Asus ROG G752VS im Test

Gamers Choice. Das Asus ROG (Republic of Gamers) G752VS ist ein sehr leistungsstarkes Gaming-Notebook das im Spielebereich kaum Wünsche offen lässt.

Um "aktuelle und leistungshungrige 3D-Kracher auch mit hoher Auflösung und Qualität auf dem Notebook-Bildschirm flüssig wiedergeben zu können, benötigt man einen rechenstarken mobilen Grafikchip. Hier zeigt sich Nvidias aktuelle Pascal-Generation sehr gut aufgestellt und liefert mit der Geforce GTX 1060, Geforce GTX 1070 und Geforce GTX 1080 ein breit aufgefächertes Portfolio im Highend-Bereich.

Um diese leistungsstarken Grafikchips zusammen mit den ganzen anderen Komponenten adäquat in einem Notebookgehäuse unterbringen zu können, benötigt man viel Platz und ein leistungsstarkes Kühlsystem. Das Asus ROG G752VS ist ein solcher 17-Zoll-Bolide der nicht nur viel Grafikleistung, sondern auch so manch andere nette Features zu bieten hat.

Im hier getesteten Asus ROG G752VS kommen Nvidias Geforce GTX 1070, Intels Core i7-6700HQ, 16 GB DDR4-RAM, ein SSD-RAID und ein FullHD-IPS-Bildschirm zum Einsatz. Die aktuellen Straßenpreise für die Testkonfiguration beginnen bei etwa 2.800 Euro. Die Herstellergarantie beträgt beim Asus ROG G752VS 24 Monate.

Auszug der technischen Daten
Model Asus ROG G752VS
Preis ca. 2.800 Euro (Testkonfiguration), Einstieg ab ca. 1.900 Euro
Prozessor Intel Core i7-6700HQ, 2,6 GHz – 3,5 GHz, vier Kerne, 8 Threads
Grafik Nvidia Geforce GTX 1070, 8 GB GDDR5 Grafikspeicher, VR-Ready (Kein Nvidia Optimus)
Arbeitsspeicher 16 GB DDR4-RAM, Single-Channel, 3 Slots frei, maximal 64 GB
Massenspeicher 2 x 512 GB M.2-PCIe-SSD (RAID 0) + 1 TB HDD, Blu-Ray Matshita BD-CMB UJ172S
Display 17,3-Zoll-Display, IPS, Auflösung: 1.920 x 1.080 Bildpunkte, 16:9, 120 Hz Nvidia G-Sync
Betriebssystem & Software Windows 10 Home 64 bit
Anschlüsse & Erweiterung 4 x USB 3.0, 1 x Thunderbolt 3/ USB Typ C, HDMI, Mini-DisplayPort
PCIe-Kartenleser
Kommunikation AC-WLAN, Bluetooth 4.1, Gigabit-LAN HD-Webcam (720p), Digital Array Mikrofon
Audio Conexant CX20753/4 High Definition Audio Controller, 2 Lautsprecher am Unterboden, 3,5 mm-Klinke Kopfhörerausgang (inkl. SPDIF), Mikrofoneingang, Surroundausgang
Eingabegeräte Chiclet-Tastatur mit Tastaturbeleuchtung, separater Nummernblock, Makrotasten, Touchpad
Sicherheit Trusted Platform Modul, Kensington-Lock
Batterie & Stromversorgung 90-Wh-Lithium-Ionen-Akku, 230-Watt-Netzteil (780 g)
Abmessungen & Gewicht 428 (B) x 334 (T) x 53 (H) mm, Testgewicht 4,53 kg
Herstellergarantie 24 Monate Herstellergarantie
Informationen zum Testgerät http://www.asus.com/Notebooks/ROG-G752VS/specifications/
Asus ROG G752VS: Gehäuse

Das Gehäuse des 17-Zoll-Laptops ist groß, schwer und wirkt auch überaus wuchtig. Mit einem Gewicht von über 4,5 kg hat man hier einiges zu tragen. Die mobilen Eigenschaften könnten schlechter nicht sein. Dennoch bleibt der Rechner transportabel und erfüllt somit den Zweck ortsunabhängig eingesetzt werden zu können. Das etwa 780 Gramm schwere Netzteil sollte man zudem immer dabei haben, da die Akkulaufzeiten nur kurze Zeiträume überbrücken können.

Die Stabilität, die Verarbeitungsqualität und auch die Materialanmutung hinterlassen einen guten Eindruck. Die Baseunit besteht aus Kunststoffmaterialien, der Displaydeckel und die Heckabdeckung aus Metall.

Natürlich polarisiert das Design. Auffällig und unkonventionell hat Asus hier einen echten Hingucker erschaffen, der zum Spielen genau die gewünschte Atmosphäre erzeugt. Dennoch wird sich manch Anwender hin und wieder an der nicht zweckmäßigen roten Tastaturbeleuchtung oder der schwer von Fingerabdrücken zu befreienden gummierten Handballenablage stören.

Dank großer Wartungsklappe am Unterboden hat man einen guten Zugang zu den wichtigsten Komponenten. Unter der mit einer Schraube gesicherten Abdeckung befinden sich zwei freie RAM-Steckplätze, der 2,5-Zoll-Laufwerksschacht und zwei M.2-NVMe-SSDs die im schnellen RAID-0-Verbund konfiguriert sind.

Vor geplanten Aufrüstungen oder einem Komponententausch sollte man sich wie gehabt im Vorfeld über die Garantiebedingungen des Herstellers informieren.

Asus ROG G752VS: Ausstattung

Ein Vorteil des wuchtigen Gehäuses mit ausladenden Oberflächen ist die Fähigkeit sehr viele Komponenten, Laufwerke und Schnittstellen aufnehmen zu können. Neben zwei M.2-SSDs im RAID-0-Verbund findet man hier noch eine konventionelle 2,5-Zoll-Festplatte und ein Blu-ray-Laufwerk. Mit insgesamt 2 TB Kapazität bekommt man auf dem Asus ROG G752VS so manches Spiel untergebracht. Für die Nutzung externer Bildschirme stehen neben HDMI sowohl ein Thunderbolt-3-Anschluss als auch ein Mini-DisplayPort zur Verfügung. Beide können UHD-Displays mit 60 Hz ansteuern. Einen HDMI-2.0-Port findet man hier dagegen noch nicht.

Ansonsten zeigt die Schnittstellenausstattung keine Schwächen. Die Anschlüsse decken ein breites Spektrum ab, sind praxisgerecht positioniert und liefern eine gute bis sehr gute Performance ab. Der Thunderbolt-3-Port schreibt Daten auf eine externe Sandisk Extreme 900 mit bis zu 814 MB/s, USB 3.0 erreicht mit einer Samsung Portable SSD T3 bis zu 441 MB/s und der Kartenleser verschiebt Daten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 74 MB/s (Toshiba Exceria Pro 16 GB). Schnelle UHS-II-Karten, wie die Toshiba Exceria Pro oder Sandisks Extreme Pro III werden hier allerdings ausgebremst.

An kabellosen Schnittstellen findet man beim Testgerät bis auf ein mobiles Breitbandmodul und NFC alles, was das Herz begehrt. AC-WLAN, Bluetooth 4.1 und Gigabit-LAN haben im Test einen guten Eindruck hinterlassen und keine Performance- oder Reichweiten-Schwäche erkennen lassen.

Asus ROG G752VS Transferraten in MB/s
USB-Kartenleser, Toshiba Exceria Pro UHS-II (16 GB) 74 Lesen/ 68 Schreiben
USB-Kartenleser, Sandisk Extreme Pro UHS-II (16 GB) 40 Lesen/ 38 Schreiben
USB 3.0, Samsung Portable SSD T3 250 GB 441 Lesen/ 439 Schreiben
Thunderbolt 3, Sandisk Extreme 900, 480 GB 481 Lesen/ 814 Schreiben
Ansteuerung Viewsonic VP 2780-4k 3840 x 2160 mit 60 Hz ja
Maximal gemessene Latenzen mit LatencyMon (nach 17 Minuten Laufzeit) 1.101 µs
Asus ROG G752VS: Audio

Das Lautsprechersystem trägt das Logo von Sonic Audio und liefert dank separatem Subwoofer am Unterboden einen angenehm ausgeglichenen Sound. Die 2-Watt-Stereolautsprecher sind hinter dem Display am voluminösen Heck positioniert und nutzen den Zwischenraum zum geöffneten Displaydeckel etwas als Klangkörper. Im Vergleich zu vielen anderen Notebooks fällt die Klangcharakteristik deutlich besser aus. Eine individuelle Abstimmung kann man per Sonic Studio-Software vornehmen, die viele Einstellmöglichkeiten bietet.

Im Gegensatz zu vielen anderen Notebooks die mit einer kombinierten 3,5-mm-Klinke-Buchse ausgestattet sind, verfügt das Asus ROG G752 über drei getrennte Ein- und Ausgänge: Mikrofoneingang, Kopfhörerausgang inklusive SPDIF und Surroundausgang. Ansonsten bieten sich in erster Linie noch Bluetooth und USB als komfortable Anschlussmöglichkeiten externer Boxenlösungen an.

Die externe Outdoorbox UE Boom 2 hat per Bluetooth bei Sichtverbindung zum Laptop bis zu einer Entfernung von etwa 15 Metern unterbrechungsfrei Musik übertragen.

Mit dem Tool LatencyMon habe ich das Testgerät auf mögliche Probleme beim Handling mit Echtzeitaudio-Aufgaben überprüft. Kleinere Treiber- und Netzwerkprobleme können hier zu Aussetzern oder sonstigen Qualitätseinbußen führen. Während 17 Minuten Test-Laufzeit sind Latenzen von bis zu 1.101 µs aufgetreten.

Asus ROG G752VS: Display

Asus bietet für das ROG G752VS drei verschiedene Displayvarianten an. Hierzulande verfügbar sind derzeit die beiden FullHD-Panels, wovon eines, wie im Testgerät, mit einer Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz arbeitet. Die Pixeldichte erreicht 129 ppi und fällt damit vergleichsweise grobkörnig aus. Das UHD-Display mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten ist als hochauflösende Alternative derzeit bei keinem Händler zu finden.

Alle drei Bildschirmtypen sind mit einer matten Oberfläche versehen und bauen auf der blickwinkelstabilen IPS-Technologie auf. Bildinhalte sind somit von allen Seiten gut erkennbar und weisen selbst aus spitzen Winkeln kaum Helligkeits- oder Farbveränderungen auf.

Die Helligkeitsverteilung des 17-Zoll-Bildschirms geht mit 85,6 % zwar in Ordnung, leidet aber bei dunklen Bildinhalten unter dominanten Lichthöfen die von den unteren Ecken an den Seiten nach oben hin ausstrahlen. Das ist bei farbigen Darstellungen mit bloßem Auge zwar nicht erkennbar, wirkt sich aber bei Filmen und Spielen in düsterer Umgebung schon mal etwas unschön aus.

Die maximale Helligkeit erreicht in der Bildschirmmitte 329 cd/m² und kann in 10 Stufen reguliert werden. In Stufe 5 habe ich 159 cd/m² und in Stufe 6 189 cd/m² gemessen. Der Schwarzwert beträgt bei maximaler Helligkeit 0,247 cd/m² und sorgt für einen guten Kontrast von 1.327:1. Die Gesamtheit der darstellbaren Farben ist recht groß und schafft es 91,5 % des sRGB-Farbraums abzudecken. Das sorgt für feine Farbabstufungen, die hier und da das Bild plastischer und realitätsnäher erscheinen lassen können. Für Filme und Spiele sicherlich nicht verkehrt.

Displaymessungen
Display 17-Zoll-Display
Auflösung 1.920 x 1.080, 129 ppi
ca. 150 cd/m²  Helligkeitsstufe 5 (159 cd/m²)
ca. 200 cd/m²  Helligkeitsstufe 6 (189 cd/m²)
Helligkeitsstufe 7 (213 cd/m²)
maximale Helligkeit  335 cd/m²
maximale Helligkeit Displaymitte Akku 329 cd/m²
maximale Helligkeit Displaymitte (profiliert) 329 cd/m² (285 cd/m²)
Schwarzwert Displaymitte 0,247 cd/m² (0,241 cd/m²)
Ausleuchtung 85,6 %
sRGB-Farbraumabdeckung 91,4 %
Kontrast (profiliert) 1.327:1 (1.182:1)
mittleres DeltaE 2000 (profiliert) 3,7 (1,7)
maximales DeltaE 2000 (profiliert) 6,7 (4,2)
Helligkeitssteuerung durch Pulsweitenmodulation (PWM) nein
Das Display wurde mit Spectracals Calman Software vermessen und ausgewertet.

Die Farben werden im Auslieferungszustand zwar ausgewogen, aber nicht ganz korrekt wiedergegeben. Mit einem durchschnittlichen DeltaE 2000 (Abweichung vom Ideal, je weniger desto besser) von 3,7 und einem maximalen DeltaE 2000 von 6,7 werden die Grenzwerte von 3 und 5 nicht eingehalten. Die Bilddarstellung hat daher einen leicht kühlen Blau-Cyan-Stich. Mit einer Profilierung durch ein Colorimeter kann man hier jedoch schnell für Abhilfe sorgen und die Farben selbst für professionelle Ansprüche im bildverarbeitenden Bereich ausreichend zurechtrücken. Der Kontrast und Helligkeit verringern sich dann allerdings etwas auf 1.182:1 und 285 cd/m² .

Asus ROG G752VS: Leistung

Die Leistungsfähigkeit des Asus ROG G752VS fällt durchweg sehr gut aus. Beim Testgerät hat Asus nahezu alle Register gezogen und ein potentes Gesamtpaket geschnürt. Neben einem Intel Core i7-6700HQ-Quadcore-Prozessor und der leistungsstarken Nvidia Geforce GTX 1070 findet man hier auch zwei 512-GB-PCIe-SSDs, die im schnellen RAID-0-Verbund zusammengeschaltet wurden. 16 GB DDR4-RAM und eine 1-TB-Festplatte komplettieren das System.

Asus ROG G752VS 16 GB RAM & 2x PCIe-SSD RAID 0
Prozessor  Single-Core  Multi-Core
Cinebench R15 64 bit 144 cb 679 cb
Geekbench 3.3.0 64 bit 3.443 Punkte 12.591 Punkte
System Single-Core Multi-Core
PCMark 8 Home (Akku) 4.623 Punkte (4.111 Punkte)
PCMark 8 Creative 7.626 Punkte
Massenspeicher Lesen Schreiben
Crystal Disk Mark 2.773 MB/s 1.862 MB/s
Grafik HD Basic HD+ Extreme
Unigine Heaven 4.0 165 fps 109 fps
Cinebench R15 OpenGL (Akku) 91,69 fps (92 fps)
3DMark Cloud Gate 15.403 Punkte
3DMark Firestrike 12.019 Punkte
3DMark Time Spy 5.153 Punkte
System

Für die üblichen Alltagsaufgaben wie Internet, Video- und Bildbearbeitung, Office oder Multimedia ist das Testsample eindeutig überdimensioniert. Echte Schwachstellen findet man bei dieser Konfiguration kaum. Lediglich ein zweites RAM-Modul wäre noch zu empfehlen, um die Speicherleistung des 16-GB-Riegels ausreizen zu können. Leider sind zwei der RAM-Steckplätze (inklusive dem bestückten) nicht über die Wartungsklappe erreichbar. Der Systembenchmark PCMark 8 Home liefert ein Ergebnis von 4.623 Punkten und der Creative-Test erreicht 7.626 Punkte.

Asus ROG G752VS

Massenspeicher

Einen nicht unerheblichen Anteil an diesen sehr guten Ergebnissen hat der sehr schnelle Massenspeicher. Die beiden Toshiba-Solid-State-Disks (Toshiba XG3 M.2, PCIe, NVMe, 512 GB) lesen und schreiben die Daten im RAID-0-Verbund abwechselnd und können so die eh schon hohen Transferraten als Einzellaufwerk nochmals steigern. Im Ergebnis profitiert der Anwender von extrem schnellen Transferraten, die im Test bis zu 2.773 MB/s beim Lesen und 1.862 MB/s beim Schreiben erreichen können.

Der große Nachteil dieser Konfiguration zeigt sich im Fall eines Laufwerkdefekts. Fällt auch nur eines der beiden Solid State Drives aus, so sind die gesamten Daten unwiederbringlich futsch da hier nach dem Reißverschluss-System gelesen und geschrieben wird. Ein regelmäßiges Erstellen einer Datensicherung ist hier also noch wichtiger, als es eh schon der Fall ist.

Asus ROG G752VS

Prozessor

Ein weiterer Baustein der hohen Systemleistung ist der Prozessor. Intels Core i7-6700HQ verfügt über 4 Rechenkerne, die dank Intels Hyper-Threading-Technologie bis zu 8 Threads gleichzeitig abarbeiten können. Hiervon profitiert vor allem Software, die ihre Aufträge auf möglichst viele Schultern respektive Rechenkerne verteilen kann. Dazu gehören zum Beispiel Programme wie Adobes Creative Suite, WinRAR, Cyberlink MediaEspresso oder Maya. Im Spielebereich soll DirectX 12 endlich eine spürbar verbesserte Mehrkernoptimierung bringen.

Software die auf möglichst hohe Taktfrequenzen angewiesen ist, und das ist immer noch die große Mehrheit, profitiert von der hohen Turbo-Leistung des Prozessors. Die Grundtaktfrequenz beträgt 2,6 GHz und kann per Turbo auf bis zu 3,5 GHz gesteigert werden.

Beim Cinebench R15 erzielt das Testgerät 144 Punkte beim Single-Thread-Test und 679 Punkte beim Multi-Thread-Test. Hier bekommt man deutlich mehr Rechenleistung geboten, als man das von den neuen U-Prozessoren der Kaby-Lake-Generation erwarten kann. Im Vergleich zum Intel Core i7-6820HQ im HP ZBook Studio G3 zeigt sich zwar ein ergebnistechnischer Abstand, im praktischen Betrieb dürfte sich dieser aber nur marginal auswirken.

Asus ROG G752VS

Grafik

Hauptkriterium für den Kauf eines Asus ROG G752VS dürfte die Nvidia Geforce GTX 1070 (Laptop) sein. Hier bekommt man mit der aktuellen Pascal-Generation einen sehr leistungsstarken Grafikchip geboten,der insbesondere im Spielebereich derzeit nur durch Nvidias Geforce GTX 1080 getoppt werden kann. Die technischen Daten fallen entsprechend imposant aus. Der Kerntakt arbeitet mit bis zu 1.443 MHz und kann per Turbo Boost auf bis zu 1.695 MHz angehoben werden. Dem Chip stehen 2.048 Shadereinheiten zur Verfügung. Die 8 GB GDDR5-Grafikspeicher sind mit einem 256 bit breiten Speicherbus angebunden und arbeiten mit maximal 2.077 MHz.

Entsprechend imposant fallen auch die Benchmarkergebnisse aus. Beim Unigine Heaven 4.0 werden 165 fps (Basic) und beim Cinebench R15 OpenGL Shading knapp 92 fps erreicht. Der anspruchsvolle DirectX-12-Benchmark 3D Mark Time Spy erzielt 5153 Punkte.

Bei den konkreten Spielebenchmarks zeigt sich, dass die Nvidia Geforce GTX 1070 mit der nativen FullHD-Auflösung des Asus ROG G752VS keinerlei Probleme hat. Selbst das leistungsfressende Deus Ex Mankind Divided läuft hier bei maximalen Qualitätseinstellungen mit durchschnittlich 63 fps überaus flüssig.

Die im Prozessor enthaltene Intel HD Graphics 620 ist aufgrund der integrierten Nvidia-G-Sync-Technologie nicht nutzbar.

UHD-Leistung (3.840 x 2.160 Bildpunkte)

Die Grenze muss man derzeit noch bei hochauflösenden Bildschirmen mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten ziehen. In diesem Szenario geht der Nvidia Geforce GTX 1070 dann doch noch die Puste aus, wenn fordernde Games zum Zuge kommen. Beim Testgerät wäre das allerdings nur dann der Fall, wenn man einen entsprechenden externen Monitor betreibt. Mit ähnlichen Ergebnissen müsste man zumindest dann rechnen, wenn das Asus ROG G752VS auch mit UHD-Display erhältlich sein wird. Bei Spieletiteln wie Deus Ex Mankind Divided hilft dann nur die Auflösung und oder die Qualitätseinstellungen zu reduzieren.

Asus ROG G752VS

Ein weiteres Aufgabengebiet, das auf einen Grafikchip zukommen kann, ist der Einsatz für komplexe und langwierige Berechnungen. Die GPGPU-Performance habe ich für die Bereiche Kryptografie, Bildbearbeitung und Finanzanalyse per OpenCL durchgeführt. Auch hier zeigt sich die Nvidia Geforce GTX 1070 sehr leistungsstark.

Asus ROG G752VS

Asus ROG G752VS: Emissionen

Unter Berücksichtigung der Leistungsklasse und der enormen Abwärme, die das System entwickelt, hat man es beim Asus ROG G752VS mit einem überaus zurückhaltenden Vertreter der Spielezunft zu tun. Unter andauernder Volllast bleiben die Oberflächentemperaturen mit maximal 35,9 °C sehr niedrig. Lediglich am heckseitigen Luftauslass erhitzen sich die Rippen auf bis zu 52,2 °C.

Die Geräuschentwicklung zeigt sich in diesem Zustand allerdings nicht mehr zurückhaltend, sondern wird mit einem Schalldruckpegel von 45,2 dB(A) schon recht dominant wahrgenommen. Auf Dauer ist dieser Zustand ohne Kopfhörer sicherlich belastend. Das ist zum Beispiel beim Stresstest oder aber auch beim Spiel Deus Ex Mankind Divided der Fall. In der Regel kommt es aber gar nicht dazu, da hier die Anforderungen oft niedriger ausfallen und somit der Kühlbedarf auch sinkt. Bei Dirt Rally zum Beispiel schwankt die Lautstärke in fließenden Übergängen zwischen 35,6 dB(A) über 37,2 dB(A) bis hin zu 38,5 dB(A). Das ist schon deutlich angenehmer und kann auch über einen längeren Zeitraum von den meisten Gamern noch gut ertragen werden.

Messdaten
Emissionen – Asus ROG G752VS Schalldruckpegel Oberflächentemperatur
Leerlauf (Energiesparmodus, minimale Displayhelligkeit) Lautlos – 27,3 dB(A) max. 27,8 °C
Büro (PCMark 8 Battery Test, 150 cd/m², ausbalanciert) 29,8 – 32,5 dB(A) max. 35,2 °C
WLAN-Streaming (200 cd/m², ausbalanciert) 28,4 dB(A) max. 34,0 °C
Stresstest (maximale Displayhelligkeit) 45,2 dB(A) max. 52,2 °C (Luftauslass Heck)

Bei wenig Last wird das Asus ROG G752VS sogar noch richtig leise und stört mit seinem unterschwelligen aber wahrnehmbaren Lüfterrauschen so gut wie gar nicht mehr. Der Schalldruckpegel verharrt beim WLAN-Streaming bei geringen 28,4 dB(A) und erhöht sich beim Systemtest PCMark 8 nur geringfügig immer mal wieder für kurze Zeit auf 32,5 dB(A). Je nach Anforderung entwickelt sich also das Lüfterverhalten recht vorhersehbar und ist mehr oder weniger direkt von der vorherrschenden Rechenlast abhängig. Eine hochfrequente Geräuschcharakteristik, ein pulsierender Lüfter oder sprunghafte Lautstärkeänderungen sind beim Testgerät nicht aufgetreten.

Asus ROG G752VS: Stromverbrauch & Akkulaufzeiten

Der Stromverbrauch des Asus ROG G752VS hat sich im Test zwischen 20,9 Watt im Minimum und 170 Watt im Maximum bewegt. Im genügsamen Office-Betrieb muss man mit grob 30 bis 72 Watt rechnen. Beim Spielen von Deus Ex Mankind Divided habe ich 116 -121 Watt gemessen.

Energieverbrauch – Asus ROG G752vS Leistungsaufnahme Akkulaufzeit
Leerlauf (Energiesparmodus, minimale Displayhelligkeit) 20,9 Watt
Büro (PCMark 8 Battery Test, 159 cd/m², ausbalanciert) 28 – 72 Watt 2:09 h
WLAN-Streaming (189 cd/m², ausbalanciert) 31,4 – 34,2 Watt 3:01 h
Deus Ex Mankind Divided (maximale Displayhelligkeit) 116 – 121 Watt
Stresstest (maximale Displayhelligkeit) 170 Watt
230-Watt-Netzteil, 90-Wh-Akku, Lithium Ionen  intern verschraubt

Für die Akkulaufzeiten sind das keine guten Voraussetzungen. Da hilft auch der recht üppig bemessene 90-Wh-Akku nur wenig weiter. Dieser ist übrigens im Gehäuse verbaut und über die Wartungsklappe auch nicht erreichbar. Trotz der üblicherweise im Akkubetrieb vorherrschenden Leistungsdrosselung sind im praxisnahen Szenario mit ausgeglichenem Profil und angepasster Helligkeit (150 bis 200 cd/m²) kaum mehr als 3 Stunden Laufzeit zu erwarten. Der PCMark 8 Battery-Test läuft 129 Minuten lang und beim WLAN-TV-Streaming gehen nach ziemlich genau 3 Stunden die Lichter aus.

Asus ROG G752VS: Fazit

Das Asus ROG G752VS ist ein leistungsstarkes Spiele-Notebook. Asus ROG G752VSAlle getesteten Spiele können bei nativer Auflösung mit maximalen Qualitätseinstellungen flüssig wiedergegeben werden. Die Betriebslautstärke bleibt dabei in vielen Fällen noch ausreichend angenehm. Das Kühlsystem arbeitet hier sehr effektiv und sorgt für eine angemessene Kühlung der Komponenten. Die Gehäuseoberflächen bleiben in weiten Teilen immer angenehm temperiert.

Ebenfalls auf der Habenseite findet man eine überaus üppige Schnittstellen- und Laufwerksausstattung. Die Anschlüsse sind gut positioniert und liefern im Test eine ordentliche Performance ab. Des Weiteren gelungen sind das Display, die Eingabegeräte und die Wartungsmöglichkeiten.

Zu bemängeln gibt es beim Asus ROG G752VS unter dem Strich nur Kleinigkeiten. Der Kartenleser könnte schneller arbeiten, die Tastaturbeleuchtung auch andere Farben bieten Asus ROG G752VSund die RAM-Konfiguration im unerreichbaren Inneren praxisgerechter ausfallen.

Der Preis des Testgerätes fällt zwar mit derzeit 2.800 Euro nicht gering aus, kann aber mit etwas Verzicht bei der Massenspeicherausstattung noch deutlich gesenkt werden.

Tobias Winkler

Neben zahlreichen Artikeln, die ich seit 2009 für Notebookjournal, PRAD und Notebookcheck verfasst habe, setze ich nun beim Projekt Notebooks & Mobiles meine eigenen Vorstellungen von einer Testplattform um. Ich habe Spaß am Schreiben, an mobiler Technik und allem was dazugehört.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.