Apple 15 Zoll MacBook Pro (Late 2016) im Windows-Test

Apple 15 Zoll MacBook Pro 2016 im Windows-Test. Das Apple MacBook Pro erhält einen Teil seiner Stärken aus Apples gelungenem macOS-Betriebssystem. Wie sich das professionelle Arbeitsgerät dagegen unter Windows 10 verhält, beleuchtet dieser Test.

Apple-Geräte "verfügen über eine Eigenschaft, die sonst nur wenige Hersteller für sich in Anspruch nehmen können: Hardware und Betriebssystem stammen aus einem Unternehmen und werden so optimal aufeinander abgestimmt. Darüber hinaus ist es Apple auch gelungen unterschiedliche Geräteklassen wie Smartphone, Tablet, Notebook und Desktop so eng miteinander zu verzahnen und anzugleichen, dass Bedienoberflächen und Funktionen sehr einheitlich ausfallen. Die Synchronisation und der Austausch von Daten verläuft hier intuitiv und nahezu barrierefrei.

Apple 15 Zoll MacBook Pro 2016 im Windows-Test.

Dennoch kommen hin und wieder auch Mac-Anwender in die Bredouille auf Windows auszuweichen zu müssen, weil zum Beispiel die benötigte Software nicht als Mac-Version erhältlich ist, die Performance unter macOS zu gering ausfällt oder bestimmte Peripherie-Geräte nur unter Windows laufen.

Um hierfür nicht zwangsläufig einen zweiten Rechner (Windows) anschaffen zu müssen, drängen sich für Mac-User vornehmlich zwei Möglichkeiten auf, um Windows auch auf dem Mac nutzen zu können:

  • Windows als Boot-Camp-Installation: Hier wird Windows nativ als zweite Installation neben macOS auf dem Rechner installiert. Die Treiber werden von Boot Camp zur Verfügung gestellt und ermöglichen es unter Windows die volle Hardwareleistung abzurufen. Um zwischen macOS und Windows zu wechseln (kein gleichzeitiger Betrieb möglich) ist allerdings ein Neustart erforderlich. Boot Camp übernimmt hierbei die Funktion des Bootmanagers. Der für die Windows-Installation reservierte Massenspeicherplatz ist unter macOS nicht nutzbar.
  • Windows in einer virtuellen Maschine: Windows wird in einer virtuellen Maschine wie zum Beispiel VMware Fusion 8.5 installiert. Dieses läuft dann wie eine App unter macOS und hat den großen Vorteil, dass Dokumente recht barrierefrei von einem System zum anderen verschoben werden können. Beide Systeme laufen hier quasi parallel und ein Neustart zum Systemwechsel entfällt. Der große Nachteil dieser Lösung ist die reduzierte Leistungsfähigkeit. Vor allem im Grafikbereich muss man hier gewaltige Einschnitte in Kauf nehmen.

Dieser Artikel ergänzt den bereits veröffentlichten ausführlichen Testbericht zum Apple 15 Zoll MacBook Pro (Late 2016). Weitere Artikel, die sich mit dem 2016er Apple 15 Zoll MacBook Pro befassen:

Apple 15 Zoll MacBook Pro im Windows-Test: Boot Camp
Display

Die Displayeigenschaften unter Windows variieren vor allem im Bereich der maximalen Helligkeit. Ansonsten hat man es hier mit fast identischen Testergebnissen zu tun. In der Werkseinstellung erreicht das Apple 15 Zoll MacBook Pro eine maximale Helligkeit von 456 cd/m² die sich nach einer Profilierung weiter auf etwa 439 cd/m² verringern. Der Kontrast erreicht 1.371:1.

Display
Display 15,4-Zoll-Display, Retina, spiegelnd
Panel Apple APPA030
Auflösung 2.880 x 1.800 Bildpunkte, 220 ppi
maximale Helligkeit  456 cd/m²
maximale Helligkeit Displaymitte Akku 456 cd/m²
Helligkeit Displaymitte (profiliert) 456 cd/m² (439 cd/m²)
Schwarzwert Displaymitte 0,34 cd/m² (0,32 cd/m²)
sRGB-Farbraumabdeckung 99,98 %
P3-Farbraumabdeckung 87,25 %
AdobeRGB-Farbraumabdeckung 77,34 %
Kontrast (profiliert) 1.341:1 (1.371:1)
mittleres DeltaE 2000 (profiliert) 2 (0,8)
maximales DeltaE 2000 (profiliert) 4,4 (1,8)
Helligkeitssteuerung durch Pulsweitenmodulation (PWM) nein
Das Display wurde mit Spectracals Calman Software vermessen und ausgewertet.

Mit dem ab Werk gelieferten Farbprofil (auf den P3-Farbraum hin optimiert) werden die DeltaE-2000-Grenzen für ein farbtreues Arbeiten auch bei der Boot-Camp-Installation unterboten. Das maximale DeltaE 2000 beträgt 4,4 und das mittlere DeltaE 2000 beträgt 2. Auch unter Windows können Perfektionisten noch mal mit einer Profilierung Hand anlegen und das Ergebnis weiter verbessern. Unter dem Strich sind beim Testgerät ein maximales DeltaE 2000 von 1,8 und ein durchschnittliches DeltaE 2000 von 0,8 möglich.

Tobias Winkler

Neben zahlreichen Artikeln, die ich seit 2009 für Notebookjournal, PRAD und Notebookcheck verfasst habe, setze ich nun beim Projekt Notebooks & Mobiles meine eigenen Vorstellungen von einer Testplattform um. Ich habe Spaß am Schreiben, an mobiler Technik und allem was dazugehört.

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