Dell Latitude 12 7000 (E7270) im Test

Mobiler Arbeiter. Das Dell Latitude 12 7000 (E7270) ist ein schlankes Subnotebook für den anspruchsvollen Business-Bereich.

Für "den harten Arbeits-Einsatz im Unternehmensbereich werden an Notebooks oft ganz besondere Erfordernisse gestellt. Zuverlässigkeit, Mobilität, Langlebigkeit und Flexibilität sind nicht selten aufgeführte Schlagworte. Dells Latitude-Serien wollen genau diese Ansprüche bedienen und halten in verschiedenen Preis- und Produktklassen viele unterschiedliche Business-Notebooks bereit.

Das Testgerät Dell Latitude 12 E7270 gehört zur 7000er Serie und spiegelt damit den Premium-Bereich wider. Entsprechend hoch fällt daher auch der preisliche Einstieg aus. Für die Basiskonfiguration verlangt Dell derzeit ca. 1.480 Euro brutto.

Der Nachfolger Dell Latitude 7280 wurde letzten Donnerstag (05.01.2017) offiziell auf der CES in Las Vegas vorgestellt und ist im Dell Shop auch schon als lieferbar gekennzeichnet.

Dell Latitude 12 E7270

Dell Latitude 12 7000: Gehäuse

Das Gehäuse des Dell Latitude 12 7000 (E7270) besteht laut Hersteller aus einer Magnesium-Legierung. Die Verwindungssteifigkeit und Druckresistenz hinterlassen beim Testgerät einen sehr guten Eindruck. Im Arbeitsbereich vermittelt die Oberfläche der Handballenablage und der Gehäuseseiten eine leichte Gummierung, die für eine angenehme Griffigkeit sorgt. Das Reinigen von Fettflecken und Fingerabdrücken gestaltet sich hier allerdings etwas langwieriger, als bei glatten Oberflächen.

Das Displayscharnier hält den Bildschirm gut in Position und neigt selbst in unruhigen Situationen nicht zum Nachwippen. Der maximale Öffnungswinkel liegt bei 180 Grad. Das Testgewicht beträgt 1,37 kg, für das Netzteil muss man weitere 320 Gramm einplanen.

Dell Latitude 12 7000: Eingabegeräte

Die Tastatur verfügt über große Tasten im 19-mm-Raster und überzeugt mit gutem Druckpunkt und leisem Anschlagsgeräusch. Die Tastaturmatte liegt fest auf und lässt sich nicht eindrücken. Ein Nachwippen beim Schreiben ist nicht feststellbar.

Das QUERTY-Layout des Testgeräts kann zwar optional bestellt werden, standardmäßig ist hierzulande bei der Vorauswahl im Online-Konfigurator aber das übliche QUERTZ-Layout zu finden. Die Beschriftung ist kontraststark, wichtige Sonderfunktionen sind als FN-Kombination hinterlegt und die Pfeiltasten sind angenehm groß ausgeführt. Die serienmäßige Hintergrundbeleuchtung erhöht die Erkennbarkeit bei schlechten Lichtverhältnissen oder in dunklen Arbeitsumgebungen. Die Regelung erfolgt zweistufig.

Das 100 x 52 mm große Alps-Touchpad verfügt über gute Gleiteigenschaften und nimmt Eingaben zuverlässig an. Im Touchpad-Treiber kann man die üblichen Mehrfingergesten wie zum Beispiel Wischen und Drehen ein- und ausschalten. Das Touchpad verfügt über separate Eingabetasten die sehr gut reagieren und für manchen Anwender die bessere Alternative zu modischen Clickpads darstellen.

Dell Latitude 12 7000: Ausstattung
Basiskonfiguration

Die Ausstattung der 1.480 Euro teuren Basiskonfiguration beinhaltet einen Intel-Core-i5-6300U-Prozessor, 8 GB DDR4-RAM, ein 128 GB Solid State Drive und ein HD-Display mit einer Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten. Generell mit an Bord sind üppige 3 Jahre ProSupport am nächsten Arbeitstag mit Vor-Ort-Service. Dieser Support-Service kann vielfältig auf die eigenen Bedürfnisse hin angepasst werden. Eine Verlängerung auf 5 Jahre Laufzeit kostet zum Beispiel etwa 180 Euro extra.

Testkonfiguration

Für die etwas besser ausgestattete Testkonfiguration des Dell Latitude E7270 muss der Interessent zwar schon knapp 1.650 Euro (brutto) auf den Tisch legen, dafür bekommt er aber auch ein deutlich besseres FullHD-IPS-Display und einen doppelt so großen SSD-Speicher mit 256 GB geboten.

Model Dell Latitude 12 7000 (E7270)
Preis ca. 1.650 Euro, Einstieg ab ca. 1.480 Euro
Prozessor Intel Core i5-6300U, 2 Kerne – 4 Threads, 2,4 – 3,0 GHz
Grafik Intel HD Graphics 520 (shared memory)
Arbeitsspeicher 8 GB DDR4-RAM, Single-Channel, 1 Slot frei
Massenspeicher 256 GB LiteON L8H-256V2G SATA III
Display 12,5-Zoll-Display, IPS, Auflösung: 1.920 x 1.080 Bildpunkte, 16:9, 176 ppi, matt, LGD04A2 X50R6_125WF4
Betriebssystem & Software Windows 10 Pro 64 bit
Anschlüsse & Erweiterung 3 x USB 3.0 Typ A, 1 x Mini-DisplayPort, HDMI, PCIe-Kartenleser, Dockingport 
Kommunikation Intel Wireless AC-8260, Bluetooth 4.2, Gigabit-LAN, HD-Webcam, Dual-Array-Mikrofon, WWAN-Vorbereitung inkl. Steckplatz und Antennen
Audio Realtek ALC293 Audio Controller, 2 Lautsprecher am Unterboden, 3,5 mm-Klinke kombinierter Kopfhörerausgang und Mikrofoneingang
Eingabegeräte Chiclet-Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung, Touchpad
Sicherheit Trusted Platform Modul 2.0, Kabelschloss-Vorbereitung, Touch-Fingerabdruck-Lesegerät, Smartcard-Lesegerät, NFC
Batterie & Stromversorgung 55-Wh-Lithium-Ionen-Akku, 65-Watt-Netzteil (320 g)
Abmessungen & Gewicht 311 (B) x 216 (T) x 19 (H) mm, Testgewicht 1,37 kg
Herstellergarantie 36 Monate Herstellergarantie mit ProSupport
Informationen zum Testgerät http://www.dell.com/de/unternehmen/p/latitude-e7270-ultrabook/pd?ref=PD_OC
Schnittstellen

Ansonsten ist das Dell Latitude 12 E7270 mit einer umfangreichen Schnittstellenausstattung bedacht worden. Ein proprietärer Dockingport am Unterboden ermöglicht noch das Nutzen älterer Dell-Dockingstationen im klassischen Format. Die neueren Modelle, die per USB Typ C oder Thunderbolt 3 verbunden werden, kann man hingegen noch nicht verwenden. Hier fehlen einfach noch die passenden Schnittstellen.

Dafür findet man am Testgerät drei reguläre USB-3.0-Typ-A-Anschlüsse, einen HDMI-Port, einen Mini-DisplayPort und eine Gigabit-LAN-Buchse. Die Positionierung der Schnittstellen am Heck und an den Seiten ist gelungen. Mit angeschlossenen Peripheriegeräten bleibt der Bereich links und rechts vom Notebook in der Regel frei von störenden Kabeln. Lesegeräte und Audio-Anschluss sind dennoch griffgünstig und damit praxisgerecht positioniert.

Modelle mit integriertem Breitbandmodul verfügen über eine von Aussen erreichbare SIM-Schublade: Sehr komfortabel! Eine Nachrüstung ist auch nachträglich problemlos möglich, da die notwendigen Antennen bereits bereit liegen und ein passender Steckplatz noch frei ist. Ansonsten ist das Testgerät mit schnellem Dual-Band-AC-WLAN und Bluetooth 4.2 von Intel ausgestattet.

Schnittstellen-Performance

Dank Mini-DisplayPort können externe 4k-Displays (UHD, 3.840 x 2.160 Bildpunkte) mit 60 Hz betrieben werden. Der Kartenleser arbeitet aufgrund einer PCIe-Anbindung extrem schnell und erreicht mit einer Toshiba-Exceria-Pro-UHS-II-Speicherkarte Transferraten von bis zu 252 MB/s. Aus den USB-3.0-Ports kitzelt Samsungs Portable SSD T3 bis zu 423 MB/s heraus.

Dell Latitude 12 7000 (E7270) Transferraten in MB/s
PCIe-Kartenleser, Toshiba Exceria Pro UHS-II (16 GB) 252 Lesen/ 221 Schreiben
PCIe-Kartenleser, Sandisk Extreme Pro UHS-II (16 GB) 252 Lesen/ 216 Schreiben
USB 3.0, Samsung Portable SSD T3 250 GB 423 Lesen/ 411 Schreiben
Ansteuerung Viewsonic VP 2780-4k 3.840 x 2.160 mit 60 Hz ja, per Mini-DisplayPort
Maximal gemessene Latenzen mit LatencyMon (während 40 Minuten Laufzeit) 1.026 µs 
Sicherheit

Die Sicherheitsausstattung des Dell Latitude 12 ist sehr umgangreich und dürfte die meisten Ansprüche im Business-Bereich sehr gut abdecken. TPM 2.0, Smartcard-Lesegerät, Fingerabdruck-Lesegerät, NFC und Dells Data Protection System mit HCA-Verschlüsselungsoption stellen Anwendern und Unternehmen ein breites Spektrum zur Verfügung. Darüber hinaus kann man wie gewohnt noch zusätzliche Computrace-Services ordern oder die üblichen Passwort-Schutzmechanismen auf BIOS- und Systemebene nutzen. Eine Kabelschloss-Vorbereitung befindet sich an der linken Gehäuseseite.

Dell Latitude 12 7000: Wartung & Aufrüstung

Der Unterboden ist mit einer großen Wartungsklappe versehen, die mit 7 Kreuzschrauben befestigt ist. Nach dem Entfernen hat man Zugriff auf die wichtigsten Komponenten. Einen 2,5-Zoll-Laufwerksschacht hat das Dell Latitude 12 7000 aufgrund des schmalen Formfaktors nicht zu bieten. Ein RAM-Steckplatz ist noch frei und der Massenspeicher ist mit einer Kapazität von 256 GB (brutto) als Solid State Drive im M.2-Format integriert.

Dell Latitude 12 7000: Audio

Die integrierten Lautsprecher liefern einen businesstypisch relativ kläglichen Klang ab. Stark höhenlastig mit fehlenden Mitten und Bässen eignet sich die Soundqualität lediglich für das Ansehen von Internetfilmchen, Videokonferenzen oder etwas Hintergrundmusik. Für Präsentationen sollte man daher auf externe Boxenlösungen zurückgreifen. Die Maximallautstärke fällt relativ gering aus und neigt je nach Material zum Verzerren. Die mit dem Tool LatencyMon gemessenen Latenzen reißen während einer Laufzeit von 40 Minuten nur knapp die Grenze von 1.000 µs. Wer für Echtzeit-Audioaufgaben niedrigere Werte benötigt, müsste sich im Bereich der Treiber und der BIOS-Einstellungen auf Fehlersuche begeben oder kritische Geräte wie WLAN, WWAN oder Netzwerkkarte kurzerhand deaktivieren.

Dell Latitude 12 E7270

Dell Latitude 12 7000: Display

Dell bietet das Latitude 12 E7270 derzeit mit zwei verschiedenen Displays an. Das wenig attraktive HD-Display mit einer Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten dürfte für viele Anwender auch wegen der wenig blickwinkelstabilen TN-Technologie kaum infrage kommen. Dennoch gibt es Unternehmensbereiche, die auf solch grob auflösende Bildschirme angewiesen sind, da hier noch Spezial-Software oder Eigenentwicklungen zum Einsatz kommen, die mit der Windows-Skalierung nicht zusammenarbeiten können.

Für die meisten Nutzer wird jedoch das im Testgerät verbaute FullHD-IPS-Display die deutlich bessere Wahl sein. Neben einer feineren Darstellung und der deutlich größeren Arbeitsfläche zeigt sich vor allem die hohe Blickwinkelstabilität von Vorteil.

Helligkeit & Ausleuchtung

Dank der matten Displayoberfäche eignet sich der Bildschirm zusammen mit der maximalen Helligkeit von 383 cd/m² sehr gut für den Ausseneinsatz. Im Akkubetrieb ist die volle Luminanz verfügbar. Die Helligkeit lässt sich in 10 Stufen ausreichend fein regulieren. In Stufe 4 habe ich 153 cd/m² und in Stufe 5 191 cd/m² gemessen. Die Ausleuchtung erreicht gleichmäßige 88 Prozent. Auffällige Lichthöfe oder Wolkenbildungen sind nicht erkennbar.

Schwarzwert & Kontrast

Der Schwarzwert fällt mit 0,41 cd/m² zwar nicht optimal aus, sorgt zusammen mit der hohen Helligkeit aber für einen guten Kontrast von 934:1. Die Farbwiedergabe weist im Auslieferungszustand einen Grünstich auf. Dieser lässt sich mit einer Profilierung entfernen und sorgt dann für eine ausgeglichene Farbwiedergabe.

Farbraum & Farbtreue

Für einen Einsatz im bildverarbeitenden oder grafischen Bereich reicht die Darstellung jedoch nicht aus. Die Summe der darstellbaren Farben kann nur 59 Prozent des sRGB-Farbraums abdecken und die Farbtreue erreicht selbst im profilierten Zustand lediglich ein durchschnittliches DeltaE 2000 von 5,5. Für eine farbtreue Darstellung sollte die Abweichung vom Referenzwert nicht mehr als 3 betragen.

Displaymessungen
Display 12,5-Zoll-Display, matt
Panel LGD04A2 X50R6_125WF4
Auflösung 1.920 x 1.080, 176 ppi
ca. 150 cd/m²  Helligkeitsstufe 4 (153 cd/m²)
ca. 200 cd/m²  Helligkeitsstufe 5 (191 cd/m²)
  Helligkeitsstufe 6 (230 cd/m²)
maximale Helligkeit  383 cd/m²
maximale Helligkeit Displaymitte Akku 383 cd/m²
maximale Helligkeit Displaymitte (profiliert) 383 cd/m² (331 cd/m²)
Schwarzwert Displaymitte 0,416 cd/m² (0,398 cd/m²)
Ausleuchtung 88 %
sRGB-Farbraumabdeckung 59 %
Kontrast (profiliert) 934:1 (829:1)
mittleres DeltaE 2000 (profiliert) 8,4 (5,5)
maximales DeltaE 2000 (profiliert) 26,7 (27,8)
Helligkeitssteuerung durch Pulsweitenmodulation (PWM) nein keine PWM feststellbar
Das Display wurde mit Spectracals Calman Software vermessen und ausgewertet.
Dell Latitude 12 7000: Leistung

Das Dell Latitude 12 7000 E7270 ist derzeit mit einem Intel Core i5-6300U oder mit einem Intel Core i7-6600U konfigurierbar. Ansonsten unterscheiden sich die Modellvarianten bei der Leistungsausstattung lediglich hinsichtlich der RAM- und der Massenspeicher-Bestückung. Mein Testgerät entspricht einer der gehobeneren Zusammenstellungen und kommt mit Intel-Core-i5-6300U-Prozessor, 8 GB RAM und 256-GB-SSD.

System

Trotz der leistungstechnisch unvorteilhaften RAM-Konfiguration im Single-Channel-Modus (1 x 8 GB), kann das Testsample mit einer sehr guten Systemleistung glänzen. Ein zusätzliches RAM-Modul würde darüber hinaus noch den Dual-Channel-Modus aktivieren. Davon profitiert nicht nur die reine Speicherleistung, sondern im nächsten Schritt auch die Grafikleistung. Intels HD Graphics 520 bedient sich im Shared-Memory-Verfahren beim Arbeitsspeicher und ist so direkt von dessen Performance abhängig.

Aber auch ohne diesen Eingriff zeigt sich die Arbeitsgeschwindigkeit bereits von ihrer guten Seite. Das System startet schnell, Programme und Dateien öffnen flink und die üblichen Office-Aufgaben werden problemlos bewältigt. Dazu gehören nicht nur Textverarbeitung, Bildbearbeitung oder Internetaufgaben, sondern auch Konvertierungen die von Intels Quick-Sync-Technologie profitieren. Beim PCMark-8-Home-Benchmark werden beispielsweise 3.267 Punkte erzielt. Im Akkubetrieb verringert sich dieses Ergebnis auf immer noch sehr gute 3.178 Punkte. Mit einem zweiten RAM-Modul erhöht sich das Ergebnis des Systembenchmarks wie oben angedeutet auf 3.462 Punkte.

Dell Latitude 12 E7270

Prozessor & Grafik

Überdurchschnittlich gut schlagen sich CPU und GPU in den reinen Prozessor- und Grafiktests. Hier scheint Dell von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, die TDP der 15-Watt-CPU auf bis zu 25 Watt zu erhöhen. Beim Cinebench R15 ordnet sich die Intel Core i5-6300U des Testgeräts jedenfalls knapp hinter der Intel Core i7-6500U und der Intel Core i5-7200U ein.

Dell Latitude 12 E7270

Die Grafikleistung erreicht beim Cinebench R15 OpenGL-Shading und beim Unigine-Heaven-4.0-Benchmark sogar die Performance der Intel HD Graphics 620 mit Single-Channel-RAM-Bestückung. Mit einem zweiten RAM-Modul hält die Intel HD Graphics 520 weiter Anschluss und liefert nur wenige frames pro Sekunde weniger, als Intels HD Graphics 620 im Lenovo ThinkPad E470. Für das Spielen aktueller, leistungsfordernder 3D-Titel reicht das zwar auch nicht aus, Casual-Games oder genügsame Spiele wie Dirt Rally lassen sich damit zumindest bei reduzierter Auflösung und Qualitätseinstellung gut bewältigen.

Dell Latitude 12 E7270

Ergebnisse im Überblick
Dell Latitude 12 E7270 8 GB RAM & 256 GB SSD
Prozessor  Single-Core  Multi-Core
Cinebench R15 64 bit 125 cb 314 cb
Geekbench 3.3.0 64 bit 3.034 Punkte 6.432 Punkte
System Single-Core Multi-Core
PCMark 8 Home (Akku) 3.267 Punkte (3.178 Punkte)
PCMark 8 Home (Dual-Channel) 3.462 Punkte
PCMark 8 Creative 3.997 Punkte
Massenspeicher Lesen Schreiben
Crystal Disk Mark 537 MB/s 282 MB/s
Grafik HD Basic HD+ Extreme
Unigine Heaven 4.0 18,2 fps 5,3 fps
Unigine Heaven 4.0 (Dual Channel) 23,3 fps  
Cinebench R15 OpenGL  36,8 fps
Cinebench R15 OpenGL (Dual-Channel) 43,4 fps
3DMark Cloud Gate 5.316 Punkte
3DMark Cloud Gate (Dual-Channel) 6.011 Punkte
3DMark Firestrike 736 Punkte
Dell Latitude 12 7000: Emissionen

Das Dell Latitude 12 E7270 arbeitet oft lautlos. Selbst wenn es stärker oder maximal beansprucht wird, bleibt der Lüfter mit einem maximal gemessenen Schalldruckpegel von 29,6 dB(A) sehr zurückhaltend. Das Testgerät ist frei von hochfrequenten, hektischen oder pulsierenden Lüftergeräuschen.

Nicht ganz ohne Folgen bleibt der leise drehende Lüfter für die Gehäuseerwärmung. Im regulären Betrieb sind hier mit maximal 32,9 °C zwar keinerlei Einschränkungen zu befürchten, nach langen Lastphasen erhitzt sich die Gehäuseoberfläche punktuell jedoch auf bis zu 54,5 °C am zentralen Unterboden. Ein Einsatz auf dem Schoß wird dadurch schon recht unangenehm. Auf dem Schreibtisch sollte man dagegen weniger Probleme bekommen. Lediglich der Luftauslass an der linken Seite wird mit bis zu 47,7 °C noch recht warm.

Emissionen – Dell Latitude 12 7000 (E7270) Schalldruckpegel Oberflächentemperatur
Leerlauf (Energiesparmodus, minimale Displayhelligkeit) Lautlos – 27,1 dB(A) max. 30,2 °C
Büro (PCMark 8 Battery Test, 153 cd/m², ausbalanciert) Lautlos – 29,6 dB(A) max. 34,7 °C
WLAN-Streaming (191 cd/m², ausbalanciert) Lautlos – 27,1 dB(A) max. 32,9 °C
Stresstest (maximale Displayhelligkeit) 29,6 dB(A) max. 54,5 °C (zentraler Unterboden)
Dell Latitude 12 7000: Stromverbrauch & Akkulaufzeiten

Der Stromverbrauch des Testgeräts bewegt sich zwischen 1,6 Watt im Leerlauf (Energiesparprofil, Funk aus, Display aus) und 34,2 Watt unter Volllast. Im Arbeitsbetrieb sollte man mit angepasster Displayhelligkeit, ausgeglichenem Profil und eingeschalteten Funkmodulen in der Regel mit 8 bis 22 Watt auskommen. Das Netzteil ist mit einer Nennleistung von 65 Watt ausgewiesen und stellt damit mehr als genügend Leistungsreserven bereit. Alternativ kann man im Dell Online-Shop auch ein 90-Watt-Netzteil ohne Aufpreis konfigurieren. Dieses dürfte aber etwas größer und schwerer ausfallen und zudem für das Testgerät deutlich überdimensioniert sein.

Energieverbrauch – Dell Latitude 12 7000 (E7270) Leistungsaufnahme Akkulaufzeit
Leerlauf (Energiesparmodus, Display aus) 1,6 Watt
Leerlauf (Energiesparmodus, minimale Displayhelligkeit) 4,1 Watt 12:31 h
Büro (PCMark 8 Battery Test, 153 cd/m², ausbalanciert) 5,9 – 22,1 Watt 4:15 h
WLAN-Streaming (191 cd/m², ausbalanciert) 8,7 – 9,2 Watt 7:46 h
Stresstest (maximale Displayhelligkeit) 34,2 – 27,9 Watt
65-Watt-Netzteil, 55-Wh-Akku Akku intern verschraubt

Laut Datenblatt ist das Dell Latitude 12 E7270 mit einem 37-Wh-Akku (3 Zellen) und einem 55-Wh-Akku (4 Zellen) erhältlich. Beide unterstützen Dells Express Charge für ein schnelles Aufladen. Im Online-Konfigurator werden derzeit allerdings nur Zusammenstellungen mit der kapazitätsstärkeren Variante angeboten. Das drückt wahrscheinlich etwas auf das Gesamtgewicht, sorgt dafür aber auch für sehr gute Akkulaufzeiten. Der PCMark-8-Home-Battery-Test läuft 4:15 Stunden lang durch und das WLAN-TV-Streaming gelingt für 7:46 Stunden.

Dell Latitude 12 E7270

Dell Latitude 12 7000: Fazit

Das Dell Latitude 12 E7270 ist ein hervorragendes Arbeitsgerät. Dell Latitude 12 E7270Mobilität, Qualität, Ausstattung und Leistung fallen sehr gut aus. Als besondere Kerneigenschaften zeigen sich auch die vielschreibertaugliche Tastatur, das stets niedrige Betriebsgeräusch und die guten Akkulaufzeiten als überaus gelungen. Ebenfalls für die Zielkundschaft nicht unwichtig sind die vielfältigen Support- und Garantieoptionen, die den eh schon üppigen 36-monatigen ProSupport bei Bedarf weiter ausbauen können.

Dell Latitude 12 E7270Obwohl Dell im Latitude 12 ein insgesamt gutes FullHD-IPS-Display verbaut, könnte ausgerechnet diese Komponente, wohlgemerkt auf hohem Niveau, für manche Anwendergruppen die Achillesferse des Laptops darstellen. Es ist blickwinkelstabil, hell, gut ausgeleuchtet und frei von störenden Spiegelungen. Für bildverarbeitende und grafische Bereiche dürften aber Farbraumabdeckung und Farbgenauigkeit zu schwach ausfallen.

Wenn diese Einschränkung und der hohe Preis nicht weiter stören, erhält man mit der Testkonfiguration unter dem Strich ein vorzügliches Arbeitsgerät.

Das Dell Latitude 12 7000 (E7270) kann man zum Beispiel bei Cyberport kaufen: Dell Latitude 12 7000 (E7270) (Werbung)

Tobias Winkler

Neben zahlreichen Artikeln, die ich seit 2009 für Notebookjournal, PRAD und Notebookcheck verfasst habe, setze ich nun beim Projekt Notebooks & Mobiles meine eigenen Vorstellungen von einer Testplattform um. Ich habe Spaß am Schreiben, an mobiler Technik und allem was dazugehört.

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