Nvidia Geforce GTX 1650 (Laptop) im Test

Solide Mittelklasse. Die Nvidia Geforce GTX 1650 ist ein Mittelklasse-Grafikchip für Spiele-Laptops. Haupteinsatzgebiet sind günstigere Einsteiger-Modelle der verschiedenen Gaming-Serien.

Die Nvidia Geforce GTX 1650 "basiert auf der Turing-Grafikchip-Generation und verspricht im Vergleich zu den Vorgängern eine verbesserte Leistungsfähigkeit bei optimierter Leistungsaufnahme. Notebooks die mit dieser Grafiklösung ausgestattet sind, finden sich hauptsächlich im Segment der Spiele-Laptops wieder. Eingesetzt wird die Grafiklösung im 13-Zoll-, 14-Zoll-, 15-Zoll- und 17-Zoll-Format.

Verbreitung & Preise

Folgende Notebooks sind zum Beispiel mit der mobilen Geforce GTX 1650 erhältlich:

  • Razer Blade Stealth 13 (Max-Q-Design)
  • MSI Prestige 14 (Max-Q-Design)
  • Acer Aspire 7 A715
  • Asus TUF Gaming FX505DT
  • Lenovo Ideapad L340
  • HP Gaming Pavilion 15
  • SCHENKER XMG Core 17
  • Captiva I51
  • Wortmann Terra Mobile 1777

Notebooks mit Geforce GTX 1650 sind zum Testzeitpunkt bereits ab 700 Euro erhältlich.

Auszug der technischen Daten

Die Nvidia Geforce GTX 1650 verfügt über 1.024 Shadereinheiten, einen 128 bit breiten Speicherbus und 4 GB GDDR5-Grafikspeicher. Der Kerntakt erreicht im Testgerät Lenovo Yoga C940 bis zu 1.245 MHz. Die Speicherbandbreite beziffert Nvidia mit 192 GB/s. Die Leistungsaufnahme beträgt laut dem Datenblatt zwischen 30 Watt und 50 Watt. Die dadurch entstehende Abwärme hält sich somit in Grenzen und ermöglicht auch den Einsatz in kompakteren Notebook-Lösungen, wie zum Beispiel Razers Blade Stealth 13.

  • Turing-Generation TU117M
  • 12-nm-Fertigungsprozess
  • 1.024 Shadereinheiten
  • 930 – 1.560 MHz max. Kerntakt (Herstellerangabe)
  • 4 GB GDDR5 Grafikspeicher (Micron)
  • 1.750 MHz Speichertakt
  • 128 bit Speicherbus
  • DX 12
  • OpenGL 4.6
  • Vulkan API
  • Nvidia Optimus
  • Flüstermodus
  • Nvidia GPU-Boost
  • DisplayPort 1.4a, HDMI 2.0b
  • 30 bis 50 Watt (laut Nvidia-Datenblatt)
  • Homepage
  • Produktseite

Auszug der technischen Daten des Testsystems:

Der ausführliche Testbericht zum Lenovo Yoga C940 ist bereits bei Notebooks & Mobiles erschienen und kann hier nachgelesen werden: Lenovo Yoga C940 im Test.

Mittelklassegrafik im schlanken Convertible-Laptop.

Benchmarks
DirectX

Die Testergebnisse zeigen, dass die Nvidia Geforce GTX 1650 im DX12-Bereich eine noch gute Leistungsfähigkeit abliefert. Beim 3DMark Time Spy erreicht sie 3.384 Punkte und beim 3DMark Night Raid 20.836 Punkte. Auch beim Unigine-Heaven-Benchmark positionieren sich die 157 fps beim Basic-Test und die 50 fps beim Extreme-Test im gesunden Mittelfeld.

OpenGL

Beim Cinebench OpenGL-Shading gliedert sich die Geforce GTX 1650 mit einem Ergebnis von 134 fps zwischen Nvidia Geforce RTX 2060 im Acer Predator Helios 300 und Nvidia Geforce GTX 2070 im Omen by HP 17 ein.

Geforce GTX 1650 Max-Q

OpenGL (optimiert, Workstation-CAD)

Die Nvidia Geforce GTX 1650 ist als Spielegrafik von ihrer Grundausrichtung nicht speziell für den Profieinsatz im CAD-Bereich ausgelegt. Hier fehlen spezielle Treiber, eine Optimierung der Zuverlässigkeit und umfangreiche Zertifizierungen. Dennoch kann sie leistungsmäßig in diesem Umfeld je nach Software punkten. Insbesondere bei DirectX-Software wie 3ds Max oder Showcase fallen spezielle OpenGL-Treiber-Optimierungen weg und die reine Rechenleistung kann ihre Vorteile ausspielen.

Beim SPECviewperf.13-Benchmark werden die Bereiche CAD, CAM, Exploration und auch ein medizinisches MRT abgedeckt. Von optimierten Treibern profitieren hier insbesondere Programme wie Catia, Siemens NX oder Solidworks. Hier trumpfen die speziellen Quadro-Chips auf und spielen die Vorteile der auf professionelle Aufgaben hin abgestimmten Hard- und Software aus. Bei 3ds Max, Maya und Showcase gibt die Geforce GTX 1650 hingegen eine vergleichsweise gute Figur ab und arbeitet in etwa auf dem Niveau von Nvidias Quadro T2000.

Geforce GTX 1650 Max-Q

Virtual Reality

Die Nvidia Geforce GTX 1650 trägt kein Nvidia-VR-Ready-Logo und erzielt beim VRMark Orange Room lediglich 4.410 Punkte. Die VR-Ready-Vorgabe des VRMarks von 5.000 Punkten wird somit nicht erreicht.

Geforce GTX 1650 Max-Q

Stromverbrauch & Wärmeentwicklung

Nvidia gibt die Leistungsaufnahme der Geforce GTX 1650 mit 30 bis 50 Watt an. Damit bewegt sich diese Grafiklösung noch im genügsamen Mittelfeld und gibt den Notebookherstellern dadurch verschiedene Möglichkeiten die Kühlsysteme abzustimmen.

Im Convertible Lenovo Yoga C940 kommen 2 Lüfter zum Einsatz, die die anfallende Abwärme gut aus dem schlanken Notebook-Gehäuse heraus befördern können. Mit einer Oberflächentemperatur von maximal 46,9 °C und einem maximalen Schalldruckpegel von 42,8 dB(A) unter Volllast zeigen sich die Emissionen unter Berücksichtigung der Geräteklasse ausreichend zurückhaltend.

Nvidia Geforce GTX 1650 Max-Q

Nvidia Geforce GTX 1650: Fazit

Die Nvidia Geforce GTX 1650 ist ein Spiele-Grafik-Chip der Nvidia Geforce GTX 1650bei FullHD-Auflösung auch viele anspruchsvollere 3D-Titel flüssig verarbeiten kann. Hier und da ist es aber notwendig die Qualitätseinstellungen etwas abzusenken.

Im Test zeigt sich die Geforce GTX 1650 der Ausrichtung gemäß im Spiele-Bereich unter der DirectX-12-Schnittstelle am leistungsstärksten. Je nach verwendeter Software kann sie jedoch auch im CAD-Bereich die eine oder andere Stärke vorweisen.

Dank der noch moderaten Leistungsaufnahme können die Kühlsysteme in den Laptops entweder kompakter dimensioniert oder zurückhaltender abgestimmt werden. Derzeit kommt die Grafik-Lösung in Notebooks mit Bildschirmgrößen von 13 Zoll bis 17 Zoll zum Einsatz.

Tobias Winkler

Neben zahlreichen Artikeln, die ich seit 2009 für Notebookjournal, PRAD und Notebookcheck verfasst habe, setze ich nun beim Projekt Notebooks & Mobiles meine eigenen Vorstellungen von einer Testplattform um. Ich habe Spaß am Schreiben, an mobiler Technik und allem was dazugehört.

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