Dell Inspiron 14 7000 (7490) im Test

Ausdauernder Begleiter. Das Dell Inspiron 14 7490 ist ein schlankes Subnotebook, das laut Dell mit Perfektion und komfortablen Eigenschaften überzeugen will. Wie gut das gelingt, zeigt dieser Test.

Das Dell Inspiron 14 7000 "ist ein kompakter 14-Zöller, der mit aktuellen Intel Core Prozessoren der 10. Generation, einem Metallgehäuse, IPS-Display und teils besonderer Ausstattung Ausschau nach Kunden hält.

Die Preise starten derzeit ab knapp 1.000 Euro in Dells Online-Shop. Dafür bekommt man dann einen Intel Core i5-10210U, 8 GB LPDDR3-RAM und ein 256 GB fassendes (Brutto) Solid State Drive. Für die Grafikausgabe zeichnet die im Prozessor integrierte Intel UHD Graphics verantwortlich. Immer mit dabei ist ein FullHD-IPS-Display, das 100 % des sRGB-Farbraums wiedergeben können soll.

Das Testgerät ist aktuell für 1.299 Euro erhältlich und bietet einen Intel Core i7-10510U, 16 GB LPDDR3-RAM und ein 512 GB großes Solid State Drive. Hier wird die Grafikausgabe von einem Nvidia-Optimus-Verbund aus Intel UHD Graphics und Nvidia Geforce MX 250 übernommen.

Dell Inspiron 14 7490: Auszug der technischen Daten
Model Dell Inspiron 14 7000 (7490)
EAN/Herstellernummer EAN
Preis ca. 1.300 Euro Dell Online Shop
Farbe Platinum Silver (Testgerät) oder Ice Berry
Prozessor Intel Core i7-10510U, 4 Kerne (8 Threads), 1,8 GHz – 4,9 GHz, 8 MB Cache, 15 Watt TDP
Grafik Nvidia Geforce MX 250 & Intel UHD Graphics
Arbeitsspeicher 16 GB LPDDR3-2133-RAM, Dual-Channel, aufgelötet
Massenspeicher Kioxia BG4 (ehemals Toshiba), M.2-2230-PCIe-SSD mit 512 GB, gesteckt
Display 14-Zoll-IPS-Display, Auflösung: 1.920 x 1.080 Bildpunkte, glänzend mit Entspiegelungsschicht, 16:9, 157 ppi, SHP14A2
Betriebssystem & Software Windows 10 Home 64 bit
BIOS-Version 1.0.0
Anschlüsse & Erweiterung 1 x Thunderbolt 3 (Typ C, DisplayPort, Stromversorgung, 40 Gbit/s), 2 x USB 3.1 Gen.1 Typ A (5 Gbit/s),  HDMI 2.0, 1 x 3,5-mm-Klinke Audio in/out, MicroSDXC-Speicherkarten-Lesegerät
Kommunikation Intel WiFi 6 AX201 2×2, Bluetooth 5.0, Dual-Array-Mikrofon, HD-720p-Webcam
Sensoren
Audio Intel Smart Sound Technologie – Audiocontroller, 2 Stereo-Lautsprecher
Eingabegeräte Chiclet-Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung (2-stufig), Touchpad
Sicherheit Bios- und Systempasswörter, TPM 2.0
Batterie & Stromversorgung 52-Wh-Lithium-Ionen-Akku (intern), 65-Watt-Netzteil
Zubehör
Abmessungen & Gewicht 320 (B) x 206 (T) x 18 (H) mm, Testgewicht 1,15 kg & Netzteil 290 g
Herstellergarantie 1 Jahr Herstellergarantie mit Basis-Support (Abhol-Rücksende-Service)
Leihsteller Dell Deutschland
Informationen zum Testgerät Produktseite, Technische Daten, Service Manual
Dell Inspiron 14 7490: Garantie

Dell gewährt auf die Inspirons der 7000er Serie 1 Jahr Herstellergarantie mit Abhol- und Rücksendeservice. Als Ergänzung bietet der Hersteller optional verschiedene Support-Pakete an. Für eine Erweiterung auf 3 Jahre Premium-Support sind zum Beispiel etwa 190 Euro fällig.

Dell Inspiron 14 7490

Dell Inspiron 14 7490: Gehäuse

Das Metall-Gehäuse besteht laut Dell aus einer Magnesium-Legierung, die einen besonders guten Kompromiss aus Leichtigkeit und Stabilität gewährleisten soll. Tatsächlich gefällt das 1,15 kg leichte 14-Zoll-Gehäuse mit einer sauberen Verarbeitung und einer sehr guten Stabilität. Die gesamte Basis-Einheit zeigt sich überaus verwindungssteif und lässt sich im Displaybereich nur wenig verformen. Die Oberfläche ist etwas angeraut und bietet somit auch haptisch einen ansprechenden Reiz.

Separate Wartungsklappen findet man hier genauso wenig wie bei der aktuellen Konkurrenz. Wer hier an die Inneren Komponenten gelangen möchte, muss die gesamte Bodenplatte entfernen. Der Arbeitsspeicher ist hier allerdings fest verlötet und kann nicht aufgerüstet werden. Vor Aufrüst- oder Wartungsarbeiten in Eigenregie, sollte man sich wie gehabt über die geltenden Garantiebedingungen informieren.

Dell Inspiron 14 7490: Ausstattung

Dell hat das Inspiron 7490 mit einer Vielzahl wichtiger Anschlüsse bedacht. Thunderbolt 3, HDMI 2.0, USB 3.1 Typ A und sogar ein MicroSD-Speicherkarten-Lesegerät findet man hier vor.

Nicht ganz nachvollziehbar ist das Fehlen eines separaten Netzanschlusses. Im Desktop-Betrieb verkümmert dadurch der eigentlich funktionsreiche Thunderbolt 3 zum simplen Stromanschluss. Erst die Anschaffung weiterer Peripheriegeräte, wie eine Dockingstation oder gut ausgestattete Thunderbolt-3-Monitore, können hier Abhilfe schaffen.

Ansonsten überzeugt die Performance der Schnittstellenstandards durchaus. Hochauflösende Displays können per HDMI 2.0 oder per DisplayPort über Thunderbolt 3 mit 60 Hz betrieben werden, Daten fließen über den Thunderbolt 3 mit bis zu 2.806 MB/s und MicroSD-Karten werden mit bis zu 84 MB/s gelesen.

Als kabellose Verbindungsmöglichkeiten stehen WiFi-6-WLAN und Bluetooth 5.0 zur Verfügung. Eine WWAN-Option wird grundsätzlich angeboten, ist im Testgerät aber nicht integriert. Bei solchen Modellen befindet sich die SIM-Schublade dann neben dem Speicherkarten-Lesegerät. Ein kabelgebundener Netzwerkanschluss kann nur über Adapter realisiert werden.

Schnittstellenperformance
Dell Inspiron 14 7490 Transferraten in MB/s
Speicherkarten-Lesegerät, Lexar Professional UHS-II 1000x (MicroSD 32 GB) 83 Lesen/ 45 Schreiben
Speicherkarten-Lesegerät, Samsung EVO Plus (MicroSD 64 GB) 84 Lesen/ 43 Schreiben
USB 3.1 Gen. 1 Typ C, Samsung Portable SSD T3 (250 GB) 441 Lesen/ 421 Schreiben
Thunderbolt 3, Samsung Portable SSD X5 (500 GB) 2.806 Lesen/ 590 Schreiben
Ansteuerung Viewsonic VP 2780-4k 3.840 x 2.160 @ 60 Hz ja mit DisplayPort-Kabel/-Adapter
Latenzen: Testlaufzeit 12 Sek. 1.505 µs
Maximale Lautstärke Audio (Pink Noise Datei) 74,5 dB(A)
Subjektive Audioqualität Höhenlastig, mäßige Mitten & Bässe
Maximale unterbrechungsfreie Bluetooth-Reichweite mit JBL Flip 4 19 m
Erreichbarkeit BIOS F2
Erreichbarkeit Bootmenü F12
Dell Inspiron 14 7490: Eingabegeräte
Tastatur

Die im Dell Inspiron 14 eingesetzte Tastatur kommt mit mehrheitlich normal großen Tasten im 19-mm-Raster und ist mit der gleichen metallischen Farbgebung versehen wie der Rest des Gehäuses. Die F-Tasten-Leiste fällt wie so oft kleiner aus, bietet in dem Fall aber eine immer noch komfortabel zu bedienende Größe.

 

Der Druckpunkt ist angenehm definiert, mit mittelkurzem Hub und leisem Anschlagsgeräusch fallen auch die sonstigen Eigenschaften gut aus. Stören könnten sich manche Nutzer an den in eine Zeile gequetschen Pfeiltasten oder der je nach Lichtsituation kontrastschwachen Tastaturbeschriftung.

Die serienmäßig verbaute Tastaturbeleuchtung ist 2-stufig ausgelegt und verbessert die Erkennbarkeit in dunkleren Arbeitsumgebungen.

Touchpad

Das 106 x 66 mm große Touchpad verfügt trotz angerauter Oberfläche über gute Gleiteigenschaften. Die im Clickpad integrierten Maustasten lassen sich leichtgängig bedienen. Insgesamt reagiert die Eingabe sehr zuverlässig.

Dell Inspiron 14 7490

Dell Inspiron 14 7490: Display

Dell verbaut laut Datenblatt zum Inspiron 14 7490 zwei verschiedene FullHD-IPS-Displays. Ein Modell mit und eins ohne Touch-Oberfläche. Beide sollen den sRGB-Farbraum zu 100 % abdecken, unterscheiden sich aber bei der maximalen Helligkeit und bei der Oberflächenbeschaffenheit. Laut Herstellerangabe erreicht die Helligkeit beim mattierten Touch-Display bis zu 270 cd/m² und beim spiegelnden Standard-Display bis zu 300 cd/m².

Helligkeit & Kontrast

Das im Testgerät verbaute Sharp-Panel muss ohne Touchbedienung auskommen und liefert an den neun Messpunkten Helligkeitswerte zwischen 256 cd/m² und 313 cd/m² ab. Die Ausleuchtung fällt mit 81 % nur durchschnittlich aus. Beim Schwarzbild sind Lichthöfe und Wolkenbildungen erkennbar, was bei dunklen Bild-, Spiel- und Filminhalten stören könnte.

Dell Inspiron 14 7490

Die Helligkeit lässt sich über 11 vordefinierte Stufen oder prozentgenau über die Windows-Displayeinstellungen verändern. Bei den unteren drei Helligkeitsstufen kommt offensichtlich PWM mit einer Frequenz von 1.600 Hz zum Einsatz.

Im Außenbetrieb muss man mit störenden Überlagerungen rechnen. Bildinhalte sind dann je nach Lichteinfall aufgrund der glatten Oberfläche, einer kaum wirksamen Entspiegelung und der nur durchschnittlichen Helligkeit nur schwer zu erkennen.

Der gemessene Schwarzwert fällt mit 0,149 cd/m² gut aus. Zusammen mit der maximalen Displayhelligkeit sorgt er für einen Kontrast von 2.100:1.

Farbraum & Farbgenauigkeit

Die Farbdarstellung überzeugt beim Testgerät bereits direkt aus dem Karton heraus. Zwar kann man hier einen leichten Orange-Stich erkennen, insgesamt bekommt man aber eine subjektiv natürliche Farbwiedergabe geboten.

Dazu trägt auch die Gesamtheit der darstellbaren Farben bei, die für fein differenzierte Farbabstufungen sorgt. Dell verspricht für den Bildschirm wie bereits angesprochen 100 % des sRGB-Farbraums und liefert tatsächlich sehr gute 98 %.

Mit einem durchschnittlichen DeltaE 2000 (Abweichung vom Ideal, je weniger desto besser) von 1,8 und einem maximalen DeltaE 2000 von 4,7 gibt es selbst für professionelle Anwender nichts an der Farbtreue zu mäkeln. Die Grenzwerte von 3 und 5 werden deutlich unterboten und zeugen so von einer farbechten Wiedergabe der Bildinhalte.

Dell Inspiron 14 7490

Perfektionisten können hier mit einer Profilierung sicherlich noch den Weißpunkt und damit die Farbgenauigkeit insgesamt optimieren.

Displaymessungen im Überblick
Display – Dell Inspiron 14 7490 14-Zoll-IPS-Display, glänzend, 16:9, SHP14A2
Entspiegelung Schwache Entspiegelungsschicht
Grad der Spiegelungen Sehr hoch
Eingabemöglichkeiten Keine
Auflösung 1.920 x 1.080 Bildpunkte, 157 ppi
minimale Helligkeit 14,3 cd/m²
ca. 150 cd/m²  Helligkeitsstufe 5 153 cd/m²
ca. 200 cd/m²  Helligkeitsstufe 7 217 cd/m²
maximale Helligkeit 313 cd/m²
Helligkeitsstufen Displaymitte 14-29-60-90-122-153-186-217-249-276-313 (in cd/m²)
Schwarzwert Displaymitte  0,149 cd/m²
Ausleuchtung 81 %
sRGB-Farbraumabdeckung 98 %
AdobeRGB-Farbraum
P3-Farbraum 60 %
Kontrast Displaymitte  2.100:1
mittleres DeltaE 2000  1,8
maximales DeltaE 2000  4,7
Helligkeitsregulierung durch Pulsweitenmodulation (PWM) Einsatz von PWM mit 1.600 Hz ≤ Helligkeitsstufe 2
Displaybesonderheiten Beim Schwarzbild schwach sichtbare Wolkenbildung mit kleinen Lichthöfen
Das Display wurde mit Portrait Displays Spectracal Calman Software vermessen und ausgewertet. Ausführlicher Artikel zu Calmans Farbanalyse-Software.  Messgerät: Spektralfotometer x-rite i1 Basic Pro 2.
Dell Inspiron 14 7490

Tobias Winkler

Neben zahlreichen Artikeln, die ich seit 2009 für Notebookjournal, PRAD und Notebookcheck verfasst habe, setze ich nun beim Projekt Notebooks & Mobiles meine eigenen Vorstellungen von einer Testplattform um. Ich habe Spaß am Schreiben, an mobiler Technik und allem was dazugehört.