Lenovo ThinkPad P71 Workstation im Test

Leistungsstarkes Arbeitstier. Das Lenovo ThinkPad P71 ist eine mobile Workstation der Extraklasse. Qualität, Ausstattung und Leistung lassen kaum Wünsche offen.

Mobile Workstations zeichnen sich vom Grundgedanken her durch eine leistungsstarke und umfangreiche Ausstattung aus, die vor allem auf die Belange eines professionellen Einsatzes hin ausgerichtet sind. Im Idealfall erfüllen diese Arbeitsgeräte auch die Anforderungen der Business-Klasse: Latitudes werden zu Precisions, EliteBooks zu ZBooks oder ThinkPads der T-Serie zu ThinkPads der P-Serie.

Eine "Besonderheit stellen nach wie vor die Workstations im 17-Zoll-Format dar. Bei diesen Geräten handelt es sich meist um eigenständige Gehäusekonstruktionen, die keinen entsprechenden Business-Ableger als Grundlage vorweisen können. Hier findet man besonders viel Platz für die Kühlkomponenten, Laufwerke, Schnittstellen und Wartungsschächte.

Lediglich manche Nischenhersteller weichen auf Gaming-Notebooks als Basis aus, um die Entwicklungsarbeit und natürlich auch die Kosten möglichst gering zu halten. Wichtige Business-Features, Anpassungsmöglichkeiten und spezielle Ausstattungsmerkmale fehlen dann aber meist und liefern folglich unter dem Strich nicht immer das, was sich der anspruchsvolle Workstation-Kunde vorstellt.

Obwohl die mobilen Workstations im 17-Zoll-Format die Leistungsspitze im Business-Bereich darstellen, hat noch lange nicht jeder Hersteller ein solches Produkt im Programm. Selbst Lenovo hat hier einige Jahre pausiert und erst mit der Einführung der P-Serie wieder eines dieser großen Workstationmodelle ins Produktportfolio aufgenommen. Das Lenovo ThinkPad P71 stellt nun schon die zweite Generation der wiederbelebten Geräteklasse dar und ordnet sich nahtlos in die bestehende Tradition der ThinkPads ein.

Lenovo ThinkPad P71: Auszug der technischen Daten
Model Lenovo ThinkPad P71
Preis ca. 4.200 Euro Testkonfiguration (Straßenpreis)
Prozessor Intel Xeon E3-1505Mv6, 4 Kerne (8 Threads), 3,0 GHz – 4,0 GHz, 45 Watt TDP
Grafik Nvidia Quadro P4000 (8 GB GDDR5) & Intel HD Graphics P630 (shared memory)
Arbeitsspeicher 16 GB ECC-DDR4-RAM (Samsung), Dual-Channel, 2 Steckplätze frei, max. 64 GB
Massenspeicher Samsung PM961 (MZVLW512HMJP-000L7), 512 GB Solid State Drive, M.2-NVMe-SSD, DVD-Brenner HL-DT-ST DVDRAM GUD0N
Display 17,3-Zoll-IPS-Display, Auflösung: 3.840 x 2.160 Bildpunkte, matt, 16:9, 259 ppi, Panasonic VVX17P051J00, LEN4123
Betriebssystem & Software Windows 10 Pro 64 bit
BIOS-Version N1TET31W (1.05 )
Anschlüsse & Erweiterung 2 x Thunderbolt 3, 4 x USB 3.1 Gen.1 Typ A,  kombinierter 3,5-mm-Klinke Audio in/out, Mini-DisplayPort, HDMI, Realtek-PCIe-Speicherkarten-Lesegerät, ExpressCard/34-Slot, X-Rite Pantone Colorimeter, proprietärer Dockingport
Kommunikation Intel Dual Band Wireless-AC 8265 , Bluetooth 4.2, Dual-Array-Mikrofon, 720p-HD-Kamera, Gigabit-LAN, WWAN-Vorbereitung mit Antennen und Steckplatz
Audio Realtek ALC298 @ Intel Sunrise Point PCH – High Definition Audio Controller,  2 x 2 Watt Stereo-Lautsprecher
Eingabegeräte Chiclet-Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung, separater Nummernblock, TrackPoint, Touchpad
Sicherheit Bios- und Systempasswörter, Fingerabdruck-Lesegerät, TPM 2.0, Kabelschlossvorbereitung, Smartcard-Lesegerät
Batterie & Stromversorgung 95-Wh-Lithium-Ionen-Akku austauschbar, 230-Watt-Netzteil
Zubehör
Abmessungen & Gewicht 416 (B) x 276 (T) x 34 (H) mm, Testgewicht 3,72 kg & Netzteil 960 g
Herstellergarantie 36 Monate Herstellergarantie
Leihsteller notebooksandmore.de
Informationen zum Testgerät Produktseite
Lenovo ThinkPad P71: Preise & Garantie

Das Testgerät ist mit einem Intel Xeon E3-1505Mv6, einer Nvidia Quadro P4000, 16 RAM, 512 GB SSD und einem 4k-IPS-Display (3.840 x 2.160 Bildpunkte) ausgestattet. Als Besonderheit hat das Lenovo ThinkPad P71 ein in der Handballenablage eingebautes Colorimeter zu bieten.

Die Testkonfiguration wird bei den Händlern derzeit ab etwa 4.200 Euro angeboten. Als Studentenversion ist es für den bezugsberechtigten Personenkreis ab etwa 3.900 Euro erhältlich. Der Einstieg in die Serie beginnt dagegen bei etwa 2.200 Euro, erfordert aber teils deutliche Abstriche hinsichtlich der eingesetzten Komponenten. Im Vergleich zur etablierten Konkurrenz tritt das Lenovo ThinkPad P71 fast schon als Schnäppchen auf. Ein im HP Online-Shop vergleichbar konfiguriertes HP ZBook 17 G4 schlägt mit über 6.000 Euro zu Buche und für Dells Precision 7720 sind knapp 5.000 Euro fällig.

Immer mit im Paket sind 36 Monate Herstellergarantie mit Vor-Ort-Service. Wie üblich lassen sich der Zeitraum und der Umfang den eigenen Bedürfnissen nach anpassen. Eine Erweiterung auf 5 Jahre Vor-Ort-Service am nächsten Werktag kostet zum Beispiel etwa 280 Euro extra. Mit zusätzlichem Unfallschutz verlangt Lenovo knapp 540 Euro.

Das vorliegende Testgerät wurde mir für diesen Testbericht freundlicherweise leihweise von Notebooksandmore/ Campusdiscount zur Verfügung gestellt: www.notebooksandmore.de

Lenovo ThinkPad P71: Gehäuse

Das Lenovo ThinkPad P71 ist im Vergleich zu den derzeit modischen Slimline-Ablegern schon ein echter Brocken von Notebook. Das Testgerät wiegt stattliche 3,72 kg und wird durch das 960 g schwere Netzteil unterwegs nicht gerade handlicher. Im Gegenzug erhält man natürlich die gewohnte ThinkPad-Qualität der Premium-Serien.

Das Testgerät zeigt sich insgesamt sehr stabil konstruiert und lässt selbst an den sonst bei manchen Konkurrenten aufkeimenden Schwachstellen keine Nachlässigkeit erkennen. Die Handballenablage ist bretthart, die Tastaturmatte liegt fest auf, der Bereich über dem optischen Laufwerk kann nicht einfach eingedrückt werden und die Displayscharniere packen kräftig zu.

Nicht ganz so perfekt hat Lenovo dagegen den Displaydeckel ausgeführt. Mit Zug und Gegenzug lässt sich dieser verwinden und auch der Bereich zwischen den Scharnieren kann wie bei anderen ThinkPad-Modellen wieder einmal leicht eingedrückt werden. Auf die Bilddarstellung haben diese Punkte beim Testgerät jedoch keine Auswirkungen und auch die Schutzfunktion des Displaydeckels an sich ist dadurch nicht beeinträchtigt. Unter dem Strich liegt also lediglich ein kleiner qualitativer Makel vor, der angesichts der Preisklasse durchaus hätte vermieden werden können.

Am Unterboden verfügt das Lenovo ThinkPad P71 über eine ausgewachsene Wartungsklappe, die ganz im Sinne der Kundschaft so manche Aufrüstoption offenbart. Zwei freie RAM-Slots, ein unbenutzter M.2-PCIe-Steckplatz und ein 2,5-Zoll-Schacht bieten umfangreiche Möglichkeiten die Speicherausstattung anzupassen. Ebenfalls erreichbar ist hier der Steckplatz für das optionale LTE-Modem. Für dessen Einbau liegen bereits die notwendigen Antennen bereit. Für die SIM-Karte ist ein Steckplatz im Akkuschacht vorgesehen.

Eine umfangreiche Anleitung welche Komponenten vom Anwender verbaut, ausgetauscht oder gewartet werden dürfen findet man im Lenovo Hardware Maintenance Manual zum Lenovo ThinkPad P71.

Lenovo ThinkPad P71: Ausstattung
Schnittstellen

Das Lenovo ThinkPad P71 deckt ein breites Spektrum älterer und aktueller Schnittstellen ab. USB 3.1, Thunderbolt 3, DisplayPort und HDMI dürften für die meisten Peripheriegeräte die passende Anschlussoption bereithalten. Für die Integration exotischer Schnittstellen steht darüber hinaus noch ein ExpressCard/34-Schacht zur Verfügung. Über diesen Umweg könnte man zum Beispiel auch Firewire oder eSata nachrüsten.

Dockingstationen lassen sich entweder über den proprietären DockingPort am Unterboden oder per Thunderbolt 3 anbinden. Dadurch sind am P71 sowohl die älteren Dockingstationen (z.B.: ThinkPad 230W Workstation Dock 40A50230EU) als auch die neueren Modelle mit Thunderbolt 3 (z.B.: Lenovo ThinkPad Thunderbolt 3 Dock (40AC0135EU)) nutzbar.

Fast schon eine Besonderheit stellt der interne DVD-Brenner dar. Optische Medien werden in der Regel nur noch selten benutzt, was ein entsprechendes Laufwerk in vielen Neuerscheinungen verzichtbar werden lässt. Beim Testgerät können DVD’s und CD’s gelesen und beschrieben werden. Mit Blu-ray-Discs kann das Laufwerk allerdings nichts anfangen.

Die Verteilung der Anschlüsse hat Lenovo insgesamt praxisgerecht umgesetzt. Die Abstände sind ausreichend und weniger oft genutzte Buchsen befinden sich am Heck. Wünschenswert wäre es auch eine der Thunderbolt-3-Schnittstellen an einer der Seiten vorzufinden. Spätestens wenn schnelle Thunderbolt-3- oder USB-3.1-Gen.2-Massenspeicher zum Einsatz kommen, könnte ein ständiges An- und Abstöpseln der Laufwerke am Heck des Laptops lästig werden.

Kabellose Verbindungen erfolgen per Bluetooth 4.2 oder Dual-Band-AC-WLAN. Steckplatz, Antennen und SIM-Schacht für die Integration eines WWAN-Modems (LTE) sind vorhanden. Wie üblich funktionieren hier nur Modelle die sich auf Lenovos Whitelist befinden. Gigabit-LAN und 720p-Webcam runden die Kommunikationsausstattung ab.

Schnittstellenperformance

Die Schnittstellenperformance des Testgeräts ist hervorragend. Schnelle Speicherkarten werden vom Lesegerät nicht ausgebremst, sondern können ihr volles Leistungspotential entfalten. Lexars Professional 2000X UHS-II (128 GB) erreicht zum Beispiel 278 MB/s beim sequentiellen Lesen und 233 MB/s beim Schreiben. Ebenfalls Bestleistung liefert die Sandisk Extreme 900 Portable SSD (480 GB) ab.

Mit 759 MB/s beim Lesen und 801 MB/s beim Schreiben wird hier das bisher in meinen Tests höchste Ergebnis des Laufwerks erzielt. Externe Bildschirme können entweder per Thunderbolt 3 oder direkt über den Mini-DisplayPort mit einer Auflösung von bis zu 3.840 x 2.160 Bildpunkten bei 60 Hz angesteuert werden. 4.096 x 2.160 Bildpunkte sind laut PSREF (Platform Specification Reference) nur mit 24 Hz möglich. Im Test konnte Viewsonics VP2780-4k bei nativer Auflösung (3.840 x 2.160 Bildpunkte) per DisplayPort mit 60 Hz angesteuert werden.

Lenovo ThinkPad P71 Transferraten in MB/s
Speicherkarten-Lesegerät, Lexar Professional UHS-II 2000x (128 GB, SD) 278 Lesen/ 233 Schreiben
USB 3.0 Typ A, Samsung Portable SSD T3 (250 GB) 411 Lesen/ 375 Schreiben
USB 3.1 Gen.2, Samsung Portable SSD T5 (500 GB) 478 Lesen/ 469 Schreiben
USB 3.1 Gen.2 Typ C, Sandisk Extreme 900 (480 GB) 759 Lesen/ 801 Schreiben
Ansteuerung Viewsonic VP 2780-4k 3.840 x 2.160 mit 60 Hz ja
Latenzen (LatencyMon), nach 120 Minuten Laufzeit 792 µs
Erreichbarkeit BIOS/ UEFI F1
Erreichbarkeit Bootoptionen F12
Sicherheitsausstattung

Als Arbeits-Notebook verfügt das Lenovo ThinkPad P71 über eine umfangreiche Sicherheitsausstattung. Neben den üblichen Passwortsicherungen auf BIOS- und Systemebene verfügt das Testgerät über ein Fingerabdruck-Lesegerät und ein Smartcard-Lesegerät. Weitere Sicherheitskomponenten können bei Bedarf per Expresscard/34 ergänzt werden. Im BIOS lässt sich Anti Theft per Computrace aktivieren. Im Artikel zum Thema Sicherheit in Notebooks findet man weitere Gedanken, um seine Daten besser vor fremden Zugriffen zu schützen.

Audio

Die im Lenovo ThinkPad P71 verbauten 2-Watt-Lautsprecher befinden sich zwischen Tastatur und Display. Sie liefern einen klaren allerdings auch etwas höhenlastigen Sound ab. Bässe und Mitten werden aber noch gut repräsentiert. Die Maximallautstärke fällt mit 61,2 dB(A) beim Abspielen der Pink Noise Sounddatei jedoch vergleichsweise gering aus. In der Praxis reicht das zwar für den Individualeinsatz direkt am Laptop, für Präsentationen mit größerem Teilnehmerkreis sollte man dagegen eine externe Boxenlösung fest einplanen. Im Zusammenspiel mit einer Logitech UE Boom 2 bleibt die Übertragung per Bluetooth bis zu einer Entfernung von 18 Metern unterbrechungsfrei.

Der Einsatz externer Audiogeräte sollte beim getesteten Lenovo ThinkPad P71 problemlos möglich sein. Das Tool Latency Mon zeigt nach einer Laufzeit von 2 Std. eine maximale Latenz von 792 µs an. Soundaussetzer, Synchronisierungsfehler oder sonstige Einschränkungen sind hier nicht zu erwarten.

Lenovo ThinkPad P71: Eingabegeräte

Die Tastatur spiegelt die gewohnte ThinkPad-Qualität wider und ist uneingeschränkt vielschreibertauglich. Mittlerer Hub, klar definierter Druckpunkt und angenehmer Anschlag sorgen für einen hohen Schreibkomfort. Umsteiger müssen sich wie gehabt an die vertauschten FN-Strg-Tasten gewöhnen oder die Belegung im BIOS ändern. Die Pfeiltasten sind ausreichend groß dimensioniert und der separate Nummernblock erleichtert die Eingabe langer Zahlenreihen.

Die Tastaturbeschriftung zeigt sich kontraststark und standardmäßig mit einer leichten Fluoreszenz versehen. Die im Testgerät zusätzlich verbaute Tastaturbeleuchtung gehört im Online-Konfigurator nicht zur Standardausstattung und verlangt dort einen Aufpreis von knapp 29 Euro.

Als Mausersatz verfügt das Lenovo ThinkPad P71 über ein 101 x 65 mm großes Touchpad und einen TrackPoint. Beide sind mit separaten Maustasten ausgestattet. Funktion und Handhabung der Eingabegeräte fallen sehr gut aus.

Eine Eingabeoption per Touchdisplay ist für das Lenovo ThinkPad P71 nicht vorgesehen.

Lenovo ThinkPad P71: Display
Allgemeines

Lenovo hat für das ThinkPad P71 ein FullHD-IPS-Display (1.920 x 1.080 Bildpunkte) und ein 4k-IPS-Display (3.840 x 2.160 Bildpunkte) im Programm. Im Lenovo-Online-Konfigurator macht der Aufpreis für die zweite Variante derzeit etwa 400 Euro aus. Weitere Alternativen, etwa mit Touch- oder Digitizer-Funktion, bietet Lenovo derzeit nicht an.

Das hochauflösende 4k-IPS-Display von Panasonic passt sehr gut zum 17,3-Zoll-Format der großen Workstation. Mit einer Punktdichte von 259 ppi wirkt die Darstellung besonders detailliert und scharf. Trotz der großen 17,3-Zoll-Diagonale werden die meisten Anwender um eine Skalierung der Darstellung allerdings nicht herumkommen. Bei 100 % Darstellungsgröße hat man zwar eine enorm große Arbeitsfläche zur Verfügung, Schriften, Icons, Auswahlfelder oder Menüs fallen dann aber extrem klein aus. Als praktikabel zeigt sich beim Testgerät je nach Geschmack und Arbeitsgewohnheit eine Skalierung von 150 % und aufwärts.

Blickwinkelstabilität & Helligkeit

Die Blickwinkelstabilität fällt sehr gut aus. Farbverschiebungen sind nicht ersichtlich. Je nach Displayneigung sind sichtbare Helligkeits- und Kontrastveränderungen vorhanden.

Die maximale Helligkeit erreicht beim Testgerät 340 cd/m² am oberen Displayrand. Wie bei 17-Zoll-Notebook-Displays oft zu beobachten, fällt die Helligkeitsverteilung nicht ganz so gleichmäßig aus, wie bei kleineren Bildschirmdiagonalen. Mit 82 % halten sich die Einschränkungen in der Praxis aber in Grenzen und dürften lediglich bei einfarbigen Bildinhalten erkennbar sein.

Die Helligkeitsregulierung erfolgt in 10 Stufen und könnte im oberen Helligkeitsbereich mit kleineren Abständen ausfallen. Die Stufen 8, 9 und 10 decken den Bereich zwischen 138 cd/m² und dem Maximum ab. Zur Regulierung der Helligkeit setzt Lenovo offenbar Pulsweitenmodulation ein. In den Helligkeitsstufen 1 bis 9 arbeitet diese allerdings mit einer vergleichsweise hohen Frequenz von 1.429 Hz was den sichtbaren Flimmereffekt subjektiv vermindert.

Outdoor

Für den Betrieb unter freiem Himmel bringt das Display des Lenovo ThinkPad P71 entscheidende Eigenschaften mit. Die maximale Displayhelligkeit ist im Akkubetrieb nutzbar, der Kontrast fällt überdurchschnittlich hoch aus und die Oberfläche ist frei von störenden Spiegelungen. Dadurch zeigt sich in fast jeder Position eine gute Erkennbarkeit der Bildinhalte. Lediglich bei extrem seitlichen Sitzpositionen und bei direkter Sonneneinstrahlung an hellen Sommertagen reduziert sich die Darstellungsqualität merklich.

Kontrast & Farbraum

Der Kontrast beträgt im Auslieferungszustand sehr gute 2.256:1. Nach einer Profilierung verringert sich dieser Wert zwar auf 1.694:1, der subjektive Eindruck fällt aber auch nach diesem Schritt immer noch sehr gut aus. Laut Lenovos PSREF (Product Specification Reference) soll das 4k-IPS-Display 90 % Gamut erreichen. Auf welchen Farbraum sich dieser Wert bezieht ist hier jedoch nicht ersichtlich. Bei der Messung zeigt sich, dass die Gesamtheit der darstellbaren Farben 99,9 % des sRGB-Farbraums und 62,7 % des AdobeRGB-Farbraums abdeckt.

Farbgenauigkeit

Nicht so gut sieht es dagegen bei der Farbgenauigkeit aus. Hier werden zwar mit einem durchschnittlichen DeltaE 2000 von 4,4 und einem maximalen DeltaE 2000 6,7 im Auslieferungszustand vergleichsweise gute Werte erzielt, für ein farbtreues Arbeiten reicht das wie bei vielen anderen Notebooks aber noch nicht aus. Um die Farbdarstellung mit Bordmitteln optimieren zu können, hat Lenovo im ThinkPad P71 ein Pantone-X-Rite-Colorimeter in der Handballenablage verbaut. Diese Lösung bietet zwar nur rudimentäre Einstellmöglichkeiten, ist dafür aber besonders einfach zu handhaben und vor allem immer griffbereit vor Ort.

Im Ergebnis überzeugt dieses Ausstattungsmerkmal beim Testgerät jedoch nicht. Das Colorimeter ist zwar in der Lage die Farbwerte insgesamt zu verbessern, für eine ausreichend genaue Darstellung unterhalb der Grenzwerte von 3 und 5 reicht es bei der Testkonfiguration allerdings nicht. Dafür ist nicht unbedingt das integrierte Colorimeter, sondern augenscheinlich vielmehr das Display an sich verantwortlich.

Denn auch der alternativ mit einem Datacolor Spyder 5 Elite oder dem X-Rite Basic Pro 2 profilierte Bildschirm liefert keine ausreichend genaue Farbdarstellung für einen Einsatz im professionellen Foto-, Video- oder Grafikbereich. Alternative Messmethoden, Treiberaktualisierungen oder das Ausschließen von Softwarekonflikten haben keine Besserung gebracht. Schade!

Displaymessungen im Überblick
Display – Lenovo ThinkPad P71 17,3-Zoll-IPS-Display , matt, 16:9, Panasonic VVX17P051J00, LEN4123
Auflösung 3.840 x 2.160 Bildpunkte, 192 ppi
minimale Helligkeit 5,2 cd/m²
ca. 150 cd/m²  Helligkeitsstufe 8 ( 175 cd/m²)
ca. 200 cd/m²  Helligkeitsstufe 9 ( 244 cd/m²)
maximale Helligkeit ab Werk/ profiliert 340 cd/m² / 332 cd/m²
maximale Helligkeit Displaymitte Akku 332 cd/m²
Schwarzwert Displaymitte ab Werk/ profiliert 0,13 cd/m² / 0,147 cd/m²
Ausleuchtung 82 %
sRGB-Farbraumabdeckung 99,9 %
Kontrast Displaymitte 2.256:1
mittleres DeltaE 2000 (profiliert) 4,4 (3,0)
maximales DeltaE 2000 (profiliert) 6,7 (5,3)
Helligkeitssteuerung durch Pulsweitenmodulation ja, Helligkeitsstufe 1 bis 9
Das Display wurde mit Portrait Displays Spectracal Calman Software vermessen und ausgewertet. Ausführlicher Artikel zu Calmans Farbanalyse-Software
Lenovo ThinkPad P71: Leistung

Das Lenovo ThinkPad P71 lässt sich in Lenovos Online-Konfigurator vielfältig den eigenen Bedürfnissen nach anpassen. Immer mit dabei ist eine dedizierte professionelle Grafikeinheit aus Nvidias Quadro-Serie. Während die Nvidia Quadro M620 die günstige Einstiegslösung darstellt, gehört die im Testgerät verbaute Nvidia Quadro P4000 zur leistungsstarken Premium-Klasse. Im Online-Konfigurator verlangt Lenovo entsprechend einen Aufpreis von 1.100 Euro. Alternativ stehen derzeit noch die Nvidia Quadro P3000 und die Nvidia Quadro P5000 zur Wahl.

In der Prozessorsektion kommt Intels Xeon E3-1505Mv6 zum Einsatz. Alternativ steht dem Interessenten noch der Intel Core i7-7700HQ, der Intel Core i7-7820HQ oder der Intel Xeon E3-1535Mv6 zur Verfügung.

Prozessor – Intel Xeon E3-1505v6

Die Intel-Xeon-E3-1505Mv6-CPU verfügt über 4 Kerne und kann bis zu 8 Threads gleichzeitig abarbeiten (Hyperthreading). Die Taktfrequenz gibt Intel mit 3,0 GHz bis 4,0 GHz (Turbo Boost) an. Prozessoren der Intel-Xeon-Familie sind auf den Dauerbetrieb und hohe Zuverlässigkeit ausgelegt. Zudem haben diese Recheneinheiten die Fähigkeit mit ECC-RAM (Fehlerkorrektur) zusammenzuarbeiten. Alleine diese drei Fertigkeiten grenzen die Xeon-CPUs deutlich von den regulären Core-i-CPUs ab und empfehlen sie somit besonders für den Einsatz in einer leistungsfähigen Workstation.

Die Ergebnisse der Benchmarktests ordnen sich knapp vor den Resultaten der Intel Core i7-7700HQ ein. Beim Cinebench R15 64 bit werden zum Beispiel im Single-Thread-Test 166 Punkte und im Multi-Thread-Test 783 Punkte erzielt. Beim Geekbench-Stresstest zeigt sich der Prozessor sehr laststabil. Bei einem durchschnittlichen Ergebnis von um die 12.500 Punkte fallen die Ausschläge nach oben und unten sehr gering aus. Der Prozessor arbeitet hier mit etwa 3,7 GHz.

Deutlich niedriger fallen die Ergebnisse aus, wenn auch die Nvidia Quadro P4000 voll gefordert wird. In dieser Situation senkt sich der CPU-Takt auf etwa 3,0 GHz und sinkt auch schon mal kurzzeitig auf bis zu 2,7 GHz weiter ab. Die Geekbench-Ergebnisse erreichen in dieser Extremsituation nur noch 8.812 Punkte im Mittel.

 

Grafik – Nvidia Quadro P4000

Das Lenovo ThinkPad P71 verfügt über zwei Grafikchips die per Nvidia-Optimus-Verbund zusammenarbeiten. Per Umschaltautomatik oder manueller Auswahl kommt die für den jeweiligen Einsatzzweck bestgeeignetste Grafikeinheit zum Einsatz. Die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics P630 ist für genügsame Standardaufgaben gedacht und die potente Nvidia Quadro P4000 kommt ins Spiel, wenn üppige 3D-Leistung gefordert wird.

Als professionelle Grafikeinheit mit speziellem BIOS, angepassten Treibern und auf den Dauerbetrieb ausgerichteter Standfestigkeit ist die Nvidia Quadro P4000 die entscheidende Kernkomponente des Lenovo ThinkPad P71. Hier arbeitet ein aktueller Grafikchip aus Nvidias Pascal-Generation (GP104GL) mit einer Taktrate von bis zu 1.252 MHz. Der üppig dimensionierte GDDR5-Grafikspeicher fasst 8 GB und ist über einen 256 bit breiten Speicherbus angebunden. Im Ergebnis sorgt das für Spitzenplatzierungen bei den Benchmarktests.

Im Gegenzug muss man bei dieser potenten Grafikeinheit allerdings mit einem Stromverbrauch von bis zu 100 Watt rechnen. Aufgrund der daraus resultierenden Abwärme sieht Nvidia den Einsatz dieser Chips nur in den großen 17-Zoll-Notebooks vor.

OpenGL – CAD

Im professionellen Bereich kommt es oft auf eine besonders hohe Performance bei OpenGL-Anwendungen an. Insbesondere beim Einsatz von OpenGL-Optimierungen können die speziellen Grafikchips der Quadro- und FirePro/ Radeon-Pro-Serien ihre Leistungsvorteile ausspielen. Beim SPECviewperf.12-Benchmark werden die Bereiche CAD, CAM, Exploration und auch ein medizinisches MRT abgedeckt. Hier platziert sich die Nvidia Quadro P4000 wie zu erwarten weit vor den bisher getesteten AMD- und Nvidia-Konkurrenzkarten.

Lenovo ThinkPad P71

DirectX – Spiele

Kommt hingegen die DirectX-Schnittstelle zum Einsatz, relativiert sich dieser Vorsprung. Ohne OpenGL-Optimierung ordnet sich die Nvidia Quadro P4000 ergebnistechnisch hinter einer konventionellen Nvidia Geforce GTX 1070 ein. In der Praxis reicht das aber immer noch gut aus, um Leistungsfresser wie „Deus Ex: Mankind Divided” mit Ultra-Einstellungen bei FullHD-Auflösung mit knapp 40 fps wiedergeben zu können. Weitere Benchmarks und Testergebnisse findet man im ausführlichen Test der Nvidia Quadro P4000.

OpenCL – GPGPU

Eine stattliche Leistungsverbesserung generieren die neuen Pascal-Chips bei der Abwicklung von OpenCL-Aufgaben im Anwendungsbereich. Bildbearbeitungsfilter, aufwendige Licht-Schattenberechnungen, Verschlüsselungen und vieles mehr können bei entsprechender Softwareunterstützung auf den Grafikchip ausgelagert werden. Besonders imposant fällt der Unterschied beim Raytracing per OpenCL aus.

Massenspeicher – Samsung PM961

Das Testgerät ist mit einem schnellen PCIe-NVMe-Solid-State-Drive im M.2-Format bestückt. Die Kapazität der Samsung PM961 beträgt 512 GB brutto und dürfte fürs Erste gut ausreichen. Die sequentielle Lesegeschwindigkeit erreicht im Test bis zu 2.890 MB/s und beim Schreiben werden Daten mit bis zu 1.589 MB/s transferiert.

Für eine Erweiterung des Speicherplatzes hat man beim Lenovo ThinkPad P71 einen weiteren M.2-Slot und einen 2,5-Zoll-Laufwerksschacht in der Hinterhand. Dank schnellen Thunderbolt-3-Anschlüssen lassen sich auch externe Massenspeicher mit hoher Geschwindigkeit anbinden. Je nach Speicherbestückung lässt sich im BIOS ein RAID-Modus aktivieren.

Systemleistung

Die Ausstattung des Testgeräts fällt insgesamt sehr ausgewogen und praxisorientiert aus. Weitere Optimierungen könnte man im Bereich des Arbeitsspeichers mit zwei zusätzlichen ECC-RAM-Modulen oder im Bereich des Massenspeichers durch ein zweites oder drittes Laufwerk vornehmen. Beide Maßnahmen könnten sich vor allem bei besonders speicherlastigen Aufgaben positiv auswirken.

Doch auch so wie das Testgerät im Händlerregal steht bekommt man eine ausserordentlich hohe Systemleistung geboten. Das zeigen auch die Ergebnisse des Systembenchmarks SPECwpc 2.0. Hier werden viele unterschiedliche Anwendungsbereiche abgehandelt, die das komplette Leistungsspektrum einer Workstation berücksichtigen.
Lenovo ThinkPad P71

Testergebnisse im Überblick
Lenovo ThinkPad P71 16 GB RAM & NVMe-SSD
Prozessor  Single-Core  Multi-Core
Cinebench R15 64 bit 166 cb 783 cb
Geekbench 3.3.0 64 bit  4.076 Punkte 15.303 Punkte
System Single-Core Multi-Core
PCMark 8 Home (Akku) 3.643 Punkte (3.454 Punkte)
Massenspeicher Lesen Schreiben
Crystal Disk Mark 2.890 MB/s 1.589 MB/s
Grafik HD Basic HD+ Extreme
Unigine Heaven 4.0 166 fps 82 fps
Cinebench R15 OpenGL 106,48 fps
3DMark Cloud Gate 23.324 Punkte
3DMark Firestrike 10.177 Punkte
3DMark Time Spy 3.957 Punkte
Lenovo ThinkPad P71: Emissionen

Trotz leistungsstarker Workstation-Komponenten hat Lenovo die Emissionen sehr gut im Griff. Bei wenig Last zeigt sich das Lenovo ThinkPad P71 in der Testkonfiguration lautlos und lässt nur hin und wieder den Lüfter auf niedriger Stufe mit einem Schalldruckpegel von 29,9 dB(A) etwas Luft durch das Gehäuse wehen. Dieser Zustand ändert sich erst, wenn relevante Grafik- oder Prozessorlast abverlangt wird.

Emissionen – Lenovo ThinkPad P71 Schalldruckpegel Oberflächentemperatur
Leerlauf (Energiesparmodus, minimale Displayhelligkeit) Lautlos 30,2 °C
Büro (PCMark 8 Battery Test, 244 cd/m², ausbalanciert) Lautlos – 35,4 dB(A) 36,5 °C
WLAN-Streaming (244 cd/m², ausbalanciert) Lautlos – 29,9 dB(A) 34,4 °C
Stresstest (maximale Displayhelligkeit) 44 dB(A) max. 47,3 °C (Unterboden, Dockingport)

Aber auch der dann gemessene Schalldruckpegel von 35,4 dB(A) ist kaum störend, da sich die Geräuschcharakteristik mit dumpfem Rauschen sehr zurückhaltend gestaltet. Unter Volllast müssen die leistungsstarken Nvidia Quadro P4000 und Intel Xeon E3-1505Mv6 dann doch etwas intensiver gekühlt werden. Damit die entstehende Abwärme aus dem Gehäuse hinaus befördert werden kann, dreht das Lüftersystem die Drehzahl hoch und erzeugt dann einen Schalldruckpegel von 44,2 dB(A).

Die Oberflächentemperaturen des Gehäuses bleiben selbst nach 2 Stunden Volllast deutlich unter der 50-Grad-Marke. Ein kleiner Hotspot befindet sich im Bereich des Dockingports am Unterboden und wird bis zu 47,3 °C warm. Ansonsten bewegt sich die Gehäuseerwärmung im Bereich zwischen 42 °C und 44,8 °C am Heck und zwischen 28 °C und 37,4 °C an der restlichen Laptop-Oberfläche. Einschränkungen bei der Handhabung sind hier nicht zu erwarten.

Lenovo ThinkPad P71: Stromverbrauch & Akkulaufzeiten

Dank konsequenter Verwendung von Mobilkomponenten und ausgeklügelter Stromsparmechanismen fällt die minimale Leistungsaufnahme im Leerlauf mit 1,5 Watt bis 8,6 Watt vergleichsweise gering aus. Ein Großteil des Stromverbrauchs geht hier zu Lasten des Displays. Mit praxisgerecht angepassten Einstellungen erhöht sich die Leistungsaufnahme bei einfachen Office- und Entertainment-Aufgaben auf 16,5 Watt bis 19 Watt.

Einen deutlichen Sprung macht das System dagegen, wenn die Quadro-Grafik, der Xeon-Prozessor oder gleich beides gefordert wird. Dann muss man mit 76 Watt bis 137 Watt rechnen. Das Netzteil ist mit einer Nennleistung von 230 Watt spezifiziert und hat damit noch genügend Reserven in der Hinterhand.

Energieverbrauch – Lenovo ThinkPad P71 Leistungsaufnahme Akkulaufzeit
Leerlauf (Energiesparmodus, Display aus) 1,5 – 4,7 Watt  —
Leerlauf (Energiesparmodus, minimale Displayhelligkeit) 7,5 – 8,6 Watt 12:57 h
Büro (PCMark 8 Battery Test, 244 cd/m², ausgeglichenes Profil) 18,9 – 76,7 Watt 3:25 h
WLAN-Streaming (244 cd/m², ausgeglichenes Profil) 16,5 – 19,3 Watt 7:19 h
SPECviewperf.12 0:57 h
Stresstest Geekbench & Unigine Heaven 115 – 137 Watt
Unigine Heaven 4.0 102 – 113 Watt
95-Wh-Lithium-Ionen-Akku (wechselbar), 230-Watt-Netzteil

Der unter der Handballenablage verbaute Akku ist von aussen erreichbar und kann schnell und einfach ausgetauscht werden. Über ein Akku-Bridge-System, womit manche ThinkPads der T-Serie ausgestattet sind, verfügt das Lenovo ThinkPad P71 nicht. Ein Wechsel im laufenden Betrieb ist somit nicht möglich. Die Kapazität des 78++-Akkus beträgt 95 Wh und liefert damit eine gute Grundlage für brauchbare Akkulaufzeiten.

Im ausgeglichenen Energieprofil mit automatischer Nvidia-Optimus-Steuerung (Display-Helligkeitsstufe 9 mit 244 cd/m²) erreicht das Testgerät beim PCMark-8-Home-Battery-Test eine Laufzeit von 3:25 Stunden. Beim WLAN-TV-Streaming hält die Workstation sogar 7:19 Stunden lang durch. Fordert man hingegen auch im Akkubetrieb eine hohe Leistungsfähigkeit ab, so reduziert sich die verfügbare Laufzeit auf unter 1 Stunde. Den Specviewperf.12-Test in Dauerschleife schafft das Lenovo ThinkPad P71 gerade mal 0:57 Stunden lang.

Lenovo ThinkPad P71: Fazit

Das Lenovo ThinkPad P71 ist eine leistungsstarke mobile Lenovo ThinkPad P71Workstation mit hohem Funktionsumfang. Die Prozessor-, Grafik- und Systemleistung ordnen sich auf einem sehr hohen Niveau ein. Lediglich unter Extrem-Bedingungen und im Akkubetrieb muss man mit vertretbaren Leistungseinbußen rechnen.

Ebenfalls im Premium-Bereich sind die Gehäusequalität, die Eingabegeräte, die Schnittstellenausstattung, die Wartungsoptionen und die Konfigurationsmöglichkeiten angesiedelt. Dass Lenovo hier ein besonders hohes Augenmerk auf Qualität und Zuverlässigkeit legt, wird durch die klassenübliche Herstellergarantie von 36 Monaten weiter unterstrichen.

Rekordverdächtige Akkulaufzeiten wird man aufgrund der Produktpositionierung als potente 17-Zoll-Workstation vom Lenovo ThinkPad P71 wohl kaum erwarten. Dennoch hat es Lenovo geschafft hier eine praxisgerechte Netzunabhängigkeit umzusetzen, die so manche Stunde im Akkubetrieb gut übersteht.

Das insgesamt gute 4k-Display gefällt mit feiner Auflösung und sehr guten Grundeigenschaften. Leider fehlt es beim Testgerät an dem letzten Quäntchen Farbgenauigkeit, um sich auch für einen uneingeschränkt professionellen Einsatz in bildverarbeitenden Bereichen anbieten zu können.

Lenovo ThinkPad P71Unter dem Strich erhält man mit dem Lenovo ThinkPad P71 eine sehr empfehlenswerte mobile Workstation, die auch preislich ein überaus faires Angebot darstellt.

Das Lenovo ThinkPad P71 ist zum Beispiel günstig bei Notebooksandmore.de erhältlich:

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Tobias Winkler

Neben zahlreichen Artikeln, die ich seit 2009 für Notebookjournal, PRAD und Notebookcheck verfasst habe, setze ich nun beim Projekt Notebooks & Mobiles meine eigenen Vorstellungen von einer Testplattform um. Ich habe Spaß am Schreiben, an mobiler Technik und allem was dazugehört.

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