Omen by HP 17 Laptop (7DX95EA) im Test

Spiele-Kandidat. Das Spielenotebook Omen by HP 17 ist ein großer 17-Zöller im klassischen Gehäusedesign mit üppigen Maßen und vergleichsweise hohem Gewicht. Mit potenter Leistungsfähigkeit will der Bolide vor allem im Desktop-Betrieb punkten.

Das HP Omen 17, oder wie HP es nennt, Omen by HP 17, "ist ein großvolumiges Gaming-Laptop. Mit leistungsstarken Komponenten und umfangreicher Ausstattung will es anspruchsvolle Spieler für sich gewinnen. Das kann gut gelingen, bietet das Testgerät mit Intel Core i7-9750H, 16 GB RAM, Nvidia Geforce RTX 2070, 1,5 TB Speicherplatz und einem 144-HZ-Display dazu sehr gute Voraussetzungen. Mit einem aktuellen Preis von unter 2.000 Euro stellt HP die Testkonfiguration zudem attraktiv auf und könnte bei so manchem Anwender ein reges Interesse wecken.

Omen 15 by HP

Omen by HP 17: Auszug der technischen Daten
Model Omen by HP 17-cb0006ng (7DX95EA#ABD)
EAN EAN 193905435104
Preis ca. 1.950 Euro Straßenpreis
Farbe Schwarz (Shadow Black)
Prozessor Intel Core i7-9750H, 6 Kerne (12 Threads), 2,6 GHz – 4,5 GHz, 12 MB Cache, 45 Watt TDP
Grafik Nvidia Geforce RTX 2070 (8 GB GDDR6)
Arbeitsspeicher 16 GB DDR4-2666-RAM, Dual-Channel, 2 Slots
Massenspeicher Samsung SSD PM981, M.2-PCIe-SSD mit 512 GB, gesteckt & 2,5″-Festplatte Seagate ST1000LM049 mit 1 TB
Display 17,3-Zoll-IPS-Display, 144 Hz, Auflösung: 1.920 x 1.080 Bildpunkte, mattiert, 16:9, 127 ppi, CHIMEI CMN175D, Nvidia-G-Sync-Unterstützung
Betriebssystem & Software Windows 10 Home 64 bit
BIOS-Version F.07/ F.11 (siehe Text)
Anschlüsse & Erweiterung 1 x Thunderbolt 3 (Typ C, DisplayPort, 40 Gbit/s), 3 x USB 3.1 Gen.1 Typ A  (5 Gbit/s),  2 x 3,5-mm-Klinke separate Audio in/out, SDXC-Speicherkarten-Lesegerät (UHS-I, Genesys Logic), HDMI, Mini-DisplayPort, RJ45-Gigabit-Ethernet
Kommunikation Intel WiFi 6 AX200 2 x 2 (MU-MIMO), Bluetooth 5.0, Dual-Array-Mikrofon, HD-Wide-Vision-Webcam, Realtek RTL8168/8111 PCIe-Gigabit-Ethernet
Sensoren Beschleunigungssensor
Audio Nvidia TV106 HDMI/DP, Intel Cannon Point PCH-cAVS – High Definition Audio Controller, 2 Stereo-Lautsprecher
Eingabegeräte Chiclet-Tastatur (Rubber Dome) mit Hintergrundbeleuchtung (1-stufig), Nummernblock, Makrotasten, Touchpad
Sicherheit Bios- und Systempasswörter
Batterie & Stromversorgung 70-Wh-Lithium-Polymer-Akku (intern), 240-Watt-Netzteil
Zubehör
Abmessungen & Gewicht 405 (B) x 295 (T) x 27 (H) mm, Testgewicht 3,26 kg & Netzteil 720 g
Herstellergarantie 2 Jahre Herstellergarantie
Leihsteller HP Deutschland
Informationen zum Testgerät Produktseite, Handbuch
Omen by HP 17: Garantie

Die 2-jährige Herstellergarantie kann mit einem Care Pack (UM947E) für knapp 83 Euro um ein weiteres Jahr verlängert werden. Weitere Garantieoptionen werden zum Testzeitpunkt für das Notebook nicht angeboten.

Omen by HP 17: Gehäuse

Mit einem Gewicht von 3,26 kg und einer Breite von über 40 Zentimetern entspricht es nicht ganz dem Trend der modischen Slim-Line-Laptops. Dank abgeschrägter Seiten, spitz zulaufender Kanten und schwarzer Farbgebung gelingt es HP aber gut die Optik zu entschärfen und damit die Gehäusemaße nicht ganz so offensichtlich in den Vordergrund treten zu lassen.

Stabilität, Platzverhältnisse und Oberflächenanmutung fallen jedenfalls gut aus und sorgen für keinerlei Kritikpunkte. Gut gefällt hier auch die Oberflächenstruktur im Haarliniendesign, das sich allerdings als anfällig für Fingerabdrücke und in der Folge als recht pflegeintensiv erweist.

Separate Wartungsöffnungen bietet das Omen by HP nicht und im Benutzerhandbuch findet man keine Hinweise zum Aufrüsten oder Austauschen von Komponenten. Im Datenblatt führt HP jedoch das vergleichsweise einfache Öffnen des Gehäuses und komfortable Aufrüstmöglichkeiten als besondere Eigenschaften auf. So oder so sollte man sich vor Arbeiten in Eigenregie sicherheitshalber über die gültigen Garantiebedingungen informieren.

Omen by HP 17: Ausstattung

Die Ausstattung fällt mit einer konsequenten Berücksichtigung aktueller Standards sehr gut aus. Hier finden sich Thunderbolt 3, HDMI, Mini-DisplayPort, USB 3.0, WiFi 6, Bluetooth 5.0, USB 3.0 und Gigabit-LAN. Die Positionierung ist an der linken Seite jedoch recht gequetscht ausgefallen und könnte bei breiteren Steckern zu gegenseitigen Blockaden führen. Den sonst in einer 3,5-mm-Klinke-Buchse zusammengefassten Audioport teilt HP ganz klassisch in einen Mikrofoneingang und einen Kopfhörerausgang auf.

Schnelle Massenspeicher wie Samsungs Portable X5 können am Thunderbolt 3 ihre volle Leistung entfalten, schnelle UHS-II-Speicherkarten werden vom Speicherkarten-Lesegerät dagegen bei etwa 96 MB/s (UHS-I-Standard) ausgebremst.

Schnittstellenperformance
Omen by HP 17 Transferraten in MB/s
Speicherkarten-Lesegerät, Lexar Professional 2000x UHS-II (SDXC 128 GB) 96 Lesen/ 68 Schreiben
USB 3.1 Gen. 1 Typ C, Samsung Portable SSD T3 (250 GB) 421 Lesen/ 399 Schreiben
Thunderbolt 3, Samsung Portable SSD X5 (500 GB) 2.706 Lesen/ 597 Schreiben
Ansteuerung Viewsonic VP 2780-4k 3.840 x 2.160 @ 60 Hz ja mit DisplayPort-Kabel/-Adapter
Latenzen: Testlaufzeit 10 Min. 1.127 µs
Maximale Lautstärke Audio (Pink Noise Datei) 72,6 dB(A)
Subjektive Audioqualität Höhenbetont, passable Mitten & Bässe, etwas Räumlichkeit & Hall
Maximale unterbrechungsfreie Bluetooth-Reichweite mit JBL Flip 4 19 m
Erreichbarkeit BIOS nach Neustart F10
Erreichbarkeit Bootmenü nach Neustart ESC + F10
Omen by HP 17: Eingabegeräte

Die Eingabegeräte sind konsequent auf wichtige Spielerbedürfnisse hin ausgerichtet. Die Tastatur kommt mit Makrotasten, hervorgehobenen WASD-Tasten und einer Direkt-Verbindung zum Omen-Command-Center. Etwas größer und mit mehr Abstand hätten hier jedoch die Pfeiltasten ausfallen können. Ebenfalls nicht ganz so üppige Platzverhältnisse bietet das Touchpad mit seinen 102 x 57 Millimetern. Die Reaktions- und Gleiteigenschaften zeigen sich aber gut und dürften die Anwender angemessen zufriedenstellen.

 

Das gilt in der Hauptsache auch für die Qualität der Tastatur. Obwohl Rubber-Dome-Tastaturen vielleicht nicht Jedermanns Sache sind, so gefällt die Eingabe im Omen by HP 17 doch mit einem angenehm leisen Anschlag und einer guten Reaktion. In der Mitte gibt die Tastatureinheit allerdings etwas nach, der Hub fällt insgesamt recht kurz aus und der Druckpunkt könnte besser definiert sein.

Weiter punkten kann das Omen dafür mit der Tastaturbeleuchtung. Diese hat HP in vier unterschiedliche Sektoren aufgeteilt, die individuell mit Farbwünschen belegt werden können. Nicht selbstverständlich: Die WASD-Tasten sind mit einem eigenen Farb-Sektor berücksichtigt. Einschränkend zeigt sich dagegen die fehlende Helligkeitsregulierung. Über die FN-Kombination lässt sich die Tastatur-Beleuchtung nur ein- oder ausschalten. Im Command-Center hat der integrierte stufenlose Helligkeitsregler keine Reaktion gezeigt.

Omen by HP 17: Display

Das FullHD-IPS-Display ist mit einer mattierten Oberfläche versehen, bietet weite Blickwinkel und arbeitet mit einer Bildwiederholfrequenz von 144 Hz. Letzteres soll für einen besonders flüssigen Bildaufbau sorgen, um auch schnelle Spielszenen in möglichst optimaler Qualität abliefern zu können.

Mit einer maximalen Helligkeit von 414 cd/m², einem Kontrast von 1.662:1 und einer 93-prozentigen Abdeckung des sRGB-Farbraums bewegt sich die Darstellungsqualität auf einem sehr guten Niveau. Die Bildwiedergabe zeigt sich natürlich und mit fein differenzierten Farbabstufungen. Beim Schwarzbild (maximale Helligkeit) sind lediglich kleinere schwache Lichthöfe am Displayrand erkennbar. Insgesamt gefällt die Schwarzdarstellung mit subjektiv geringer Aufhellung sehr gut.

Omen by HP 17

Die Farbgenauigkeit erreicht bereits im Auslieferungszustand ein profitaugliches Niveau. Mit einem durchschnittlichen DeltaE 2000 von 2,0 und einem maximalen DeltaE 2000 von 4,4 werden beide relevanten Grenzwerte (3,0 und 5,0) deutlich unterboten. Mit einer Profilierung kann der minimale Grünstich der Anzeige neutralisiert und die Farbgenauigkeit nochmals verbessert werden.

Unter dem Strich bekommt der Anwender mit dem verbauten CHIMEI-Panel eine sehr gute Anzeige geboten, die selbst ambitionierten, professionellen Ansprüchen gerecht werden kann.

Displaymessungen im Überblick
Display – Omen by HP 17 17,3-Zoll-IPS-Display, 16:9, CHIMEI CMN175D
Entspiegelung Mattierte Oberfläche
Grad der Spiegelungen Gering
Eingabemöglichkeiten
Auflösung 1.920 x 1.080 Bildpunkte, 127 ppi
minimale Helligkeit 25 cd/m²
ca. 150 cd/m²  Helligkeitsstufe 6 160 cd/m²
ca. 200 cd/m²  Helligkeitsstufe 7 194 cd/m²
maximale Helligkeit 414 cd/m²
maximale Helligkeit Displaymitte/ Akku/ profiliert 414 cd/m²// 414 cd/m²// 392 cd/m²
Helligkeitsstufen Displaymitte 25-42-59-76-93-126-160-194-229-318-414 (in cd/m²)
Schwarzwert Displaymitte (profiliert) 0,249 cd/m² (0,312 cd/m²)
Ausleuchtung 92 %
sRGB-Farbraumabdeckung 93 %
AdobeRGB-Farbraum
P3-Farbraum
Kontrast Displaymitte (profiliert) 1.662:1 (1.256:1)
mittleres DeltaE 2000 (profiliert) 2,0 (1,2)
maximales DeltaE 2000 (profiliert) 4,4 (2,4)
Helligkeitsregulierung durch Pulsweitenmodulation (PWM) Keine Helligkeitsregulierung mit PWM feststellbar
Displaybesonderheiten Homogenes Schwarzbild mit schwach erkennbaren kleinen Lichthöfen
Das Display wurde mit Portrait Displays Spectracal Calman Software vermessen und ausgewertet. Ausführlicher Artikel zu Calmans Farbanalyse-Software.  Messgerät: Spektralfotometer x-rite i1 Basic Pro 2.
Omen by HP 17: Omen Command Center

Das Omen-Command-Center ist schnell und unkompliziert über eine vorkonfigurierte Verknüpfung in der Taskleiste oder über eine Direktwahltaste im Bereich des separaten Nummernblocks erreichbar. Über dieses Tool hat man im Wesentlichen die Möglichkeit die Leistungsfähigkeit, das Lüfterverhalten, die Netzwerkumgebung, die Tastaturbeleuchtung oder die Belegung der Makro-Tasten den eigenen Wünschen nach anzupassen.

Omen by HP 17: Leistung

Das Omen by HP 17 ist in der Testkonfiguration mit einem Intel Core i7-9750H, einer Nvidia Geforce RTX 2070, 16 GB RAM und einem 512-GB-Solid-State-Drive bestückt. Eine zusätzliche 1-TB-Festplatte sorgt für ordentlich Speicherplatz.

Prozessor – Intel Core i7-9750H

Die CPU-Leistung fällt beim Testgerät dank der guten Kühlvoraussetzungen recht gut aus. Das reicht zum Beispiel, um im Multi-Core-Bereich den Intel Core i7-9850H im Lenovo ThinkPad P1 Gen.2 zu schlagen. Im Vergleich mit dem Acer Predator Helios 300 liegen die Ergebnisse auf einem ähnlichen Niveau. Beim Cinebench R15 ist das Acer-Book besser, beim Geekbench 3 punktet HPs Gaming-Lösung etwas mehr. Unter dem Strich zeugen aber sowohl die 1.179 Punkte beim Cinebench-Test als auch die 23.642 Punkte beim Geekbench-Test (beide Multi-Thread) von einer performanten Rechenleistung.

Im CPU-Stresstest zeigen sich die Resultate fast wie mit einem Lineal gezogen. Die nur minimalen Schwankungen deuten an, dass die dauerhaft energische Kühlung im Leistungsmodus mit maximaler Lüfterdrehzahl die Komponenten optimal herunter kühlt. Dass Acers Predator Helios 300 dennoch mit etwa 300 bis 400 Punkten die Nase vorn behält, dürfte an etwas konservativeren thermischen Vorgaben des Omen liegen.

Omen by HP 17

Relevante Leistungsunterschiede zwischen BIOS-Version F.07 und BIOS-Version F.11 sind nicht aufgetreten. Im Rahmen der Messungenauigkeit ordnen sich die Testergebnisse auf einem nahezu identischen Niveau ein. Hier einige stichprobenartige Messungen im Vergleich:

  • Cinebench R15 Multi 1.179 Punkte anstatt 1.144 Punkte
  • Geekbench Multi 23.471 Punkte anstatt 23.642 Punkte
  • 3DMark Time Spy 7.489 Punkte anstatt 7.200 Punkte

Omen 15 by HP

Grafik – Nvidia Geforce RTX 270 (8 GB GDDR6)

Aufgrund des in der Testkonfiguration eingesetzten 144-HZ-Bildschirms mit Nvidia-G-Sync-Fähigkeit, verzichtet HP auf einen Nvidia Optimus-Verbund mit der im Prozessor integrierten Intel UHD Graphics 630. Die Nvidia Geforce RTX 2070 ist also dauerhaft im Betrieb und sorgt in allen Szenarien für die Grafikausgabe.

Mit 2.304 Shadereinheiten, 8 GB GDDR6-Grafikspeicher, die über einen 256 bit breiten Speicherbus angebunden sind, und einer maximalen Kern-Taktrate von 1.605 MHz, handelt es sich um eine sehr leistungsfähige Notebook-Grafiklösung.

Im Omen by HP 17 kann sie folglich mit sehr guten Testergebnissen aufwarten und sorgt zum Beispiel beim 3DMark Time Spy für 7.489 Punkte (Leistungsmodus, maximale Kühlung) und beim Unigine Heaven 4.0 Extreme für 118 fps. Aktuelle Spiele wie Rage 2, The Division 2 oder Dirt Rally 2.0 stellen das Testgerät gerade im Zusammenspiel mit der nativen Display-Auflösung vor keinerlei Probleme. Hier hat man noch genügend Reserven in der Hinterhand, um auch bei zukünftigen Spieletiteln ruckelfrei durch die Welten wandern zu können.

Dank der hohen Grafik-Roh-Leistung eignet sich das Omen by HP 17 leistungsmäßig auch für das Zusammenspiel mit CAD-Software auf DirectX-Basis. Bei den SPECviewperf.13-Sequenzen 3dsMax und Showcase werden zum Beispiel sehr gute 170 fps und 98 fps erzielt. Das reicht sogar, um Nvidias Profi-Chip Nvidia Quadro P4200 deutlich abzuhängen.

Benchmarkergebnisse im Überblick
Omen by HP 17 16 GB RAM & PCIe-SSD
Prozessor  Single-Core  Multi-Core
Cinebench R15 64 bit 189 cb 1.174 cb
Geekbench 3.3.0 64 bit 4.593 Punkte 23.642 Punkte
System Single-Core Multi-Core
PCMark 8 Home 5.216 Punkte
PCMark 10 6.179 Punkte
Massenspeicher Lesen Schreiben
Crystal Disk Mark QD32 2.806 MB/s 1.937 MB/s
Crystal Disk Mark sequ. 1.220 MB/s 1.375 MB/s
Grafik HD Basic HD+ Extreme
Unigine Heaven 4.0 271 fps 118 fps
Cinebench R15 OpenGL 135 fps
Night Raid – 3DMark 37.994 Punkte
Time Spy – 3DMark 7.489 Punkte
VRMark 8.866 Punkte
SPECviewperf. 13 3dsMax 170 fps
SPECviewperf. 13 Showcase 98 fps
Vergleichswerte CPU CPU-Benchmarkliste
Vergleichswerte GPU GPU-Benchmarkliste
Omen by HP 17: Emissionen
Betriebsgeräusch

Die Emissionen des Omen by HP 17 zeigen sich im Test für ein Gaming-Notebook angenehm zurückhaltend. Selbst wenn man auf die maximale Kühlleistung verzichtet, fallen die Test-Resultate immer noch sehr gut aus. Aufgrund des ständig leise laufenden Lüfters und dem Betriebsgeräusch der konventionellen Festplatte erzeugt das Testgerät dauerhaft einen Schalldruckpegel von 27,0 dB(A).

Das ist wahrnehmbar, aber für die meisten Anwender kaum einschränkend. Lauter wird es dagegen bei länger andauernden Lastphasen. Etwa eine Minute dauernde Berechnungen steckt das System ohne Reaktion weg (Normal-Modus, Lüfter-Automatik), bevor der Lüfter seine Drehzahl langsam aber stetig auf 45,2 dB(A) erhöht. Hin und wieder reduziert sich der Schalldruckpegel immer mal wieder für kurze Zeit auf 41,2 dB(A).

Vorherrschend bleiben jedoch die ursprünglich gemessenen 45,2 dB(A). Damit ist dann auch der maximale Schalldruckpegel der Automatik-Einstellung im Standard-Modus erreicht. Im Leistungsmodus oder mit maximaler Lüftertätigkeit erzeugt das Testgerät unter Volllast dagegen 51,2 dB(A).

Emissionen – Omen by HP 17 Schalldruckpegel
Leerlauf (Energiesparmodus, minimale Displayhelligkeit) 27,0 dB(A)
Büro (PCMark 8 Battery Test, 194 cd/m², ausbalanciert) 27,0 – 45,2 dB(A)
WLAN-TV-Streaming (194 cd/m², ausbalanciert) 27,0 dB(A)
Unigine Heaven 45,2 dB(A)
Geekbench Stresstest 38,2 dB(A)
Stresstest (maximale Displayhelligkeit) Lüfterautomatik 45,2 dB(A)
Stresstest (maximale Displayhelligkeit) Max. Lüfterdrehzahl 51,2 dB(A)
Hitzeentwicklung

Die Gehäuse-Oberflächen bleiben im Automatik-Modus in Omen by HP 17Kombination mit der Standard-Leistungs-Einstellung mit maximal 44,1 °C mehr als ausreichend kühl. Selbst direkt am Luftauslass der Kühlöffnungen fallen die gemessenen 45,6 °C nicht aus dem Rahmen.

Die Auswahl der maximalen Lüfterleistung im Omen Control Center, reduziert wie vorgesehen die Wärmeentwicklung weiter. Der Hotspot im Bereich des Buchstaben „Ü“ auf der Tastatur, sinkt von 44,1 °C auf 41,8 °C. Für die im Inneren befindlichen Komponenten zeigt das Omen-Command-Center eine fallende CPU-Temperatur von 82,7 °C auf 78 °C und bei der GPU-Temperatur von 70 °C auf 64 °C an. Das dürfte sich positiv auf die Komponenten-Lebensdauer auswirken. Im Gegenzug muss man allerdings eine deutlich höhere Geräuschkulisse von 51,2 dB(A) ertragen.

Nutzt man schließlich die maximale Leistungsfähigkeit im Leistungsmodus, so erhöhen sich vor allem die Temperaturen der inneren Komponenten. Mit 91 °C für den Prozessor und 67 °C für den Grafikchip ist man aber auch hier weit von einem möglicherweise roten Bereich entfernt. Die Geräuschkulisse von 51,2 °C bleibt in diesem Volllastszenario unverändert bestehen.

Omen by HP 17: Stromverbrauch
Leistungsaufnahme

Die gemessene Leistungsaufnahme des Testsystems bewegt sich zwischen 1,8 Watt im Minimum (Display aus, Leerlauf) und 221 Watt im Maximum (maximale Displayhelligkeit, Stresstest CPU & GPU). Mit eingeschaltetem Display benötigt das System im Leerlauf zwischen 13,4 Watt (minimale Helligkeit) und 17,0 Watt (maximale Helligkeit).

Das Fehlen der sparsamen Intel UHD Graphics 630 und das offensichtlich stromhungrige 144-Hz-Panel dürften hierzu einen entscheidenden Anteil beitragen. Bei rechenintensiven Grafik- und Prozessoraufgaben klettert der Stromverbrauch schnell auf 109 Watt bis 186 Watt und unter Volllast überschreitet man problemlos die 200-Watt-Grenze. Das 240-Watt-Netzteil bietet noch einige Reserven und dürfte auch so manches am Notebook angeschlossene Peripherie-Gerät noch anstandslos mit versorgen können.

Energieverbrauch – Omen by HP 17 Leistungsaufnahme Akkulaufzeit
Leerlauf (Energiesparmodus, Display aus) 1,8 – 2,2 Watt
Leerlauf (Energiesparmodus, minimale Displayhelligkeit) 13,4 Watt
Leerlauf (Energiesparmodus, 194 cd/m²) 15,4 Watt
Leerlauf (Energiesparmodus, maximale Displayhelligkeit) 17,0 Watt
Büro (PCMark 8 Battery Test, 194 cd/m², ausbalanciert) 1:57 h
Büro (PCMark 10 Battery Test Modern Office, 194 cd/m², ausbalanciert) 2:00 h
Video-Wiedergabe (194 cd/m²) 24,6 Watt 2:59 h
Geekbench Stresstest 109 – 127 Watt
Unigine Heaven 164 – 186 Watt
Leerlauf Akku-Ladezeit (194 cd/m²) 1:52 h
70-Wh-Lithium-Polymer-Akku, 240-Watt-Netzteil
Akkulaufzeiten

Der im Omen by HP 17 eingesetzte 70-Wh-Lithium-Polymer-Akku ermöglicht grob Akkulaufzeiten zwischen einer Stunde und 3 Stunden. Das ist selbst für ein Gaming Notebook sehr kurz und weit von den 10 Stunden entfernt, die HP für dieses Modell im Produktdatenblatt in Aussicht stellt. Unter dem Strich reichen die Laufzeiten trotz drastischer Taktreduzierungen im Akkubetrieb lediglich für spartanische Basisaufgaben aus. Den Schwerpunkt setzt HP augenscheinlich bei einer möglichst hohen Leistung im Desktop-Spielebetrieb.

Leistungsfähigkeit im Akkubetrieb

Im Akkubetrieb ist an eine Nutzung als Gaming-Bolide nicht zu denken. Zum einen dürften die Lichter bei 3D-Titel schon vor Ablauf einer Stunde ausgehen und zum anderen fällt die gebotene Performance dann deutlich ab. Je nach Anwendungsgebiet sind hier nur 27 % bis 84 % der eigentlichen Leistungsfähigkeit abrufbar.

Omen by HP 17: Fazit

Abgesehen davon, dass es sich hier um eine Spielemaschine Omen by HP 17handelt, die im kompakten Notebookformat daherkommt, und somit gut transportierbar ist, braucht man sich über die sonstigen mobilen Eigenschaften keine Illusionen zu machen. Gewicht, Akkulaufzeiten und Leistungsfähigkeit im Akkubetrieb befriedigen lediglich Grundbedürfnisse.

HP fährt beim Konzept des Omen 17 also eine klare Linie und konzentriert sich auf die Kerneigenschaften eines Gaming-Laptops. Im Desktop-Spielebetrieb liefert das Testgerät bei nativer Displayauflösung mit üppigen Leistungsreserven eine sehr gute Performance ab. Das sorgt nicht nur aktuell für einen hohen Spielspass, sondern dürfte auch für die nächsten Jahre eine willkommene Zukunftssicherheit garantieren.

Ergänzt wird die Leistungssektion mit einem farbtreuen 144-Hz-FullHD-IPS-Display und einer breitgefächerten Schnittstellenausstattung. Die sinnvollen Gaming-Features im Omen-Command-Center und im Tastaturbereich dürften ebenfalls einige Spielerherzen erobern. Die Hitzeentwicklung des Gehäuses fällt im Omen by HP 17 auffällig niedrig aus und auch die Geräuschentwicklung kann der Anwender seinen Bedürfnissen nach gut beeinflussen.

Omen by HP 17Abgerundet wird das Gesamtpaket mit einer 2-jährigen Hersteller-Garantie und einer durchaus fairen Preisgestaltung, die derzeit unterhalb der 2.000-Euro-Grenze rangiert.

Das Omen by HP ist zum Beispiel in vielen verschiedenen Varianten bei Notebooksbilliger erhältlich: Omen by HP 17 (Werbung).

Tobias Winkler

Neben zahlreichen Artikeln, die ich seit 2009 für Notebookjournal, PRAD und Notebookcheck verfasst habe, setze ich nun beim Projekt Notebooks & Mobiles meine eigenen Vorstellungen von einer Testplattform um. Ich habe Spaß am Schreiben, an mobiler Technik und allem was dazugehört.

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