Lenovo ThinkPad 13 G2 (2017) im Test

Auf die Arbeit fokussiert. Das Lenovo Thinkpad 13 ist ein schlankes Arbeitsgerät mit willkommenen mobilen Eigenschaften. Dank guter Ausstattung und ansprechender Leistungsfähigkeit werden auch die inneren Qualitäten angemessen berücksichtigt.

Lenovos ThinkPad 13 "ist eines der wenigen Lenovo-Modelle die nicht mit jedem Modelljahr eine Veränderung in der primären Namensgebung erfahren. In der zweiten Generation heißt das Notebook weiterhin schlicht Lenovo ThinkPad 13 und unterscheidet sich nur durch den Zusatz G2 von der Vorgängergeneration.

Lenovo ThinkPad 13 G2

Ansonsten sieht der Hersteller den 13-Zöller nach wie vor im professionellen und schulischen Umfeld zu Hause. Die Konfigurationsmöglichkeiten in Lenovos Online-Konfigurator fallen recht umfangreich aus und bieten eine gute Auswahl, um sich das passende Wunschgerät zusammenstellen zu können. Die Preise beginnen derzeit bei etwa 780 Euro. Wer für Lenovos Education-Programm bezugsberechtigt ist (Schüler, Lehrer, Studenten usw.), hat die Möglichkeit darüber hinaus auf vergünstigte Modellvarianten zugreifen zu können.

Mein Testgerät mit der Typbezeichnung Lenovo ThinkPad 13 G2 20J1000JGE ist eines der regulär erhältlichen, aber vorkonfigurierten Modelle, die man bei den einschlägigen Händlern wie zum Beispiel notebooksandmore kaufen kann. Für den aktuellen Preis von 999 Euro erhält man einen Intel-Core-i5-7200U-Prozessor, 8 GB RAM, ein 256-GB-Solid-State-Drive, ein 13-Zoll-FullHD-IPS-Display und Windows 10 Pro.

Lenovo ThinkPad 13 G2: Messwerte Display
Model Lenovo ThinkPad 13 (Black)
Preis 999 Euro Testkonfiguration (notebooksandmore.de)
Prozessor Intel Core i5-7200U, 2 Kerne 4 Threads, max. 3,1 GHz 
Grafik Intel HD Graphics 620 (shared memory) 
Arbeitsspeicher 8 GB DDR4-RAM (2.133 MHz), Single-Channel, 1 Slot frei, max. 32 GB
Massenspeicher 256-GB-Opal-2.0-SSD (M.2 SATA), Sandisk X400
Display 13,3-Zoll-Display, IPS, Auflösung: 1.920 x 1.080 Bildpunkte, 16:9, matt
Betriebssystem & Software Windows 10 Pro 64 bit
Anschlüsse & Erweiterung 3 x USB 3.0 Typ A, 1 x USB 3.1 Gen.1 Typ C, HDMI, SD-Karten-Lesegerät, Lenovo Onelink+, 
Kommunikation Intel Dual Band Wireless-AC 8265, Bluetooth 4.1, HD-Webcam, Dual-Array-Mikrofon
Audio High Definition Audio Controller ALC3268, 3,5 mm-Klinke kombinierter Kopfhörerausgang und Mikrofoneingang, 2 x 2-Watt-Lautsprecher
Eingabegeräte Chiclet-Tastatur ohne Hintergrundbeleuchtung, Touchpad, Trackpoint
Sicherheit Fingerabdruck-Lesegerät, Trusted Platform Modul 2.0, Kabelschloss-Vorbereitung
Batterie & Stromversorgung 42-Wh-Polymer-Ionen-Akku, 45-Watt-Netzteil
Abmessungen & Gewicht 322 (B) x 223 (T) x 20 (H) mm, Testgewicht 1,44 kg, MIL-STD-810G
Herstellergarantie 12 Monate Herstellergarantie mit Bring-In-Service
Informationen zum Testgerät http://shop.lenovo.com/de/de/laptops/thinkpad/13-series/13-windows/

Das Testgerät wurde mir für diesen Artikel freundlicherweise leihweise  von notebooksandmore.de/ campusdiscount.de zur Verfügung gestellt.

Als günstigere Alternative kommt zum Beispiel das etwas größere Lenovo ThinkPad E470 in Betracht. Hier muss man allerdings auf so manches Feature, das das Lenovo ThinkPad 13 zu bieten hat, verzichten.

Lenovo ThinkPad 13 G2: Gehäuse

Das recht schlanke Gehäuse aus mehrheitlich schwarzem Polykarbonat-ABS lässt keinen Zweifel an der Familienzugehörigkeit aufkommen. Hier handelt es sich um ein waschechtes ThinkPad mit tadelloser Verarbeitung, guter Verwindungssteifigkeit und insgesamt stabilen Oberflächen. Die Handballenablage wie auch die Tastatur liegen fest auf und die Displayscharniere halten den Bildschirm fest in Position.

Wie schon beim Lenovo ThinkPad E570 oder dem Lenovo ThinkPad X1 Carbon zu sehen, hat Lenovo bei den ThinkPads neue Gehäusefarben eingeführt. Dieser Schritt hat auch nicht vor dem Lenovo ThinkPad 13 G2 Halt gemacht. Im Lenovo-Online-Konfigurator kann man bereits eine silberne Variante ordern, die derzeit allerdings bei sonst gleicher Ausstattung einen recht ambitionierten Aufpreis von 60 Euro ausmacht. Ob diese „Verschönerung“ ankommt, werden wohl letztlich die Kunden entscheiden. Eine goldene Variante wie beim Lenovo ThinkPad E570 wird im PSREF (Product Specification Reference) jedoch nicht genannt.

Die Mobilität des 13-Zöllers fällt mit einem Gewicht von 1,44 kg recht gut aus und dürfte die Anforderungen des anvisierten Klientels angemessen erfüllen können. Wenig praxisgerecht hat Lenovo dagegen die Wartungsmöglichkeiten umgesetzt. Um an die inneren Komponenten gelangen zu können, muss man die gesamte Bodenplatte entfernen. Hier sorgen allerdings viele festsitzende Kunststoffnasen für Halt, weshalb man beim Entfernen sehr vorsichtig vorgehen sollte.

Da es sich hier um ein Shop-Gerät des Leihstellers notebooksandmore handelt, habe ich auf aufgrund des Beschädigungsrisikos auf ein Öffnen des Gehäuses verzichtet. Eine Anleitung und Hinweise für Auf- und Umrüstarbeiten findet man wie gewohnt in Lenovos Hardware Maintenance Manual: https://download.lenovo.com/pccbbs/mobiles_pdf/tp13_hmm_en_sp40k22761.pdf

 

Lenovo ThinkPad 13 G2: Ausstattung

Aufgrund des nicht ganz so einfach zu öffnenden Gehäuses ist es beim Lenovo ThinkPad 13 ratsam sich vor der Anschaffung eingehende Gedanken über die passende Konfiguration zu machen. Das betrifft neben dem obligatorischen FullHD-IPS-Display und einer Tastaturbeleuchtung vor allem die eigentlich aufrüstbaren Komponenten.

Wer das Beschädigungsrisiko beim Öffnen nicht eingehen möchte, dürfte sich in der Regel gleich eine Konfiguration mit zweitem RAM-Riegel und kapazitätsstarkem Solid State Drive auswählen. Die Aufpreise fallen in Lenovos Online-Shop vergleichsweise moderat aus. Ein optisches Laufwerk bietet das Lenovo ThinkPad 13 nicht.

Ansonsten verfügen alle Modelle über eine insgesamt sehr gute Schnittstellenausstattung. USB 3.0, Speicherkarten-Lesegerät, HDMI und ein kombinierter Audioport (Ein- und Ausgang) sorgen für eine angemessene Grundversorgung. 4k-Displays sollen laut PSREF bei nativer Auflösung mit 60 Hz über den USB-Typ-C-Anschluss angesteuert werden können. Im Test hat das mit einem Viewsonic VP 2780-4k allerdings nicht funktioniert. Hier wurde generell kein Bild ausgegeben.

Als Dockingport kommt beim ThinkPad 13 noch Lenovos proprietärer Onelink+ zum Einsatz. Alternativ kann man auch auf die neueren USB-Typ-C-Dockingstationen zurückgreifen. Nicht mehr zeitgemäß ist der langsame Kartenleser. Mit unter 30 MB/s fallen die Transferraten recht enttäuschend aus. Ansonsten dürften manche Anwender noch ein mobiles Breitbandmodul vermissen, das für diese Serie generell nicht angeboten wird.

Die Positionierung und die Abstände der Schnittstellen sind sehr gut gelöst worden.

Lenovo ThinkPad 13 G2: Schnittstellenperformance
Lenovo ThinkPad 13 G2 (2017) Transferraten in MB/s
Speicherkarten-Lesegerät, Toshiba Exceria Pro UHS-II (16 GB) 25,8 Lesen/ 18,6 Schreiben
Speicherkarten-Lesegerät, Lexar Professional 2000x UHS-II (128 GB) 27,2 Lesen/ 29,2 Schreiben
USB 3.1 Gen.1 Typ C, Samsung Portable SSD T3 (250 GB) 440 Lesen/ 423 Schreiben
USB 3.1 Gen.1 Typ C, Sandisk Extreme 900 (480 GB) 353 Lesen/ 131 Schreiben
Ansteuerung Viewsonic VP 2780-4k 3.840 x 2.160 mit 60 Hz  nein
Maximal gemessene Latenzen mit LatencyMon (1:17 Stunden Laufzeit) 771 µs 
Erreichbarkeit BIOS beim Systemstart (nach Erscheinen Lenovo Logo) Enter, danach F1
Lenovo ThinkPad 13 G2: Sicherheit

Bei der Sicherheitsausstattung bietet das Lenovo ThinkPad 13 in der Testkonfiguration mit Fingerabdruck-Lesegerät, Opal 2.0 konformem Laufwerk und einem Trusted Platform Modul 2.0 eine solide Grundausstattung. Die üblichen Passwortsicherungen auf BIOS- und Systemebene können natürlich ebenfalls genutzt werden. Auf ein Smartcard-Lesegerät muss man bei der Serie allerdings generell verzichten.

Lenovo ThinkPad 13 G2

Lenovo ThinkPad 13 G2: Herstellergarantie

Die Herstellergarantie fällt beim Lenovo ThinkPad 13 mit 12 Monaten recht kurz aus. Wie gewohnt bietet Lenovo aber eine Vielzahl an Upgrade-Möglichkeiten für die Dauer und den Umfang der Garantieleistung. Eine Verlängerung auf zum Beispiel insgesamt 4 Jahre mit Vor-Ort-Service fällt mit knapp 240 Euro recht fair aus.

Lenovo ThinkPad 13 G2: Eingabegeräte

Die Qualität der Eingabegeräte entspricht dem üblichen ThinkPad-Standard. Die Tastatur ist vielschreibertauglich und gefällt mit einem insgesamt sehr angenehmen Schreibgefühl. Das Testgerät kommt zwar ohne Tastaturbeleuchtung, als Option ist dieses empfehlenswerte Feature aber für knapp 25 Euro im Online-Shop konfigurierbar. Wie gewohnt müssen sich ThinkPad-Einsteiger mit einem eigenwilligen Tastatur-Layout anfreunden. Druck, Strg und Fn befinden sich an ungewohnten Positionen.

Das Touchpad fällt mit 90 x 55 mm ausreichend groß aus. Die Gleitfähigkeit der Eingabefläche ist gut und Eingaben werden zuverlässig weitergeleitet. Die im Touchpad integrierten Maustasten lassen sich gut bedienen. Die Konfiguration und die Aktivierung verschiedener Funktionen und Gesten erfolgt über die Windows-Einstellungen. Als weiteres Eingabemedium steht dem Nutzer ein Trackpoint zur Verfügung. Mit diesem lässt sich der Mauszeiger schnell und präzise über den Bildschirm navigieren. Die dazu gehörenden und separat ausgeführten Trackpoint-Tasten geben ein gutes Feedback und funktionieren tadellos.

Lenovo ThinkPad 13 G2: Display

Das Lenovo ThinkPad 13 ist generell mit drei verschiedenen 13,3-Zoll-Displays erhältlich. Für die wenigsten Interessenten dürfte aus dieser Auswahl das wenig blickwinkelstabile und grob auflösende (1.366 x 768 Bildpunkte) TN-Panel infrage kommen. Das deutlich empfehlenswertere FullHD-IPS-Display (1.920 x 1.080 Bildpunkte) wird als normale Ausführung und als Multi-Touch-Variante angeboten.

Im Testgerät ist ein mattes FullHD-IPS-Panel ohne Touch-Funktion von LG Philips verbaut, das eine blickwinkelstabile und angenehm fein aufgelöste Darstellung bietet. Die bei matten Bildschirmen üblicherweise grieselige Darstellung fällt hier sehr zurückhaltend aus. Die maximale Helligkeit von 305 cd/m² ist auch im Akkubetrieb verfügbar und reicht für einen Einsatz im Freien aus. Lediglich eine direkte Sonneneinstrahlung sollte man vermeiden.

Die Helligkeit lässt sich in 10 Stufen regulieren. In Stufe 7 habe ich 143 cd/m² und in Stufe 9 229 cd/m² gemessen. Die Helligkeitsregelung kommt ohne Pulsweitenmodulation aus. Ein Flimmern ist bei keiner Helligkeitsstufe feststellbar.

Der Kontrast erreicht 899:1. Am Bildschirmrand sind vor allem in den Ecken Lichthöfe erkennbar. Eine darüber hinaus auffällige Wolkenbildung erzeugt das Panel nicht. Die Bilddarstellung macht einen subjektiv ausgewogenen und natürlichen Eindruck. Bei genauem Hinschauen kann man einen minimalen Grünstich entdecken.

Die Farbraumabdeckung fällt mit 58 % des sRGB-Farbraums sehr bescheiden aus und auch die Farbtreue reicht mit einem maximalen DeltaE 2000 von 26,4 (5 oder weniger sind notwendig) nicht für professionelle Aufgaben im bildverarbeitenden Bereich aus. Eine Profilierung hat so gut wie keinen Einfluss auf die Messwerte. Nur hier und da können bei genauerer Betrachtung minimale Verbesserungen bei Einzelwerten festgestellt werden.

Lenovo ThinkPad 13 G2: Displaymessungen
Display 13,3-Zoll-Display, Auflösung: 1.920 x 1.080 Bildpunkte, 16:9
Auflösung 1.920 x 1.080, 166 ppi
minimale Helligkeit 2,5 cd/m²
ca. 150 cd/m²  Helligkeitsstufe 7 ( 143 cd/m²)
ca. 200 cd/m²  Helligkeitsstufe 9 ( 229 cd/m²)
maximale Helligkeit 305 cd/m² 
maximale Helligkeit Displaymitte  285 cd/m²
maximale Helligkeit Displaymitte Akku 285 cd/m²
Schwarzwert Displaymitte 0,319 cd/m²
Ausleuchtung 86 %
sRGB-Farbraumabdeckung 58 %
Kontrast 899:1 
mittleres DeltaE 2000 7
maximales DeltaE 2000 26,4
Helligkeitssteuerung durch Pulsweitenmodulation nein
Das Display wurde mit Spectracals Calman Software vermessen und ausgewertet.
Lenovo ThinkPad 13 G2: Leistung
Prozessor (Intel Core i5-7200U)

Das Lenovo ThinkPad 13 verfügt trotz schlankem Gehäuse über eine insgesamt gute Leistungsfähigkeit. Die Performance der Intel Core i5-7200U reicht für viele Aufgabenbereiche sehr gut aus und dürfte erst bei besonders leistungshungrigen Dauerberechnungen in die Knie gehen. Office, Internet, Bildbearbeitung und weniger umfangreiche Konvertierungen bekommt das Lenovo ThinkPad 13 jedenfalls problemlos gestemmt.

Lenovo ThinkPad 13 G2

Grafik (Intel HD Graphics 620)

Auch die Grafikleistung der integrierten Intel HD Graphics 620 ist für einen Einsatz im Büro-Umfeld sehr gut gewappnet. Für anspruchsvolle 3D-Aufgaben ist diese Grafiklösung allerdings kaum zu gebrauchen. Aktuellere Spiele laufen wenn überhaupt meist nur bei niedriger Auflösung und niedrigen Qualitätseinstellungen. Mit einem zweiten RAM-Riegel kann man die Grafikperformance um etwa 20 bis 30 Prozent steigern.

Lenovo ThinkPad 13 G2

Massenspeicher (Sandisk X400)

Die im Alltagsbetrieb gefühlte Arbeitsgeschwindigkeit profitiert enorm von dem eingebauten Solid State Drive. Mit einer maximalen Transferrate von über 500 MB/s können hier vor allem Konkurrenten mit konventioneller Festplatte spürbar abgehangen werden. Kurze Zugriffszeiten, ein lautloser Betrieb und die äußerst kompakte Bauform des M.2-Speichers machen sich hier zusätzlich positiv bemerkbar. Anstatt dem hier verbauten SATA-III-Modell (Sandisk X400) sind auch PCIe-NVMe-SSDs integrierbar. 2,5-Zoll-Laufwerke können entgegen der gelisteten Optionen in Lenovos Online-Shop im Lenovo ThinkPad 13 allerdings nicht verbaut werden.

Lenovo ThinkPad 13 G2

Laststabilität

Bei voller Auslastung von CPU und GPU kann der Prozessor nur etwa 1 Minute lang den Maximaltakt halten. Danach fällt die Taktung auf bis zu 1,6 GHz um sich kurze Zeit später wieder stufenweise auf bis zu 2,9 GHz heranzutasten. Nach etwa 10 Minuten Stresstest wird die 2-GHz-Marke immer seltener und dann auch nur für sehr kurze Zeit überschritten. Mit Masse bewegt sich die Rechengeschwindigkeit dann im Bereich zwischen 1,6 und 1,9 GHz. Nimmt man die Grafiklast weg, dann ist sofort wieder die volle CPU-Performance abrufbar.

Lenovo ThinkPad 13 G2

Leistung im Akkubetrieb

Im Akkubetrieb wird die Leistungsfähigkeit etwas reduziert. Beim PCMark 8 erzielt das Lenovo ThinkPad 13 zum Beispiel 2.748 Punkte anstatt 3.272 Punkte.

Lenovo ThinkPad 13 G2: Benchmarkergebnisse
Lenovo ThinkPad 13 G2 (2017) 8 GB RAM & SATA-SSD
Prozessor  Single-Core  Multi-Core
Cinebench R15 64 bit 127 cb 330 cb
Geekbench 3.3.0 64 bit 3.050 Punkte 6.669 Punkte
System Single-Core Multi-Core
PCMark 8 Home (Akku) 3.272 Punkte (2.748 Punkte)
Massenspeicher Lesen Schreiben
Crystal Disk Mark 528 MB/s 494 MB/s
Grafik HD Basic HD+ Extreme
Unigine Heaven 4.0 8,6 fps
Cinebench R15 OpenGL  38,5 fps
3DMark Cloud Gate 3.056 Punkte
3DMark Firestrike 310 Punkte
Lenovo ThinkPad 13 G2: Emissionen

Das Lenovo ThinkPad 13 ist ein sehr leises Notebook. Dank Solid State Drive hat man meist ein lautlos agierendes Arbeitsgerät vor sich stehen. Das ist zum Beispiel bei Internetaufgaben, Textverarbeitung oder WLAN-TV-Streaming der Fall. Bei zwischenzeitlicher Rechenlast tritt der Lüfter mit einem Schalldruckpegel von bis zu 28,9 dB(A) nur so lange wie nötig und zudem sehr zurückhaltend in Erscheinung. Beim Stresstest erhöht sich dieser Geräuschpegel nur geringfügig auf auch dauerhaft ertragbare 31,2 dB(A). Hochfrequente Töne oder unregelmäßige Lüftertätigkeiten habe ich beim Testgerät nicht festgestellt.

Emissionen – Lenovo ThinkPad E570 Schalldruckpegel Oberflächentemperatur
Leerlauf (Energiesparmodus, minimale Displayhelligkeit) Lautlos max. 28,0 °C
Büro (PCMark 8 Battery Test, 150 cd/m², ausbalanciert) Lautlos – 31,2 dB(A) max. 34,0 °C
WLAN-Streaming (200 cd/m², ausbalanciert) Lautlos – 28,9 dB(A) max. 32,6 °C
Stresstest (maximale Displayhelligkeit) 28,9 – 31,2 dB(A) max. 56,4 °C (Unterboden)
 Luftauslass   max. 48,4 °C 

Ganz ohne Auswirkungen bleibt das generell geringe Betriebsgeräusch in dem schlanken Gehäuse des Lenovo Thinkpad 13 nicht. Während sich die Oberflächentemperaturen bei geringer Last mit maximal 32,6 °C sehr zurückhalten, ist das bei längerer Auslastung der Recheneinheiten nicht mehr der Fall.

Im Stresstest zeigt sich neben dem üblichen Hotspot direkt am Luftauslass insbesondere der zentrale Unterboden recht hitzig. Mit einer gemessenen Oberflächentemperatur von bis zu 56,4 °C könnte sich diese Erwärmung vor allem beim Einsatz auf dem Schoß unangenehm auswirken. Beim regulären Einsatz auf dem Schreibtisch hingegen dürften sich abgesehen von der reduzierten Taktgeschwindigkeit des Prozessors keine weiteren Nachteile ergeben. Da dieses Worst-Case-Szenario in der Praxis kaum vorkommt, wird diese Eigenschaft bei den meisten Nutzern nicht zum Tragen kommen.

Lenovo ThinkPad 13 G2: Leistungsaufnahme

Der gemessene Stromverbrauch des Lenovo ThinkPad 13 bewegt sich zwischen 1,7 Watt im Leerlauf (Display aus, Funk aus) und 31,6 Watt beim Stresstest (maximale Displayhelligkeit, Funk an). In praxisnäheren Szenarien liegt die Leistungsaufnahme zwischen 7 und 10 Watt. Der Akku ist mit einer Kapazität von 42 Wh ausgestattet. Eine Alternative hierzu gibt es derzeit nicht. Der Akku ist im Gehäuse verschraubt und kann nicht von Außen getauscht werden. Das Netzteil verfügt über eine Nennleistung von 45 Watt und bietet genügend Reserven. Im Online-Store lässt sich ohne Aufpreis auch ein 90-Watt-Modell auswählen.

Energieverbrauch – Lenovo ThinkPad 13 G2 (2017) Leistungsaufnahme Akkulaufzeit
Leerlauf (Energiesparmodus, Display aus) 1,7 Watt
Leerlauf (Energiesparmodus, minimale Displayhelligkeit) 3,3 Watt 18:14 h
Büro (PCMark 8 Battery Test, 143 cd/m², ausbalanciert) 6,2 – 25,8 Watt 4:36 h
WLAN-Streaming (229 cd/m², ausbalanciert) 7,4 – 10,1 Watt 7:20 h
Stresstest (maximale Displayhelligkeit) 31,6 – 27,2 Watt 1:41 h
45-Watt-Netzteil, 42-Wh-Akku Akku verschraubt, extern nicht wechselbar

Die mit dem Testgerät erzielten Akkulaufzeiten spiegeln die niedrigen Messwerte gut wider. Beim PCMark 8 Battery Test (ausgeglichenes Profil Helligkeitsstufe 7, 143 cd/m²) schafft das Lenovo ThinkPad 13 4:36 Stunden und beim WLAN-TV-Streaming (ausgeglichenes Profil, Helligkeitsstufe 9, 229 cd/m²) 7:20 Stunden. Bei voller Auslastung profitiert das System von der moderaten Taktreduzierung im Akkubetrieb und erreicht noch gute 1:41 Stunden.

Lenovo ThinkPad 13 G2

Lenovo ThinkPad 13 G2

Lenovo ThinkPad 13 G2: Fazit

Das Lenovo ThinkPad 13 ist ein gelungenes Arbeitsgerät. Hier finden Lenovo ThinkPad 13 G2Interessenten nicht nur die wichtigsten Business-Qualitäten, sondern auch eine praxisgerechte Mobilität und ansprechende Akkulaufzeiten. Ausstattung, Leistung und Eingabegeräte gefallen.

Die dem Testgerät fehlende Tastaturbeleuchtung schmerzt, ist aber bei anderen Modellvarianten oder im Online-Konfigurator erhältlich. Das Speicherkarten-Lesegerät arbeitet dagegen immer sehr gemächlich. Gönnen sollte man sich generell das FullHD-IPS-Display, das mit einer sehr guten Blickwinkelstabilität, Helligkeit und Auflösung überzeugt.

Weniger kundenfreundlich zeigt sich der fest sitzende Unterboden, der beim Öffnen ein vergleichsweise hohes Beschädigungsrisiko birgt und damit die Aufrüstmöglichkeiten unnötig erschwert. Auch der Garantiezeitraum fällt mit einem Jahr etwas knapp aus.

Lenovo ThinkPad 13 G2Unter dem Strich bekommt man mit dem Lenovo ThinkPad 13 ein preiswertes Business-Notebook geboten, das sich in den wichtigen Kerneigenschaften keinerlei Schwächen erlaubt.

Das Lenovo ThinkPad 13 G2 ist zum Beispiel bei notebooksandmore.de erhältlich: Günstigste Preise auf Laptops, Tablets, PCs & Zubehör bei notebooksandmore.de (Werbung)

Tobias Winkler

Neben zahlreichen Artikeln, die ich seit 2009 für Notebookjournal, PRAD und Notebookcheck verfasst habe, setze ich nun beim Projekt Notebooks & Mobiles meine eigenen Vorstellungen von einer Testplattform um. Ich habe Spaß am Schreiben, an mobiler Technik und allem was dazugehört.

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