Dell Precision 7540 (Xeon E-2286M, Quadro RTX 5000) im Test

Professionelle 3D-Leistung. Die mobile Workstation Dell Precision 7540 ist ein mobiles Arbeitsgerät die neben hoher Leistungsfähigkeit vor allem durch viele Detailqualitäten begeistert.

Die mobilen Precision-Workstations von Dell haben eine lange Tradition. Sie verkörpern seit Jahren eine gelungene Mischung aus Qualität, Ergonomie, Zuverlässigkeit und Performance. Dass "dabei Wartungs-, Support- und Erweiterungsmöglichkeiten nicht zu kurz kommen dürfen, gehört zum guten Ton dieser Geräteklasse. Die Basisgarantie wird von Haus aus für 36 Monate gewährt und die Preise für die Dell Precision 7540 beginnen bei etwa 1.850 Euro brutto.

Dieser Vergleichsweise günstige Grundpreis erleichtert zwar den Einstieg in die Königsklasse der mobilen Businessgeräte, erfordert bei der Ausstattung im Gegenzug aber auch einiges an Kompromissbereitschaft: Intel Core i5-9400H, 8 GB RAM, 500-GB-Festplatte und ein FullHD-IPS-Display müssen dem Interessenten dann genügen. Besonders schmerzlich: Die Basiskonfiguration kommt noch ohne professionellen Grafikchip. Für eine AMD Radeon Pro WX3200 sind nochmal etwa 140 Euro und für eine Nvidia Quadro T1000 etwa 280 Euro zusätzlich fällig.

Das besonders gut ausgestattete Testgerät spielt preislich und auch leistungsmäßig schon in einer ganz anderen Klasse. Für 6.200 Euro bekommt der Kunde den 8-Kerner Intel Xeon-E-2286M, eine Nvidia Quadro RTX 5000, ein 512-GB-Solid-State-Drive und das farbstarke UHD-IGZO-HDR-400-Display (3.840 x 2.160 Bildpunkte) geboten.

Dell Precision 7540: Auszug der technischen Daten
Model Dell Precision 7540
EAN/Herstellernummer EAN
Preis ca. 6.150 Euro (brutto) Dell Online Shop
Farbe Aluminium-Grau
Prozessor Intel Xeon E-2286M, 8 Kerne (16 Threads), 2,4 GHz – 5,0 GHz, 16 MB Cache, 45 Watt TDP
Grafik Intel UHD Graphics P630 & Nvidia Quadro RTX 5000
Arbeitsspeicher 64 GB DDR4-2666-RAM (Samsung), Dual-Channel, gesteckt, 2 Steckplätze frei
Massenspeicher SK Hynix PC601A, M.2-PCIe-SSD mit 512 GB, gesteckt
Display 15,6-Zoll-IGZO-UHD-HDR-400-Display, Digitizer, Auflösung: 3.840 x 2.160 Bildpunkte, mattiert, 16:9, 282 ppi, AUO41EB, B156ZAN
Betriebssystem & Software Windows 10 Pro for Workstations 64 bit
BIOS-Version 1.6.0
Anschlüsse & Erweiterung 2 x Thunderbolt 3 (Typ C, DisplayPort, Stromversorgung, 40 Gbit/s), 2 x USB 3.1 Gen.1 Typ A (5 Gbit/s),  1 x 3,5-mm-Klinke Audio in/out, UHS-II-SDXC-Speicherkarten-Lesegerät, HDMI 2.0, Mini-DisplayPort 1.4
Kommunikation Intel Wi-Fi 6 AX200 (2 x 2), Bluetooth 5.0, Dual-Array-Mikrofon, HD-720p-Webcam, Gigabit-Ethernet (RJ-45)
Sensoren
Audio Realtek@Intel Cannon Point PCH-cAvs – High Definition Audio Controller, 2 Stereo-Lautsprecher
Eingabegeräte Chiclet-Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung (2-stufig), Touchpad, Trackpoint
Sicherheit Bios- und Systempasswörter, TPM 2.0, Noble-Kabel-Schloss-Vorbereitung, Smartcard-Lesegerät
Batterie & Stromversorgung 97-Wh-Lithium-Ionen-Akku (intern), 180-Watt-Netzteil
Zubehör
Abmessungen & Gewicht 377 (B) x 251 (T) x 25 (H) mm, Testgewicht 2,81 kg & Netzteil 590 g
Herstellergarantie 3 Jahre Herstellergarantie mit ProSupport und Next Business Day Onsite Service (Vor-Ort-Service)
Leihsteller Dell Deutschland
Informationen zum Testgerät Produktseite, Handbuch, Owners Manual
Dell Precision 7540: Garantie

Standardmäßig gewährt Dell von Haus 36 Monate Basic Support am nächsten Arbeitstag für die Dell Precision 7540. Zum Testzeitpunkt hat Dell ohne weiteren Aufpreis im Online-Konfigurator 36 Monate ProSupport und Next Business Day Onsite Service dazu gepackt. Wie gehabt kann man Umfang und Dauer des Supports flexibel seinen Bedürfnissen anpassen. Dann allerdings wieder gegen Aufpreis.

Dell Precision 7540

Dell Precision 7540: Gehäuse

Das Gehäuse des Dell Precision 7510 ist optisch wie auch technisch überaus gelungen. Der Materialmix aus Kunststoff, Carbonfaser (Displaydeckel, optional) und Aluminium sorgt nicht nur für ein chices Design, sondern ist auch Garant für eine hohe Gehäusestabilität. Lediglich die rechte Tastaturhälfte gibt beim Schreiben etwas nach.

Ansonsten überzeugen die feste Handballenablage, der recht verwindungssteife Displaydeckel und die kräftig zupackenden Displayscharniere. Wie gehabt hat das Gehäuse mehrere MIL-STD-810G-Tests erfolgreich durchlaufen und unterstreicht damit auch in der Papierlage den subjektiv positiven Eindruck.

Ganz ohne Auswirkungen auf die sonstigen Gehäuseeigenschaften bleibt diese robuste Bauweise jedoch nicht. Mit einem Gewicht von 2,81 kg und einer Gehäusedicke von über 2,5 cm repräsentiert das Dell Precision 7540 die klassische Workstation-Bauweise. Schlanke Linien und grenzwertige Gewichtsoptimierungen bleiben hier aus.

Durch diese vergleichsweise üppigen Raumverhältnisse überzeugt das Laptop-Gehäuse mit einer guten Erreichbarkeit der Komponenten, einer leistungsstarken Kühlung und einer umfangreichen internen Schnittstellenausstattung. Dazu gehören am Unterboden 3 PCIe-M.2-Slots (davon beim Testgerät 2 frei), 2 freie RAM-Bänke und ein Steckplatz für ein WWAN-Modul. Die zum WWAN-Modul dazugehörigen Antennen sind offensichtlich nicht in jedem Fall verbaut, sondern dürften von der jeweiligen Displaykonfiguration (WWAN-Vorbereitung) abhängig sein.

Die beiden im Testgerät bereits installierten 32-GB-RAM-Module befinden sich auf der gegenüberliegenden Seite unter der Tastatur. Bei Konfigurationen mit dem kleineren 64-Wh-Akku findet zusätzlich noch ein 2,5″-Laufwerk Platz im Gehäuse.

Wartung

Separate Wartungsklappen sind am Unterboden nicht zu finden. Auch ein schraubenloser Zugang, wie etwa beim Dell Precision 7510, ist Geschichte. Um an die im Inneren verbauten Komponenten zu gelangen, muss die gesamte Bodenplatte entfernt werden. Hinweise zum Vorgehen findet man im Service-Handbuch (Owners Manual) des Dell Precision 7540. Im Vorfeld von Arbeiten in Eigenregie sollte man sich über die gültigen Garantiebedingungen informieren.

Dell Precision 7540: Ausstattung

Dells Precision 7540 bietet ein breites Spektrum an Schnittstellen. Neben dem üblichen Pflichtprogramm wie USB Typ A (3.1 Gen.1) oder DisplayPort verfügt das Testgerät auch über zwei Thunderbolt 3-Ports und einen modernen HDMI-2.0-Anschluss. Ein schnelles Speicherkarten-Lesegerät (UHS-II), WiFi-6-WLAN, Bluetooth 6, eine HD-Webcam und Gigabit-Ethernet komplettieren das Paket.

Dank Smartcard-Lesegerät, Kabelschloss-Vorbereitung und Trusted Platform Modul kommt hier auch die Sicherheitsausstattung nicht zu kurz. Optional sind zusätzlich eine Infrarot-Kamera für die Gesichtserkennung, ein Fingerabdruck-Lesegerät oder NFC erhältlich. Typische Business-Anforderungen werden damit spielend erfüllt. Dockingstationen finden zeitgemäß per Thunderbolt 3 die passende Anbindung.

Schnittstellen-Positionierung

Die Anordnung der Schnittstellen hat Dell praxisgerecht gelöst. Gigabit-LAN, Mini-DisplayPort, HDMI und Netzanschluss befinden sich am Heck. Alle anderen Verbindungsmöglichkeiten sind an den Seiten verteilt. Der Kartenleser ist gut erreichbar und nimmt Speicherkarten voll versenkt auf. Die Abstände der USB-Typ-A-Schnittstellen sind perfekt gewählt. Hier finden einerseits breitere USB-Sticks nebeneinander genügend Platz und andererseits fällt der Absatnd nicht zu groß aus, um auch externe Geräte mit Y-Kabel (DVD-Brenner) anbinden zu können.

Schnittstellenperformance
Dell Precision 7540 Transferraten in MB/s
Speicherkarten-Lesegerät, ADATA Premier One (MicroSDXC 64 GB) 272 Lesen/ 277 Schreiben
Speicherkarten-Lesegerät, Lexar Professional UHS-II 2000x (SDXC 128 GB) 284 Lesen/ 218 Schreiben
USB 3.1 Gen. 1 Typ C, Samsung Portable SSD T3 (250 GB) @ USB 3.1 Gen.1 Typ A 434 Lesen/ 432 Schreiben
USB 3.1 Gen.2 Typ C, Sandisk Extreme 900 Portable SSD (480 GB) @ TB 3 658 Lesen/ 781 Schreiben
Thunderbolt 3, Samsung Portable SSD X5 (500 GB) 2.825 Lesen/ 595 Schreiben
Ansteuerung Viewsonic VP 2780-4k 3.840 x 2.160 @ 60 Hz ja mit DisplayPort-Kabel/-Adapter, HDMI 2.0, Mini-DisplayPort 1.4
Latenzen: Testlaufzeit 26 Sek. 1.834 µs
Maximale Lautstärke Audio (Pink Noise Datei) 74,5 dB(A)
Subjektive Audioqualität Höhenlastig, mäßige Mitten & Bässe
Maximale unterbrechungsfreie Bluetooth-Reichweite mit JBL Flip 4 20 m
Erreichbarkeit BIOS F2
Erreichbarkeit Bootmenü F12
Audio

Die beiden an der Vorderseite schräg nach unten abstrahlenden Lautsprecher liefern einen passablen Sound ab, leiden aber wie so oft unter einer höhenlastigen Charakteristik.

Eine deutliche Besserung erreicht man mit externen Boxensystemen, die man zum Beispiel per Bluetooth, USB oder 3,5-mm-Klinke anschließen kann.

Der 3,5-mm-Klinke Anschluss kombiniert den Mikrofoneingang mit dem Kopfhörerausgang. Wer Headsets mit zwei separaten Anschlüssen verwendet, muss hier entweder mit einem Adapter arbeiten oder eine Neuanschaffung ins Auge fassen.

Nutzer externer Audiogeräte sind auf möglichst geringe Latenzen angewiesen, um von Soundknacken, Synchronisierungsfehlern und sonstigen Qualitätseinbußen verschont zu bleiben. Das Tool Latency Mon zeigt bereits nach einer Testdauer von 26 Sekunden auftretende Latenzen von bis zu 1.834 µs an. Das dürfte für viele Echtzeit-Audioaufgaben deutlich zu viel sein.

Wer hierauf besonderen Wert legt, muss sich notgedrungener Maßen auf eine eingehende Fehlersuche begeben. BIOS- und Treiber-Updates können helfen. Ein Profil, das auf besonders niedrige Latenzen hin ausgerichtet ist, hat das Dell Precision 7540 nicht zu bieten.

Dell Precision 7540: Eingabegeräte
Tastatur

Die insgesamt vielschreibertaugliche Tastatur gefällt mit großen Tasten, gutem Druckpunkt und angenehmem Anschlagsgeräusch. Die Tasten sind mehrheitlich im 19-mm-Raster ausgeführt und die Pfeiltasten wurden nicht krampfhaft in eine Zeile gequetscht. Etwas Nacharbeit sollte Dell in die Unterkonstruktion der Tastatur investieren. Die rechte Seite des Hauptfelds liegt nicht fest auf, sondern wippt beim Schreiben etwas nach. Das könnte besonders anspruchsvolle Anwender durchaus stören.

Weitere wichtige Eigenschaften wie die 2-stufige Tastaturbeleuchtung, der separate Nummernblock oder komfortable FN-Kombinationen runden das Gesamtpaket aber gelungen ab und dürfte viele Interessenten somit problemlos überzeugen.

Hinweis: Das Testgerät ist abweichend vom sonst üblichen QWERTZ-Layout mit einem QWERTY-Layout versehen.

Dell Precision 7540

Touchpad, Pointstick

Das 100 x 55 mm große Touchpad überzeugt im Test mit guten Gleiteigenschaften und einer zuverlässigen Reaktion. Die separat angelehnten Maustasten arbeiten tadellos und können bei der Handhabung subjektiv weiterhin Vorteile im Vergleich zu den mittlerweile üblichen Clickpads verbuchen.

Alternativ verfügt die Dell Precision 7540 noch über einen Pointstick, der als Alternative zur Maus- oder Touchpad-Eingabe bei einem Business-Notebook mit Anspruch nicht fehlen darf. Die nach Innen gewölbte Oberfläche und die nur knapp über die umliegenden Tasten herausragende Höhe sind dabei jedoch etwas gewöhnungsbedürftig.

Dell Precision 7540

Dell Precision 7540: Display

Die Dell Precision 7540 kann laut Datenblatt und Online-Konfigurator mit 4 verschiedenen 15,6″-Bildschirm-Varianten ausgestattet werden:

  • FullHD IPS WVA, 1.920 x 1.080, mattiert, 45 % NTSC-Farbraum, 220 cd/m²
  • FullHD IPS WVA, 1.920 x 1.080, mattiert, 72 % NTSC-Farbraum, 300 cd/m²
  • FullHD IPS WVA, 1.920 x 1.080 Touchscreen, 72 % NTSC-Farbraum, 300 cd/m²
  • UHD IGZO WVA, 3.840 x 2.160, mattiert, 100 % AdobeRGB-Farbraum, 500 cd/m²

Alle Displays verfügen über weite Blickwinkel und, bis auf das derzeit nicht auswählbare FullHD-Touch-Display, über mattierte Oberflächen. Im Online-Konfigurator bekommt man aktuell 10 Auswahloptionen geboten, die sich neben der Farbraumabdeckung, der Helligkeit und der Auflösung zusätzlich noch durch die Kamera-/Mikrofonausstattung, einer WWAN-Vorbereitung und dem Material des Displaydeckels (Aluminium oder Carbonfaser) unterscheiden.

Helligkeit & Kontrast

Im Testgerät ist das 15,6-Zoll-UltraSharp-UHD-IGZO-Display mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Bildpunkten vorhanden. Die Helligkeit des AUO-Panels erreicht ihr Maximum mit 559 cd/m² in der linken Bildschirmmitte. Insgesamt zeigt sich die Ausleuchtung recht gleichmäßig. Der größte gemessene Unterschied fällt mit 64 cd/m² zur rechten oberen Bildschirmecke relativ moderat aus. Insgesamt kommt das 15,6“-Display auf eine Ausleuchtung von guten 88 %.

Die Bildschirmhelligkeit lässt sich wie gewohnt prozentgenau in den Windows-Display-Einstellungen oder über 11 vordefinierte Stufen regulieren. Die Abstufungen fallen hier angenehm linear aus. Stufe 5 liefert zum Beispiel eine Helligkeit von 194 cd/m² und Stufe 4 von 148 cd/m².

Dell Precision 7540

Überdurchschnittlich gut zeigt sich der Schwarzwert. Bei maximaler Helligkeit beträgt dieser im Auslieferungszustand 0,222 cd/m². Nach der Profilierung reduziert sich das Ergebnis nochmals auf 0,169 cd/m². Der Kontrast beträgt somit in der Bildschirmmitte zwischen 2.481:1 und 2.940:1. Das sorgt in der Praxis für ein angenehm sattes Schwarz, das bei dunklen Bildinhalten, Nachtszenen in Filmen oder kontrastreichen Grafiken und Konstruktionsmodellen sichtlich seine Vorteile ausspielt.

Dell stuft das Display als HDR400-konform ein und kann die entsprechenden Vorgaben spielend einhalten. Eine Helligkeit von über 400 cd/m², ein Schwarzwert von unter 0,4 cd/m² und eine Farbraumabdeckung von 95 % des ITU-R-BT.709-Farbraums gelingt dem Panel problemlos.

Außeneinsatz

Dank der matten Oberfläche und der hohen maximalen Helligkeit ist die Dell Precision 7540 auch unter freiem Himmel einsetzbar. Hier muss man etwas weniger penibel auf die Displayausrichtung achten, als das bei dunkleren Bildschirmen der Fall ist. Sehr positiv zeigt sich zudem das Ausbleiben von störenden Spiegeleffekten. Die Helligkeit wird im Akkubetrieb nicht reduziert.

Farbraum & Farbgenauigkeit

Die Farbraumabdeckung fällt mit 96 Prozent des AdobeRGB-Farbraums sehr umfangreich aus und erfüllt damit die Herstellerangabe sehr gut. Mit einer ebenfalls hohen Abdeckung können der sRGB-Farbraum mit fast 99 % und der ITU-R-BT.709-Farbraum mit 98 % aufwarten. Der P3-Farbraum wird immerhin noch zu 79 % erfasst. und relativ gering aus.

Nicht zu 100 Prozent gelungen ist dagegen die Genauigkeit der Farbwiedergabe. Dell hat zwar mit dem PremierColor-Tool ein Werkzeug beigelegt, das dem Anwender ein komfortables Umschalten zwischen verschiedenen Farbräumen ermöglichen soll, das Ergebnis ist jedoch ernüchternd.

Beim sRGB-Farbraum beträgt das mittlere DeltaE 2000 3,4 (Abweichung vom Ideal, Grenze bei 3, je niedriger desto besser) und das maximale DeltaE 2000 7,3 (Abweichung vom Ideal, Grenze bei 5, je niedriger desto besser). Beim AdobeRGB-Farbraum fallen die Ergebnisse mit einem mittleren DeltaE 2000 von 5,3 und einem maximalen DeltaE 2000 von 10,2 sogar noch schlechter aus.

Das beste Ergebnis konnte beim Testgerät mit einem selbst erstellten Profil erzielt werden. Doch auch hier verhindert das maximale DeltaE 2000 von 6,3 ein ausreichend farbtreues Arbeiten. Immerhin erfüllt das durchschnittliche DeltaE 2000 von 2,5 die Vorgaben.

Ein professionelles Arbeiten im Foto-, Grafik- oder Video-Bereich ist mit diesem Bildschirm, trotz der sonst sehr guten Eigenschaften, nur mit Einschränkungen empfehlenswert.

Displaymessungen im Überblick
Display – Dell Precision 7540 15,6-Zoll-IPS-Display, mattiert, 16:9, AUO41EB, B156ZAN
Entspiegelung Mattierung
Grad der Spiegelungen niedrig
Eingabemöglichkeiten keine
Auflösung 3.840 x 2.180 Bildpunkte, 282 ppi
minimale Helligkeit 31 cd/m²
ca. 150 cd/m²  Helligkeitsstufe 4 148 cd/m²
ca. 200 cd/m²  Helligkeitsstufe 5 194 cd/m²
maximale Helligkeit 559 cd/m²
maximale Helligkeit Displaymitte/ Akku/ profiliert 551 cd/m²// 551 cd/m²// 497 cd/m²
Helligkeitsstufen Displaymitte 31-54-78-108-148-194-251-312-381-460-551 (in cd/m²)
Schwarzwert Displaymitte (profiliert) 0,222 cd/m² (0,169 cd/m²)
Ausleuchtung 88 %
sRGB-Farbraumabdeckung 98,9 %
AdobeRGB-Farbraum 96,71 %
P3-Farbraum 79,9 %
ITU-R BT.709-Farbraum 98 %
Kontrast Displaymitte (profiliert) 2.481:1 (2.940:1)
mittleres DeltaE 2000 (profiliert) 3,9 (2,5)
maximales DeltaE 2000 (profiliert) 9,2 (6,3)
Helligkeitsregulierung durch Pulsweitenmodulation (PWM) Einsatz von PWM mit 1.004 Hz ≤ Helligkeitsstufe 2
Displaybesonderheiten Homogenes Schwarzbild mit schwach erkennbaren kleinen Lichthöfen
Das Display wurde mit Portrait Displays Spectracal Calman Software vermessen und ausgewertet. Ausführlicher Artikel zu Calmans Farbanalyse-Software.  Messgerät: Spektralfotometer x-rite i1 Basic Pro 2.
Dell Precision 7540
Dell Precision 7540: Leistung

Die Dell Precision 7540 kann man in Dells Online-Konfigurator vielfältig seinen Bedürnissen nach anpassen. 7 CPUs, 7 Grafikchips und unzählige Speicheroptionen stehen dafür in der Leistungssektion parat. Das Testgerät verfügt über eine Intel Xeon E-2286M Workstation-CPU, 64 GB DDR4-RAM, eine Nvidia Quadro RTX 5000 und ein 512 GB (brutto) fassendes Solid State Drive im M.2-Format mit PCIe-Schnittstelle. Der Preis beträgt zum Testzeitpunkt etwa 6.150 Euro brutto.

Prozessor – Intel Xeon E-2286M

Der Intel Xeon E-2286M ist ein potenter Workstation-Prozessor der hinsichtlich Dauerlaststabilität, Performance und Zuverlässigkeit eine besonders gute Figur abgeben soll. Ein weiterer wichtiger Mehrwert einer Xeon-CPU ist zudem die Möglichkeit ECC-Arbeitsspeicher zu verwenden. Mit der integrierten Fehlerkorrektur wird die Zuverlässigkeit bei dauerhaft intensiven Berechnungen erhöht, was neben auftretenden Fehlern in der Folge auch Systemabstürze oder eine Beeinträchtigung der Arbeitsabläufe vermeidet.

Typische Einsatzgebiete für ECC-Speicher sind Server oder eben Workstations, die mit viel Arbeitsspeicher zum Beispiel in den Bereichen Konstruktion, Wissenschaft, Finanzanalyse oder Design verwendet werden.

Beim Testgerät hätte eine Ausstattung mit ECC-RAM bei gleicher Kapazität (64 GB) einen Mehrpreis von knapp 150 Euro (brutto) ausgemacht. Zudem hätte man auf 16 GB-Module zurückgreifen müssen, die dann alle 4 Steckplätze belegt hätten. Beim Testgerät kommt jedoch regulärer DDR4-RAM zum Einsatz, der diese besondere Eigenschaft der Xeon-CPU ungenutzt lässt.

Ansonsten verfügt der Xeon E-2286M über 8 Rechenkerne, die bis zu 16 Threads gleichzeitig abarbeiten können, erzielt eine Taktrate von bis zu 5 GHz und ist mit einem üppigen Smart Cache von 16 GB bestückt. Die reguläre Verlustleistung (TDP) beträgt 45 Watt, kann bei Bedarf durch den Notebookhersteller aber auf bis zu 35 Watt abgesenkt werden. Das könnte zum Beispiel bei besonders schlanken Workstation-Konzepten Sinn machen.

Im Test erfüllt der Intel Xeon E-2286M die vom Datenblatt geschürten Erwartungen souverän. Beim Cinebench R15 64 bit Single-Thread-Test erzielt das Testmodell im Dell Precision 7540 hervorragende 209 Punkte und auch beim Multi-Thread-Test können sich die abgelieferten 1.542 Punkte an die Spitze der bisher bei Notebooks & Mobiles getesteten Notebook-CPUs setzen.

Dauerlast-Performance

Unter Dauerlast wird der Intel Xeon E-2286M seiner Bestimmung vollends gerecht und liefert überaus konstante und gleichzeitig hohe Ergebnisse ab. Mit um die 26.800 Punkte beim Geekbench-Stresstest werden alle bisher getesteten Konkurrenten weit zurückgelassen. Lediglich der Desktop-Prozessor AMD Ryzen 7 1700 aus dem Asus ROG Strix GL702ZC und der Intel Core i9-9980HK aus dem Dell Precision 5540 können hier mit ihren ca. 24.000 Punkten Tuchfühlung halten.

Bei gleichzeitiger Auslastung von Prozessor und Grafikchip reduziert sich die Rechenleistung um etwa 30 Prozent. Beim Geekbench-Stresstest bleiben dann von den sonst erzielten Punkten noch 18.131 Punkte übrig.

Dell Precision 7540

Grafik – Intel UHD Graphics P630 & Nvidia Geforce RTX 5000

Das Kernelement einer mobilen Workstation stellt die auf professionelle Aufgaben hin ausgerichtete Grafikeinheit dar. Hier kommen spezielle Treiber mit OpenGL-Optimierungen, ein angepasstes BIOS und modifizierte Hardware zum Einsatz. Im Vergleich zu sonst üblichen Consumer-Grafikeinheiten der Geforce- und Radeon-Serien spielen die professionellen Grafikchips ihre Vorteile insbesondere im Dauerlastbetrieb und bei OpenGL-optimierten Profianwendungen aus dem CAD-Bereich aus.

Verfügbare Grafiklösungen

Beim Dell Precision 7540 kann man zwischen 7 verschiedenen Grafiklösungen wählen:

Im Testgerät ist Nvidias Quadro RTX 5000 verbaut, die gleichzeitig auch die Leistungsspitze im Dell Precision 7540 darstellt. Zusammen mit der im Prozessor integrierten Intel UHD Graphics P630 kommt sie per Nvidia-Optimus-Technologie nur dann zum Einsatz, wenn es das angesteuerte Aufgabenfeld erfordert. Davon profitieren bei wenig fordernden Szenarien nicht nur die Akkulaufzeiten, sondern auch noch die Emissionen.

Die im Testgerät verbaute Nvidia Quadro RTX 5000 basiert auf der Turing-Architektur, verfügt über 3.072 Shader-Einheiten und erreicht im Precision 7540 Taktraten von bis zu 1.440 MHz. Der 16 GB große GDDR6-Grafikspeicher ist über einen 256 bit breiten Speicherbus angebunden und arbeitet mit 1.500 MHz.

Bei den Benchmarks erzielt die Nvidia Quadro RTX 5000 durchwegs hervorragende Ergebnisse. Beim 3DMark Time Spy kommen 7.144 Punkte zustande und der Unigine Heaven Extreme läuft mit 112 fps durch. Bei der Spieleleistung dürfte die Nvidia Quadro RTX 5000 in etwa mit der Nvidia Geforce RTX 2070 vergleichbar sein. Bei nativer Auflösung sollten mit angepassten Qualitätseinstellungen somit alle aktuellen 3D-Titel gut spielbar sein.

CAD

Eine besonders hohe Grafikleistung kann man bei professionellen Anwendungen aus dem CAD-Umfeld feststellen. Beim SPECviewperf.13-Benchmark werden die Bereiche CAD, CAM, Exploration und auch ein medizinisches MRT abgedeckt. Hier liefert die Nvidia Quadro RTX 5000 durchgängig sehr gute Ergebnisse ab, kann sich aber nicht immer gegen die Nvidia Quadro P4200 aus dem Lenovo ThinkPad P72 durchsetzen. Diese hält zum Beispiel bei Siemens NX und Solidworks knapp die Nase vorn.

3dsMax und Showcase nutzen anstatt OpenGL die DirectX-Grafik-Schnittstelle und generieren somit die Arbeitsgeschwindigkeit in erster Linie aus der reinen Rohleistung. Hier kommen performancetechnisch die Consumer-Chips zum Zuge, da sie bei diesen Software-Lösungen nicht von OpenGL-optimierten Treibern abhängig sind.

Dell Precision 7540

Massenspeicher – SK Hynix PC601A

Das im Testgerät eingesetzte Solid State Drive SK Hynix PC601A ist im kompakten M.2-Format ausgeführt, verfügt über eine schnelle PCIe-Anbindung mit 4 Datenleitungen und liefert mit einer Brutto-Kapazität von 512 GB eine gute Ausgangsbasis. Erweitern lässt sich der Massenspeicher über zwei weitere M.2-Slots oder ein zusätzliches 2,5″-Laufwerk, wenn anstatt dem großen 97-Wh-Akku der kleinere 64-Wh-Akku zum Einsatz kommt.

Im Test liefert das SK-Hynix-Laufwerk angemessene Datenraten ab. Mit 3.403 MB/s beim Lesen und 2.573 MB/s beim Schreiben ordnet es sich in die Spitzengruppe der bisher getesteten Solid State Drives ein.

Dell Precision 7540

Systemleistung

Die Systemleistung des Dell Precision 7540 profitiert in der Testkonfiguration von einer ausgewogenen Zusammenstellung. CPU, GPU, RAM und Massenspeicher sind für das Abliefern von Höchstleistungen ausgelegt. Offensichtliche Leistungsengpässe sind nicht zu erkennen. Beim PCMark 10 werden beispielsweise sehr gute 6.040 Punkte und beim PCMark 10 Digital Content Creation (DCC) 7.625 Punkte erzielt.

Beim professionell ausgerichteten SPECwpc 2.1 bewegen sich die Resultate nahezu überall weit vor allen anderen bisher getesteten mobilen Workstations. Lediglich bei den Financial Services muss sich das Testgerät knapp dem Dell Precision 5540 mit Intel Core i9-9980HK und Nvidia Quadro T2000 geschlagen geben.

Dell Precision 7540

Benchmarkergebnisse im Überblick
Dell Precision 7540 64 GB RAM & PCIe-SSD
Prozessor  Single-Core  Multi-Core
Cinebench R15 64 bit 209 cb 1.318 cb
Cinebench R20 489 Punkte 3.365 Punkte
Geekbench 3.3.0 64 bit 5.010 Punkte 31.347 Punkte
Geekbench 5 64 bit 1.303 Punkte 7.625 Punkte
System Single-Core Multi-Core
PCMark 8 Home (Akku) 4.352 Punkte (3.612 Punkte)
PCMark 10 6.040 Punkte
PCMark 10 DCC 7.663 Punkte
Massenspeicher Lesen Schreiben
Crystal Disk Mark QD32 3.403 MB/s 2.573 MB/s
Crystal Disk Mark sequ. 1.777 MB/s 2.489 MB/s
Grafik HD Basic HD+ Extreme
Unigine Heaven 4.0 276 fps 112 fps
Cinebench R15 OpenGL 211 fps
Night Raid – 3DMark 42.704 Punkte
Time Spy – 3DMark 7.144 Punkte
VRMark 6.638 Punkte
Vergleichswerte CPU CPU-Benchmarkliste
Vergleichswerte GPU GPU-Benchmarkliste
Dell Precision 7540
Dell Precision 7540: Emissionen
Betriebsgeräusch

Eine besondere Stärke des Dell Precision 7540 sind die trotz potenter Leistungsausstattung insgesamt zurückhaltenden Emissionen. Die beiden am Heck installierten Lüfter sorgen zusammen mit den üppig dimensionierten Heatpipes für eine ausreichend hohe Kühlleistung.

Bei wenig Last arbeitet das Testgerät oft lautlos. Das ist zum Beispiel bei Aufgaben wie Textverarbeitung, WLAN-Streaming, der Videowiedergabe oder Internetrecherchen der Fall.  Bis der Lüfter unter höherer Beanspruchung tatsächlich aufdreht, vergehen schon mal 20 bis 30 Sekunden. Kurze Lastphasen steckt das System oft ohne jegliche Reaktion weg.

Unter Dauerlast müssen die Lüfter dann aber doch ihr volles Potential ausschöpfen und erzeugen dann einen Schalldruckpegel von bis zu 46,4 dB(A). Für ein 15,6“-Notebook mit derart leistungsstarker Ausstattung ist das eine durchaus gelungene Vorstellung. Hektisch wechselnde oder abrupt ansteigende Lüfterdrehzahlen sind beim Testgerät nicht aufgetreten.

Emissionen – Dell Precision 7540 Schalldruckpegel
Leerlauf (Energiesparmodus, minimale Displayhelligkeit) Lautlos
Büro (PCMark 8 Battery Test, 194 cd/m², ausbalanciert) Lautlos – 32,8 dB(A)
WLAN-TV-Streaming (194 cd/m², ausbalanciert) Lautlos
Video-Wiedergabe (194 cd/m², ausbalanciert) Lautlos
Unigine Heaven 24,2 – 46,4 dB(A)
Geekbench Stresstest 32,8 – 46,4 dB(A)
Stresstest (maximale Displayhelligkeit) 46,4 dB(A)
Hitzeentwicklung

Die gemessenen Gehäusetemperaturen im Arbeitsbereich um die Tastatur herum, reichen von durchschnittlich 36 °C im Leerlauf bis hin zu 53,6 °C nach gut 2 Stunden Stresstest. Am Unterboden muss man mit bis zu 63,9 °C rechnen. Für den regulären Einsatz auf dem Tisch stellt das noch kein Problem dar, auf dem Schoß wird man das Notebook in diesem Szenario dagegen eher nicht mehr einsetzen wollen.

Die warme Abluft wird am Heck des Notebooks nach aussen geleitet und bleibt damit weit vom Arbeitsbereich der Hände entfernt. Das Kühlsystem kommt mit den leistungsstarken Komponenten insgesamt gut zurecht. Hitzebedingte Leistungsreduzierungen sind im Test nicht aufgetreten.

Dell Precision 7540: Stromverbrauch
Leistungsaufnahme

Die Leistungsaufnahme des Testgeräts bewegt sich im Bereich zwischen 2,3 Watt im Leerlauf (Display aus) und 169 Watt unter Volllast. Gerade bei geringer Beanspruchung ist für einen Großteil des Energieverbrauchs das IGZO-Display verantwortlich. Auf dessen Konto gehen etwa 5 (minimale Helligkeit) bis 10 Watt (maximale Helligkeit). Das Netzteil ist mit einer Nennleistung von 180 Watt spezifiziert und verfügt angesichts des Maximalverbrauchs von 169 Watt über genügend Reserven.

Energieverbrauch – Dell Precision 7540 Leistungsaufnahme Akkulaufzeit
Leerlauf (Energiesparmodus, Display aus) 2,3 Watt
Leerlauf (Energiesparmodus, minimale Displayhelligkeit) 7,5 Watt
Leerlauf (Energiesparmodus, maximale Displayhelligkeit) 12,9 Watt
Büro (PCMark 8 Battery Test, 194 cd/m², ausbalanciert) 4:25 h
Büro (PCMark 10 Battery Test Modern Office, 194 cd/m², ausbalanciert) 7:47 h
Video-Wiedergabe (194 cd/m²) 13,5 Watt 6:45 h
WLAN-TV-Streaming (194 cd/m²) 15,9 Watt 5:46 h
Geekbench Stresstest 92 – 131 Watt
Unigine Heaven 128 – 135 Watt
3dsMax 92 – 140 Watt
SPECviewperf.13 Battery-Test 1:56 h
Stresstest (Unigine Heaven & Geekbench) 145 – 169 Watt
Leerlauf Akku-Ladezeit (194 cd/m²) 2:17 h
97-Wh-Lithium-Ionen-Akku, 180-Watt-Netzteil
Verfügbare Akkukapazitäten

Die Dell Precision 7540 kann mit zwei verschiedenen Akkukapazitäten geordert werden. 64 Wh und 97 Wh (+19 Euro). Das größere Modell ist auch mit einer besonders langen Lebensdauer und einer 36-monatigen Garantie verfügbar (+ 24 Euro). Alle Akkus sind im Gehäuse verschraubt und nur für einen Austausch im Wartungsfall vorgesehen.

Dell Precision 7540

Akkulaufzeiten

Die mit der Dell Precision 7540 unter praxisnahen Bedingungen nutzbaren Akkulaufzeiten betragen trotz der für Notebookverhältnisse relativ stromhungrigen Komponenten gute 4 bis knapp 8 Stunden. Das ist für eine mobile Workstation ein gutes Ergebnis.

Dann arbeitet man zwar nicht an rechenintensiven CAD-Projekten, mit angepasster Displayhelligkeit und eingeschaltetem WLAN kann man hier aber viele Office-Aufgaben wie Bildbearbeitung, Internetrecherche und Textverarbeitung durchführen. Hier profitiert das System einerseits von Nvidias Optimus-Technologie und andererseits von den generell recht genügsamen Komponenten. Bei Arbeiten mit CAD-Programmen schmilzt die Laufzeit trotz Leistungsreduzierung deutlich schneller dahin. Beim SPECvievperf.13-Battery-Test hält die mobile Workstation lediglich 1.56 Stunden lang durch.

Wer auf besonders lange Akkulaufzeiten Wert legt, sollte bei der Konfiguration die eine oder andere Komponente auf die Waagschale legen. Das IGZO-Display verursacht laut Datenblatt alleine schon einen Mehrverbrauch von knapp 4 Watt gegenüber dem FullHD-Display (300 cd/m², 72 % NTSC) und auch die CPU- und GPU-Ausstattung lässt sich unter Verzicht auf eine besonders hohe Leistungsfähigkeit optimieren.

Leistungsfähigkeit im Akkubetrieb

Die Leistungsfähigkeit nimmt im Akkubetrieb vor allem im Grafikbereich deutlich ab. Mit 18 % bis 31 % der ursprünglichen Leistungsfähigkeit muss man hier besonders große Kompromisse eingehen. Hierfür dürfte die ansonsten zu hohe Leistungsaufnahme verantwortlich sein, die den Akku viel zu schnell entleeren würde. Bei der CPU-und Systemleistung fallen die Einschnitte etwas zurückhaltender aus. Hier sind noch 57 % bis 85 % verfügbar.

Dell Precision 7540

Dell Precision 7540: Fazit

Das Dell Precision 7540 ist in der getesteten Konfiguration eine Dell Precision 7540überaus leistungsfähige mobile Workstation. In vielen Einsatzszenarien kann sie sich an die Spitze bisheriger Vergleichsgeräte setzen und so ein eindrucksvolles Ausrufezeichen hinterlassen. Dass hierbei die Emissionen nicht ausufern, sondern angenehm moderat ausfallen, dürfte für viele Interessenten eine besonders wichtige Positiveigenschaft dieses Arbeitsgeräts sein.

Ausstattung, Qualität und Leistung bewegen sich nebenbei erwähnt selbstverständlich auf einem insgesamt sehr hohen Niveau und repräsentieren die gehobene Geräteklasse mehr als würdig. Auch die vielfältigen Konfigurations- und Support-Optionen fallen standesgemäß aus und eröffnen willkommene Möglichkeiten zur persönlichen Individualisierung.

Raum für Verbesserungen findet man dagegen ausgerechnet bei zwei der wichtigsten Schnittstellen zum Nutzer. So könnte die stellenweise nachgiebige Tastatur und die für professionelle Foto-, Video- oder Grafikaufgaben nicht ausreichend farbtreue Wiedergabe des UHD-IGZO-Displays hier und da für Unmut sorgen.

Dell Precision 7540Unter dem Strich hat Dell dennoch ein sehr gutes Arbeitsgerät am Start, das als mobile 15,6“-Workstation vor allem beim Wunsch nach möglichst hoher Grafik- und Rechenleistung eine überzeugende Figur abgibt.

Tobias Winkler

Neben zahlreichen Artikeln, die ich seit 2009 für Notebookjournal, PRAD und Notebookcheck verfasst habe, setze ich nun beim Projekt Notebooks & Mobiles meine eigenen Vorstellungen von einer Testplattform um. Ich habe Spaß am Schreiben, an mobiler Technik und allem was dazugehört.

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