Test Medion Akoya E6416 (MD 99553)

Heimrechner mit Potential. Das Medion Akoya E6416 (99553) scheint auf den ersten Blick ein typisches Einsteigernotebook mit mäßiger Ausstattung zum kleinen Preis zu sein. Bei der genaueren Betrachtung entpuppt es sich jedoch als ungewöhnlicher Tiefstapler, der durchaus den einen oder anderen Überraschungsmoment für sich verbuchen kann.

Medion Akoya E6416

Medion Akoya E6416 (MD 99553)
Preis 499 Euro
Prozessor Intel Core i5-5200U, 2.2 – 2.7 GHz, 2 Kerne, 4 Threads
Grafik Intel HD Graphics
Arbeitsspeicher  4 GB DDR3L, 1 Steckplatz frei
Massenspeicher  1 TB HDD, Multi-DVD-/CD-Brenner mit DVD-RAM und Dual-Layer-Unterstützung
Display IPS Display mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten (FullHD), matt
Betriebssystem & Software Windows 10
Anschlüsse & Erweiterung 2 x USB 2.0, 2 x USB 3.0, HDMI, M.2-Slot, SDXC-Kartenleser
Kommunikation Intel Wireless-AC 3160, Bluetooth 4.0, Gigabit LAN, kombinierter Audio in/out, FullHD Webcam, Mikrofon
Eingabegeräte Chiclet-Tastatur mit separatem Nummernblock, Clickpad mit integrierter Tastenfunktion
Batterie & Stromversorgung 4-Zellen Lithium-Ionen, 39 Wh, 45-Watt-Netzteil
Abmessungen & Gewicht 380 (B) x 25 (H) x 260 (T) mm, 2.26 kg
Herstellergarantie  24 Monate

Medions Akoya E6416 bietet in der Testkonfiguration eine besonders ansprechende Ausstattung zum kleinen Preis. Highlights in dieser Kategorie sind sicherlich das IPS-Panel und Intels Core i5-5200U-CPU. Dass die Aufrüstbarkeit und die Schnittstellenausstattung erstaunlich gut ausfallen, dürfte ebenfalls gefallen.

Medion Akoya E6416

Medion Akoya E6416: Gehäuse

Mit einem vergleichsweise stabilen Gehäuse umschifft Medion schon mal recht gut die sonst schwierige Thematik bei der günstigen Einsteigerklasse. Die Tastatur liegt fest auf, die Scharniere halten den Bildschirm recht gut in Position und die Handballenablage lässt sich keine Schwäche entlocken. Dass sich der Bildschirmdeckel wiederum deutlich nachgiebiger zeigt, die Oberflächenmaterialien hochwertiger ausfallen könnten und die Farbgebung nicht jedermanns Sache sein dürfte, verzeiht man dem AKOYA E6416 zum Preis von 500 Euro gerne.

Medion Akoya E6416

Medion Akoya E6416

Medion Akoya E6416: Eingabegeräte

Die Tastatur verfügt über einen separaten Nummernblock, brauchbare FN-Kombinationen für die üblichen Schnellzugriffe und eine kontraststarke Beschriftung. Der mittelkurze Hub, der passable Druckpunkt und das leise Anschlagsgeräusch sind weitere Pluspunkte, die selbst bei teureren Notebooks keine Selbstverständlichkeit darstellen. Leider fehlt dem AKOYA E6416 generell eine Tastaturbeleuchtung. Das Clickpad gefällt mit guten Gleiteigenschaften und einer zuverlässigen Reaktion.

Medion Akoya E6417

Medion Akoya E6416: Display

Zu dem insgesamt erfreulichen Gesamteindruck trägt vor allem der relativ gute Bildschirm einen entscheidenden Anteil bei. Dieser liefert für viele Einsatzszenarien eine deutlich bessere Bildqualität ab, als man das von den sonst in dieser Preisklasse verbauten TN-Panels gewohnt ist. FullHD-Auflösung, hohe Blickwinkelstabilität, gute Helligkeit und ein passabler Kontrast gefallen auf Anhieb. Die Farbtreue ist dagegen im Auslieferungszustand recht gering, könnte man aber bei Bedarf mit einem Colorimeter in Teilbereichen verbessern. Für einen Ausseneinsatz ist die maximale Helligkeit dank matter Displayoberfläche noch gerade so ausreichend, wenn man sich nicht gerade in der prallen Sonne aufhält oder das Display ungünstig positioniert.

Medion Akoya E6416

Medion Akoya E6417: Leistungsfähigkeit

Die Leistungsfähigkeit reicht für viele Heimanwender-Aufgaben bereits im Auslieferungszustand aus. Internetanwendungen, Textverarbeitung, Bildbearbeitung, Videos, Musik und ältere, weniger anspruchsvolle Spiele lassen sich problemlos nutzen. Etwas träge wirkt die Systemleistung aufgrund der konventionellen Festplatte. Hier könnte ein Solid State Drive das Geschwindigkeitsgefühl merklich steigern. Auch könnte man überlegen ein zweites RAM-Modul zu verbauen. Das beflügelt nicht nur die Leistungsfähigkeit des Arbeitsspeichers an sich, sondern auch die 3D-Performance der darauf zurückgreifenden Intel HD Graphics 5500. Aufgrund der guten Wartungsvoraussetzungen am Unterboden und freier Steckplätze, sollten beide Aufrüstmöglichkeiten schnell und einfach umzusetzen sein. Für den Einsatz als Spielerechner, die Bewältigung komplexer 3D-Berechnungen oder langwierige Konvertierungen ist das Testgerät auch nach einer Aufrüstung hingegen kaum geeignet.

Systemleistung

Medion Akoya E6416

Medion Akoya E6417: Emissionen

Im Leerlauf dominiert das leise aber wahrnehmbare Motorengeräusch der Festplatte die Geräuschkulisse des Medion AKOYA E6416. Hier habe ich einen Schalldruckpegel von 29,0 dB(A) gemessen. Schaltet sich der Lüfter bei etwas mehr Beanspruchung (PCMark 8) dazu, erhöht sich das Betriebsgeräusch nur wenig auf immer noch sehr zurückhaltende 29,8 dB(A). So wird man das Medion AKOYA E6416 meist erleben, denn erst nach mehreren Minuten Volllast wird der maximale Schalldruckpegel von 36,1 dB(A) erreicht. Das ist bei langwierigen Konvertierungen oder fordernden Spielen der Fall.  Die Oberflächentemperaturen erreichen selbst unter Volllast nicht mehr als 35,7 °C am Unterboden.

Medion Akoya E6416

Medion Akoya E6416: Leistungsaufnahme & Akkulaufzeit

Das Medion Akoya E6416 ist mit einem 39-Wh-Akku ausgestattet, der am Gehäuse verschraubt ist. Ein schneller Akkutausch zur Laufzeitverlängerung ist daher bei diesem Notebook eher nicht vorgesehen, ermöglicht aber immerhin den recht einfachen Austausch im Falle eines Defekts. Der Stromverbrauch bewegt sich von minimal 5,2 Watt bis hin zu 40,2 Watt in der Spitze. Beim PCMark 8 liegt der Verbrauch je nach Testsequenz zwischen 12 und 25 Watt. Beim Battery Test des PCMark 8 erreicht das Medion Akoya E6416 eine Laufzeit von 3:36 Stunden.

Medion Akoya E6416

Medion Akoya E6416: Kreuz und quer

  • Akku verschraubt, aber austauschbar
  • keine Tastaturbeleuchtung
  • je ein freier Steckplatz für RAM und M.2-SSD
  • mit optischem Laufwerk
  • Teils unpraktische Schnittstellenpositionierung
  • nicht ganz aktuelle, aber vergleichsweise leistungsfähige Intel-CPU
  • gutes Display
  • ausreichend solides Gehäuse
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Medion Akoya E6416

 

Medion Akoya E6416: Fazit

Medions Akoya E6416 repräsentiert in der Testkonfiguration eine Rating Medion Akoya E6416in dieser Preisklasse selten anzutreffende Kombination aus gutem Display, praxisgerechter Ausstattung, passabler Gehäusequalität und in vielen Fällen ausreichender Rechenleistung. Die Aufrüstmöglichkeiten sind gut und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist sehr gelungen. Dafür muss man jedoch mit höchstens durchschnittlichen Akkulaufzeiten, einer nicht jedem gefälligen Farbgebung und einer verbesserungswürdigen Schnittstellenpositionierung zurechtkommen.

Das Medion Akoya E6416 und andere Medion-Notebooks findet man im Medion-Shop:
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Tobias Winkler

Neben zahlreichen Artikeln, die ich seit 2009 für Notebookjournal, PRAD und Notebookcheck verfasst habe, setze ich nun beim Projekt Notebooks & Mobiles meine eigenen Vorstellungen von einer Testplattform um. Ich habe Spaß am Schreiben, an mobiler Technik und allem was dazugehört.

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