Nvidia Quadro RTX 5000 (Laptop) im Test

Spitzenklasse-Profi. Die Nvidia Quadro RTX 5000 ist einer der leistungsstärksten professionellen Grafikchips für mobile Workstations. Mit einer Leistungsaufnahme von 80 bis 110 Watt eignet sich dieses Modell vor allem für den Einsatz in 15-Zoll-Notebooks und darüber.

Die Nvidia Quadro RTX 5000 "markiert zusammen mit der Nvidia Quadro RTX 6000 die Leistungsspitze in Nvidias Produktportfolio für mobile Workstation-Chips. Hier kommt Nvidias Turing-Generation zum Einsatz, die gegenüber der Pascal-Familie eine verbesserte Leistungsfähigkeit bei optimierter Leistungsaufnahme verspricht.

Bild Nvidia: Nvidia Quadro RTX 5000

Laut Nvidia-Datenblatt verfügt die Nvidia Quadro RTX 5000 über 3.072 Shadereinheiten und einen 16 GB großen GDDR6-Grafikspeicher, der per 256 bit breitem Speicherbus angebunden ist. Diese Angaben werden auch im Testgerät Dell Precision 7540 ausgelesen. Der GDDR6-Grafikspeicher von Samsung arbeitet hier mit einer Taktrate von 1.500 MHz und die GPU-Kerne erreichen im Testgerät bis zu 1.440 MHz.

Nvidia gibt für die Nvidia Quadro RTX 5000 eine Verbrauchsspanne von 80 bis 110 Watt an. Das Kühlsystem muss vom jeweiligen Notebookhersteller also schon recht leistungsfähig ausgelegt sein, damit ein Einsatz ohne Einschränkungen erfolgen kann.

Übersicht der Nvidia-Quadro-Serien für mobile Workstations: Quadro in Laptops.

Nvidia Quadro RTX 5000: Auszug der technischen Daten
  • TU104 Grafikchip (Turing-Generation)
  • 12-nm-Verfahren
  • 3.072 Shadereinheiten
  • 1.440 MHz Max. Kerntakt (Dell Precision 7540)
  • 16 GB GDDR6 Grafikspeicher (Samsung)
  • 1.500 MHz Speichertakt
  • 256 bit Speicherbus
  • 384 GB/s Speicherbandbreite
  • DX 12.1
  • OpenGL 4.6
  • Shader Model
  • OpenCL
  • Nvidia Optimus
  • Nvidia nView
  • Vulkan
  • Nvidia 3D Vision Pro
  • DisplayPort 1.4
  • PCIe 3.0
  • 80 bis 110 Watt maximale Leistungsaufnahme (laut Nvidia-Datenblatt)
  • Übersicht Nvidia Quadro für Laptops
Auszug der technischen Daten des Testsystems: Dell Precision 7540

Der ausführliche Testbericht zum Dell Precision 7540 ist bereits bei Notebooks & Mobiles erschienen: Dell Precision 7540 im Test.

Nvidia Quadro RTX 5000

Nvidia Quadro RTX 5000: Benchmarks
DirectX

Die Testergebnisse zeigen, dass die Nvidia Quadro RTX 5000 auch im Zusammenspiel mit der DirectX-Schnittstelle sehr leistungsstark agiert. Je nach Testsequenz positioniert sich der Profi-Chip zwischen der Nvidia Geforce RTX 2070 aus dem Omen by HP 17 und der Nvidia Geforce RTX 2080 aus dem Alienware m17. Beim 3DMark Time Spy werden zum Beispiel 7.194 Punkte und beim Unigine Heaven Extreme 112 fps erreicht.

OpenGL

Im OpenGL-Bereich übernimmt die Nvidia Quadro RTX 5000 mit 211 fps beim Cinebench R15 OpenGL-Shading eindrucksvoll die Spitzenposition der bisher getesteten Notebook-GPUs. Hierfür dürften vor allem die OpenGL-optimierten Treiber verantwortlich sein. Die schnellste Geforce-Variante wird in diesem Anwendungsbereich durch die Nvidia Geforce RTX 2070 im Omen by HP 17 gestellt. Sie erreicht gerade mal 135 fps.

Nvidia Quadro RTX 5000

OpenGL (optimiert, Workstation-CAD)

Die Nvidia Quadro RTX 5000 ist als Profilösung dank spezieller Treiber und eigenem BIOS in der Lage entsprechend optimierte Profisoftware besonders effizient und schnell abzuarbeiten. Im Vergleich zu hardwareseitig ähnlich ausgestatteten Consumer-Grafikchips der Geforce- und Radeon-Serien können teils enorme Performance-Unterschiede zugunsten der professionell ausgelegten Ableger auftreten.

Beim SPECviewperf.13-Benchmark werden die Bereiche CAD, CAM, Exploration und auch ein medizinisches MRT abgedeckt. Von optimierten Treibern profitieren hier insbesondere Programme wie Creo, Siemens NX oder Solidworks.

Software-Produkte wie 3dsMax oder Showcase setzen dagegen auf DirectX als Grafikschnittstelle. Hier kommen keine speziellen Treiberoptimierungen zum Tragen, weshalb sich in diesem Bereich letztlich die höchste Rohleistung durchsetzt.

Die Nvidia Quadro RTX 5000 ist in fast allen Testsequenzen stark genug, um sich vor der Nvida Quadro P4200 und der Nvidia Quadro T2000 positionieren zu können. Lediglich bei Siemens NX und Solidworks kann die Nvidia Quadro P4200 aus dem Lenovo ThinkPad P72 einen kleinen Vorsprung halten.

Ebenfalls das Nachsehen hat die Nvidia Quadro RTX 5000 bei 3dsMax, Maya und Showcase. Hier kommt wie bereits angesprochen vor allem die Rohleistung der Chips zum Tragen. Das begünstigt in diesen Fällen dann die Nvidia Geforce RTX 2070 und die Nvidia Geforce RTX 2080.

Nvidia Quadro RTX 5000

Virtual Reality

Die Profi-Grafikchips Nvidia Quadro RTX 6000, Nvidia Quadro RTX 5000, Nvidia Quadro RTX 4000 und Nvidia Quadro RTX 3000 tragen das Nvidia-VR-Ready-Logo. Entsprechend hoch fällt auch die VR-Performance aus. Beim VRMark Orange Room erzielt die Grafikeinheit 6.638 Punkte, was die VR-Ready-Vorgabe des VRMarks von 5.000 Punkten deutlich übertrifft.

Nvidia Quadro RTX 5000

Taktreduzierungen

Die Stabilität der Grafikleistung ist im Notebookbereich immer von dem im jeweiligen Notebook verbauten Kühlsystem abhängig. Auch limitieren Hersteller hin und wieder gerne die Grafik- und/ oder CPU-Leistung bei Volllastszenarien, um vorgegebene thermische Grenzen einhalten zu können.

Im Test rennt die GPU-Taktrate auch im Dauerbetrieb mit bis zu 1.440 MHz und der GDDR6-Grafikspeicher erreicht 1.500 MHz. Performance-Einbußen sind beim Dell Precision 7540 trotz des kompakteren 15,6“-Gehäuses im Bereich der Grafikeinheit nicht festzustellen. Kommen bei anderen Notebookmodellen andere Vorgaben, Kühlsysteme oder Gehäusegegebenheiten zum Einsatz, so kann sich die Leistungsfähigkeit von Gerät zu Gerät unterscheiden.

Nvidia Quadro RTX 5000

Nvidia Quadro RTX 5000: Fazit

Die Nvidia Quadro RTX 5000 ist ein Profi-Grafik-Chip Nvidia Quadro RTX 5000der für den Einsatz in mobilen 15-Zoll-Workstations und größer vorgesehen ist. Die Leistungsfähigkeit fällt über ein breites Einsatzspektrum hinweg sehr gut aus.

Am wohlsten fühlt sich diese Profi-Lösung jedoch naturgemäß im Zusammenspiel mit Software, die von optimierten OpenGL-Treibern profitiert.

Tobias Winkler

Neben zahlreichen Artikeln, die ich seit 2009 für Notebookjournal, PRAD und Notebookcheck verfasst habe, setze ich nun beim Projekt Notebooks & Mobiles meine eigenen Vorstellungen von einer Testplattform um. Ich habe Spaß am Schreiben, an mobiler Technik und allem was dazugehört.

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