Asus ZenBook UX390UA Laptop im Test

Schlanker Begleiter. Das Asus ZenBook UX390UA ist ein besonders dünnes Subnotebook mit guter Leistungsfähigkeit. Auf das Wesentliche reduziert, könnte es jedoch für manchen Anwender etwas zu viel Kompromissbereitschaft abverlangen.

Das Asus ZenBook UX390UA reiht sich nahtlos in die Riege der ultraflachen Subnotebooks ein. Hierzu gehören zum Beispiel Apples MacBook oder HP’s EliteBook Folio. Auch Convertibles wie Toshibas Portégé X20W oder Dells XPS 13 2-in-1 könnten für manche Interessenten ebenfalls in Betracht kommen.

Das "Asus ZenBook UX390UA ist anders als viele Konkurrenten dieser Klasse mit einem aktiv gekühlten ULV-Prozessor ausgestattet. Das bringt mehr Leistung, sorgt aber gleichzeitig dafür, dass man hier kein lautloses Arbeitsgerät vor sich hat. Das Testgerät ist mit einem Intel-Core-i7-7500U-Prozessor, 8 GB RAM, einem 512-GB-Solid-State-Drive und einem FullHD-IPS-Display ausgestattet.

Die Herstellergarantie umfasst standardmäßig einen Zeitraum von 24 Monaten inklusive Pickup & Return Service. Die Dauer, wie auch der Umfang, kann über Asus erweitert werden. Hierzu muss man allerdings Asus Mitglied sein und zusätzlich das Produkt registrieren. Weitere Informationen findet man auf der Asus-Support-Seite: Asus Support

Asus Zenbook UX390UA: Auszug der technischen Daten
Model Asus ZenBook UX390UA
Preis ca. 1.400 Euro Testkonfiguration
Prozessor Intel Core i7-7500U, 2 Kerne 4 Threads, (2,7 GHz – 3,5 GHz), 15 Watt TDP
Grafik Intel HD Graphics 620, shared memory
Arbeitsspeicher 8 GB LPDDR3-RAM, Dual-Channel
Massenspeicher Hynix Canvas SC300 HFS512G39MND-3510A, 512 GB Solid State Drive, M.2-SATAIII-SSD 
Display 12,5-Zoll-IPS-Display, Auflösung: 1.920 x 1.080 Bildpunkte, 16:9, spiegelnd, 176 ppi, Helligkeitssensor
Betriebssystem & Software Windows 10 Home 64 bit
BIOS-Version AMI EFI UX390UAK.311
Anschlüsse & Erweiterung 1 x USB 3.1 Typ-C (Gen.1), kombinierter 3,5-mm-Klinke Audio in/out
Kommunikation Intel Dual Band Wireless-AC 8265 , Bluetooth 4.1, Dual-Array-Mikrofon, HD-Webcam
Audio Realtec ALC294 High Definition Audio Controller,  4 x Stereo-Lautsprecher (harman/ kardon)
Eingabegeräte Chiclet-Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung, Touchpad
Sicherheit Bios- und Systempasswörter, Fingerabdruck-Lesegerät im Touchpad, TPM 2.0
Batterie & Stromversorgung 40-Wh-Lithium-Polymer-Akku intern, 45-Watt-Netzteil
Zubehör Hülle, Portreplikator mit USB Typ A, USB Typ C und HDMI
Abmessungen & Gewicht 296 (B) x 192 (T) x 12 (H) mm, Testgewicht 0,9 kg
Herstellergarantie 24 Monate (Pickup & Return)
Leihsteller Asus Deutschland
Informationen zum Testgerät Asus ZenBook UX390UA Produktseite
Asus ZenBook UX390UA
Asus ZenBook UX390UA: Gehäuse

Das Metall-Gehäuse des Asus ZenBook UX390UA macht einen optisch, haptisch und stabilitätstechnisch hervorragenden Eindruck. Saubere Verarbeitung, gleichmäßige Spaltmaße und feine Details hieven das Subnotebook mit Leichtigkeit in die Premiumklasse. Polarisieren könnten sich mögliche Interessenten an der blau-goldenen Farbgebung (Royal Blue) und der schwer zu reinigenden Oberfläche. Fettflecken halten sich hier auffällig hartnäckig, was von der Bildschirmfläche sogar noch mal übertroffen wird. Alternativ sind noch die Farben Quartz Grey und Rose Gold auf der Produktseite zu finden. Diese könnten beide etwas pflegeleichter ausfallen.

Asus ZenBook UX390UA: Ausstattung
Schnittstellen

Die Schnittstellenausstattung zeigt sich überaus spartanisch und stellt dem Nutzer neben den üblichen Funkstandards (AC-WLAN, Bluetooth 4.1) lediglich noch ein Fingerabdrucklesegerät, eine HD-Webcam, einen 3,5-mm-Klinke-Audio-Port und einen USB 3.1 Gen.1 Typ C zur Verfügung. Über den verdrehsicheren USB-Anschluss können per Adapter Displays, Netzwerke und Docks angebunden werden. Asus legt dem ZenBook UX390UA gleich einen Portreplikator (Asus Mini Dock) bei, der USB Typ A, USB Typ C und HDMI bietet. Für mehr Schnittstellen muss man sich im Zubehörbereich umsehen.  Im Test hat zum Beispiel i-tecs USB-C Travel Dock problemlos funktioniert.

Schnittstellenperformance

Die Leistungsfähigkeit der USB-Typ-C-Buchse am ZenBook ist weitestgehend auf den USB-Standard beschränkt und bietet keine vollwertigen Thunderbolt-3-Funktionen. Externe 4k-Bildschirme können aber über einen DisplayPort-Adapter mit bis zu 4.096 x 2.160 Bildpunkten bei 60 Hz angesteuert werden. Schade, dass Asus diese Fähigkeit nicht im beigelegten Mini Dock  berücksichtigt hat.

Asus ZenBook UX390UA

Ebenfalls nicht berücksichtig wird am Portreplikator die eigentlich mögliche Übertragungsgeschwindigkeit. Die externe Sandisk Extreme 900 Portable SSD (480 GB brutto), erreicht am USB-Typ-C-Anschluss des ZenBook sehr gute 546 MB/s beim Lesen und 496 MB/s beim Schreiben. Per Asus Mini Dock ist jedoch bei 432 MB/s bereits das Maximum erreicht. Trotz dieser Einschränkungen hat das Asus ZenBook UX390UA unter dem Strich handfeste Vorteile gegenüber dem ähnlich karg ausgestatteten Apple 12 Zoll MacBook vorzuweisen.

Audio

Einen erstaunlich guten Eindruck hinterlässt das im Asus ZenBook UX390UA verbaute Soundsystem von Harman Kardon. Mit vier Lautsprechern und separater Verstärkertechnik erreicht man hier einen ausgewogenen und bei hoher Lautstärke zudem unverzerrten Klang. Höhen, Mitten und Bässe sind subjektiv gut abgestimmt. Hier kann man oft auf zusätzliche Boxen verzichten.

Asus ZenBook UX390UA Transferraten in MB/s
Speicherkarten-Lesegerät, Lexar Professional UHS-II 2000x (128 GB) nicht vorhanden
USB 3.1 Gen.1 Typ C, Samsung Portable SSD T3 (250 GB) 440 Lesen/ 425 Schreiben
USB 3.1 Gen.1 Typ C, Sandisk Extreme 900 (480 GB) 546 Lesen/ 496 Schreiben
Asus Mini Dock (Portreplikator) USB 3.1 Gen.1 432 Lesen/ 414 Schreiben
Ansteuerung Viewsonic VP 2780-4k 3.840 x 2.160 mit 60 Hz  per DisplayPort
Latenzen (LatencyMon, während 29 Minuten Laufzeit) 5.027 µs 
Erreichbarkeit BIOS/ UEFI F2 
Erreichbarkeit Bootoptionen F8
Asus ZenBook UX390UA: Eingabegeräte

Die Tastatur nutzt die zur Verfügung stehende Gehäusebreite nahezu komplett aus. Dadurch bekommt man hier normal große Tasten im 19-mm-Raster geboten. Etwas zu schmal und auch zu eng positioniert zeigen sich die vertikalen Pfeiltasten. Der extrem kurze Hub der Tasten dürfte zwar für viele Anwender etwas gewöhnungsbedürftig sein, zeigt sich nach einiger Zeit aber gut bedienbar.

Ansonsten verfügt die Tastatur über eine feste Auflage, einen gut definierten Druckpunkt und ein zurückhaltendes Anschlagsgeräusch.Das Layout bietet die üblichen Funktionen an den erwarteten Stellen. Sinnvolle FN-Kombinationen findet man in der F-Tasten-Leiste. Die gelb-goldene Tastaturbeleuchtung kann in drei Stufen reguliert werden und bezieht auch die Doppelbelegung der FN-Alternativen mit ein. Ohne eingeschaltete Beleuchtung fällt die Beschriftung sehr kontrastschwach aus und ist bei ungünstigeren Lichtverhältnissen nur schwer erkennbar.

Das Touchpad verfügt über eine relativ große Eingabefläche von 104 x 61 mm. Gleitfähigkeit und Reaktionsfreudigkeit offenbaren im Test keine Einschränkungen. Lediglich das in der Gleitfläche integrierte Fingerabdruck-Lesegerät stört hin und wieder. Die im Clickpad integrierten Maustasten reagieren gut.

Asus ZenBook UX390UA: Display
Allgemeines

Das Asus ZenBook UX390UA ist generell mit einem spiegelnden 12,5-Zoll-FullHD-IPS-Display ausgestattet. Im Edge-to-Edge-Design scheint es den gesamten Displaydeckel einzunehmen, offenbart nach dem Einschalten dann aber doch etwa 8 mm breite Ränder bis zum eigentlichen Gehäuserahmen.

Insgesamt handelt es sich hier dennoch um eine sehr schlanke Konstruktion die auch optisch gefällt. Das hier als Oberfläche eingesetzte Corning Gorilla Glass 4 lässt sich beim Testgerät allerdings nur schwer reinigen und erzeugt trotz Microfasertuch und moderatem Einsatz von geeigneten Reinigungsmitteln immer wieder neue Schlieren.

Helligkeit & Ausleuchtung

Ansonsten gefällt der Bildschirm mit subjektiv satten Farben, einer scharfen Darstellung und einer hohen Blickwinkelstabilität. Im Aussenbetrieb hat man aufgrund der spiegelnden Oberfläche mit den üblichen Beeinträchtigungen durch überlagernde Spiegelbilder zu kämpfen.

Das stört beim Arbeiten und kann durch die maximale Helligkeit von 326 cd/m² (gemessen im Normalmodus des Splendid Utility) nicht immer ausreichend aufgefangen werden. Da hilft auch der Splendid Utility Modus „Lebendig“, der die maximale Helligkeit unter Inkaufnahme einer noch kühleren Farbtemperatur auf etwa 360 cd/m² anhebt, wenig. Ansonsten überzeugt das Testgerät mit guten bis sehr guten Messwerten. Die Ausleuchtung zeigt sich mit über 94 % sehr gleichmäßig.

Im abgedunkelten Raum mit schwarzem Bildinhalt sind keine auffälligen Lichthöfe oder Wolkenbildungen erkennbar. Die Helligkeitsstufen sind zwar nicht linear aber recht gleichmäßig eingeteilt. Helligkeitsstufe 7 liefert 158 cd/m² und Helligkeitsstufe 8 197 cd/m². Erfreulicherweise nutzt Asus keine Pulsweitenmodulation zur Helligkeitsregulierung. Ein Flimmern ist nicht feststellbar. Der überdurchschnittlich niedrige Schwarzwert sorgt nicht nur für einen hohen Kontrast von 3.360:1, sondern ist auch mitverantwortlich für die subjektiv satte Farbdarstellung.

Farbraum & Farbtreue

Diese umfasst zwar nicht 100 % des sRGB-Farbraums, deckt aber immerhin für Consumer-Notebooks gute 93 % ab. Den eigenen Anspruch des Herstellers 72 % des NTSC-Farbraums abdecken zu können, verfehlt das Testgerät mit etwa 64 % des NTSC-Farbraums aber deutlich. Die absolute Zahl der darstellbaren Farben dürfte hier zwar noch näher an die 72-Prozentmarke herankommen, da nicht unerhebliche Teile aber ausserhalb des definierten Farbraums liegen, zählen diese bei der Schnittmenge zum NTSC-Farbraum natürlich nicht mit.

Kaum für professionelle Aufgaben im Foto- und Grafikbereich geeignet, präsentiert sich die Farbtreue. Mit einem durchschnittlichen DeltaE 2000 von 3,5 und einem maximalen DeltaE 2000 von 10,9 werden die Grenzwerte von 3 und 5 selbst nach einer Profilierung überschritten. Da sich diese Auswüchse auf das 100-Prozent-Blau und das 100-Prozent-Rot beschränken, ist der subjektive Farbeindruck dennoch sehr ausgewogen. Für die anvisierte Zielgruppe im Heimanwenderbereich dürfte das vollkommen ausreichen. 

Asus Splendid Utility

Mit dem Asus Splendid Utility kann man vordefinierte Darstellungsmodi oder einen manuelle Farbtemperaturverschiebung durchführen. Beim Antesten aller Varianten zeigt sich jedoch schnell, dass man hier lediglich subjektiven Vorlieben nachkommen kann. Ein positiver Einfluß auf die Farbtreue oder die Farbraumunterstützung ist nicht feststellbar. Im Eye Care Modus (für dunklere Arbeitsumgebungen) nimmt die Helligkeit stark ab (unter 200 cd/m²) und die Farbtemperatur wird deutlich wärmer. Im Lebendigen Modus wirds dagegen wieder kühler und auch die maximale Helligkeit (360 cd/m²) nimmt etwas zu.

Display – Asus ZenBook UX390UA 12,5-Zoll-IPS-Display, 16:9, spiegelnd, AU Optronics B125HAN03.0, AUO306D
Auflösung 1.920 x 1.080, 177 ppi
minimale Helligkeit 17,1 cd/m²
ca. 150 cd/m²  Helligkeitsstufe 7 ( 158 cd/m²)
ca. 200 cd/m²  Helligkeitsstufe 8 ( 197 cd/m²)
maximale Helligkeit 326 cd/m² (360 cd/m² lebendiger Modus)
maximale Helligkeit Displaymitte (profiliert) 326 cd/m² (294 cd/m²)
maximale Helligkeit Displaymitte Akku 326 cd/m²
Schwarzwert Displaymitte (profiliert) 0,097 cd/m² (0,151 cd/m²)
Ausleuchtung 94,17 %
sRGB-Farbraumabdeckung 93,2 %
NTSC-Farbraumabdeckung 64 %
Kontrast Displaymitte 3.360:1 (1.947:1)
mittleres DeltaE 2000 (profiliert) 7,3 (3,5)
maximales DeltaE 2000 (profiliert) 10,9 (10,9)
Helligkeitssteuerung durch Pulsweitenmodulation nein
Das Display wurde mit Portrait Displays Spectracal Calman Software vermessen und ausgewertet. Ausführlicher Artikel zu Calmans Farbanalyse-Software
Asus ZenBook UX390UA: Leistung
Allgemeines

Wie bereits in der Einleitung angedeutet, kommt im Asus ZenBook UX390UA eine vergleichsweise potente Intel Core i7-7500U-CPU zum Einsatz. Während Apples MacBook oder auch HPs EliteBook Folio G1 passiv gekühlte Prozessorvarianten integriert haben, setzt Asus auf ein aktiv gekühltes System mit Lüfter. Das macht zwar den lautlosen Betrieb zunichte, sorgt aber für eine stabilere und höhere Leistungsfähigkeit.

Neben unterschiedlichen Speicherkonfigurationen ist im Vergleich zum Testgerät eine noch günstigere Einstiegsvariante mit Intel Core i5-7200U (etwa 1.200 Euro) verfügbar.

Prozessor – Intel Core i7-7500U

So viel Rechenleistung wie im Asus Zenbook UX390UA findet man derzeit in kaum einem anderen Notebook der 900-Gramm-Klasse. Single-Thread-Anwendungen profitieren vom hohen Prozessortakt der bis zu 3,5 GHz erreicht und Multi-Thread-Anwendungen werden mit bis zu 4 Threads gleichzeitig ebenfalls ordentlich abgearbeitet.

Aufgrund des schlanken Gehäusedesigns und der daraus resultierenden eingeschränkten Kühlmöglichkeiten ist der hier verbaute Intel Core i7-7500U allerdings nicht immer in der Lage sein gesamtes Können abzurufen. Das betrifft vor allem die Multi-Core-Performance und die Dauerlaststabilität. Im Vergleich zu den passiv gekühlten Alternativen wie dem Dell XPS 13 2-in-1 oder dem HP EliteBook Folio G1 kann das Testgerät dagegen einen klaren Leistungsvorsprung vorweisen.

Beim Cinebench R15 werden zum Beispiel 142 Punkte (Single-Core-Test) und 316 Punkte (Multi-Core-Test) erzielt.

Asus ZenBook UX390UA

Für manche Anwendungsgebiete ist es nicht ganz unwichtig, ob die kurzzeitig bei den Benchmarks erzielte Rechenleistung auch über einen längeren Zeitraum verfügbar ist. Hier muss man in der Regel mit Leistungseinbußen rechnen. Eine zu hohe Hitzeentwicklung, eine zu hohe Leistungsaufnahme oder eine zu schnelle Akkuentladung können Gründe für solche Taktreduzierungen sein.

Hiervon macht zwar auch das Asus ZenBook UX390UA keine Ausnahme, dennoch zeigt sich das Lastverhalten trotz schlanker Bauform angenehm stabil. Bei reiner CPU-Volllast (Geekbench-Stresstest) pendelt sich nach einiger Zeit der Prozessortakt bei schwankenden 2,8 bis 3,1 GHz ein. Die Spanne zwischen dem besten und dem schlechtesten Ergebnis liegt hier unter 10 Prozent.

Sobald jedoch auch die Grafikeinheit gefordert wird, schlägt die der CPU und der GPU gemeinsam zugestandene Thermal Design Power (TDP) von 15 Watt gnadenlos durch. Beim Stresstest mit Unigine Heaven 4.0 und Geekbench 3.3 reduziert sich der CPU-Takt auf 1,1 GHz bis 1,4 GHz und der Grafiktakt auf bis zu 800 MHz. Im Akkubetrieb ist keine weitere Leistungsreduzierung feststellbar.

Grafik – Intel HD Graphics 620

Die im Prozessor integrierte Intel HD-Graphics 620 bietet eine für viele Aufgaben gute Leistungsfähigkeit. Videos, Casual-Games, Intel-Quick-Sync-Video-Konvertierungen oder ein Multimonitorbetrieb stellen diese Lösung vor keinerlei Probleme. Dank „aufgebohrtem“ USB-Typ-C-Port können per DisplayPort-Adapter sogar externe 4k-Displays mit 60 Hz angesteuert werden. Weniger geeignet ist die Intel HD Graphics 620 dagegen zum spielen aktueller 3D-Titel. Hier fehlt es einfach an Grafikleistung. Im Akkubetrieb ist keine Leistungsreduzierung feststellbar. 

Asus ZenBook UX390UA

Massenspeicher – Hynix Canvas SC300 512 GB

Das Testgerät bietet mit seinen 512 GB (brutto) einen vergleichsweise üppigen Speicherplatz. Dieser ist zwar noch per SATA-III-Schnittstelle angebunden, liefert mit einer maximalen Leserate von bis zu 552 MB/s und einer Schreibrate von bis zu 495 MB/s aber praxisgerechte Werte. Laut Datenblatt sind auch Varianten mit PCIe-Laufwerk verfügbar.

System

Die Systemleistung des Testgeräts profitiert von einer ausgewogenen Ausstattung und einer gelungenen Abstimmung. Leistungsbremsen sind hier nicht erkennbar. Der Arbeitsspeicher arbeitet im schnellen Dual-Channel-Modus, das Solid State Drive reagiert flink und die Prozessorleistung fällt überdurchschnittlich hoch aus. Das sorgt für gute Voraussetzungen beim Einsatz üblicher Heimanwender-Aufgaben. Bildbearbeitung, Videokonvertierungen, Internet, Chat, Musik, TV-Streaming, Textverarbeitung oder Tabellenkalkulationen stellen das Testgerät vor keinerlei Probleme. Beim PCMark 8 Home werden entsprechend gute 3.794 Punkte erzielt.

Asus ZenBook UX390UA

Benchmarkergebnisse im Überblick
Asus ZenBook UX390UA 8 GB RAM & SATA-SSD
Prozessor  Single-Core  Multi-Core
Cinebench R15 64 bit 142 cb 316 cb
Geekbench 3.3.0 64 bit  — Punkte 6.746 Punkte
System Single-Core Multi-Core
PCMark 8 Home (Akku) 3.794 Punkte 
Massenspeicher Lesen Schreiben
Crystal Disk Mark 552 MB/s 495 MB/s
Grafik HD Basic HD+ Extreme
Unigine Heaven 4.0 23 fps 6,7 fps
Cinebench R15 OpenGL  44,9 fps
3DMark Cloud Gate 5.867 Punkte
Asus ZenBook UX390UA: Emissionen

Trotz aktivem Kühlsystem zeigt sich das extrem schlanke Subnotebook als angenehm leiser Vertreter der Geräteklasse. Bei wenig Last steht der Lüfter meist still. Hin und wieder hört man ein leises Rauschen, das mit einem Schalldruckpegel von 29,2 dB(A) aber sehr zurückhaltend auftritt. Bei höherer Last wird der Lüfter mit maximal 36,6 dB(A) zwar deutlich wahrnehmbarer, dürfte aber auch dann für die meisten Nutzer kaum störend wirken. Die Geräuschcharakteristik des Testgeräts zeigt sich frei von hochfrequenten Tönen oder sonstigen Negativeigenschaften.

Emissionen – Asus ZenBook UX390UA Schalldruckpegel Oberflächentemperatur
Leerlauf (Energiesparmodus, minimale Displayhelligkeit) Lautlos 30,0 °C 
Büro (PCMark 8 Battery Test, 158 cd/m², ausbalanciert) Lautlos – 36,6 dB(A) 36,5 °C 
WLAN-Streaming (197 cd/m², ausbalanciert) Lautlos – 29,2 dB(A) 34,8 °C 
Stresstest (maximale Displayhelligkeit) 36,6 dB(A) max. 42,2 °C

Das Asus ZenBook UX390UA bleibt im Testzeitraum immer angenehm kühl. Die an der Unterseite nach über 1 Stunde Stresstest maximal gemessenen 42,2 °C wirken sich in keinem denkbaren Szenario einschränkend aus.

Asus ZenBook UX390UA: Stromverbrauch & Akkulaufzeiten

Der Stromverbrauch bewegt sich beim Asus ZenBook UX390UA im Bereich zwischen 1,18 Watt im Minimum (ausgeschaltetes Display, Leerlauf) und 38,6 Watt im Maximum (GPU-Last). Der Maximalwert ist jedoch nur kurzzeitig messbar, da durch eintretende Taktreduzierungen beim Intel Core i7-7500U auch der Stromverbrauch sinkt. Das Netzteil ist mit einer Nennleistung von 45 Watt ausgewiesen und bietet somit noch ausreichende Leistungsreserven.

Energieverbrauch – Asus ZenBook UX390UA Leistungsaufnahme Akkulaufzeit
Leerlauf (Energiesparmodus, Display aus) 1,18 Watt  —
Leerlauf (Energiesparmodus, minimale Displayhelligkeit) 2,8 Watt  15:48 h
Büro (PCMark 8 Battery Test, 158 cd/m², ausbalanciert) 5,4 – 35,4 Watt 4:09 h
WLAN-Streaming (197 cd/m², ausbalanciert) 8,2 Watt 6:56 h
Stresstest (Unigine Heaven & Geekbench) 25,8 – 21,2 Watt 0:59 h*
Stresstest (Unigine Heaven) 38,6 – 37,4 Watt — 
Stresstest (Geekbench) 35,2 -25,8 Watt
Laden (Leerlauf, minimale Displayhelligkeit) 45 – 8,9 Watt 2:07 h
40-Wh-Lithium-Polymer-Akku intern, 45-Watt-Netzteil
* reduzierte Leistungsfähigkeit, siehe Kapitel Leistung

Der im Asus Zenbook verbaute 40-Wh-Akku sorgt zusammen mit dem insgesamt niedrigen Stromverbrauch für respektable Akkulaufzeiten. WLAN-TV-Streaming ist mit angepasster Displayhelligkeit (Helligkeitsstufe 8 , 197 cd/m²) fast 7 Stunden lang möglich. Der mit verschiedenen Lastphasen gespickte PCMark 8 Battery Test erreicht bei einer Displayhelligkeit von 158 cd/m² immerhin gute 4 Stunden.

Asus ZenBook UX390UA

Asus ZenBook UX390UA: Fazit

Das Asus ZenBook UX390UA ist ein sehr mobiles und vergleichsweise Asus ZenBook UX390UAleistungsstarkes Subnotebook. Mit einem Testgewicht von 900 Gramm bietet es ein stabiles und hochwertiges Gehäuse. Die Akkulaufzeiten fallen zwar nicht rekordverdächtig hoch aus, sorgen aber mit 4 bis 7 Stunden für praxisgerechte Voraussetzungen, um das Netzteil einfach mal zu Hause lassen zu können.

Kompromissbereitschaft muss man dagegen bei der Anschlussausstattung und den Displayeigenschaften an den Tag legen. Der USB Typ C kann zwar durch das beigelegte Mini Dock um wichtige Schnittstellen erweitert werden, der eigentliche Funktionsumfang ist hierüber aber nicht abrufbar. Zudem ist ein einziger Anschluss vor allem unterwegs auf Dauer doch etwas unzweckmäßig.

Das vergleichsweise farbstarke Display wiederum bietet einen hohen Kontrast, eine gute Helligkeit und eine scharfe Darstellung. Aufgrund der nicht unerheblich spiegelnden Oberfläche ist es im Freien aber nur mit Einschränkungen nutzbar und hebelt damit die sehr guten mobilen Grundeigenschaften des Gerätekonzepts in Teilen wieder aus.

Asus ZenBook UX390UAWer sich mit diesen Nachteilen arrangieren kann und zudem ein möglichst mobiles Subnotebook zum fairen Preis sucht, dürfte im Asus ZenBook UX390UA eine durchaus gelungene Alternative finden.

 

Das Asus ZenBook UX390UA ist zum Beispiel günstig bei Cyberport erhältlich: Asus ZenBook UX390UA (Werbung).

Tobias Winkler

Neben zahlreichen Artikeln, die ich seit 2009 für Notebookjournal, PRAD und Notebookcheck verfasst habe, setze ich nun beim Projekt Notebooks & Mobiles meine eigenen Vorstellungen von einer Testplattform um. Ich habe Spaß am Schreiben, an mobiler Technik und allem was dazugehört.

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