Comet Lake – Intel Core i9-10900 im Test

Intel Core i9-10900. Der besonders leistungsstarke Zehnkerner kommt in Highend-Notebooks, mobilen Workstations und Gaming-Maschinen zum Einsatz. Hiermit ausgestattete Laptops profitieren dank 10 Rechenkernen und hohen Taktraten von einer breit gefächerten Spitzenleistung.

Der Intel Core i9-10900 "gehört im Produktportfolio der 10. Prozessorgeneration zu den leistungsstärksten CPU-Lösungen. Als 10-Kerner kann er bis zu 20 Threads gleichzeitig abarbeiten, hat einen SmartCache von 20 MB integriert und ist in der Lage einen Maximaltakt von bis zu 5,1 GHz zu erreichen.

Die maximale Verlustleistung (zu kühlende Abwärme, TDP, Thermal Design Power) des Desktop-Prozessors ist mit 65 Watt ausgewiesen. Der tatsächliche Stromverbrauch fällt je nach Anwendung allerdings deutlich höher aus.

Bild Intel: Intel Core i9-10900.

Die hier getestete CPU kommt im Gaming-Laptop Alienware Area-51m R2 zum Einsatz. Ansonsten ist dieser Prozessor zum Beispiel auch in Nexocs GK5-Serie zu finden oder bei Schenkers DTR 17 konfigurierbar.

Auszug der technischen Daten
  • Intel Core i9-10900
  • 14 nm Fertigungsprozess
  • 10 Kerne, 20 Threads
  • 2,8 – 5,2 GHz Prozessortakt (Intel Thermal Velocity Boost)
  • 20 MB SmartCache
  • 65 Watt TDP
  • 439-449 $/ Stück bei Abnahme von 1.000 Einheiten
  • Technische Daten Intel-Homepage
Testgerät
  • Alienware Area-51m R2
  • Intel Core i9-10900
  • 32 GB DDR4-RAM (Dual-Channel)
  • 15,6“ FullHD-IPS-Display (1.920 x 1.080 Bildpunkte)
  • Nvidia Geforce GTX 2070 Super (8 GB GDDR6)
  • 512 GB SSD & 1 TB HDD

Alienware Area-51m R2

Preissituation

Auf Intels Produktseiten wird für den Intel Core i9-10900 ein Stückpreis von 435 -445 US-Dollar ausgewiesen. Gerade im Mobilbereich ist dieser Preis nur ein grober Anhaltspunkt, da er sich zum Einen auf die Abnahme bei 1.000 Einheiten bezieht und zum Anderen oft individuelle Konditionen zwischen CPU- und Notebookhersteller ausgehandelt werden. Zudem kalkulieren die Laptop-Produzenten die CPU-Kosten recht unterschiedlich in die Gesamt-Preisgestaltung ein.

Die Preisunterschiede der Gesamtsysteme mit Intel Core i9-10900 fallen somit recht hoch aus: Nexocs GK5 915IG 20V1 ist zum Testzeitpunkt mit Intel Core i9-10900 ab etwa 1.350 Euro erhältlich, Schenker verlangt für seinen DTR 17 knapp 3.000 Euro und die Testkonfiguration des Alienware Area-51m R2 verlangt um die 3.500 Euro.

Rechenleistung (Single-Core/ Multi-Core)

Die Rechenleistung des Intel-Core-i9-10900-Prozessors ist für Laptop-Verhältnisse gigantisch und erklimmt folglich problemlos den Thron der bisher bei Notebooks & Mobiles getesteten CPUs. Single-Thread- wie auch Multi-Thread-Leistung stellen neue Bestwerte auf.

Beim Cinebench R15 bedeutet das 209 Punkte beim Single-Thread-CPU-Rendering und 2.389 Punkte beim Multi-Thread-Test.

Eine ähnliche Einordnung zeigen die Ergebnisse der Geekbench-3- und Geekbench-5-Tests. An Leistungsfähigkeit mangelt es diesem Prozessor somit auch in den nächsten Jahren sicherlich nicht. Weitere Testergebnisse sind in der CPU-Benchmarkliste zu finden.

Standfestigkeit bei Dauerlast

Im Alienware Area-51m R2 findet der Intel Core i9-10900 sehr gute Kühl-Bedingungen vor. Beim Geekbench-CPU-Stresstest werden konstant Ergebnisse von über 42.000 Punkten abgeliefert. Damit übertrifft die Testkonfiguration den bisherigen Spitzenreiter AMD Ryzen 7 4800HS um etwa 10.000 Punkte.

Intel Core i9-10900

Stromverbrauch

Über eines muss man sich bei dieser Desktop-Lösung allerdings im Klaren sein: Erkauft wird die enorme Performance durch einen für Notebookverhältnisse extrem hohen Strombedarf. Bei reiner CPU-Last hat sich das Testgerät zwischen 161 Watt und 275 Watt genehmigt. Um die Gesamtleistungsaufnahme des Alienware Area-51m R2 befriedigen zu können, sind sogar zwei Netzteile notwendig.

Intel Core i9-10900: Fazit

Der Intel-Core-i9-10900-Prozessor setzt als Desktop-Lösung Bewertungin den eingesetzten Notebooks neue Bestmarken. Single-Thread- und Multi-Thread-Performance rennen dabei den sonst in Laptops verbauten mobilen und auf Effizienz getrimmten Lösungen regelrecht davon. Leistungshungrige Anwender bekommen hier zudem besonders viel Rechenleistung fürs Geld geboten.

Sinnvoll ist der Einsatz dieser Desktop-CPU jedoch nur in groß dimensionierten Gehäusen, die zum einen mit der hohen Abwärme und zum anderen mit dem üppigen Stromverbrauch klar kommen können. Das dürfte solche Anwender, die sich möglichst viel Performance in einem zumindest tragbaren Computer wünschen, allerdings kaum beeindrucken. Genau in diesen Fällen führt derzeit kaum ein Weg am rekordverdächtig potenten, aber auch stromhungrigen, Intel Core i9-10900 vorbei.

Tobias Winkler

Neben zahlreichen Artikeln, die ich seit 2009 für Notebookjournal, PRAD und Notebookcheck verfasst habe, setze ich nun beim Projekt Notebooks & Mobiles meine eigenen Vorstellungen von einer Testplattform um. Ich habe Spaß am Schreiben, an mobiler Technik und allem was dazugehört.

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