HP Pavilion Gaming 15 (Ryzen 7 3750H) im Test
Schlanker Spieler. Das HP Pavilion Gaming 15 ist ein Spiele-Notebook, das in vielen verschiedenen Varianten erhältlich ist. Wie sich die Kombination aus AMD Ryzen 7 3750H und Nvidia Geforce GTX 1660 Ti schlägt, zeigt dieser Test.
Die Preise für HPs Pavilion Gaming starten derzeit bei etwa 620 Euro (ec0405ng). Dafür bekommt man immerhin schon einen AMD Ryzen 5 3550H, 8 GB RAM, ein 512-GB-Solid-State-Drive und Nvidias Geforce GTX 1050 geboten. Hier muss man allerdings mit einem FullHD-SVA-Display (TN-Technologie) und ohne Windows-Betriebssystem auskommen.
Das Testgerät (ec0016ng) hingegen kostet mit einem Preis von 1.100 Euro zwar fast 500 Euro mehr, bietet dafür aber auch einen AMD Ryzen 7 3750H, 16 GB RAM, Nvidias Geforce GTX 1660 Ti, ein blickwinkelstabiles FullHD-IPS-Display und Windows 10 Home.
HP Pavilion Gaming 15: Auszug der technischen Daten
Model | HP Pavilion Gaming Laptop 15-ec0016ng |
EAN/Herstellernummer | EAN 194441455489 |
Preis | ca. 1.100 Euro Straßenpreis |
Farbe | Shadow black (matt schwarz) |
Prozessor | AMD Ryzen 7 3750H, 4 Kerne (8 Threads), 2,3 GHz – 4,0 GHz, 6 MB Cache, 12 – 35 Watt cTDP |
Grafik | Nvidia Geforce GTX 1660 Ti (6 GB GDDR6) |
Arbeitsspeicher | 16 GB DDR4-2400-RAM, Dual-Channel, 2 x 8 GB |
Massenspeicher | Intel SSD 660p, M.2-PCIe-SSD (2280) mit 512 GB, gesteckt |
Display | 15,6-Zoll-IPS-Display, Auflösung: 1.920 x 1.080 Bildpunkte, mattiert, 16:9, 141 ppi, LG Philips LGD062E |
Betriebssystem & Software | Windows 10 Home 64 bit |
BIOS-Version | F.02 |
Anschlüsse & Erweiterung | 1 x USB 3.1 Gen.1 (Typ A, 5 Gbit/s), 1 x USB 3.1 Gen.2 Typ C (10 Gbit/s), 1 x USB 2.0, 1 x 3,5-mm-Klinke Audio in/out, SDXC-Speicherkarten-Lesegerät (USB 2.0), Gigabit-Ethernet (Realtek RTL 8168/8111) |
Kommunikation | Realtek RTL8822CE Wireless-AC, Bluetooth 5, Dual-Array-Mikrofon, HD-720p-Webcam |
Sensoren | — |
Audio | AMD Renoir High Definition Audio Controller, 2 Stereo-Lautsprecher, B&O |
Eingabegeräte | Chiclet-Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung (2-stufig, grün), Touchpad |
Sicherheit | Bios- und Systempasswörter, TPM 2.0 |
Batterie & Stromversorgung | 52,5-Wh-Lithium-Ionen-Akku (intern), 200-Watt-Netzteil |
Zubehör | |
Abmessungen & Gewicht | 360 (B) x 257 (T) x 24 (H) mm, Testgewicht 2,1 kg & Netzteil 640 g |
Herstellergarantie | 1 Jahr Herstellergarantie (Abhol- und Reparatur-Service) |
Leihsteller | HP Deutschland |
Informationen zum Testgerät | Produkt-Supportseite, Handbuch |
HP Pavilion Gaming 15: Garantie
HP stattet seine Gaming-Serie mit einem Jahr Herstellergarantie aus. Eine Erweiterung per HP Care Pack schlägt mit 51 Euro für ein zusätzliches Jahr oder mit 81 Euro für zwei zusätzliche Jahre zu Buche.
HP Pavilion Gaming 15: Gehäuse
HP nennt die Farbe seines matt-schwarzen Gehäuses „Shadow Black“ und hat sich damit für ein sehr zurückhaltendes Gaming-Design entschieden. Wären da nicht die dezent grünen Beschriftungen (Acid Green) und die grüne Tastaturumrandung/ -beleuchtung, könnte das Notebook vermutlich auch als Business-Gerät durchgehen.
Bei der Gehäusekonstruktion setzt HP auf ein Kunststoffmaterial, das insgesamt sauber verarbeitet ist, aber eine lediglich durchschnittliche Stabilität an den Tag legt. Das große und zentral angeordnete Displayscharnier kann ein Nachwippen des Displays bei Bewegung nicht verhindern und die gesamte Tastaturmatte inklusive Handballenablage gibt bei etwas Druck sichtbar nach.
Der wuchtig anmutende Displayrahmen hält hinsichtlich der Verwindungssteifigkeit ebenfalls nicht das, was er optisch vorgibt. Dieser lässt sich bereits mit wenig Kraft verformen. Im Gegenzug erhält der Nutzer ein relativ leichtes Notebook an die Seite gestellt. Das Testgewicht beträgt 2,1 kg und geht für ein 15,6“-Gaming-Notebook durchaus in Ordnung.
Am Unterboden verfügt das HP Pavilion Gaming Laptop über keine separate Wartungsklappe. Hier muss die mit 7 Kreuzschrauben gesicherte Bodenplatte abgenommen werden, um an die inneren Komponenten zu gelangen. HP gibt im Handbuch aber keine Hinweise zu möglichen Aufrüst- oder Austauscharbeiten in Eigenregie. Vor einem solchen Vorhaben sollte man sich wie gehabt über die gültigen Garantiebedingungen informieren.
Die am Unterboden angebrachten Füße heben das Gehäuse etwas an und begünstigen so die Luftzirkulation des Lüftersystems. Die Kühlluft wird am Unterboden durch eine breit ausgeführte Gitteröffnung angesaugt und am Heck bzw. unterhalb des großen Displayscharniers wieder ausgeblasen.
HP Pavilion Gaming 15: Ausstattung
Die Schnittstellen-Ausstattung beschränkt sich konzeptbedingt auf ein recht breit gefächertes, aber nicht sonderlich ausgefallenes Niveau: HDMI 2.0, USB 3.1 Gen.1 Typ A, USB 3.1 Gen.2 Typ C, USB 2.0, Gigabit-LAN, Speicherkarten-Lesegerät (SD-Format), AC-WLAN und Bluetooth 5 sind an Bord.
Thunderbolt 3, DisplayPort, WiFi 6, eine Infrarot-Kamera oder ein Fingerabdruck-Lesegerät findet man dagegen nicht vor.
Die Anordnung der verschiedenen Anschlüsse gefällt. Während sich die meisten Ports im hinteren Bereich der Seiten befinden, liegt das Speicherkarten-Lesegerät griffgünstig an der vorderen rechten Seite.
Schnittstellenperformance
HP Pavilion Gaming 15-ec0016ng | Transferraten in MB/s |
Speicherkarten-Lesegerät, Lexar Professional UHS-II 2000x (SDXC 128 GB) | 36 Lesen/ 28 Schreiben |
USB 3.1 Gen. 1 Typ A, Samsung Portable SSD T3 (250 GB) | 429 Lesen/ 368 Schreiben |
USB 3.1 Gen. 2 Typ C, Sandisk Extreme 900 Portable SSD (480 GB) | 463 Lesen/ 702 Schreiben |
Ansteuerung Viewsonic VP 2780-4k 3.840 x 2.160 @ 60 Hz | ja per HDMI 2.0 |
Latenzen: Testlaufzeit ca. 5 Min. | 1.181 µs |
Maximale Lautstärke Audio (Pink Noise Datei) | 74,2 dB(A) |
Subjektive Audioqualität | Höhenbetont, ordentliche Mitten & Bässe |
Maximale unterbrechungsfreie Bluetooth-Reichweite mit JBL Flip 4 | 19 m |
Erreichbarkeit BIOS | Direkt nach Neustart F10 oder ESC + F10 |
Der HDMI 2.0 ist in der Lage externe 4k-Monitore mit 60 Hz zu betreiben und der USB-3.1-Gen.2-Typ-C-Port überträgt Daten mit bis zu 702 MB/s. Hinweis: Im Datenblatt zum HP Pavilion Gaming wird ein USB 3.1 Gen.1 Typ C ausgewiesen. Im Test zeigt sich jedoch, dass der schnellere USB 3.1 Gen.2 zum Einsatz kommt. Ein DisplayPort-Signal liegt dagegen nicht an.
Das Speicherkarten-Lesegerät bremst schnelle UHS-II-Medien wie Lexars Professional 2000x auf USB-2.0-Niveau aus. Immerhin bietet HP den in Neuerscheinungen immer seltener anzutreffenden Standard überhaupt noch an.
Audio
Die beiden zwischen Tastatur und Display angebrachten und laut HP von B&O-Experten getunten Lautsprecher sollen für einen satten und authentischen Klang sorgen. Tatsächlich bekommt man hier zwar eine höhenbetonte, ansonsten aber passabel abgestimmte Soundqualität geboten. Mitten und Bässe sind gut vertreten und die Maximallautstärke mit einem Schalldruckpegel von bis zu 74,2 dB(A) wird verzerrungsfrei wiedergegeben.
Echtzeit-Audioaufgaben könnten beim HP Pavilion Gaming Laptop 15 unter zu hohen Latenzen leiden. Lässt man das Tool LatencyMon länger als 6 Sekunden testen, so werden bereits nach etwa 5 Minuten Verzögerungen von bis zu 1.182 µs gemessen. Das kann zu Aussetzern, Synchronisationsfehlern oder sonstigen Beeinträchtigungen führen. Treiber- oder BIOS-Updates könnten hier für Besserung sorgen.
HP Pavilion Gaming 15: Eingabegeräte
Tastatur
Die Tastatur nimmt nahezu die gesamte Gehäusebreite ein. Folglich fallen die mehrheitlich im 19-mm-Raster ausgeführten Tasten angenehm groß aus. Mit mittelkurzem Hub und klar definiertem Druckpunkt leidet die Eingabe allerdings unter einer nachwippenden Unterkonstruktion, die vor allem Vielschreibern missfallen könnte.
Unverständlich: Auch HP unterliegt der Versuchung die vertikalen Pfeiltasten zwar optisch schick, dafür aber ziemlich unpraktisch in eine Zeile zu quetschen. Zu einem Gaming-Notebook passt das nicht so richtig.
Nummernblock, Tastaturbeleuchtung, hervorgehobene WASD-Tasten und sinnvolle FN-Kombinationen komplettieren das Paket und dürften bei der Zielgruppe gut ankommen.
Touchpad
Das 115 x 60 mm große Touchpad fällt recht breit, dafür aber nicht sonderlich tief aus. Im Praxisbetrieb hat die Oberfläche mit einer guten Gleitfähigkeit und einer soliden Reaktionsfähigkeit überzeugt. Das gilt jedoch nicht ohne Einschränkungen für die im Clickpad integrierten Maustasten. Insbesondere an den äußeren Rändern können Klicks schon mal ohne Reaktion verloren gehen.
HP Pavilion Gaming 15: Display
Das Testgerät ist mit einem FullHD-IPS-Display (1.920 x 1.080 Bildpunkte) von LG Philips ausgestattet. Laut Herstellerangaben soll es eine maximale Helligkeit von 250 cd/m² erreichen und den NTSC-Farbraum zu 45 % abdecken. Alternativ bietet HP für die Serie noch ein FullHD-SVA-Display mit TN-Technologie und ein FullHD-IPS-Display mit 144 Hz an. Hier sollte man bei den jeweils angebotenen Konfiguration vor dem Kauf sehr genau hinschauen welches Modell tatsächlich eingebaut ist.
Helligkeit & Kontrast
Das HP Pavilion Gaming 15 erreicht eine maximale Helligkeit von 298 cd/m² in der Displaymitte. Zu den Rändern hin fällt die Luminanz auf bis zu 244 cd/m² ab. Die Ausleuchtung beträgt mittelmäßige 81 %. Die Helligkeit kann wie gewohnt in den Windows-Display-Einstellungen prozentgenau oder über 11 vorgegebene Stufen reguliert werden. PWM wird hier nicht eingesetzt.
Mit einem relativ hohen Schwarzwert von 0,293 cd/m² beträgt der Kontrast bei maximaler Helligkeit 1017:1. Das Schwarzbild fällt insgesamt recht homogen aus und wird nicht durch auffällige Lichthöfe oder dominante Wolkenbildungen beeinträchtigt. Ein sattes Schwarz darf man hier aufgrund des hohen Schwarzwerts aber nicht erwarten.
Farbraum & Farbgenauigkeit
Der vom Testgerät darstellbare Farbumfang entspricht etwa 55 % des sRGB-Farbraums. Feine Farbabstufungen gehen hier verloren. Der im Auslieferungszustand kaum sichtbare Grünstich kann durch eine Profilierung neutralisiert werden. Auch die Graustufendarstellung verbessert sich nach diesem Schritt.
Keine Chance hat man bei diesem Panel jedoch auf eine ausreichend farbtreue Darstellung im professionellen Foto-, Video- oder Grafikbereich. Mit einem maximalen DeltaE 2000 (Abweichung vom Ideal, je weniger desto besser) von 17,8 wird die Grenze von 5 deutlich überschritten.
Displaymessungen im Überblick
Display – HP Pavilion Gaming 15-ec0016ng | 15,6-Zoll-IPS-Display, 16:9, LGD062E |
Entspiegelung | mattierte Oberfläche |
Grad der Spiegelungen | niedrig |
Eingabemöglichkeiten | — |
Auflösung | 1.920 x 1.080 Bildpunkte, 141 ppi |
minimale Helligkeit | 20 cd/m² |
ca. 150 cd/m² | Helligkeitsstufe 7 143 cd/m² |
ca. 200 cd/m² | Helligkeitsstufe 9 210 cd/m² |
maximale Helligkeit | 298 cd/m² |
maximale Helligkeit Displaymitte/ Akku/ profiliert | 298 cd/m²// 298 cd/m²// 271 cd/m² |
Helligkeitsstufen Displaymitte | 20-32-45-57-69-93-117-143-166-210-298 (in cd/m²) |
Schwarzwert Displaymitte (profiliert) | 0,293 cd/m² (0,278 cd/m²) |
Ausleuchtung | 81 % |
sRGB-Farbraumabdeckung | 55 % |
AdobeRGB-Farbraum | — |
P3-Farbraum | — |
Kontrast Displaymitte (profiliert) | 1.017:1 (974:1) |
mittleres DeltaE 2000 (profiliert) | 5,9 (5,1) |
maximales DeltaE 2000 (profiliert) | 17,9 (17,8) |
Helligkeitsregulierung durch Pulsweitenmodulation (PWM) | Keine PWM im Zusammenhang mit der Helligkeitsregulierung feststellbar. |
Schwarzbild | recht homogen, keine Auffälligen Lichthöfe oder dominante Wolkenbildungen. |
Displaybesonderheiten | Keine Auffälligkeiten |
Das Display wurde mit Portrait Displays Spectracal Calman Software vermessen und ausgewertet. Ausführlicher Artikel zu Calmans Farbanalyse-Software. Messgerät: Spektralfotometer x-rite i1 Basic Pro 2. |
HP Pavilion Gaming 15: Leistung
Das HP Pavilion Gaming Laptop 15-ec0016ng ist mit einem AMD Ryzen 7 3750H, Nvidias Geforce GTX 1660 Ti, 16 GB DDR4-RAM und einem 512-GB-Solid-State-Drive bestückt. Alternative Konfigurationen verfügen über verschiedene Intel- oder AMD-Prozessoren, sind mit leistungsschwächeren Grafikchips bestückt oder warten mit einer abweichenden Speicherausstattung auf.
Prozessor – AMD Ryzen 7 3750H
Der AMD Ryzen 7 3750H ist etwas leistungsstärker, als die sonst in AMD-Notebooks oft eingesetzten AMD Ryzen 7 3700U aufgestellt. Das liegt vor allem an der großzügiger bemessenen Verlustleistung, die bis zu 35 Watt betragen darf. Ansonsten können mit den 4 Rechenkernen bis zu 8 Threads gleichzeitig abgearbeitet und Taktraten von bis zu 4 GHz erreicht werden.
Im Test zeigt sich, dass sich die Leistungsfähigkeit des AMD Ryzen 7 3700H vor allem im Multi-Core-Bereich von der Performance des AMD Ryzen 7 3700U absetzen kann. Im Vergleich zur Intel-Konkurrenz fällt diese Lösung jedoch hoffnungslos zurück. Während sich der Intel Core i5-8400H aus dem Dell Latitude 5591 noch in Schlagdistanz befindet, rennen die Intel Core i7-9750H aus dem Acer Predator Helios 300 oder dem Omen by HP 17 sichtbar davon.
Ebenfalls ohne Chance gegenüber der preislich ähnlich positionierten Intel-Konkurrenz zeigt sich die Leistungsfähigkeit im CPU-Stresstest. Der Intel Core i7-9750H kann mit 4.000 bis 7.000 Punkten mehr, die AMD-Alternative regelrecht deklassieren.
Grafik – AMD Radeon RX Vega 10 & Nvidia Geforce GTX 1660 Ti
Im HP Pavilion kommt ein Nvidia-Optimus-Verbund aus AMD Radeon RX Vega 10 und Nvidia Geforce GTX 1660 Ti zum Einsatz. Für weniger fordernde Aufgaben ist AMDs Vega 10 vorgesehen und wenn möglichst viel 3D-Grafikleistung abverlangt wird, kommt Nvidias Geforce zum Zuge. Die AMD-Nvidia-Kombination arbeitet ohne subjektiv erkennbare Unterschiede zu den sonst meist anzutreffenden Intel-Nvidia-Kombinationen. Wie gewohnt kann man die GPU manuell einzelnen Programmen zuweisen oder den Wechsel der Optimus-Automatik überlassen.
Die Nvidia Geforce GTX 1660 Ti verfügt 1.536 CUDA-Recheneinheiten und arbeitet mit Taktfrequenzen zwischen 1.140 MHz und 1.590 MHz. Der 6 GB fassende GDDR6-Grafikspeicher ist über einen 192 bit breiten Speicherbus angebunden und sorgt für eine theoretische Speicherbandbreite von 288 GB/s.
Im Test zeigen die Benchmark-Ergebnisse, dass sich diese Lösung deutlich unterhalb der RTX-Modelle von Nvidia einordnet. Beim 3DMark Time Spy kommen zwar ordentliche 4.880 Punkte zusammen und beim Unigine Heaven Extreme liefert die Nvidia Geforce GTX 1660 Ti 82 fps. Bereits die Nvidia Geforce RTX 2060 aus dem Acer Predator Helios 300 hängt die Test-GPU mit 5.833 Punkten beim 3Dmark Time Spy und 98 fps beim Unigine Heaven Extreme aber sichtbar ab.
Aktuelle Spiele wie GRID 2019, Jedi Fallen Order oder Fifa 20 laufen auf dem HP Pavilion Gaming Laptop 15 bei nativer Display-Auflösung dennoch absolut flüssig. Das gilt auch mit einigen Einschränkungen für forderndere Titel wie Anno 1800 oder Red Dead Redemption 2. Hier müsste man genau ausprobieren, welche Qualitätseinstellung vielleicht doch besser etwas runter geregelt werden sollte, um sicher Ruckler vermeiden zu können. Weitere Abstriche sind einzuplanen, wenn man die Bildausgabe über höher auflösende externe Monitore laufen lässt.
Massenspeicher – Intel SSD 660p 512 GB
HP setzt im Testgerät ein 512-GB-Solid-State-Drive im M.2-2280-Format mit PCIe-Schnittstelle von Intel ein. Die Intel SSD 660p liefert im Test mit maximal 1.629 MB/s beim Lesen und 978 MB/s beim Schreiben (QD32) passable Ergebnisse ab. Die mit 512 GB recht ordentlich bemessene Speicherkapazität dürfte für den einen oder anderen Spieletitel gut ausreichen.
Wer hingegen ständig eine große Auswahl an Spielen direkt verfügbar auf seinem Laptop vorhalten möchte, kann zu Konfigurationen mit 1-TB-SSD oder zusätzlicher Festplatte greifen. Ein 2,5″-Laufwerksschacht ist im Gehäuse vorhanden.
Benchmarkergebnisse im Überblick
HP Pavilion Gaming 15 | 16 GB RAM & PCIe-SSD | |
Prozessor | Single-Core | Multi-Core |
Cinebench R15 64 bit | 150 cb | 765 cb |
Geekbench 3.3.0 64 bit | 4.190 Punkte | 16.468 Punkte |
Geekbench 5 64 bit | 866 Punkte | 3.621 Punkte |
System | Single-Core | Multi-Core |
PCMark 8 Home (Akku) | 3.901 Punkte (2.740 Punkte) | |
PCMark 10 | 4.206 Punkte | |
PCMark 10 DCC | 4.334 Punkte | |
Massenspeicher | Lesen | Schreiben |
Crystal Disk Mark QD32 | 1.629 MB/s | 978 MB/s |
Crystal Disk Mark sequ. | 1.431 MB/s | 982 MB/s |
Grafik | HD Basic | HD+ Extreme |
Unigine Heaven 4.0 | 169 fps | 82 fps |
Cinebench R15 OpenGL | 73 fps | |
Night Raid – 3DMark | 16.878 Punkte | |
Time Spy – 3DMark | 4.880 Punkte | |
VRMark | 5.977 Punkte | |
Vergleichswerte CPU | CPU-Benchmarkliste | |
Vergleichswerte GPU | GPU-Benchmarkliste |
HP Pavilion Gaming 15: Emissionen
Betriebsgeräusch
Das HP Pavilion Gaming Laptop 15 arbeitet bei wenig Last lautlos, scheut sich in fordernden Szenarien aber auch nicht davor den Lüfter mit hohen Drehzahlen laufen zu lassen. Bei mittlerer Rechenlast erzeugt das Testgerät einen Schalldruckpegel von 40,9 dB(A) und bei Volllast kommen bis zu 48,5 dB(A) zustande. Hochfrequente oder sonstige störende Nebengeräusche können beim Testgerät nicht ausgemacht werden.
Emissionen – HP Pavilion Gaming 15-ec0016ng | Schalldruckpegel |
Leerlauf (Energiesparmodus, minimale Displayhelligkeit) | Lautlos |
Büro (PCMark 8, 210 cd/m², ausbalanciert) | Lautlos – 40,9 dB(A) |
WLAN-TV-Streaming (210 cd/m², ausbalanciert) | Lautlos |
Video-Wiedergabe (210 cd/m², ausbalanciert) | Lautlos |
Unigine Heaven | 40,9 – 45,7 dB(A) |
Geekbench Stresstest | 42,9 dB(A) |
Stresstest (maximale Displayhelligkeit) | 44,2 – 48,5 dB(A) |
Hitzeentwicklung
Im Gegenzug bleibt das HP Pavilion Gaming immer angenehm kühl. Nach über einer Stunde Volllast erreichen die Oberflächen-Temperaturen im Arbeitsbereich um die Tastatur herum gerade mal 40,4 °C. Am Unterboden wird dieser Wert mit 38,7 °C nochmals unterboten. Lediglich direkt am Luftauslass und am Netzteil wird die 40-Grad-Marke mit 48,6 °C und 49,1 °C deutlich überschritten. Einschränkungen sind hierdurch aber nicht zu erwarten.
HP Pavilion Gaming 15: Stromverbrauch
Leistungsaufnahme
Der Stromverbrauch des HP Pavilion Gaming Laptop 15-ec0016ng bewegt sich zwischen 2,3 Watt (Display aus, Leerlauf) und 129 Watt (Stresstest, maximale Displayhelligkeit). Dank Nvidia Optimus wird die stromhungrigere Nvidia Geforce GTX 1660 Ti nur bei leistungsfordernden 3D-Aufgaben benötigt. Ansonsten kommt die AMD Radeon RX Vega 10 zum Zuge.
Das Netzteil ist mit einer Nennleistung von 200 Watt spezifiziert. Es bietet im Vergleich zum Maximalverbrauch von knapp 130 Watt überaus üppige Reserven.
Energieverbrauch – HP Pavilion Gaming 15-ec0016ng | Leistungsaufnahme | Akkulaufzeit |
Leerlauf (Energiesparmodus, Display aus) | 2,3 Watt | — |
Leerlauf (Energiesparmodus, minimale Displayhelligkeit) | 3,4 Watt | — |
Leerlauf (Energiesparmodus, maximale Displayhelligkeit) | 5,9 Watt | — |
Büro (PCMark 8 Battery Test, 210 cd/m², ausbalanciert) | — | 4:11 h |
Büro (PCMark 10 Battery Test Modern Office, 210 cd/m², ausbalanciert) | — | 6:30 h |
Video-Wiedergabe (210 cd/m²) | 6,5 – 9,4 Watt | 7:21 h |
Geekbench Stresstest | 67 Watt | — |
Unigine Heaven | 92,3 – 112 Watt | — |
Stresstest (Unigine Heaven & Geekbench) | 124 – 129 Watt | — |
Leerlauf Akku-Ladezeit (210 cd/m²) 7 – 79 % | — | 1:00 h |
Leerlauf Akku-Ladezeit (210 cd/m²) 7 – 100 % | — | 2:02 h |
52,5-Wh-Lithium-Ionen-Akku, 200-Watt-Netzteil |
Akkulaufzeiten
Die auf der Verbrauchsseite guten Voraussetzungen für lange Akkulaufzeiten werden durch den etwas mager aufgestellten 52,5-Wh-Akku eingeschränkt. Alternative Akkukapazitäten bietet HP nicht an. Dennoch erreicht die Testkonfiguration je nach Szenario zwischen 4 und 7 Stunden Akkulaufzeit.
Für Büroarbeiten, Videos schauen oder Internetrecherchen ist das eine für diese Geräteklasse gut dimensionierte Netzunabhängigkeit. Beim Spielen oder sonstigen fordernden 3D-Aufgaben reduziert sich die Laufzeit aber erheblich und dürfte die 1-Stunden-Marke trotz Leistungsreduzierung kaum überschreiten.
Leistung im Akkubetrieb
Um den Akku nicht zu schnell zu entleeren und gleichzeitig eine zumindest halbwegs brauchbare Akkulaufzeit bieten zu können, wird die Leistungsfähigkeit im Akkubetrieb reduziert. Hier muss man mit Einbußen zwischen 24 und 76 Prozent rechnen. Insbesondere bei grafikintensiven Aufgaben fallen die Ergebnisse stark ab.
HP Pavilion Gaming 15: Fazit
HP hat mit dem Pavilion Gaming Laptop 15 ein gutes Spiele-Notebook im Programm. Auch wenn die Rechenleistung des AMD Ryzen 7 3750H nicht mit der Intel-Konkurrenz mithalten kann, so überzeugt die Systemleistung mit Nvidia Geforce GTX 1660 Ti, 16 GB RAM und 512-GB-SSD dennoch. Mit nativer Display-Auflösung laufen aktuelle 3D-Spiele ruckelfrei über den Schirm. Lediglich bei besonders fordernden Titeln sollte man hier und da Qualitätseinstellungen reduzieren.
Abstriche muss der Interessent jedoch bei Farbdarstellung des Displays und den Eingabegeräten hinnehmen. Auch die Gehäusestabilität und die Schnittstellenausstattung zeigen Raum für Verbesserungen.
Unter dem Strich überzeugt das HP Pavilion Gaming Laptop 15-ec0016ng im Gesamtpaket aber mit einem ordentlichen Preis-Leistungs-Verhältnis und dürfte damit bei so manchem Gamer in die engere Wahl gelangen.