Test Microsoft Surface Book

Exklusive Wandlungsfähigkeit. Das Microsoft Surface Book soll laut Microsoft das ultimative Notebook sein, das zukunftsweisend die Leistung eines High-End-Laptops mit der Vielseitigkeit eines Tablets kombiniert. Das Konzept hört sich schon mal gut an und erzeugt eine entsprechend hohe Erwartungshaltung.

Microsoft Surface Book

Tatsächlich versprühen die im Datenblatt aufgeführten Eigenschaften und Komponenten durchaus ihren ganz besonderen Reiz. Magnesium-Gehäuse, SSD, blendarmer 3:2-Bildschirm, Intel Core i5-CPU, 8 GB RAM, abnehmbare Tableteinheit, Eingabestift mit Digitizerfunktion und bis zu 12 Stunden Akkulaufzeit sind in dieser Kombination einzigartig. Erst die Preisgestaltung, die vom Interessenten mindestens 1.649 Euro abverlangt, bremst den “Haben-Will-Faktor” dann doch wieder etwas ein.

Model Microsoft Surface Book
Preis 1.649 Euro (Testkonfiguration) im Microsoft Store
Prozessor Intel Core i5-6300U, 2,4 – 3,0 GHz, 2 Kerne, 4 Threads
Grafik Intel HD Graphics 520
Arbeitsspeicher 8 GB PC3-12800, 1066 MHz, Dual-Channel
Massenspeicher 128 GB Samsung NVMe MZFLV128 (ca. 97 GB frei)
Display 13,5-Zoll-PixelSense-Display, Auflösung: 3000 x 2000 (267 PPI), 3:2, 10-Punkt-Mehrfingereingabe, Digitizer-Stift
Betiebssystem & Software Windows 10 Pro 64 bit
Anschlüsse & Erweiterung 2 x USB 3.0, Mini-DisplayPort, Kartenleser, kombinierter 3,5-mm-Klinke Audio in/out
Kommunikation 802.11ac WLAN,IEEE 802.11a/b/g/n kompatibel, Bluetooth 4.0, 8-MP-Hauptkamera, 5-MP-Frontkamera
Audio Intel Skylake-U/Y PCH-High Definition Audio Controller
Eingabegeräte Chiclet-Tastatur, Touchpad, Bildschirm mit Finger- und Stiftunterstützung
Sicherheit TPM-Chip
Sensoren Umgebungslichtsensor, Beschleunigungssensor, Gyroskop, Magnetometer
Batterie & Stromversorgung 51-Wh-Akku (Tastatureinheit) + 19-Wh-Akku (Tableteinheit), 30-Watt-Netzteil
Abmessungen & Gewicht 313 (B) x 232 (T) x 23 (H) mm, ca. 1,5 kg
Herstellergarantie 12 Monate
Herstellerinformationen https://www.microsoft.com/surface/de-de/devices/surface-book

Microsoft Surface Book

Microsoft Surface Book: Gehäuse

Das Gehäuse des Microsoft Surface Book ist perfekt verarbeitet, sehr stabil und gefällt mit einer angenehmen Oberfläche. Die Kombination aus Metall und Glas sorgt für eine zurückhaltend elegante Optik, die auf das Wesentliche reduziert, ihren ganz besonderen Charme entwickelt. Der eigenwillige Scharniermechanismus sorgt einerseits für einen optischen Hingucker, andererseits aber auch dafür, dass die Displayeinheit nicht geschlossen auf der Tastatureinheit aufliegt. Falls sich hier mal unbeabsichtigt Gegenstände dazwischen verirren, kann es zu unschönen Beschädigungen kommen. Ansonsten funktioniert die Stift-Magnet-Mechanik tadellos und verbindet die Bildschirmeinheit sehr gut mit der Tastatureinheit. Leider wippt das Display schon bei wenig Bewegung sichtbar nach und trübt den sonst insgesamt guten Eindruck etwas.

Microsoft Surface Book

Ebenfalls nicht jedermanns Sache dürfte der scharfkantige Abschluss der Handballenablage sein. Nach längerem Auflegen der Hände wird das leichte Einschneiden der Vorderkante in die Haut schon etwas unangenehm. Mit einem Testgewicht von etwa 1,5 kg hat man dafür ein recht leichtes Notebook zur Hand, das sich damit insbesondere für den mobilen Einsatz anbietet. Dells XPS 13 ist mit knapp 1,3 kg nochmals leichter und Apples 13“ MacBook Pro Retina mit seinen 1,58 kg nur minimal schwerer.

Microsoft Surface Book

Microsoft Surface Book: Ausstattung

Obwohl die Tastatureinheit mit ihren 8 mm Dicke sehr schlank daher kommt, hat sich Microsoft dazu entschieden zwei normal große USB 3.0-Anschlüsse zu verbauen. Dass man hier nicht schon auf den deutlich kleineren USB 3.1 Typ C oder gar einen Thunderbolt 3.0-Port zurückgegriffen hat, erscheint aus heutiger Sicht etwas mutlos. Gerade eine aktuelle Thunderbolt-Schnittstelle hätte mit den verschiedenen implementierten Standards einen deutlichen Mehrwert dargestellt. Richtig ärgerlich könnte sich für manche Anwender zudem das Fehlen eines USB- oder Display-Anschlusses an der Tableteinheit darstellen. Das schränkt die möglichen Anwendungsgebiete ohne Tastatureinheit merklich ein.

Microsoft Surface Book

Die Performance der Schnittstellen überzeugt hingegen und sollte für die meisten Einsatzanlässe ausreichen. Mit einer externen Samsung Portable SSD T1 habe ich beim sequentiellen Lesen Geschwindigkeiten von bis zu 391 MB/s und beim Schreiben von bis zu 369 MB/s gemessen. Der ebenfalls auf der linken Seite integrierte Kartenleser kann Speicherkarten nicht komplett aufnehmen, sondern lässt sie mit etwa 12 mm aus dem Gehäuse herausragen. Ein Transport des Notebooks mit eingelegter „Speichererweiterung“ scheidet somit aus. Auch hier stimmt immerhin die Performance: Mit einer Sandisk Extreme Pro UHS-II 16 GB schaufelt der Leser bis zu 222 MB/s beim Lesen und 175 MB/s beim Schreiben. Wie auch auf der linken Seite, liegen auf der rechten Seite die Anschlüsse weit hinten, so dass angeschlossene Kabel beim Arbeiten den Händen kaum in die Quere kommen.

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Etwas schade ist hingegen, dass die wenigen vorhandenen Schnittstellen recht nah beieinander liegen und somit eine gleichzeitige Nutzung überbreiter USB-Geräte und -Kabel nur mit einer passenden Verlängerung möglich ist. Mit angedocktem Eingabestift wird zudem der Mini-DisplayPort verdeckt. Das sind natürlich alles keine schwerwiegenden Einschränkungen, wirklich durchdacht erscheint aber gerade die Schnittstellenauswahl und deren Positionierung jedoch nicht. Der Netzanschluss kann sowohl an der Tastatureinheit als auch am abgenommenen Tablet-Teil angeschlossen werden.

Microsoft Surface Book

Microsoft Surface Book: Eingabegeräte

Die Tastatur des Microsoft Surface Book bietet große Tasten im 19-mm-Raster, einen kurzen Hub und einen angenehmen Anschlag. Das Anschlagsgeräusch ist zurückhaltend und ein Klappern einzelner Tasten kann ich nicht feststellen. Während die mechanische Umsetzung einen sehr guten Eindruck hinterlässt, gefallen Funktionsumfang und Tastaturbeleuchtung nur bedingt. So findet man hier weder eine Möglichkeit per FN-Kombination die Display-Helligkeit einzustellen, noch eine Durchschaltfunktion für die Videoausgabe. Während man diese Einschränkungen noch durch eine Umgewöhnung der Arbeitsweise ausgleichen kann, stört die kontrastschwache Tastaturbeschriftung mit der blickwinkelabhängigen Tastatur-Beleuchtung ständig. Hier hat die Optik gegenüber den praktischen Erfordernissen eindeutig den Vorzug erhalten und stellt eine relativ große Beeinträchtigung bei ungünstigen Lichtverhältnissen dar.

Microsoft Surface Book
Das etwa 70 x 105 mm große Touchpad bietet gute Gleiteigenschaften, eine hohe Reaktionsfähigkeit und präzise Genauigkeit. Die fehlenden separaten Touchpadtasten vermisst man nicht, da sowohl die Mechanik gut funktioniert als auch die rechte Maustastenfunktion (Aufrufen Kontextmenü usw.) alternativ per Zweifingertip ausgeführt werden kann. Zweifingergesten wie Hinein-, Herauszoomen oder das Durchscrollen von Fotos funktionieren recht gut aber nicht ganz so flüssig wie bei manchem Konkurrenten. Im Treiber kann man allerdings weder hierzu noch zur Auswahl zusätzlicher Funktionen weitere Einstellungen vornehmen.

Microsoft Surface Book

Die Kombination aus Finger- und Stifteingabe gefällt beim Microsoft Surface Book gut und bietet damit die für jede Aufgabe passende Eingabemethode. Bei kleinen Auswahlfeldern, dem Anfertigen von handschriftlichen Notizen oder Skizzen ist der sehr genau arbeitende Stift die erste Wahl. Dieser stellt mit seinen 1.024 Druckstufen und einer hohen Zielgenauigkeit das ideale Werkzeug für stiftähnliche Aufgaben dar. Möchte man hingegen lediglich einen Ordner verschieben oder ein Programm starten, reicht auch der Finger vollkommen aus. Obwohl der Stift magnetisch am Microsoft Surface Book auf Höhe des Netzanschlusses oder am Displayrahmen andocken kann, so ist diese Befestigungsart nicht für den Transport oder eine dauerhafte Aufbewahrung geeignet. Hier zeigen sich manche Convertibles anderer Hersteller mit passenden Einschublöchern für ihre Stifte deutlich praxisgerechter aufgestellt.

Microsoft Surface Book: Display

Bereits im Datenblatt stechen die ungewöhnlichen Displayeigenschaften des Microsoft Surface Book ins Auge. Abseits vom üblichen 16:9-Format, hat sich Microsoft bei seinem 13,5-Zoll-Convertible für ein 3:2-Format mit einer Auflösung von 3.000 x 2.000 Bildpunkten entschieden. Die daraus resultierende Pixeldichte von 267 ppi sorgt für eine gestochen scharfe Darstellung, die sich besonders positiv auf die Wiedergabequalität von Texten, Bildern und Filmen auswirkt.

Zudem sorgt das weniger breitformatige Seitenverhältnis für deutlich mehr Platz in der Vertikalen. Das mindert die Scroll-Notwendigkeit beim Lesen von Dokumenten oder Internetseiten und erhöht damit den Arbeitskomfort beim Umgang mit Texten. Die Darstellungsgröße bei nativer Einstellung ist allerdings recht klein. Da die Skalierungseigenschaften von Windows 10 mittlerweile aber sehr gut ausfallen, stößt man bei aktuellen Programmen kaum noch auf Probleme. Meist sind ältere Programmversionen beteiligt, wenn Schriften zu klein, unproportioniert oder beschnitten dargestellt werden.

Microsoft Surface Book
Display IPS-LED-Display, Glare, Reflexionsarm
Panel Panasonic MEI96A2, VVX14P048M00
Auflösung 3.000 x 2.000
minimale Helligkeit 1 cd/m²
ca. 150 cd/m²  Helligkeitsstufe 50 % (102 cd/m²)
ca. 200 cd/m²  Helligkeitsstufe 75 % (220 cd/m²)
maximale Helligkeit 473 cd/m²
maximale Helligkeit Akku 473 cd/m²
Schwarzwert 0,28 cd/m²
Ausleuchtung 92 %
Kontrast 1689 : 1
Kontrast profiliert 1804 : 1
sRGB-Abeckung 97 %
mittleres DeltaE 2000 2,4 (profiliert 1,2)
maximales DeltaE 2000 5,6 (profiliert 3,0)
PWM  von 0 – 25 % Helligkeit (24 cd/m² )
Reaktionszeit Grau zu Grau 73 ms
Reaktionszeit Schwarz zu Weiß 47,2 ms

Die ermittelten Messwerte zeigen, dass es sich bei dem verbauten Panel von Panasonic um ein sehr hochwertiges Modell handelt. Die maximale Helligkeit beträgt 473 cd/m² , der Schwarzwert 0,28 cd/m² und der daraus resultierende Kontrast liegt bei 1689:1. Der Bildschirm ist zudem sehr gut ausgeleuchtet und erreicht eine Helligkeitsverteilung von 92 %. Etwas unverständlich ist in dem Zusammenhang die auf insgesamt fünf Helligkeitsstufen beschränkte Einstellmöglichkeit. Die vorgegebenen Abstufungen von 1 cd/m² (0 %), 24 cd/m² (25 %), 102 cd/m² (50 %), 220 cd/m² (75 %) und 473 cd/m² (100 %) könnten für manche Anwender keine passende Helligkeitseinstellung bieten.

Microsoft Surface Book

Bereits im Auslieferungszustand verfügt das Display des Microsoft Surface Book über eine gute Farbtreue. Mit einem maximalen DeltaE 2000 von 5,6 schrappt die Farbgenauigkeit nur in wenigen Fällen an der Grenze von 5 vorbei. Nach einer Profilierung kann die maximale Abweichung deutlich gesenkt werden (DeltaE 2000 von 3) und ermöglicht damit auch den Einsatz im professionellen und bildverarbeitenden Bereich. Die Abdeckung des sRGB-Farbraums gelingt zu 97 % und dürfte ebenfalls vielen Anwendern ausreichen. 

Die Blickwinkelstabilität des IPS-Panels ist sehr gut und zeigt nur aus extrem spitzen Winkeln kleine Schwächen bei Kontrast und Farbwiedergabe. Wenn es zu einer Beeinträchtigung der Darstellungsqualität kommt, dann meist durch auftretende Spiegelbilder. Diese treten zwar ähnlich wie beim Apple iPad Air 2 in abgeschwächter Form auf, ändern aber nichts an der grundsätzlichen Beeinträchtigung durch die reflektierende Oberfläche. Sonstige Einschränkungen wie Pixelfehler, eine Wolkenbildung oder auffällige Lichthöfe habe ich beim Microsoft Surface Book nicht entdeckt. Lediglich ein kleiner, kaum sichtbarer Lichthof am rechten, oberen Bildschirmrand ist bei schwarzem Bildschirm erkennbar.

Microsoft Surface Book

Microsoft Surface Book: Leistung

Die Leistungsfähigkeit des Microsoft Surface Book fällt insgesamt sehr gut aus. Prozessor und Grafik arbeiten zum Beispiel deutlich schneller, als Intels Core i3-6100U im Lenovo ThinkPad E460. Für ein Subnotebook ist das zwar nichts Ungewöhnliches, bedenkt man aber, dass sich die komplette Leistungseinheit im vergleichsweise schlanken Tabletteil befindet, hat Microsoft hier ganze Arbeit geleistet.

Microsoft Surface Book
Prozessor Single-Core Multi-Core
Cinebench R15 64 bit  121 cb  304 cb
Cyberlink MediaEspresso 7: Video-Konvertierung per CPU 11:52 Minuten (100 % CPU-Last)
System Single-Core  Multi-Core 
Geekbench 3.3 64 bit 3232 Punkte 6749 Punkte
PCMark 8 Home 2762 Punkte
PCMark 8 Creative 3466 Punkte
PC Mark 8 Work 3533 Punkte
Speichertest Lesen Schreiben
Crystal Disk Mark 703 MB/s 156 MB/s
Speicherkarte 222 MB/s 175 MB/s
USB 3.0 391 MB/s 369 MB/s
Grafik HD Basic  HD+ Extreme 
Unigine Heaven 4.0  20.4 fps  4.2 fps
Cinebench R15 OpengL 40.2 fps
3DMark Cloud Gate Standard 5488 Punkte
3D Mark Firestrike Standard 835 Punkte
Cyberlink MediaEspresso 7: Video-Konvertierung per GPU 6:45 Minuten (32 % – 100 % CPU-Last)
Spiele (Intel HD Graphics) HD  FullHD 
GRID: Autosport 110 fps (Very Low) 16 fps (High)
Tomb Raider 102 fps (Low)
Middle Earth: Shadow of Mordor  24 fps

Für das auch subjektiv hohe Geschwindigkeitsgefühl sorgen vor allem die schnelle NVMe-SSD von Samsung und die schnelle Intel Core i5-6300U-CPU. Dass auch die Grafikleistung für eine Intel HD Graphics 520 überdurchschnittlich gut ausfällt, ist vor allem dem im Dual-Channel-Modus arbeitenden Arbeitsspeicher zu verdanken. Mangels eigenem Grafikspeicher greift die integrierte GPU hierauf zurück und profitiert eindrucksvoll von der flotten Speicherperformance. Obwohl man ein solch mobiles Notebook eher nicht mit Konvertierungsaufgaben belasten möchte, gelingt das je nach Videoformat in Verbindung mit Intels Quick Sync Video recht gut. Für die Umwandlung meines 3er-Videomix benötigt die GPU fast nur die Hälfte der Zeit die man für die reine CPU Konvertierung veranschlagen müsste.

CPU-Leistung

Mit etwas Verzicht auf Qualität und Auflösung eignet sich das Microsoft Surface Book auch zum gelegentlichen Spielen. Bei meinen niedrigen Testeinstellungen laufen Tomb Raider und GRID: Autosport sogar mit über 100 Bildern pro Sekunde. Bei Middle-Earth: Shadow of Mordor (1.280 x 800) zeigt sich die Spieleleistung mit 24 fps jedoch schon grenzwertig und erfordert weitere Zugeständnisse bei der Qualitätsauswahl, um doch noch eine flüssige Darstellung zu erhalten.

Grafikleistung

Microsoft Surface Book: Emissionen

Trotz der vergleichsweise potenten Ausstattung auf engem Raum wird die Tableteinheit des Microsoft Surface Book an der Rückseite maximal 42,7 °C warm. Das ist zwar spürbar, aber kaum mit Einschränkungen verbunden. Die Tastatureinheit bleibt mit maximal gemessenen 28,2 °C im Dockingbereich nochmals deutlich kühler. Der maximal gemessene Schalddruckpegel beträgt 33,9 dB(A) und tritt vor allem bei hoher Belastung wie Konvertierungen oder Spielen in Erscheinung. Ansonsten ist das Testgerät meist lautlos geblieben und hat lediglich hin und wieder mal leise (mit maximal 29,2 dB(A) den Lüfter laufen lassen.

Microsoft Surface Book Schalldruckpegel Oberflächentemperatur
Leerlauf Lautlos 26,1 °C,
WLAN Lautlos bis 29,2 dB(A) 35,5 °C
Büro (PCMark 8 Home) Lautlos bis 33,9 dB(A) 37,2 °C, Tastatureinheit max. 28,2 °C
Spiele bis zu 33,9 dB(A) 42,7 °C, Displayrückseite

Microsoft Surface Book: Energieverbrauch

Beim ersten Laufzeittest hat das Microsoft Surface Book knapp 20 Stunden durchgehalten. Da der Battery Eater Readers Test mit minimaler Last, dunklem Bildschirm und ausgeschalteten Funkmodulen einen wenig praxisgerechten Wert abliefert, sind die weiteren Laufzeittests deutlich repräsentativer. Im Akkubetrieb reduziert sich der Stromverbrauch, da hier die Leistungsfähigkeit des Microsoft Surface Book etwas eingebremst wird. Beim PCMark Home 8 werden beispielsweise nur noch 2642 Punkte und beim Cinebench R15 nur noch 302 Punkte (Multi-Core) und 37,5 fps (OpenGL Shading) erzielt. Da der große Akku mit einer Kapazität von 51 Wh in der Tastatureinheit verbaut ist, fallen die Akkulaufzeiten der Tableteinheit mit ihren 19 Wh deutlich geringer aus. Das Netzteil ist mit einer Nennleistung von 30 Watt ausgewiesen und mit einem integrierten USB-Anschluss zum Laden weiterer Geräte ausgestattet.

Microsoft Surface Book Leistungsaufnahme Akkulaufzeit Gesamt Akkulaufzeit Tableteinheit
Leerlauf (Battery Eater Readers Test) 3,8 Watt 19:34 h 4:42 h
WLAN (TV-Streaming) 11,3 Watt 8:15 h  2:06 h
Büro (PCMark 8 Home) bis zu 28,3 Watt 4:40 h  1:17 h
Spiele (GRID: Autosport) bis zu 31,5 Watt 3:37 h  0:48 h

Microsoft Surface Book

Fehler wie unvermittelt auftretende Bluescreens, ein sich erst nach einem Neustart wieder abschaltender Lüfter oder ein im Standby-Modus zu hoher Verbrauch habe ich nicht festgestellt. Das kann an der beim Testgerät fehlenden Nvidia-GPU liegen oder durch mittlerweile per Update eingespielte Bugfixes behoben worden sein.

Microsoft Surface Book: Fazit

Microsofts Surface Book ist insgesamt gesehen ein tolles Stück Technik und Microsoft Surface Bookzeigt was man heutzutage alles an Funktionen in ein so schlankes Gehäuse hineinpacken kann. Die Leistungsfähigkeit ist vergleichsweise gut, das Display hervorragend und die Akkulaufzeiten reichen in vielen Fällen für einen kompletten Arbeitstag aus. Darüber hinaus gefallen das hervorragende Gehäuse und das ungewöhnliche Design. Das eigentliche Highlight ist der sehr genaue Eingabestift der sich komfortabel bedienen lässt und für bestimmte Aufgaben einen unersetzlichen Mehrwert darstellt.

Leider erfüllt das Microsoft Surface Book auf der anderen Seite in vielen kleinen Details nicht die Erwartungen die man an ein solches Premium-Convertible hat. Das fängt bei der unglücklichen Schnittstellenauswahl und deren Positionierung an, setzt sich bei den Tastaturfunktionen fort und mündet schließlich in die eingeschränkten Helligkeitsabstufungen des Displays. Ebenfalls für Unmut sorgen die hierzulande erhältlichen Hardwarekonfigurationen. Warum man für das hier getestete i5-Modell ohne diskrete Grafik nur 128 GB Massenspeicher erhalten kann, ist aus Anwendersicht nicht wirklich nachvollziehbar. Ob man letztlich bereit ist diese mehr oder weniger elementaren Einschränkungen hinzunehmen, wird nicht nur von den eigenen Bedürfnissen sondern sicherlich auch von den in Frage kommenden Alternativen und dem zur Verfügung stehenden Budget beeinflusst.

Microsofts Surface Book findet man zum Beispiel bei Cyperport: Notebook & Tablet. Jetzt bei Cyberport.de!

Tobias Winkler

Neben zahlreichen Artikeln, die ich seit 2009 für Notebookjournal, PRAD und Notebookcheck verfasst habe, setze ich nun beim Projekt Notebooks & Mobiles meine eigenen Vorstellungen von einer Testplattform um. Ich habe Spaß am Schreiben, an mobiler Technik und allem was dazugehört.

3 Gedanken zu „Test Microsoft Surface Book

  • 6. Juli 2016 um 20:41
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    Das Surface Book ist ein richtig tolles Gerät! Die Negativ-Aspekte aus deinem Test stören mich bei meinem Gerät nicht wirklich. Vielleicht auch deshalb, weil das Surface Book mein erstes hochwertigeres Notebook ist. Funktionalität und Mobilität vereinen hier die Vorteile von Tablet und Notebook. Meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Convertible, wofür man allerdings auch tief in die Tasche greifen muss.

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  • 14. Oktober 2016 um 18:56
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    Ein wirklich schöner Testbericht, der mich bereits vor einigen Wochen zum Kauf des Gerätes verleitet hat – gerade auch weil die einmalige Optik des Gerätes in den gelungenen Bildern gut rüberkommt. Zu den Kritikpunkten: Den Display-Port nutze ich nur am Schreibtisch und da läuft auch das Netzkabel nach hinten, die Positionierung stört mich also nicht. Zudem kann man die Helligkeit detaillierter anpassen, indem man bei gedrückter “Fn”-Taste die “Backspace”- bzw “Entfernen”-Taste betätigt – vielleicht ist die Funktion erst später dazugekommen, es hat aber auch bei mir etwas gedauert, bis ich sie versehentlich entdeckt habe. Alles in allem aber ein sehr gelungener, ausführlicher Test zu einem wirklich fantastischen Notebook.

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    • 14. Oktober 2016 um 21:00
      Permalink

      Danke für dein Feedback. Ja das kann durchaus sein, dass ich das Feature der Helligkeitssteuerung per FN-Backspace- oder FN-Entfernen-Kombi beim Test nicht erkannt bzw. entdeckt habe. Die Tastaturbeschriftung gibt ja leider keinen Hinweis darauf. Ja insgesamt ist das Surface Book ein sehr gelungenes Stück Technik. Bin mal gespannt, was der Nachfolger so bringt.

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