht über 1.800 MB/s beim Lesen und wird daher in den meisten Fällen nicht so schnell ausgemustert werden. Das liegt vor allem auch daran, dass man bei dem günstigen Business-Einsteiger noch einen zusätzlichen freien 2,5-Zoll-Laufwerksschacht vorfindet. Wem also die 256 GB Speicherplatz des Systemlaufwerks zu wenig sind, der hat die Möglichkeit einfach ein weiteres Solid State Drive oder eine Festplatte einzubauen.

1-TB-Festplatten sind zum Beispiel bereits ab etwa 50 Euro und 2,5-Zoll-Solid-State-Drives mit 1 TB Kapazität ab etwa 280 Euro zu haben.

U.a. bereits getestete HDDs und SATA-SSDs:

Ein passender Laufwerksrahmen zum Einsetzen des 2,5-Zoll-Laufwerks war beim Testgerät bereits vorhanden und erleichtert das Einsetzen eines zusätzlichen Massenspeichers. Der Einbau erfolgt schraubenlos. Wer sich, anders als beim Testgerät, beim Kauf für eine Konfiguration ohne M.2-SSD entschieden hat, kann diese im Nachhinein ebenfalls leicht nachrüsten. Das hier vorgefundene Modell ist ganz normal gesteckt und wäre somit auch problemlos nachträglich integrierbar.

Zum Vergleich: Konventionelle 2,5-Zoll-Festplatten erreichen in der Regel um die 100 MB/s und SATA-Solid-State-Drives um die 500 MB/s.  Das im Testgerät verbaute PCIe-Solid-State-Drive überträgt dagegen bis zu 1.800 MB/s.

Bereits getestete PCIe-SSDs:

Lenovo ThinkPad E570 im Upgrade-Test

Lenovo ThinkPad E570 im Upgrade-Test: RAM

Eine weitere Performance-Steigerung kann man durch das Einsetzen eines zweiten RAM-Moduls erreichen. So erhöht man nicht nur die verfügbare Speicherkapazität, sondern aktiviert nebenbei auch den Dual-Channel-Modus. Das optimiert die Speicherleistung an sich und in der Folge auch die Performance der integrierten Intel HD Graphics 620.

Da diese bei leistungsfordernden 3D-Anwendungen im Fall des vorliegenden Testgeräts allerdings mehrheitlich von der potenten Nvidia Geforce GTX 950M ersetzt wird, spürt man die Auswirkungen bei der Grafikausgabe hier eher selten. Hat man sich dagegen beim Kauf für eine der Einsteigerkonfigurationen ohne dedizierte Nvidia-Grafik entschieden, so sorgt dieser Schritt für bis zu 30 Prozent höhere Frameraten.

Das Testgerät hat ein 16 GB RAM-Modul von Crucial problemlos erkannt. Somit ist ein Maximalausbau mit bis zu 32 GB RAM möglich. Im Online-Store bietet Lenovo derzeit höchstens 16 GB an.

Lenovo ThinkPad E570 im Upgrade-Test: WWAN

Generell nicht nachrüstbar ist bei dieser Serie ein mobiles Breitbandmodul. Dafür fehlen sowohl der passende Steckplatz als auch die notwendigen Antennen. Hier müssen Anwender bei Bedarf alternativ zu einem mobilen Router oder einem Smartphone als Hotspot greifen.

Lenovo ThinkPad E570 im Upgrade-Test

Lenovo ThinkPad E570 im Upgrade-Test: Fazit

Das Lenovo ThinkPad E570 bietet gute Möglichkeiten für ein Aufrüsten Lenovo ThinkPad E570oder ein Austauschen der verschiedenen Speicherkomponenten. Dank einfach zu öffnender Wartungsklappe sind die wichtigsten Bauteile in wenigen Schritten erreichbar. Für die praktische Umsetzung hat Lenovo mit dem ausführlichen Hardware Maintenance Manual ein gelungenes Handbuch im Gepäck. Hier findet man viele Hinweise und willkommene Anleitungen, um die anvisierten Komponenten zu erreichen.

Je nach Ausgangskonfiguration kann man mit einer Aufrüstung nicht nur die Kapazitäten, sondern auch die Leistungsfähigkeit teils enorm verbessern. Ein Solid State Drive oder mehr Arbeitsspeicher bewirken nicht nur bei den Benchmark-Ergebnissen, sondern auch bei der subjektiv wahrgenommenen Arbeitsgeschwindigkeit schon mal den einen oder anderen Performance-Schub. Hiervon profitieren vor allem die günstigeren Einsteigerkonfigurationen, die in der Regel ohne dedizierte Grafikeinheit, mit wenig Arbeitsspeicher und eher langsamen Festplatten bestückt sind.

Alternativ kann das Lenovo ThinkPad E570 auch sehr gut direkt bei Lenovo den individuellen Bedürfnissen nach angepasst werden: Jetzt das Lenovo ThinkPad E570 selbst konfigurieren! (Werbung)

Tobias Winkler

Neben zahlreichen Artikeln, die ich seit 2009 für Notebookjournal, PRAD und Notebookcheck verfasst habe, setze ich nun beim Projekt Notebooks & Mobiles meine eigenen Vorstellungen von einer Testplattform um. Ich habe Spaß am Schreiben, an mobiler Technik und allem was dazugehört.

2 Gedanken zu „Lenovo ThinkPad E570 im Upgrade-Test

  • 17. Juni 2017 um 09:51
    Permalink

    Hallo,

    Schöner Test, kurze Frage.
    Bei meinem Gerät ist über der SSD keine Metall Abdeckung angebracht. Ist diese nur bei bestimmten Modellen angebracht?

    Danke

    Antwort
    • 20. Juni 2017 um 15:27
      Permalink

      Vermutlich wird es davon abhängig sein, welches konkrete SSD-Fabrikat zum Einsatz kommt.

      Antwort

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