SK Hynix PC401 (M.2, PCIe, NVMe) im Test

SK Hynix PC401. Das SK Hynix Solid State Drive der PC401-Baureihe kommt im kompakten M.2-Format und ist mit einer PCIe-Schnittstelle ausgestattet. Als OEM-Produkt findet man diese Lösung vor allem in bereits vorkonfigurierten Notebook-Serien vor.

Notebookhersteller "bestücken inzwischen viele aktuelle Geräte mit kompakten M.2-SSDs. Zum Einen hat man hier nur wenige Gramm Gewicht und einen geringen Platzbedarf zu bedienen, zum Anderen sorgen Solid State Drives im Vergleich zu konventionellen Festplatten für ein spürbar besseres Ansprechverhalten und höhere Transferraten. Die SK Hynix PC401 positioniert sich anhand der technischen Daten eher in der Mittelklasse der derzeit erhältlichen M.2-PCIe-SSDs und dürfte für Notebookhersteller vor allem preis-leistungs-technisch eine interessante Alternative darstellen.

Entsprechend der Produktausrichtung wird die SK Hynix PC401 offiziell nur als OEM-Produkt vertrieben. Kunden sind also Notebook- und andere Systemhersteller, die solche Speicherlösungen direkt in ihre Endprodukte verbauen. Im Einzelhandel ist dieses Modell hierzulande derzeit nicht zu finden.

Aktuell ist das Solid State Drive mit  Bruttokapazitäten von 256 GB, 512 GB oder 1.024 GB erhältlich.

SK Hynix PC401: Auszug der technischen Daten
  • SK Hynix PC401 M.2-PCIe-SSD 512 GB (MI8BT00111230BS3L)
  • Solid State Drive
  • M.2 2280
  • PCIe 3×4, NVMe
  • Marvell Eldora 88SS1093
  • SK Hynix 72-layer TLC NAND
  • max. 2.700 MB/s beim Lesen
  • max. 1.390 MB/s beim Schreiben
  • max. 220k/​250k IOPS beim Lesen/ Schreiben (512 GB)
  • MTBF: unbek.
  • Leistungsaufnahme (512 GB): 5,3 W (Lesen), 0,07 W (Leerlauf)
  • 80 x 22 x 2,23mm, 8 g
  • Herstellerseite

Erhältliche Kapazitätsgrößen:

  • 256 GB
  • 512 GB
  • 1.024 GB
SK Hynix PC401: Leistungsfähigkeit

Die PC401-Solid-State-Drives weisen innerhalb der Baureihe eine ausgeprägte Leistungsabstufung bei den Schreibraten auf. Diese ist stark von der jeweiligen Speicherkapazität abhängig. Lediglich das Spitzenmodell mit 1.024 GB Kapazität liefert die Bestwerte von bis zu 2.700 MB/s beim Lesen und 1.450 MB/s beim Schreiben:

  • 256 GB – 2.500 MB/s Lesen/ 770 MB/s Schreiben,
  • 512 GB – 2.700 MB/s Lesen/ 1.390 MB/s Schreiben
  • 1.024 GB – 2.700 MB/s Lesen/ 1.450 MB/s Schreiben

Während sich die Lesegeschwindigkeit bei allen Kapazitätsgrößen auf einem vergleichbaren Niveau bewegen sollen, fällt das Einstiegs-Modell bei der Schreibgeschwindigkeit mit 770 MB/s auf dem Datenblatt deutlich ab.

In der Praxis kann das 256-GB-Solid-State-Drive im Dell XPS 13 9380 die technischen Daten sogar übertreffen und liefert damit einen guten Eindruck ab. So erreicht das Testgerät bis zu 2.609 MB/s beim Lesen (QD32) und bis zu 823 MB/s beim Schreiben (QD32).

Eher enttäuschend zeigt sich dagegen die 512-GB-Variante im Alienware m17. Mit 2.632 MB/s zeigt sich die Leserate im Vergleich zum kleineren Modell nahezu unverändert und die Schreibrate liegt mit maximal 992 MB/s (QD32) weit hinter der Angabe im Datenblatt zurück.

Bereits getestete Alternativen:

Die vollständigen Testberichte zum Dell XPS 13 9380 und Alienware m17 kann man hier nachlesen:

SK Hynix PC401: Fazit

Das M.2-PCIe-Solid-State-Drive SK Hynix PC401 wird SK Hynix PC401vom Hersteller als OEM-Produkt vertrieben. Der Endkunde wird diese Modelle daher vornehmlich in vorkonfigurierten Laptops ab Werk wiederfinden. Im Einzelhandel ist dieses Laufwerk hierzulande momentan nicht erhältlich.

Während die 256-GB-Variante im Test die Herstellerangaben etwas übertreffen kann und damit überraschend gut abschneidet, kann das 512-GB-Modell die gesteckten Ziele vor allem bei der Schreibgeschwindigkeit nicht erreichen und enttäuscht ein wenig. Unter dem Strich bekommt man hier dennoch ein leistungsstarkes Solid State Drive der Mittelklasse geboten, das für viele Aufgabenbereiche eine ausreichend gute Performance abliefert.

Tobias Winkler

Neben zahlreichen Artikeln, die ich seit 2009 für Notebookjournal, PRAD und Notebookcheck verfasst habe, setze ich nun beim Projekt Notebooks & Mobiles meine eigenen Vorstellungen von einer Testplattform um. Ich habe Spaß am Schreiben, an mobiler Technik und allem was dazugehört.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.